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	<title>Geostrophischer Wind - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:38:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geostrophischer_Wind&amp;diff=253602&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-01-05T14:31:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kräfte am geostrophischen Wind.svg|mini|Kräfte am geostrophischen Wind]]Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;geostrophische Wind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|γῆ}} ‚Erde‘, {{lang|el|στροφή}} ‚Wendung‘, ‚Kurve‘, ‚Drehung‘ = etwa „Wind, der mit der Erddrehung bläst“) ist ein vereinfachtes physikalisches [[Wind]]-Modell der [[Meteorologie]] auf Basis der [[Geostrophie]]. Dabei wird davon ausgegangen, dass die horizontalen Komponenten der [[Gradientkraft|Druckgradientkraft]] und der [[Corioliskraft]] einander aufheben und sonst keine [[Kraft|Kräfte]] wirken. Reibungskräfte werden dabei vernachlässigt. Das Modell ist deshalb nur auf Winde oberhalb der [[Peplosphäre|planetaren Grenzschicht]] anwendbar. Zusätzlich müssen die [[Isobare]]n gerade sein und parallel zueinander liegen, um die [[Zentrifugalkraft]] zu vermeiden, die bei Drehung der Windrichtung auftreten würde. Die Zentrifugalkraft wird im Modell des [[Gradientwind]]es berücksichtigt. Da der geostrophische Wind immer parallel zu den Isobaren strömt, ermöglicht er keinen Druckausgleich. Der geostrophische Wind bildet sich als stabiles Ergebnis der [[Geostrophische Anpassung|geostrophischen Anpassung]].[[Datei:Geostrophisches Gleichgewicht.jpg|mini|Durch die Wirkung der Corioliskraft entsteht ein geostrophisches Gleichgewicht (gelb = Windrichtung).]]Dieses Modell wird neben der Meteorologie auch in der [[Navigation]] benutzt, etwa beim [[Single Heading Flight]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brigitte Klose, Heinz Klose |Titel=Meteorologie - Eine interdisziplinäre Einführung in die Physik der Atmosphäre |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=3 |Verlag=Springer-Verlag |Ort= |Datum=2016 |ISBN=978-3-662-43622-6 |Seiten=294-295}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Geschwindigkeit des geostrophischen Windes ==&lt;br /&gt;
Aus der Gleichheit der horizontalen Komponenten der [[Gradientkraft|Druckgradientkraft]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec F_\mathrm{D}&amp;lt;/math&amp;gt; und der [[Corioliskraft]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec F_\mathrm{C}&amp;lt;/math&amp;gt; folgt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec F_\mathrm{D} = - \vec F_\mathrm{C} \quad \Leftrightarrow \quad -\frac{1}{\rho} \vec \nabla_{h}p = f \cdot \vec k \times \vec v&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach auflösen nach &amp;lt;math&amp;gt;\vec v&amp;lt;/math&amp;gt; erhält man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec v = \frac {1}{\rho f}\vec k \times \vec \nabla_\mathrm{h} p&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht vektoriell lässt sich die Geschwindigkeit auch berechnen durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v = - \frac{1}{\rho f} \frac{\partial p}{\partial n}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\rho&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Luftdichte]]&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Luftdruck]]&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\vec \nabla_\mathrm{h}&amp;lt;/math&amp;gt; der horizontale [[Nabla-Operator]]&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\vec k&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Einheitsvektor]] senkrecht zur Erdoberfläche&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;f = 2 \, \Omega \, \sin (\varphi)&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Coriolis-Parameter|Coriolisparameter]] mit&lt;br /&gt;
:: &amp;lt;math&amp;gt;\Omega&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Winkelgeschwindigkeit]] der Erde&lt;br /&gt;
:: &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Geographische Breite|Breitengrad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Coriolisparameter schwächer wird je näher man dem [[Äquator]] kommt, nimmt die Geschwindigkeit des geostrophischen Windes bei gleichem Druckgradienten zu, um das Kräftegleichgewicht zu wahren. Direkt am Äquator gibt es keine Corioliskraft und damit auch keinen geostrophischen Wind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechenbeispiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegeben sei eine idealisierte synoptische Druckverteilung über Mitteleuropa mit einem Hochdruckgebiet westlich von Deutschland mit einem Kerndruck von &amp;lt;math&amp;gt;p_\mathrm{H}=1018 \mathrm{hPa}&amp;lt;/math&amp;gt; sowie einem Tiefdruckgebiet östlich davon mit einem Kerndruck von &amp;lt;math&amp;gt;p_\mathrm{T}=1003 \mathrm{hPa}&amp;lt;/math&amp;gt;. Der horizontale Abstand zwischen Hoch- und Tiefdruckzentrum betrage &amp;lt;math&amp;gt;\Delta n=600 \mathrm{km}&amp;lt;/math&amp;gt;. Als betrachteter Ort werde Berlin mit einer geografischen Breite von &amp;lt;math&amp;gt;\varphi\approx52{,}5^\circ&amp;lt;/math&amp;gt; herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den beiden Druckzentren ergibt sich damit eine horizontale Druckdifferenz von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\Delta p = p_\mathrm{H}-p_\mathrm{T}&lt;br /&gt;
=15 \mathrm{hPa}&lt;br /&gt;
=1500 \mathrm{Pa}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der horizontale Druckgradient senkrecht zu den Isobaren beträgt näherungsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\left|\frac{\partial p}{\partial n}\right|&lt;br /&gt;
\approx \frac{\Delta p}{\Delta n}&lt;br /&gt;
= \frac{1500\mathrm{Pa}}{600000\mathrm{m}}&lt;br /&gt;
=2{,}5\cdot10^{-3}\mathrm{Pa/m}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die geografische Breite von Berlin ergibt sich der Coriolisparameter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
f = 2\Omega\sin\varphi&lt;br /&gt;
= 2\cdot 7{,}292\cdot10^{-5}\mathrm{s}^{-1}\cdot \sin(52{,}5^\circ)&lt;br /&gt;
\approx 1{,}16\cdot10^{-4}\mathrm{s}^{-1}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Annahme einer Luftdichte von &amp;lt;math&amp;gt;\rho\approx1{,}2\mathrm{kg/m^3}&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich die geostrophische Windgeschwindigkeit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
v_g&lt;br /&gt;
= \frac{1}{\rho f}\left|\frac{\partial p}{\partial n}\right|&lt;br /&gt;
= \frac{1}{1{,}2\mathrm{kg/m^3}\cdot 1{,}16\cdot10^{-4}\mathrm{s}^{-1}}&lt;br /&gt;
\cdot 2{,}5\cdot10^{-3}\mathrm{Pa/m}&lt;br /&gt;
\approx 18\mathrm{m/s}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies entspricht einer Windgeschwindigkeit von etwa 65 km/h. Der berechnete Wert beschreibt den idealisierten geostrophischen Wind oberhalb der planetaren Grenzschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abhängigkeit von der geopotentiellen Höhe ===&lt;br /&gt;
Auf [[Höhenwetterkarte]]n werden häufig [[Isohypse (Meteorologie)|Isohypsen]] (Linien gleicher [[Geopotentielle Höhe|geopotentieller Höhe]]) statt [[Isobare]]n verwendet. Deshalb ist es sinnvoll, die Stärke des geostrophischen Windes in Abhängigkeit von der geopotentiellen Höhen anzugeben. Dabei gilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v = \frac{g_0}{f} \frac{\partial Z}{\partial n}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;Z&amp;lt;/math&amp;gt; die [[geopotentielle Höhe]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;g_0&amp;lt;/math&amp;gt; die normierte [[Schwerebeschleunigung]] (festgelegt auf den Wert bei 45°N mit &amp;lt;math&amp;gt;\approx 9{,}8\,\mathrm{\tfrac{m}{s^2}}&amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geostrophische Wind strömt dabei immer parallel zu den Isohypsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ageostrophischer Wind ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräfte am ageostrophischen Wind.svg|mini|Kräfte am ageostrophischen Wind]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der planetaren Grenzschicht der [[Erdatmosphäre]] – der [[Peplosphäre]] (untere 1,5 bis 2&amp;amp;nbsp;km) – wird der Wind durch die [[Reibung|Bodenreibung]] gebremst. Das Kräftegleichgewicht stellt sich hier zwischen der Druckgradientkraft, der Corioliskraft und einer &amp;#039;&amp;#039;ageostrophischen Komponente&amp;#039;&amp;#039;, meist der [[Reibung]]skraft, ein. Man spricht dann vom &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ageostrophischen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;geotriptischen Wind.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ageostrophische Wind weht durch die zusätzliche Kraft nicht parallel zu den Isobaren, sondern in Richtung des tieferen [[Luftdruck]]s, wodurch sich [[Tiefdruckgebiet]]e auffüllen und [[Hochdruckgebiet]]e sich nach einigen Tagen auflösen. Die Ablenkung des Windes wird dabei zum Boden hin stärker und hat von oben gesehen die Form einer [[Spirale]], der sogenannten Ekman-Spirale (vergleiche [[Ekman-Spirale]] im Bereich [[Meeresströmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschwindigkeit des ageostrophischen Windes ist nicht einfach und allgemein zu bestimmen, weil man für die Reibungskraft ein geeignetes Modell wählen muss.&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gradientwind]]&lt;br /&gt;
* [[Zyklostrophischer Wind]]&lt;br /&gt;
* [[Barisches Windgesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Quasigeostrophische Theorie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4361799-2|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wind]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strömungen und Wellen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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