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	<title>Georgischer Film - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Scholless: /* Wichtige Regisseure */ einheitlich im Text</title>
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		<updated>2025-12-26T04:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wichtige Regisseure: &lt;/span&gt; einheitlich im Text&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Theatre institute.jpg|mini|250px|Das Staatliche Georgische Institut für Theater und Film in Tiflis, gegründet 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Georgien]]s Filmgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; begann unmittelbar vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Nach der Eingliederung des Landes in die [[Sowjetunion]] entstand bereits in den 1920er Jahren eine gut organisierte staatliche Filmindustrie, die in den 1980er Jahren alle zwölf Monate sieben bis acht [[Spielfilm]]e und eine Reihe von [[Dokumentarfilm|Dokumentar-]] und [[Trickfilm]]en produzierte. Georgische Filme fielen frühzeitig durch Originalität und Kritik auf, wurden deshalb immer wieder von der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] unterdrückt. Nach der staatlichen Unabhängigkeit ging es mit der Filmproduktion in Georgien bergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. November 1896 wurde das erste Kino Georgiens in [[Tiflis]] eröffnet. Der erste georgische [[Filmkunst|Film]] entstand 1912 unter der Regie von [[Wasil Amaschukeli]] und [[Alexander Dighmelow]]. Es war ein Dokumentarfilm zum 72. Geburtstag des Schriftstellers [[Akaki Zereteli]] und zeigte dessen Reise durch Westgeorgien. 1916 drehte [[Alexander Zuzunawa]] den ersten georgischen [[Spielfilm]]: &amp;#039;&amp;#039;Christine&amp;#039;&amp;#039;, eine klassische Literaturverfilmung. Im Ersten Weltkrieg war Tiflis nach [[Sankt Petersburg]] die zweite Stadt des [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reiches]], dessen größere Kinos [[Wochenschau]]en vorführten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stummfilm]]zeit brachte Georgiens erste Filmstars hervor. Unter ihnen: [[Nato Watschnadse]], die [[Sarah Bernhardt]] des georgischen Films.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Blüte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1920er Jahre erlebte der georgische Film seine erste Blüte. [[Konstantin Mikaberidse]] drehte &amp;#039;&amp;#039;Meine Großmutter&amp;#039;&amp;#039; (1929), eine komödiantische [[Satire]] auf die sowjetische [[Bürokratie]]. [[Nikolos Schengelaja]] produzierte &amp;#039;&amp;#039;Eliso&amp;#039;&amp;#039; (1928), einen [[Stummfilm]] über die Deportation der Tschetschenen 1864 und [[Micheil Kalatosow]] (gebürtig Michail Kalatosischwili) produzierte &amp;#039;&amp;#039;Das Salz Swanetiens&amp;#039;&amp;#039; (1930) einen Dokumentarfilm über das harte Leben im Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stalinismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er und 1940er Jahren unterdrückte der Stalin’sche Terror alle kritischen und originellen Tendenzen. Der [[Diktatur|Diktator]] verlangte stereotype Helden im Dienst der Staatsideologie. Lieblingsregisseur [[Josef Stalin]]s war [[Micheil Tschiaureli]], der für ihn [[Monumentalfilm]]e wie &amp;#039;&amp;#039;Der Schwur&amp;#039;&amp;#039; (1946) und &amp;#039;&amp;#039;Der Fall von [[Berlin]]&amp;#039;&amp;#039; (1950) herstellte. Sie waren Teil des [[Personenkult]]s um [[Josef Stalin|Stalin]]. Im Film wurde er vom georgischen Schauspieler [[Micheil Gelowani]] gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Formen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Entstalinisierung]] während der 1950er Jahre überraschte Georgien durch neue kritische Filme. &amp;#039;&amp;#039;Magdanas Esel&amp;#039;&amp;#039; von [[Tengis Abuladse]] schilderte als erster die fortbestehende Armut im Sozialismus. 1956 wurde der Film in Cannes ausgezeichnet. In Georgien sorgte der Film für eine &amp;#039;&amp;#039;ethische Revolution&amp;#039;&amp;#039;. Viele Regisseure eiferten Abuladse nach und strebten nach einer neuen Wahrhaftigkeit. Weil die sowjetische Filmzensur unverändert präsent war, suchten sie nach [[Parabel (Sprache)|Parabeln]], [[Mythos|Mythen]] und Epen, um Gleichnisse zur Gegenwart zu erzählen. Auf der Grundlage der georgischen [[Literatur]], [[Kunst]] und [[Musik]] entwickelten sie eine neue Bildsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Studios der &amp;#039;&amp;#039;Grusia-Film&amp;#039;&amp;#039; ([[Georgische Sprache|georgisch]] &amp;#039;&amp;#039;Kartuli Filmi&amp;#039;&amp;#039;) entstanden in den 1960er und 1970er Jahren mit internationalen Preisen geehrte Meisterwerke. Es waren zumeist verspielte Komödien und böse Satiren. Sie ignorierte die traditionelle Erzähltechnik, zeigten dafür kräftige poetische Bilder, eine große Vielfalt und dramatische Übersteigerungen bis hin zur surrealen Groteske. In den 1980er Jahren trat die Kritik an den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen scharf und naturalistisch in den Vordergrund. Die Regisseure waren neben [[Tengis Abuladse|Abuladse]], [[Eldar Schengelaja|Eldar]] und [[Giorgi Schengelaia]], [[Otar Iosseliani]], [[Lana Gogoberidse]], [[Michail Kobachidse]], [[Nana Dschordschadse]] und [[Dito Tsintsadze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;#039;&amp;#039;Grusja-Film&amp;#039;&amp;#039; wurde grundsätzlich in [[Georgische Sprache|georgischer Sprache]] gedreht. Später wurden die Filme für andere Sowjetrepubliken [[Russische Sprache|russisch]] synchronisiert. Wie in der Planwirtschaft üblich, musste jährlich eine festgelegte Anzahl von Filmen fertiggestellt werden. Für Regisseure gab es viel zu tun. Bis in die 1970er Jahre hinein wurden sie am [[Gerassimow-Institut für Kinematographie|Staatlichen Filminstitut]] (WGIK) in [[Moskau]] ausgebildet. Seit 1972 gibt es eine Filmfakultät am &amp;#039;&amp;#039;Schota-Rustaweli-Theaterinstitut&amp;#039;&amp;#039;, dem späteren &amp;#039;&amp;#039;Staatlichen Georgischen Institut für Theater und Film&amp;#039;&amp;#039; in [[Tiflis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zensur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Film[[Zensur (Informationskontrolle)|zensur]] zog immer wieder unliebsame Filme aus dem Verkehr. Schon [[Konstantin Mikaberidse|Mikaberidses]] &amp;#039;&amp;#039;Meine Großmutter&amp;#039;&amp;#039; durfte auf Verlangen der Zensur von 1928 bis 1967 nicht aufgeführt werden. &amp;#039;&amp;#039;[[Pirosmani (Film)|Pirosmani]]&amp;#039;&amp;#039; (1969) von [[Giorgi Schengelaia]] verschwand für zwei Jahre im Archiv. [[Otar Iosseliani]]s Filme wurden mehrfach unterdrückt. Nachdem sein Film &amp;#039;&amp;#039;Ein Sommer auf dem Dorf&amp;#039;&amp;#039; in den 1980er Jahren nicht veröffentlicht werden durfte, ging er ins Ausland. Abuladses &amp;#039;&amp;#039;Reue&amp;#039;&amp;#039;, eine Abrechnung mit dem stalinistischen Terror wurde [[1984]] fertiggestellt, kam aber erst 1986, in [[Moskau]] sogar erst 1987, ins [[Kino]]. Oft wurden bereits die [[Drehbuch|Drehbücher]] verboten. Die Filmzensur in Georgien lockerte sich erst 1984, als das Arbeitsverbot gegen den in Tiflis lebenden, staatlich verfolgten Regisseur [[Sergei Paradschanow]] aufgehoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedergang ==&lt;br /&gt;
Nach der staatlichen Unabhängigkeit Georgiens 1991 wurden die Filmzensur abgeschafft. Mit dem Niedergang der georgischen Wirtschaft ging es aber auch mit der Filmwirtschaft bergab. Wegen Schwierigkeiten bei der Finanzierung ziehen sich Produktionen über Jahre hin. Mitarbeiter beim Film verdienten sehr wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr Regisseure zogen ins Ausland. Neben [[Frankreich]] (Iosseliani, Kobaschidse) hat sich [[Deutschland]] (Dschordschadse, Dito Tsintsadze) als ein Standort des georgischen Films im Ausland etabliert. Um wenigstens einen Teil der Regisseure im Land zu halten, wurde im März 2001 das &amp;#039;&amp;#039;Nationale Zentrum für [[Cinematografie]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet, das jedes Jahr zwei Filmprojekte auswählt, die zu 75 % mit staatlicher Förderung in [[Georgien]] gedreht werden. Es untersteht dem Kulturministerium. Sein Generaldirektor ist Gaga Tschchaidse. 2000 wurde das &amp;#039;&amp;#039;[[Tbilisi International Film Festival]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet, das dem georgischen Film durch internationale Kontakte neuen Auftrieb geben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Regisseure ==&lt;br /&gt;
* [[Tengis Abuladse]] (1924–1994)&lt;br /&gt;
* [[Wasil Amaschukeli]] (1886–1977)&lt;br /&gt;
* [[Alexander Dighmelow]] (1884–1957)&lt;br /&gt;
* [[Nana Dschordschadse]] (* 1948)&lt;br /&gt;
* [[Lana Gogoberidse]] (* 1928)&lt;br /&gt;
* [[Otar Iosseliani]] (1934–2023)&lt;br /&gt;
* [[Micheil Kalatosow]] (Kalatosischwili) (1903–1973)&lt;br /&gt;
* [[Micheil Kobachidse]]&lt;br /&gt;
* [[Merab Kokotschaschwili]]&lt;br /&gt;
* [[Konstantin Mikaberidse]]&lt;br /&gt;
* [[Tengis Nosadse]] (* 1927)&lt;br /&gt;
* [[George Owaschwili]] (* 1963)&lt;br /&gt;
* [[Sergei Paradschanow]] (1924–1990)&lt;br /&gt;
* [[Surab Schanidse]] (* 1946)&lt;br /&gt;
* [[Eldar Schengelaia]] (1933–2025)&lt;br /&gt;
* [[Giorgi Schengelaia]] (1937–2020)&lt;br /&gt;
* [[Nikolos Schengelaia]]&lt;br /&gt;
* [[Micheil Tschiaureli]] (1894–1974)&lt;br /&gt;
* [[Dito Tsintsadze]] (* 1957)&lt;br /&gt;
* [[Alexander Zuzunawa]] (1881–1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freunde der Deutschen Kinemathek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Filme aus Georgien&amp;#039;&amp;#039;. Berlin [West] 1975.&lt;br /&gt;
* Tata Tvaltschrelidse: &amp;#039;&amp;#039;Der zeitgenössische georgische Film. Bestimmung und Tendenzen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Georgica.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 11(1988), {{ISSN|0232-4490}}&lt;br /&gt;
* Mostra internazionale del Nuovo cinema (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Il cinema delle repubbliche transcaucasiche sovietiche: Armenia, Azerbaigian, Georgia.&amp;#039;&amp;#039; Marsilio, Venezia 1986, ISBN 88-317-4894-7.&lt;br /&gt;
* Jean Radvanyi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Le cinéma georgien&amp;#039;&amp;#039;. Centre Georges Pompidou, Paris 1988, ISBN 2-85850-476-8.&lt;br /&gt;
* Lino Micciché: &amp;#039;&amp;#039;The Cinema of the Transcaucasian and Central Asian Soviet Republics.&amp;#039;&amp;#039; In: Anna Lawton (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Red Screen. Politics, Society, Art in Soviet Cinema&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, London / New York 1992, ISBN 0-415-07819-9.&lt;br /&gt;
* Iosif Mikhailovich Manevich: &amp;#039;&amp;#039;Narodnyi artist SSSR Mikhail Chiaureli&amp;#039;&amp;#039;. Goskinoizdat, Moskva 1950.&lt;br /&gt;
* Julie A. Christensen: &amp;#039;&amp;#039;The Films of Eldar Shengelaya: From Subtle Humor to Biting Satire.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Slavic Review.&amp;#039;&amp;#039; 1991.&lt;br /&gt;
* Dinara Maglakelidze: &amp;#039;&amp;#039;Nationale Identitäten in den westdeutschen und georgischen Autorenfilmen.&amp;#039;&amp;#039; VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-9006-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.gfc.ge/film/historyfilm.shtml Geschichte des georgischen Films (en, ge)]&lt;br /&gt;
* [http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/maglakelidse-dinara-2002-11-29/PDF/Maglakelidse.pdf Dinara Maglakelidse: Nationale Identitäten in den westdeutschen und georgischen Autorenfilmen zwischen den 60er- und 80er-Jahren, Dissertation (de)] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.geocinema.ge/en/index.php Datenbank georgischer Filme im Stil von imdb.com] (engl.)&lt;br /&gt;
* [https://vimeo.com/manage/videos/628844074 Einführung in den georgischen Film] von Dr. [[Lasha Bakradze]], Filmpodium Zürich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Europäischer Film}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Georgien)|Filmgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Film in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Georgien)|Filmgeschichte, Georgische]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Scholless</name></author>
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