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	<title>Georgi Fingow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Karim: /* Bekannte Werke */</title>
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		<updated>2024-11-04T04:39:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekannte Werke&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georgi Dimitrow Fingow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Georgi Dimitrov Fingov&amp;#039;&amp;#039;, {{BgS|Георги Димитров Фингов}}; * [[13. Mai]] [[1874]] in [[Kalofer]], [[Osmanisches Reich]], heute in [[Bulgarien]]; †&amp;amp;nbsp;[[10. Januar]] [[1944]] in [[Sofia]]) war ein bulgarisch-österreichischer Architekt. Er starb während der [[Bombardierung von Bulgarien|Bombardierung von Sofia]] 1944. Georgi Fingow ist Vater des Architekten [[Dimitar Fingow]]. Georgi Fingow gilt als erster Vertreter der [[Secession]] und besonders der [[Wiener Secession]] in der [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]] Bulgariens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Geboren wurde Georgi Fingow in der im [[Balkangebirge]] gelegenen Stadt Kalofer in der Familie des Lehrers Dimitar Fingow. Kalofer war eines der Zentren der [[Bulgarische Wiedergeburt|bulgarischen nationalen Wiedergeburt]]. Sein Vater war der Lehrer einiger der berühmtesten Persönlichkeiten dieser Epoche und war später auch mit ihnen befreundet: der Revolutionär [[Christo Botew]] und der Schriftsteller [[Iwan Wasow]]. Dimitar Fingow erhielt zusammen mit [[Rajko Schinsifow]], Nikola Deliiwanow, [[Konstantin Stanischew]], [[Georgi Stamenow]], Andrej Stojanow und weitere ein Weiterbildungsstipendium des [[Bulgarisches Kuratorium von Odessa|Bulgarischen Kuratoriums]] von [[Odessa]] und absolvierte zusammen mit ihnen das [[Nationale Universität Kiew-Mohyla Akademie|Theologische Seminar]] in [[Kiew]] und ein Studium der [[Philologie]] an der Historisch-Philologischen Fakultät der [[Lomonossow-Universität Moskau|Moskauer Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der [[Klosterschule (Bulgarien)|Zellenschule]] in Kalofer besuchte Georgi ab 1888 das [[Humanistisches Gymnasium Kyrill und Method Plowdiw|Knabengymnasium (heute Alexandrow-Gymnasium)]] in [[Plowdiw]], das er 1892 mit Auszeichnung abschloss.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mahnmal gegen Krieg und Faschismus Vienna Sept. 2006 008.jpg|miniatur|Der ehemalige Philipphof von Karl König]]&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr ging Georgi Fingow nach [[Wien]], wo er an der [[Technische Universität Wien|Technischen Hochschule]] Architektur studierte. In Wien angekommen wurde er von [[Jurdan Popow|Jurdan Milanow]] aufgenommen, der ebenfalls an der Hochschule Architektur studierte. Das Studium, das ihm bereits seine Kunstlehrer in der Schule, Anton Mitow und Iwan Angelow, nahegelegt hatten, absolvierte er 1898 ebenfalls mit Auszeichnung. Während seines Studiums war Fingow ab 1897 im Büro von [[Karl König (Architekt)|Karl König]] beschäftigt. Dort entwarf er die Details für die Kuppel des Wiener [[Philipphof]]s (zerstört im Zweiten Weltkrieg). Im letzten Jahr seines Studiums war er Assistent am Lehrstuhl für Antike Architektur bei [[Karl Mayreder]] (Urheber der Stadtplanung von Köln und Salzburg). In dieser Zeit arbeitete Fingow auch im Mayreders Architekturbüro und im von ihm geleiteten Stadtregulierungsbüro beim [[Magistratsabteilungen in Wien|Magistrat in Wien]]. So war Fingow am Bau der [[Wiener Karlskirche]] und an der Zeichnung diverser Regulationspläne beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bulgarien zurückgekehrt, gründete Georgi Fingow im [[Plowdiw]] eigenes Architekturbüro. In der Zeit bis 1901 war er in einer Arbeitsgemeinschaft mit W. Walkowitsch tätig und danach als selbständiger Architekt. 1902 übersiedelte Fingow nach Sofia, wo er ab August als Abteilungsleiter für Architektur bei der Gemeinde Sofia eingestellt wurde. Gleichzeitig gründete er, mit dem ebenfalls aus Kalofer stammenden Architekten [[Kiril Maritschkow]], ein gemeinsames Architekturbüro. Als 1908 Maritschkow zum Bürgermeister der bulgarischen Hauptstadt gewählt wurde, beendeten sie 1909 ihre Zusammenarbeit. Ab 1903 bis 1906 war Fingow als Abteilungsleiter für Bau und Erhaltung von Schlössern tätig im Ministerium für öffentliche Bauten, Straßen und Städtebau. Er war in dieser Funktion Nachfolger des Österreichers [[Friedrich Grünanger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 verließ Fingow das Ministerium und wurde erneut selbständig; seine Stelle im Ministerium wurde von den Architekten [[Dimo Nitschew]] und [[Nikola Jurukow]] besetzt. 1910 studierte Fingow gemeinsam mit Jurukow im Auftrag des Unternehmers S. Slawow Technologien der Herstellung von Steinprodukten in Italien, Deutschland und Österreich-Ungarn. Mit Nitschew und Jurukow gründete Fingow 1911 das gemeinsame Architekturbüro [[Fingow, Nitschew und Jurukow]] (bulg. Фигов, Ничев и Юруков).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1912 und 1918 wurden alle drei in den [[Balkankrieg]]en (1912/13) und im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingezogen. Nach den Kriegen verließ Jurukow wegen zunehmender politischer Tätigkeit in den [[Geschichte Bulgariens#Makedonische Frage|makedonischen Organisationen]] das gemeinsame Büro. Sein Nachfolger im Architekturbüro wurde G. Apostolow. Bis 1926 arbeitete Fingow mit Nitschew und Apostolow und bis 1938 erneut selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georgi Fingow starb am 10. Januar 1944 während der [[Bombardierung von Bulgarien|Bombardierung von Sofia]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Georgi und seine Ehefrau Rajna hatten einen Sohn – [[Dimitar Fingow|Dimitar]], der nach dem Vater von Georgi genannt wurde und ebenfalls Architekt wurde – sowie eine Tochter, Milka. Milka Fingowa studierte an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] internationales Recht und heiratete den Musiker Prof. Siegfried Müller, der im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in sowjetische Gefangenschaft geriet und dort starb. Deren Tochter Barbara ist eine der bekanntesten deutschen Übersetzerinnen aus der [[Bulgarische Sprache|bulgarischen Sprache]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Къщите говорят |Autor=Екимова-Мелнишка, Мариана |Verlag=Нов български университет |Datum=2016 |ISBN=978-954-535-942-2 |Seiten=46 |TitelErg=Die Häuser sprechen |Sprache=bg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Werke ==&lt;br /&gt;
* Französische Mädchenschule (1898, heute theologisches Seminariat mit Walkowitsch) in [[Plowdiw]]&lt;br /&gt;
* Haus von Rimalowski (1899) in Plowdiw&lt;br /&gt;
* Haus von Najden Prangow (1900) in Plowdiw&lt;br /&gt;
* Evangelische Kirche (1901, Sachat Tepe) in Plowdiw&lt;br /&gt;
* Bäckerei Papadopoulos (1901) in Plowdiw&lt;br /&gt;
* Haus von Hariton Genadiew&lt;br /&gt;
* Haus von Petar Schischkow (1902, heute Gebäude der Gemeinde Kasanlak) in [[Kasanlak]]&lt;br /&gt;
* Berufsschule des Frauenvereins „Muttersorge“ (1901) in Plowdiw&lt;br /&gt;
* Verwaltungsgebäude der Handelsfirma „H. Gjokow“ (1901) in Plowdiw&lt;br /&gt;
* Zaun des Botanischen Gartens (1903) in Sofia&lt;br /&gt;
* Haus von Adolf Funk (1902, heute Versicherungsgesellschaft) in Sofia, Bulevard Dondukow&lt;br /&gt;
* Ausstellungspavillon für Marmorprodukte (1904, neben dem ehemaligen Finanzministerium, später abgetragen) in Sofia&lt;br /&gt;
* Zollamt und Hafenverwaltung (1905–1907 mit [[Kiril Maritschkow]]) in [[Burgas]]&lt;br /&gt;
* Haus von S. und W. Drenkowi (1905, heute Griechische Botschaft) in Sofia&lt;br /&gt;
* Haus von Generalmajor K. B. Petkow (1905) in Sofia, Str. Schipka 23&lt;br /&gt;
* Haus von Otto Derkens (1905, heute Europabank für Rekonstruktion und Entwicklung) in Sofia, Str. Moskowska 17&lt;br /&gt;
* Königliches Jagdschloss „[[Zarska Bistriza]]“ (1905) im [[Rila-Gebirge]], in der Nähe von [[Borowez]]&lt;br /&gt;
* Pavillon in der fürstlichen Residenz (1905) in [[Kritschim]]&lt;br /&gt;
* Restaurant „Battenberg“ (1905 mit Maritschkow, zerstört während der Bombardierung von Sofia 1944) in Sofia&lt;br /&gt;
* Restaurierung des Klosters Hl. Dimitar (1906) in der königlichen Residenz [[Ewksinograd]] bei Warna&lt;br /&gt;
* Villa im [[Wrana-Palast|Schloss Wrana]] (1906) in Sofia&lt;br /&gt;
* [[III. Knabengymnasium „Gladstone“]] (1906, heute Schule Hl. Kiril und Method) in Sofia&lt;br /&gt;
* Berufsschule für Mädchen „Maria Louisa“ (1907, heute Museum des Innenministeriums) in Sofia, Str. Lawele 30&lt;br /&gt;
* Hotel Splended Palace (1907, heute Hotel) in Sofia, Str. Triadiza 5&lt;br /&gt;
* Deutsche Schule (1907 mit Maritschkow, heute Magistratsgebäude) in Sofia, Str. Paris 5&lt;br /&gt;
* Evangelische Kirche (1907 mit Maritschkow) in Sofia&lt;br /&gt;
* 18. Polytechnisches Gymnasium (1907 mit Maritschkow) in Sofia&lt;br /&gt;
* Krankenhaus des Roten Kreuzes (1907 mit Maritschkow, heute Teil des Unfallkrankenhauses) in Sofia&lt;br /&gt;
* Haus von General Paprikow (1907 mit Maritschkow) in Sofia&lt;br /&gt;
* Haus von Kap W. Lazarow (1907 mit Maritschkow) in Sofia&lt;br /&gt;
* Kulturhaus „Elena und Kiril Awramowi“ (1907 mit Maritschkow) in Swischtow&lt;br /&gt;
* Haus von Georgi Fingow (1907, die Kopf-Plastik am Eingang ist von [[Andrej Nikolow]]) in Sofia, Str. Schipka 38&lt;br /&gt;
* Direktion der Eisenbahnen (1908 mit Maritschkow) in Sofia, Str. 6. September/Gen. Gurko&lt;br /&gt;
* Haus von Elena Gorgas (1908 mit Maritschkow, heute Residenz des französischen Botschafters) in Sofia, Str. Oborischte 29&lt;br /&gt;
* Haus Fingow und Maritschkow (1909 mit Maritschkow, später abgetragen) in Sofia&lt;br /&gt;
* Haus für die Erben von [[Petko Slawejkow]] (1909 mit Maritschkow) in Sofia&lt;br /&gt;
* III. Progymnasium „Graf Ignatiew“ (1911–1912 mit Maritschkow) in Sofia&lt;br /&gt;
* Grundschule „Georgi Sawa Rakowski“ (1911–1912 mit Nitschew und [[Nikola Jurukow]]) in Sofia&lt;br /&gt;
* [[Bank von Sofia]] (1913 mit Nitschew und Jurukow, heute Zentralverwaltung der Staatlichen Sparkasse und der [[DSK Bank]]) in Sofia, Str. Moskowska 19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ProtestantChurchPlovdiv (2).JPG|Evangelische Kirche in Plowdiw&lt;br /&gt;
Datei:Sofia April 2009 TodorBozhinov (16).JPG|Fingows Haus in der Str. Schipka in Sofia&lt;br /&gt;
Datei:Burgas Zollamt1.jpg|Zollamt und Hafenverwaltung in Burgas&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Grigor Doytchinov, Christo Gantchev: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Architekten in Bulgarien. 1878–1918.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, u. a. Wien 2001, ISBN 3-205-99343-8, S.&amp;amp;nbsp;97–113.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|71585}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fingow, Georgi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sofia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fingow, Georgi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fingow, Georgi Dimitrow; Fingov, Georgi Dimitrov; Фингов, Георги Димитров (bulgarisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarisch-österreichischer Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kalofer]], [[Osmanisches Reich]] (heute: [[Bulgarien]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sofia]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karim</name></author>
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