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	<title>Gerald Bull - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T06:54:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerald_Bull&amp;diff=327025&amp;oldid=prev</id>
		<title>91.137.24.113: /* Geschütze für Südafrika, Jugoslawien und Irak */ sprachliche Korrekturen</title>
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		<updated>2025-03-02T00:08:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschütze für Südafrika, Jugoslawien und Irak: &lt;/span&gt; sprachliche Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerald Vincent Bull&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. März]] [[1928]] in [[Ontario]], [[Kanada]]; † [[22. März]] [[1990]] in [[Brüssel]], [[Belgien]]) war ein kanadischer Ingenieur, der durch seine Forschung an [[Artillerie]]geschützen bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Erste Forschungen ===&lt;br /&gt;
Gerald Bull schloss 1951 sein Studium erfolgreich ab und graduierte im selben Jahr an der [[University of Toronto|Universität von Toronto]]. Er verbrachte die 1950er Jahre in [[Kanada]] und forschte an der [[Aerodynamik|Überschallaerodynamik]] von [[Rakete]]n. Man hatte zu dieser Zeit sehr spärliche Kenntnisse über das Flugverhalten von Flugzeugen und Raketen im [[Überschallgeschwindigkeit|Überschallbereich]]. [[Überschall-Windkanal|Überschallwindkanäle]] waren noch in der Entwicklung und brachten nicht die erforderliche Leistung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überschallflug ===&lt;br /&gt;
Bull ging dieses Problem von einer anderen Seite her an. Anstatt Wind mit Überschallgeschwindigkeit an einem stehenden Raketenmodell vorbeizuführen, schoss er maßstabsgerechte Modelle mit Überschallgeschwindigkeit entlang einer Teststrecke. Das Flugverhalten wurde mit Hochgeschwindigkeitskameras gefilmt und anschließend ausgewertet. Er benutzte hierzu [[Kanone|Marinekanonen]] vom Kaliber 40,6&amp;amp;nbsp;cm. Die Raketen und Flugzeugmodelle wurden von hölzernen, mehrfach in Längsrichtung geteilten [[Treibspiegel]]n getragen, die den Raum zwischen Modell und Innenwand der Kanone abdichteten. Sie wurden nach Verlassen des Rohres abgeworfen und das Modell flog im Überschallflug die Teststrecke entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Überschallbereich bereits bei mehr als rund 350&amp;amp;nbsp;m/s beginnt (die normale Mündungsgeschwindigkeit der Marinekanonen lag bei etwa 820&amp;amp;nbsp;m/s) und die Modelle mit Treibspiegel (55–85&amp;amp;nbsp;kg) nur einen Bruchteil des Gewichts einer Granate (1000–1200&amp;amp;nbsp;kg) hatten, waren keine weiteren Umbaumaßnahmen am Geschützrohr erforderlich. Kostengünstiger konnte kein Überschallwindkanal arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings war diese Methode mit zwei Nachteilen gegenüber [[Höhenforschungsrakete]]n verbunden: Erstens war die Messzeit auf wenige Sekunden beschränkt, zweitens und schwerwiegender gab es wegen der starken Beschleunigung und des geringen Volumens starke Limitierungen bei der Instrumentierung der Versuchskörper. Aus diesem Grund wurden die Tests und damit auch die Fördergelder Mitte der 1950er Jahre eingestellt. Zudem war man nun in der Lage, in Überschallwindkanälen das Flugverhalten von Jets und Raketen ausführlich zu testen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hoch hinaus mit HARP ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Project Harp.jpg|mini|Abschuss der HARP-Kanone]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|High Altitude Research Project}}&lt;br /&gt;
Anschließend arbeitete er an einem Projekt, um [[Satellit (Raumfahrt)|Satelliten]] mit riesigen [[Kanone]]n in den [[Umlaufbahn|Orbit]] zu schießen. Für dieses [[High Altitude Research Project]] errichtete man auf der [[Karibik]]insel [[Barbados]] ein Testzentrum. Zu Beginn der Versuche herrschte Geldknappheit, denn zur gleichen Zeit forschte [[Wernher von Braun]] mit hohem Budget an [[Ballistische Rakete|ballistischen Raketen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bull benötigte leistungsstarke Kanonen, um mit seinen Geschossen auch nur annähernd in die Nähe des Orbits zu gelangen. So stellte er ab 1960 Versuche mit ausgemusterten Marinekanonen 40,6&amp;amp;nbsp;cm L/50 Mk. 7 der U.S. Navy an, die ein Kaliber von 40,6&amp;amp;nbsp;cm (16&amp;amp;nbsp;Zoll), 20&amp;amp;nbsp;Meter Rohrlänge und ein Gewicht von 125&amp;amp;nbsp;Tonnen hatten. Er verlängerte die Läufe auf 36&amp;amp;nbsp;Meter, entwickelte Spezialgeschosse (Martlets) von nur 84&amp;amp;nbsp;kg Gewicht, bzw. bis 210&amp;amp;nbsp;kg bei der Martlet&amp;amp;nbsp;2 (die Original-Geschosse wogen rund 1200&amp;amp;nbsp;kg), und verbesserte die Treibladungspulver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erreichte damit eine Mündungsgeschwindigkeit von 3600&amp;amp;nbsp;m/s, gegenüber etwa 825&amp;amp;nbsp;m/s der Originalgeschosse. Mit der Kanone wurde fast senkrecht nach oben geschossen, mit leicht östlicher Richtung auf das Meer hinaus. Die erreichte Schusshöhe betrug schließlich 100&amp;amp;nbsp;Kilometer. Diese Steigerung der Geschützleistung gegenüber der Originaltechnik wurde von Bull mit nur 10&amp;amp;nbsp;Mio. Dollar erreicht – im Vergleich zur Raketenentwicklung ein sehr kleines Budget.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erreichten Geschwindigkeiten waren jedoch zu gering, um einen [[Satellitenorbit|Orbit]] zu ermöglichen, denn hierfür ist die [[Kosmische Geschwindigkeit#Erste kosmische Geschwindigkeit|erste kosmische Geschwindigkeit]] von 7900&amp;amp;nbsp;m/s notwendig, weswegen geplante, aber nie umgesetzte spätere Martlets ([[Base-Bleed-Geschoss|Base-Bleed]]-artige Geschosse) mit Raketenstufe nötig gewesen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschütze für Südafrika, Jugoslawien und Irak ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sloboda 2019 - defile 11 - MGS-25 Aleksandar 01.jpg|mini|Die Waffenanlage der jugoslawischen Nora B-52 wurde ab 1983 in Zusammenarbeit von Bulls kanadischer Firma SRC und jugoslawischen Waffenproduzenten entwickelt. Die SRC lizenzierte ebenso die Produktion von ERFB-Geschossen.]]&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und [[Kanada]] die finanzielle Unterstützung für das HARP-Projekt einstellten, gründete Gerald Bull Anfang der 1970er Jahre in [[Québec]] die &amp;#039;&amp;#039;Space Research Corporation&amp;#039;&amp;#039;. Mit dieser Firma wollte Gerald Bull ein 155-mm-Artilleriegeschütz entwickeln, welches über eine bis dahin unerreichte Schussweite verfügen sollte. Im Jahr 1975 begann er dort mit der Entwicklung der [[GC-45]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;forecast&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.forecastinternational.com/archive/disp_old_pdf.cfm?ARC_ID=1461 |titel=GC-45 and FGH-155 155&amp;amp;nbsp;mm Howitzers |werk=forecastinternational.com |hrsg=Forecast International Inc. |sprache=en |abruf=2017-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu untersuchten die Entwickler die deutsche [[21-cm-Kanone 12 (E)]] aus dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;JMH&amp;quot;&amp;gt;Terry J. Gander, Charles Q. Cutshaw: &amp;#039;&amp;#039;Jane&amp;#039;s Ammunition Handbook, 2001–2002.&amp;#039;&amp;#039; S. 297–305.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere analysierten sie die verwendeten Geschosse und deren Flugbahnen. Daraus resultierte für die Entwickler, dass mit einer Kombination aus einem langen [[Geschützrohr]] und aerodynamisch optimal geformten Geschossen, welche mit einer hohen [[Mündungsgeschwindigkeit]] verschossen werden, sich sehr große Schussdistanzen erzielen ließen. Bei der Konstruktion des ersten Prototypen griffen die Entwickler auf vorhandene Komponenten von Artilleriegeschützen zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forecast&amp;quot; /&amp;gt; Daraus wurde ein Geschütz mit einem Geschützrohr mit 45 [[Kaliber#Kaliberangaben und Kalibergrößen|Kaliberlängen]] (L/45) sowie einer Verschlusskammer mit einem Volumen von 23&amp;amp;nbsp;Litern konstruiert. Im Jahr 1978 war der erste [[Prototyp (Technik)|Prototyp]] erstellt. Im selben Jahr gründete Gerald Bull die &amp;#039;&amp;#039;Space Research Corporation International&amp;#039;&amp;#039; in Belgien. Dort wurde zusammen mit [[Poudreries réunies de Belgique]] (PRB) für das neue Geschütz eine neue Munitionsfamilie von reichweitegesteigerten [[Extended-Range-Full-Bore-Geschoss]]en (ERFB) entwickelt und produziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JMH&amp;quot; /&amp;gt; Das GC-45-Geschütz erzielte mit ERFB-HB-Geschossen, welche eine Mündungsgeschwindigkeit von 897&amp;amp;nbsp;[[Meter pro Sekunde|m/s]] erreichten, eine Schussdistanz von rund 30&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chant&amp;quot;&amp;gt;Christopher Chant: &amp;#039;&amp;#039;A Compendium of Armaments and Military Hardware.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 82–83.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem reichweitegesteigerten ERFB-BB-Geschoss (mit [[Base-Bleed-Geschoss|Base-Bleed]]) lag die maximale Schussdistanz bei rund 39&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoArt&amp;quot;&amp;gt;T. J. O&amp;#039;Malley: &amp;#039;&amp;#039;Moderne Artilleriesysteme.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 10–11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vergleich zu damaligen westlichen 155-mm-Haubitzen, welche Schussdistanzen von rund 28&amp;amp;nbsp;km erreichten, war dies eine Steigerung um fast 40 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem neuen Geschütz waren verschiedene Länder interessiert; China, Israel, Singapur und auch [[Südafrika]], das wegen seiner [[Apartheid]]spolitik mit einem [[Embargo|UN-Waffenembargo]] belegt war. Unter Umgehung des Waffenembargos entwickelte Gerald Bull für Südafrika die auf der GC-45 basierende Haubitze [[G5 Haubitze|G5]]. Wegen Waffenschmuggels nach Südafrika wurde Bull – seine Firma hatte eine Niederlassung in den USA – 1980 zu 6 Monaten Haft durch ein Gericht in [[Vermont]] verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nyt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nytimes.com/1990/08/26/magazine/the-man-behind-iraq-s-supergun.html?pagewanted=all |titel=The Man Behind Iraq&amp;#039;s Supergun |werk=nytimes.com |hrsg=The New York Times |sprache=en |abruf=2017-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die G5-Haubitzen kamen 1983 bei Gefechten der [[South African Defence Force|südafrikanischen Armee]] im [[Bürgerkrieg in Angola|Krieg gegen Angola und die SWAPO]] in [[Angola]] zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zur selben Zeit erfolgte von Gerald Bull ein [[Technologietransfer]] an verschiedene andere Firmen und die GC-45 diente dort als Ausgangsmodell für weitere Geschützentwürfe. So basieren die Geschütze &amp;#039;&amp;#039;Soltam-845P&amp;#039;&amp;#039; aus [[Israel]], &amp;#039;&amp;#039;WAC-21 (PLL01)&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Volksrepublik China]], &amp;#039;&amp;#039;FGH-155/45&amp;#039;&amp;#039; aus [[Spanien]], [[ODE 155-mm-Kanonenhaubitze FH-88|FH-88]] aus [[Singapur]], &amp;#039;&amp;#039;T196&amp;#039;&amp;#039; aus [[Republik China (Taiwan)|Taiwan]] sowie das &amp;#039;&amp;#039;M46/84&amp;#039;&amp;#039; aus [[Jugoslawien]] auf dem Entwurf der GC-45.&amp;lt;ref name=&amp;quot;feelibary&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.thefreelibrary.com/A+general+survey+of+recent+artillery+developments%3B+refurbishment+is...-a08529007 |titel=A general survey of recent artillery developments |werk=thefreelibrary.com |hrsg=Armada International |sprache=en |abruf=2017-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Jugoslawien und dem späteren Serbien wurde letztgenannte zur [[Nora B-52]]B mit 52 Kaliberlängen weiterentwickelt. Bull&amp;#039;s Firma SRC hatte seit 1983 mit jugoslawischen Waffenproduzenten zusammengearbeitet. Hieraus wurde die sowjetische [[130-mm-Kanone M-46]] zur 155-mm-Kanone M45 (später M52) konvertiert. Weiter erhielt Jugoslawien zwei Geschosse der Typen ERFB-BT und ERFB-BB sowie die lizenzierte Dokumentation von SRC. Bull&amp;#039;s Firma lizenzierte den Jugoslawen ebenso das neue Treibladungspulver. Im Vergleich zum Vorgänger erreichte man mit der neuen, von Anastas Paligorić entwickelten Haubitze um 45 % höhere Reichweiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Anastas Paligoric, 2011 [https://scindeks-clanci.ceon.rs/data/pdf/0042-8469/2011/0042-84691104208P.pdf ANALIZA KONCEPCIJE REŠENJA ARTILJERIJSKIH ORUĐA FAMILIJE „NORA“ (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Gerald Bull wegen Verletzung des UN-Waffenembargos gegen Südafrika angeklagt worden war, musste er seine Firma &amp;#039;&amp;#039;SRC&amp;#039;&amp;#039; schließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nyt&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Erlöschen von &amp;#039;&amp;#039;SRC&amp;#039;&amp;#039; wurde die Produktion der GC-45-Geschütze zu [[VÖEST]] (später [[Maschinenfabrik Liezen und Gießerei|Noricum]]) in [[Österreich]] verlegt. Dort erfuhren die Geschütze weitere Anpassungen und wurden unter der Bezeichnung [[Gun Howitzer Noricum|GHN-45]] für den Export gebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoArt&amp;quot; /&amp;gt; Diese Geschütze wurden während des [[Erster Golfkrieg|Ersten Golfkriegs]] zusammen mit G5-Geschützen aus Südafrika an die beiden Kriegsparteien [[Iran]] und [[Irak]] geliefert. Aufgrund des bestehenden Waffenembargos führte dies in Österreich zum [[Noricum-Skandal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projekt Babylon ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Projekt Babylon}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Iraqi Supergun Section 2.jpg|mini|Sichergestellte Komponente des Projekts Babylon]]&lt;br /&gt;
Anfang 1988 nahm Bull Kontakt auf mit dem irakischen Minister des &amp;#039;&amp;#039;Ministeriums für Industrie und militärische Industrialisierung&amp;#039;&amp;#039;, General [[Hussein Kamel]]. Er bot dem Irak eine Superkanone an, der [[Saddam Hussein]] nicht abgeneigt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nyt&amp;quot; /&amp;gt; Sie sollte in der Lage sein, auch [[Israel]] zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13684300 |Titel=Melodie in Blei |Jahr=1994 |Nr=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=26270991 |Titel=Akte Saddam (II): Der gefährlichste Mann der Welt |Jahr=2003 |Nr=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere „Superkanonen“ wurden unter dem [[Projekt Babylon]] geplant und ein Geschütz tatsächlich zur Einsatzreife gebracht.&lt;br /&gt;
Anfang 1990 vereitelte der britische Geheimdienst [[Secret Intelligence Service]] weitere Lieferungen für die „Supergun“ mit dem Kaliber 1000&amp;amp;nbsp;mm, die zumindest nach Presseberichten Ladungen bis zu 600&amp;amp;nbsp;kg in eine [[Umlaufbahn]] (Orbit) oder einen [[Sprengkopf]] über Distanzen bis 1000&amp;amp;nbsp;km befördern konnte.&lt;br /&gt;
Laut Aussage des irakischen Generals [[Hussein Kamel]] sollte die Waffe verwendet werden, um feindliche Satelliten lahmzulegen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=James Glanz |url=https://www.nytimes.com/2006/09/10/world/middleeast/10supergun.html |titel=Shades of Supergun Evoke Hussein’s Thirst for Arms |hrsg=[[NY Times|nytimes.com]] |datum=2006-09-10 |sprache=en |abruf=2011-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=It was meant for long-range attack and also to blind spy satellites. Our scientists were seriously working on that. It was designed to explode a shell in space that would have sprayed a sticky material on the satellite and blinded it.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Es war für Angriffe auf große Entfernung und für die Blendung von Spionagesatelliten ausgelegt. Unsere Wissenschaftler haben tatsächlich daran gearbeitet. Es wurde so entworfen, dass eine Granate im All explodieren und ein haftendes Material auf den Satelliten versprühen sollte, um ihn zu blenden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermordung ===&lt;br /&gt;
Am 22. März 1990 wurde Bull vor der Tür seiner Wohnung in [[Brüssel]] von einem Kommando des israelischen Geheimdienstes [[Mossad]] mit fünf Schüssen in Kopf und Rücken getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ronen Bergman]] |Titel=Rise and Kill First. The Secret History of Israel’s Targeted Assassinations |Verlag=Random House |Ort=New York |Datum=2018 |ISBN=978-1-4000-6971-2 |Sprache=en |Seiten=357–358 |Online={{Google Buch |BuchID=eKNaDwAAQBAJ |SeitenID=PT242}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Steve Coll]] |Titel=The Achilles Trap. Saddam Hussein, the United States and the Middle East, 1979–2003 |Verlag=Allen Lane |Ort=London |Datum=2024 |ISBN=978-0-241-68665-2 |Seiten=151 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=KDnNEAAAQBAJ |SeitenID=PT80}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acht Wochen nach Bulls Ermordung verhinderte der britische Zoll den Export der letzten benötigten Rohrelemente von England in den Irak. Nach dem [[Zweiter Golfkrieg|Zweiten Golfkrieg]] 1991 wurden die noch unvollständigen Geschütze von den [[Zweiter Golfkrieg#Zusammensetzung der Koalitionsstreitkräfte|Koalitionsstreitkräften]] demontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mediale Verwertung ==&lt;br /&gt;
Die Vorgänge von Projekt Babylon wurden in dem Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;Doomsday Gun&amp;#039;&amp;#039; von 1994 verfilmt, mit [[Frank Langella]] in der Hauptrolle als Gerald Bull, sowie [[Kevin Spacey]], [[Alan Arkin]], und [[Clive Owen]] in Nebenrollen. Die Vorgänge bilden auch den Hintergrund des Romans &amp;#039;&amp;#039;[[Die Faust Gottes]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Frederick Forsyth]]. Des Weiteren verarbeitete [[David Michaels (Pseudonym)|David Michaels]] in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Babylon Phoenix&amp;#039;&amp;#039;, der auf der Spielereihe [[Splinter Cell]] aufbaut, Details des Projektes zu einer fiktiven Geschichte.&lt;br /&gt;
Im Kriminalroman „Totes Laub“ der kanadischen Autorin [[Louise Penny]] sind die Hintergründe des Projekts Babylon der Haupt-Handlungsstrang in zwei Mordfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christopher Chant: &amp;#039;&amp;#039;A Compendium of Armaments and Military Hardware.&amp;#039;&amp;#039; Routledge Revivals, Oxford, Vereinigtes Königreich, 2014, ISBN 0-415-71072-3.&lt;br /&gt;
* Gerald V. Bull, Charles H. Murphy: &amp;#039;&amp;#039;Paris Kanonen. The Paris Guns (Wilhelmgeschutze) and Project HARP.&amp;#039;&amp;#039; E. S. Mittler, Herford 1988&lt;br /&gt;
* James Adams: &amp;#039;&amp;#039;Bull’s Eye. The Assassination and Life of Supergun Inventor Gerald Bull.&amp;#039;&amp;#039; Times Books, New York 1992&lt;br /&gt;
* T. J. O&amp;#039;Malley: &amp;#039;&amp;#039;Moderne Artilleriesysteme.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch Verlag, Stuttgart, Deutschland, 1996, ISBN 3-613-01758-X.&lt;br /&gt;
* Terry J. Gander, Charles Q. Cutshaw: &amp;#039;&amp;#039;Jane&amp;#039;s Ammunition Handbook, 2001–2002, 10th edition&amp;#039;&amp;#039;, Jane&amp;#039;s Information Group, 2001, ISBN 0-7106-2308-9.&lt;br /&gt;
* William Lowther: &amp;#039;&amp;#039;Arms and the Man. Dr. Gerald Bull, Iraq, and the Supergun.&amp;#039;&amp;#039; Presidio, Novato 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=R2XriMDQ3LE The Man Behind Iraq&amp;#039;s Supergun – Dokumentarfilm über die Geschütze von Gerald Bull]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.eff.org/Misc/Publications/Bruce_Sterling/FSF_columns/fsf.03 |text=Think of The Prestige |wayback=20060220144350}} – Artikel über Bull von [[Bruce Sterling]] auf [[Electronic Frontier Foundation|eff.org]], September 1992 (englisch).&lt;br /&gt;
* {{Astronautix|babylongun|Babylon Gun}}&lt;br /&gt;
* [https://pwg.gsfc.nasa.gov/stargaze/Smartlet.htm The HARP Cannon]&lt;br /&gt;
* [https://pwg.gsfc.nasa.gov/stargaze/SSHARP.htm The SHARP Cannon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119045990|LCCN=n88271639|VIAF=18023154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bull, Gerald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieurwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballistiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanadier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bull, Gerald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bull, Gerald Vincent (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kanadischer Artilleriewissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ontario]], Kanada&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. März 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brüssel]], Belgien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.137.24.113</name></author>
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