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	<title>Georgi Rakowski - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-11-22T13:33:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Georgi-Rakovski.jpg|mini|hochkant|Georgi Sawa Rakowski]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georgi Stojkow Rakowski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{bgS|Георги Стойков Раковски}}, geboren als &amp;#039;&amp;#039;Sabi Stojkow Popowitsch&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|bg|Съби Стойков Попович}}), bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Georgi Sawa Rakowski&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|bg|Георги Сава Раковски}}) (* [[1821]] in [[Kotel]]; †&amp;amp;nbsp;{{JULGREGDATUM|21|10|1867|Link=1}} in [[Bukarest]], [[Rumänien]]) war ein [[Bulgarien|bulgarischer]] [[Revolutionär]], [[Ideologe]], [[Politiker]], [[Schriftsteller]], [[Vordenker der Aufklärung|Aufklärer]] und [[Aktivismus|Aktivist]] der [[Bulgarische Wiedergeburt|Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt]]. Er trug als erster die Idee der politischen Befreiung aus dem Volke heraus in die bulgarische Emigration nach [[Russisches Kaiserreich|Russland]], Rumänien und ins [[Fürstentum Serbien]], wie auch persönlich ins Volk in Bulgarien. Georgi Sawa Rakowski war der Gründer des organisierten bulgarischen Freiheitskampfes gegen die osmanisch-türkischen Fremdherrscher. Er war enger Freund von [[Gawril Krastewitsch]] und [[Nikola Bogoridi]]. Die Stadt [[Rakowski (Bulgarien)|Rakowski]] wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Vaters Haus sollst du nie vergessen, alte Bräuche sollst du nie verachten&lt;br /&gt;
 |Autor=Georgi Sawa Rakowski}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und revolutionäre Anfänge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NHMB-Georgi-Sava-Rakovski-Forest-Wanderer-1857.jpg|mini|Exemplar vom Poem &amp;#039;&amp;#039;Der Wald-Wanderer&amp;#039;&amp;#039; im [[Nationales Historisches Museum (Bulgarien)|Nationalmuseum]] in Sofia]]&lt;br /&gt;
Georgi Stojkow Rakowski wurde 1821 in der im [[Balkangebirge]] gelegenen Stadt Kotel in einer vermögenden, freiheitsliebenden und stolzen Kaufmannsfamilie geboren. Einer seiner Onkel mütterlicherseits, [[Georgi Mamartschew]], war ein Organisator eines misslungenen Aufstandes in [[Weliko Tarnowo|Tarnowo]] und Träger des [[Russischer Orden des Heiligen Georg|russischen Georgskreuzes]] für Tapferkeit im [[Russisch-Türkischer Krieg (1828–1829)|Russisch-Türkischen Krieg]] (1828–1829). Während des Krieges gelang Mamartschew im Juli 1829 als Kapitän des bulgarischen Freiwilligenkorps in der russischen Armee die Befreiung Kotels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der griechischen Elementarschule in Kotel (die auch andere bekannten Bulgaren wie [[Stefan Bogoridi]], [[Sophronius von Wraza]], [[Gawril Krastewitsch]] oder [[Petar Beron (Aufklärer)|Petar Beron]] besucht hatten), schickte ihn sein Vater nach [[Karlowo]]. Dort erweiterte er seine Schulausbildung bei [[Rajno Popowitsch]] und ab 1837 im [[Fener-Kolleg|griechischen Gymnasium]] in [[Kuruçeşme]] (nahe dem heutigen [[Istanbul]], damals Konstantinopel). Hier erlernte Rakowski Latein und Griechisch sowie [[Französische Sprache|Französisch]], [[Arabische Sprache|Arabisch]] und [[Persische Sprache|Persisch]]. Inhaltlich wandte sich Rakowski den humanistischen Wissenschaften zu. Wegen seiner guten Schulnoten erhielt er ein Stipendium, das bulgarischen Kaufleuten (u.&amp;amp;nbsp;a. Stefan Bogoridi) in Istanbul an besonders begabte Bulgaren verlieh. Aus dieser Zeit stammen seine Freundschaften mit Gawril Krastewitsch, [[Iwan Bogorow]], die Familie Bogoridi sowie weiteren vornehmen bulgarischen und griechischen Familien, die ihm später oft das Leben retteten. Gleichzeitig knüpfte er erste Kontakte mit den Kämpfern für eine unabhängige bulgarische Kirche, wie etwa mit [[Neofit Bozweli]] und [[Ilarion Makariopolski]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1841 siedelte Rakowski nach Athen über. Dort gründete er mit Ilarion Makariopolski und weiteren Griechen und Bulgaren die geheime &amp;#039;&amp;#039;Makedonische Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Македонско дружество“) mit dem Ziel, [[Thessalien]], [[Makedonien]] und ganz Bulgarien durch einen Aufstand zu befreien.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschichte der Stadt Elena, [http://history.elena.bg/ilarion_makariopolski.htm Biographie] von Ilarion Makariopolski&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr reiste er unter dem Namen Georgi Makedon nach [[Brăila]], nachdem er erfahren hatte, dass Bulgaren und Griechen dort einen Aufstand organisierten, der im Februar 1842 ausbrach. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, Rakowski blieb jedoch in Brăila, lehrte hier [[Altgriechisch]] und Französisch und arbeitete gleichzeitig aus dem Untergrund mit Unterstützung der bulgarischen Exilgemeinschaft an der Befreiung Bulgariens. Wegen seiner Agitationsarbeit wurde er von der rumänischen Geheimpolizei gesucht. Um einer Verhaftung zuvorzukommen, suchte er die Hilfe des dortigen russischen Konsuls, der ihn aber den rumänischen Behörden übergab. Am 14.&amp;amp;nbsp;Juli 1848 wurde Georgi Rakowski durch ein rumänisches Gericht zum Tode verurteilt. Da er aber inzwischen griechischer Staatsbürger war, griff der griechische Konsul ein und garantierte vor den rumänischen Behörden seine Verlegung in ein Gefängnis in Athen. Stattdessen schickte ihn der griechischen Botschafter von Konstantinopel, mit dem Rakowski gut befreundet war, heimlich nach [[Frankreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rakowski gelangte auf diese Weise für rund 18 Monate nach [[Marseille]]. Hier befasste er sich intensiv mit den Ideen der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]]. Er las die Werke von [[Maximilien de Robespierre]], [[Georges Danton]], [[Jean-Jacques Rousseau]] und [[Giuseppe Garibaldi]] und galt ab diesem Moment als großer Bewunderer der [[Erste Französische Republik|Französischen Republik]] und der Idee der Veränderung durch das Volk. Der griechische Botschafter hatte ihm die Unterstützung für ein Studium in Paris zugesagt, was aber nicht gelang. Deshalb kehrte Rakowski in seine Heimatstadt Kotel zurück, wo er sich dem Kampf gegen die Osmanen anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er von den türkischen Behörden gesucht wurde, änderte er seinen Namen von &amp;#039;&amp;#039;Sabi Stojkow Popowitsch&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Georgi Sawa Rakowski&amp;#039;&amp;#039;. Zusammen mit anderen Sympathisanten aus seiner Heimatstadt, vor allem Handwerkern aus den unterschiedlichen [[Zunft|Zünften]], die gegen die Großhändler und Grundbesitzer um mehr Rechte kämpften, setzte er seinen Befreiungskampf fort. Die Händler, die den [[Status quo]] und ihre Privilegien behalten wollten, verrieten Rakowski und seine Gefährten an die türkischen Machthaber. Sie wurden festgenommen und in Ketten gelegt. Nach Konstantinopel gebracht, wurden alle zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Rakowski erwirkte über die Beziehungen zu griechischen und bulgarischen [[Phanarioten]] in Konstantinopel wenig später seine Freilassung. Die schlimme Zeit, die er im Gefängnis verbrachte, beschrieb er später in seinen Erinnerungen &amp;#039;&amp;#039;„Unschuldiger Bulgare“&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Неповинен българин“). Nach seiner Entlassung arbeitete Rakowski als Rechtsanwalt und Kaufmann in Konstantinopel, wo er gemeinsam mit anderen Bulgaren wie Gawril Krastewitsch, Bozweli, Makariopolski und den Bogoridis am [[Bulgarisch-griechischer Kirchenkampf|Kampf]] für eine unabhängige [[Bulgarisch-Orthodoxe Kirche|bulgarische Kirche]] teilnahm. Zu diesem Zweck verfasste er auch seine ersten literarischen Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Russisch-Türkischen [[Krimkrieg]]s (1853–1856) arbeitete Rakowski als Übersetzer bei der türkischen Armee in deren Stabsquartier in [[Schumen]]. In dieser Zeit baute er die „Geheime Gesellschaft“ auf, die Informationen aus dem türkischen Stabsquartier sammeln und sie den Russen übermitteln sollte. Später wurde er gefasst, verurteilt und zur Verbüßung seiner Strafe nach Konstantinopel geschickt. Auf dem Weg dorthin konnte er jedoch fliehen. Ende 1853 oder Anfang 1854 organisierte er eine &amp;#039;&amp;#039;[[Tscheta]]&amp;#039;&amp;#039;, überquerte das Balkangebirge, sabotierte den türkischen Nachschub und versuchte die bulgarische Bevölkerung für einen Aufstand zu gewinnen, der sich mit den russischen Truppen vereinigen sollte. Seit dieser Zeit führte er ein detailliertes Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Russisch-Türkische Krieg sich 1854/55 auf der Krim konzentrierte, löste Rakowski die &amp;#039;&amp;#039;Tscheta&amp;#039;&amp;#039; auf und kehrte nach Kotel zurück. Während er sich fast vier Monate zu Hause vor den Polizeispitzeln versteckt hielt, skizzierte er die ersten Teile seiner Erinnerungen &amp;#039;&amp;#039;Unschuldiger Bulgare&amp;#039;&amp;#039; und das Projekt &amp;#039;&amp;#039;Wald-Wanderer&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Горски Пътник“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1855 verließ Georgi Rakowski Kotel wieder. Er zog nach [[Swischtow]], wo er sein erstes Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Bulgarisches (Marsch) Handeln&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Постъп (марш) българский“) schrieb. Im selben Jahre setzte er sich über Bukarest nach [[Österreich-Ungarn]] ab. In [[Novi Sad]] angekommen, publizierte er mit der Hilfe von Danilo Medakovic von Juli bis Oktober 1857 die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Bulgarisches Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Българска дневница“), mit der er den bulgarischen revolutionären Journalismus begründete. Ab Oktober 1857 gab er die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Vorbote des Wald-Wanderers&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Предвестник горского пътника“) heraus, vollendete und publizierte das [[Poem]] &amp;#039;&amp;#039;Der Wald-Wanderer&amp;#039;&amp;#039;, studierte [[Geschichte Bulgariens|bulgarische Geschichte]] und gründete die [[Bulgarische Literarische Gemeinschaft]]. Wegen seiner revolutionären Vergangenheit und Tätigkeit versuchten die osmanischen Behörden nach wie vor, ihn zu verhaften und auszuweisen. Dank seiner griechischen Staatsangehörigkeit konnte Rakowski erneut untertauchen und das Land verlassen. Er zog über [[Galați]] in das [[Fürstentum Moldau]], wo er in [[Iași]] am Hof des bulgarisch-osmanischen [[Liste der Herrscher der Moldau|Fürsten]] [[Nikola Bogoridi]] (1857–1858) Schutz genoss. In dieser Zeit setzte sich Rakowski bei Bogoridi für die Gründung einer [[Bolgrader Gymnasium|bulgarischen Schule]] in [[Bolhrad]] ein, die heute seinem Namen trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Dojnow: &amp;#039;&amp;#039;Die Bulgaren in der Ukraine und Moldai während der Aufklärungszeit (1751–1878)&amp;#039;&amp;#039; (aus dem Bulg.: &amp;#039;&amp;#039;Българите в Украйна и Молдова през Възраждането (1751–1878)&amp;#039;&amp;#039;). Akademieverlag Marin Drinow, Sofia 2005, ISBN 954-322-019-0, S. 251.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bgenc&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evgeni Golovinski |Hrsg=Bulgarische Akademie der Wissenschaften |Titel=Bălgarska enciklopedija : a … Ja – Българска енциклопедия А–Я |Auflage=2 |Verlag=Trud |Ort=Sofia |Datum=2002 |ISBN=954-8104-08-3 |Kapitel=Болградска гимназия „Свети свети Кирил и Методий“ |Seiten= |Sprache=bg |Kommentar=Bolgrader Gymnasium Kyrill und Method – Bulgarische Enzyklopädie A–Z}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1858 ging er nach [[Odessa]], wo eine große bulgarische Exilgemeinde lebte und er wurde Lehrer am bulgarischen [[Orthodoxes Priesterseminar von Odessa|Priesterseminar]] dort. Wegen der russischen Zensur konnte er in Odessa nur den Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Zeigefinger …&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Показалец…“) veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bulgarische Legion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dunavskiy-Lebed-Issue-1.jpg|mini|Erste Ausgabe der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Donau-Schwan&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rakovski in Athens.jpg|mini|hochkant|Rakowski 1863 in Athen]]&lt;br /&gt;
Ab 1860 wohnte Rakowski in [[Belgrad]]. Dort gab er die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Donau-Schwan&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Дунавски лебед“/Dunawski Lebed) heraus. Ab der 16.&amp;amp;nbsp;Ausgabe veröffentlichte er das Blatt auf Französisch. Gleichzeitig verfasste er einen &amp;#039;&amp;#039;Plan für die Befreiung Bulgariens&amp;#039;&amp;#039; und die Satzung seiner &amp;#039;&amp;#039;Bulgarische Vormundschaft in Belgrad&amp;#039;&amp;#039;. 1862 gründete er, nach Absprache mit der serbischen Regierung, die &amp;#039;&amp;#039;[[Bulgarische Legion|Erste Bulgarische Legion]]&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Първа българска легия), die das Ziel verfolgte, junge Männer militärisch auszubilden und bei Gelegenheit (Aufstand) in Bulgarien von Serbien aus über das Balkangebirge hinaus einzugreifen. Aus Bulgarien meldeten sich über 600 Freiwillige, darunter Freiheitskämpfer wie [[Wasil Lewski]], [[Stefan Karadscha]] und [[Kliment Turnowski]].&lt;br /&gt;
Als am 3. Juli 1862 in Belgrad Kämpfe zwischen den Serben und der osmanischen Garnison in der Festung [[Kalemegdan]] ausbrachen, griff die Legion auf der Seite der Serben ein. Die Kämpfe führten jedoch nicht zu einem Krieg, weshalb sich die serbische Regierung durch türkischen Druck gezwungen sah, die Legion aufzulösen. Dennoch war sie die erste Möglichkeit, in der junge bulgarischer Freiheitskämpfer Kampferfahrung und Ideen sammelten, Netzwerke gründeten, die ihnen später im Befreiungskampf von Nutzen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die visionären Ideen Rakowskis brachten ihm viel Anerkennung. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch, Bulgarien durch eine aus Serbien organisierte Armee (Legion) zu befreien, verfolgte er die Gründung eines christlich-orthodoxen Bündnisses zwischen den Balkanvölkern gegen das Osmanische Reich. Zu diesem Zweck bereiste er 1863 [[Athen]], [[Cetinje]] und Bukarest, wo er sich mit führenden Staatsmännern, einflussreichen Persönlichkeiten und Freiheitskämpfern traf. Im folgenden Jahr ließ sich Rakowski in Bukarest nieder und veröffentlichte in bulgarischer und rumänischer Sprache die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Zukunft&amp;#039;&amp;#039; (bulg. &amp;#039;&amp;#039;Бъдущност&amp;#039;&amp;#039;), in der er das Ziel der Bildung eines bulgarisch-rumänischen Bündnisses darlegte. Ab 1864 gab er die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Verteidiger&amp;#039;&amp;#039; (bulg. &amp;#039;&amp;#039;Бранител&amp;#039;&amp;#039;) heraus, in der Tipps für die Freiheitskämpfer, die &amp;#039;&amp;#039;[[Tscheta|Tscheti]]&amp;#039;&amp;#039; (Singular &amp;#039;&amp;#039;Tscheta&amp;#039;&amp;#039;), enthalten waren. Die Tscheta (bulg. чета) kämpfte in kleinen beweglichen Einheiten, Freiwillige, die sich zusammen taten und die osmanisch-türkische Macht bekämpften. Die Mitglieder &amp;lt;!--der Tscheta hießen &amp;#039;&amp;#039;[[Tschetnik|Tschetnizi]]&amp;#039;&amp;#039; und XXX Widerspruch zu ben Tscheti --&amp;gt;unterstanden einem &amp;#039;&amp;#039;[[Woiwode|Wojwoda]]&amp;#039;&amp;#039;. Ihre Kampfhandlungen dienten ursprünglich der Verteidigung von Dörfern und Feldern. Sie traten meist in Gebirgsregionen auf, oder wurden vom Ausland organisiert, meist in Rumänien und überquerten heimlich die Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1866 gründete Rakowski in Bukarest das [[Bulgarische Revolutionäre Zentrale Komitee]], kurz [[BRZK]] (bulg. Български революционен централен комитет), die Vorgängerorganisation der &amp;#039;&amp;#039;Bulgarischen Revolutionären Organisation&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Innere Revolutionäre Organisation]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Das Komitee sollte einen größeren Aufstand vorbereiten und die Ausbildung von Freiwilligen übernehmen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Vasil Levski 2nd.jpg|mini|links|Teil der Soldaten der Zweiten Bulgarischen Legion]]&lt;br /&gt;
Zu diesem Zweck kehrte Rakowski 1867 nach Belgrad zurück und gründete die &amp;#039;&amp;#039;Zweite Bulgarische Legion&amp;#039;&amp;#039;. Er nahm an den Vorbereitungen für einen geplanten Großaufstand im Jahre 1867 teil. In diesem Zusammenhang schrieb er das &amp;#039;&amp;#039;Vorübergehende Gesetz der Tschetas für den Sommer 1867&amp;#039;&amp;#039;. Zusätzlich publizierte er revolutionäre Schriften, Artikel in Zeitungen und schrieb seine Autobiographie.&lt;br /&gt;
Am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 1867 starb er in Bukarest an Tuberkulose.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rakowski war der erste Ideologe und Organisator einer gesamt-bulgarischen nationalen Freiheitsbewegung und deren Führer in den ersten zehn Jahren. Schon als Schüler in Konstantinopel verstand er die Bedeutung der bulgarischen Geschichte im Prozess der Bildung und Festigung des bulgarischen nationalen Bewusstseins. Diese Thematik findet sich auch in seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
In einigen bulgarischen Städten errichtet man Rakowski Denkmäler. So finden sich in [[Warna]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tourism-hotels-bulgaria.com/?page=viewplace&amp;amp;tbl=landmarks&amp;amp;pid=941&amp;amp;lang=3 Bild einer Rakowski-Büste in Waran]&amp;lt;/ref&amp;gt; und in [[Widin]] am Donauufer je eine Büste mit seinem Namen, den Lebensdaten und dem Hinweis &amp;#039;&amp;#039;Freiheitskämpfer&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Büste Rakowski gesehen und fotografiert im Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sogar in [[Indien]] (Delhi) steht ein Rakowski-Denkmal und eine Schule trägt seinen Namen. Diese wurde von der bulgarischen Parlamentspräsidentin [[Zezka Zatschewa]] im November 2011 besucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://bnr.bg/sites/de/News/Pages/B14-3011.aspx |text=&amp;#039;&amp;#039;Parlamentspräsidentin Zezka Zatschewa besucht Rakowski-Schule in Delhi.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131203013343}} Bericht in &amp;#039;&amp;#039;Radio Bulgarien&amp;#039;&amp;#039; am 30. November 2011; abgerufen am 26. November 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1966 wurde aus drei Dörfern eine Stadt gegründet, die den Namen [[Rakowski (Bulgarien)|Rakowski]] erhielt. 2016 wurde ein [[Asteroid]] nach ihm benannt: [[(432361) Rakovski]]. Zudem ist er seit 2005 Namensgeber für den [[Rakowski-Nunatak]] auf der [[Livingston-Insel]] in der Antarktis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm ist ferner eine Militärakademie in Sofia benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1854 und 1860 war Rakowski literarisch tätig. Er schrieb Artikel in bulgarischen Exilzeitschriften und sein Hauptwerk, das Poem &amp;#039;&amp;#039;Der Wald-Wanderer&amp;#039;&amp;#039;, das 1857 veröffentlicht wurde. Darin beschreibt er das Leben der bulgarischen Freiheitskämpfer (&amp;#039;&amp;#039;[[Heiducken]]&amp;#039;&amp;#039;) und ihren Kampf mit den Unterdrückern. Das Poem gilt im 21. Jahrhundert als das &amp;#039;&amp;#039;erste revolutionäre epische Poem der neuen bulgarischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beissinger&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Epic Traditions in the Contemporary World: The Poetics of Community&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1862 veröffentlichte er in Belgrad als erster das Werk &amp;#039;&amp;#039;Leben und Leiden des Sündigen Sofronij&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Житие и страдание грешнаго Софрония“) von [[Sophronius von Wraza]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wald-Wanderer&amp;#039;&amp;#039; (1857) – bulg. „Горски Пътник“ (&amp;#039;&amp;#039;Gorski Patnik&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die bulgarische Kirchenfrage im Zusammenhang mit den Phanarioten und der großen Idee des Panhellenismus.&amp;#039;&amp;#039; (1860) – bulg. „Българский вероизповеден въпрос с фанариотите и голяма мечтайна идея панелинизма“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Plan für die Befreiung Bulgariens&amp;#039;&amp;#039; (1862) – bulg. „План за освобождението на България“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unschuldiger Bulgare&amp;#039;&amp;#039; (bulg. „Неповинен българин“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Петър Ангелов, Димитър Саздов, Иван Стоянов: &amp;#039;&amp;#039;Историиа на България. 681–1944.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Софи-Р, София 2003, ISBN 954-638-121-7 (Bd. 1), ISBN 954-638-122-5 (Bd. 2).&lt;br /&gt;
* Margaret Beissinger, Jane Tylus, Susanne Wofford (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Epic Traditions in the Contemporary World. The Poetics of Community.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley u.&amp;amp;nbsp;a. CA 1999, ISBN 0-520-21038-7, S. 79.&lt;br /&gt;
* Christo Choliolčev, Karlheinz Mack, [[Arnold Suppan]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationalrevolutionäre Bewegungen in Südosteuropa im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Österreichischen Ost- und Südosteuropa-Instituts.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20). Verlag für Geschichte und Politik u.&amp;amp;nbsp;a., Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 1992, ISBN 3-7028-0318-1.&lt;br /&gt;
* Richard J. Crampton: &amp;#039;&amp;#039;A Concise History of Bulgaria.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u.&amp;amp;nbsp;a. 1997, ISBN 0-521-56719-X, S. 77.&lt;br /&gt;
* Norbert Reiter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationalbewegungen auf dem Balkan&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Balkanologische Veröffentlichungen.&amp;#039;&amp;#039; 5). O. Harrassowitz, Wiesbaden 1983, ISBN 3-447-02238-8.&lt;br /&gt;
* Иван Стоянов: &amp;#039;&amp;#039;История на българското възраждане.&amp;#039;&amp;#039; Издателство „ИВИС“, Велико Търново 1999, ISBN 954-427-387-5 ([http://www.chitanka.info/lib/text/5773/40#textstart История на Българското възраждане]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Georgi Rakovski|Georgi Rakowski}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119173921}}.&lt;br /&gt;
* [http://www.slovo.bg/showauthor.php3?ID=241&amp;amp;LangID=1 Weitere Werke von Rakowski] auf slovo.bg (bulgarisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119173921|LCCN=n81078934|VIAF=39507003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rakowski, Georgi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bulgarische Wiedergeburt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1821]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rakowski, Georgi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rakowski, Georgi Stojkow; Rakowski, Georgi Sawa; Popowitsch, Sabi Stojkow (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer Revolutionär, Ideologe, Politiker, Historiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1821&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kotel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Oktober 1867&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bukarest]], [[Rumänien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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