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	<title>Geröllkeule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:45:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ger%C3%B6llkeule&amp;diff=577161&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-15T15:26:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BronzeAgeStoneMace.JPG|mini|Steinzeitkeule]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Megawal27.jpg|mini|Schematisierte Geröllkeulentypen, in Schnitt (oben) und in Ansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alba Iulia National Museum of the Union 2011 - Stone Mace Head of Decea Muresului Type from Sard-1.JPG|mini|Steinzeitlicher Keulenkopf von Decea Muresului Rumänien]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geröllkeule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|Stone Mace Head}}; {{daS|&amp;#039;&amp;#039;Skivekølle hoved&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stridskølle&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein in Europa gefundenes [[Artefakt (Archäologie)|Artefakt]]. Sie tritt nördlich der Mittelgebirge vom [[Mesolithikum]] bis in die [[Bronzezeit]] auf. Die Scheibenkeule von Großköllnbach&amp;lt;ref&amp;gt;AiD 06 2017 S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; hat 20 cm Durchmesser. Im Verhältnis zu Beilen und [[Dechsel]]n sind sie jedoch selten. Sie ist zumeist aus [[Diabas|Grünstein]], [[Porphyr]] oder [[Quarzit]] gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau, Form und physikalische Wirksamkeit ==&lt;br /&gt;
Entsprechend der Form und dem Grad der Bearbeitung unterscheidet man zwischen Geröll- und Scheibenkeulen. Die Keulenköpfe haben zwei Grundmuster, die sich aus der Art der Schäftung ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der mit einer sanduhrförmigen Lochung versehene scheibenförmige Typ der „Scheibenkeule“ und&lt;br /&gt;
* der mit einer mittigen Einschnürung versehene knollenförmige auch „Rillenhammer“ genannte Typus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzterer ist wahrscheinlich die ältere Form und hat sich vermutlich aus dem [[Walzenbeil]] entwickelt. Ein [[Schaft (Werkzeug)|Schaft]] wurde mittels organischem Material ([[Bast (Baum)|Bast]], [[Leder]]) an der Einschnürung des Steines befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die physikalische Anwendungserfahrung, die von einem Stock zu einem keulenartigen Werkzeug führte, war die Erfahrung, dass die „Wucht“ ([[Impuls]], [[kinetische Energie]]) umso höher wird, je höher die [[Masse (Physik)|Masse]] des Körpers ist. Aus der Forderung, dass der Griff noch handgerecht sein muss, ergibt sich dann die typische „Keulenform“: Es reicht, das ferne Ende zu verdicken, um gutes [[Drehmoment]] zu erreichen. Aus technischer Perspektive ist ein keulenartiges Werkzeug eine [[einfache Maschine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Bereits im [[Gravettien]] kommt die [[Bohren|Durchbohrung]] von [[Elfenbein]], [[Geweih]], Holz, Horn und [[Zahn|Zähnen]] auf. Im [[Mesolithikum]] wurde die Technik entwickelt, die es ermöglicht, auch Gestein zu durchbohren, so dass eine einfachere Schäftung ermöglicht wird. Die [[Diabolo (Spielgerät)|diaboloförmige]] Bohrung stellt allerdings keine ideale Führung für einen Schaft dar. Sie ist beabsichtigt und die Art der Befestigung eines Schaftes ist, falls sie denn erfolgte, noch offen. Die Intention geht daraus hervor, dass die zylindrische Bohrung (u.&amp;amp;nbsp;a. bei 35.000 Jahre alten [[Lochstab|Lochstäben]]) längst bekannt war und die heute übliche [[Konus|konische]] Form der Schaftaufnahme durch Aufreiben erreichbar gewesen wäre. Zwar ist es möglich auch mit einer so befestigten [[Keule]] zu schlagen oder zu spalten, allerdings ist der Schaft so dünn, dass dies nicht die angedachte Funktion erfüllen kann und die Keule der Nachfolger des [[Lochstab|Loch-]] oder „Kommandostabes“ als [[Statussymbol]] gewesen sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geröll- und Scheibenkeulen haben unterschiedliche Verbreitungsschwerpunkte. In der [[Großgartacher Kultur]], der [[Hinkelsteinkultur]] und der [[Oberlauterbachkultur]] war der Gebrauch von Keulen unüblich. Bereits in der [[Linearbandkeramische Kultur|Linearbandkultur]] erscheinen Keulen weniger häufig. Aufgenommen wird die Tradition von der [[Stichbandkeramik]]. Nach Südwestdeutschland kommt die Keulentradition erneut mit dem [[Rössener Kultur|Rössen]]-Verzierungsstil, der den Impuls aus der Stichbandkeramik aufnahm. Die meisten Keulenköpfe sind Lesefunde, einige wurden in Siedlungen der frühen Jungsteinzeit und in Grabkammern gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mythologie oder auf frühen Darstellungen ([[Ägypten]]) kommen [[Keule]]n auch noch Jahrtausende später vor. Ethnologisch lassen sich Steinkeulen u.&amp;amp;nbsp;a. in nahezu identischer Form bei den indigenen Einwohnern [[Papua (Völkergruppe)|Papua]]-[[Neuguinea]], Mappi Hochland (&amp;#039;&amp;#039;Upper [[Sepik]] River Region&amp;#039;&amp;#039;) nachweisen, die dort für rituelle Zwecke aber auch kriegerischen Auseinandersetzungen verwendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vier Steinkeulen – Papua-Neuguinea, Mappi Hochland Region. Private Sammlung: Scheibenkeule (rituelle Zeremonien), Ananaskeule (Kampf), Sternkeule (Jagd, ein Strahl alt abgebrochen), Rundkeule (Tanzfeste); [https://www.lotsearch.de/images/auktion/kunstauktionshaus-schlosser.de/20181112_175548/1375.jpg lotsearch.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Meller]] sieht in der Scheibenkeule die erste Waffe, die mit dem Zweck der Tötung von Menschen erfunden worden sei&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rainer Burger |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nicht-zum-krieg-verdammt-die-menschliche-natur-ist-solidarisch-und-kooperativ-sagt-der-archaeologe-harald-meller-accg-110827338.html |titel=„Wir sind nicht zum Krieg verdammt“: Die menschliche Natur ist solidarisch und kooperativ, sagt der Archäologe Harald Meller |titelerg=Interview mit Harald Meller |werk=FAZ.net |datum=2026-02-10 |sprache=de |abruf=2026-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zapfenkeule]]&lt;br /&gt;
* [[Streitkolben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eric Biermann: &amp;#039;&amp;#039;Alt- bis mittelneolithische Keulenköpfe und Bohrkernfunde. Mögliche Hinweise auf potenzielle Produktionszentren?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Varia neolithica.&amp;#039;&amp;#039; IV, 2006, ISBN 3-937517-43-X. S. 95–112&lt;br /&gt;
* Eric Biermann: &amp;#039;&amp;#039;Keulenköpfe des Alt- und Mittelneolithikums in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Varia neolithica.&amp;#039;&amp;#039; IV, 2006, ISBN 3-937517-43-X. &lt;br /&gt;
* André Grisse: &amp;#039;&amp;#039;Äxte, Pickel, Keulen, Hacken, Hauen und Doppelhämmer im mitteleuropäischen Neolithikum. Eine Einführung in die Typologie der durchlochten Felsgesteingeräte anhand der graphischen Radien-Methode.&amp;#039;&amp;#039; Habelt, Bonn 2013, ISBN 978-3-7749-3850-2.&lt;br /&gt;
* Mogens Rud: &amp;#039;&amp;#039;Jeg ser på oldsager Danske oldsager i tekst og billeder&amp;#039;&amp;#039;. Politikens Forlag 1979, ISBN 87-567-3202-3, S. 96.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.steinzeitwissen.de/artefakttypen/keulenkopfe Beschreibung]&lt;br /&gt;
* [http://www.steinharteknochenarbeit.de/scheibenkeule.63.html#Scheibenkeule Scheibenkeulen Bilder]&lt;br /&gt;
* [http://volker-harries.de/?p=247 Einzelfund einer Scheibenkeule bei Roxheim/Pfalz]&lt;br /&gt;
* [https://www.lauritz.com/de/auktion/skivekoelle-hoved-yngre-stenalder/i1301969/?ver=6c Beschreibung dän. (Scheibenkeule)]&lt;br /&gt;
* [https://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Fund-des-Monats/ Der Keulenkopf von Crivitz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerollkeule}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinwerkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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