<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=George_Dantzig</id>
	<title>George Dantzig - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=George_Dantzig"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=George_Dantzig&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T16:25:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=George_Dantzig&amp;diff=128968&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mathze: /* Leben */Infos zu seinen Eltern aus der englischsprachigen Wikipedia eingefügt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=George_Dantzig&amp;diff=128968&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-26T10:28:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt;Infos zu seinen Eltern aus der englischsprachigen Wikipedia eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:George B. Dantzig at National Medal of Science Awards Ceremony, 1976.jpg|mini|George B. Dantzig (links) mit [[Gerald Ford]] bei der Verleihung der National Medal of Science 1976]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;George Bernard Dantzig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. November]] [[1914]] in [[Portland (Oregon)|Portland]], [[Oregon]]; † [[13. Mai]] [[2005]] in [[Stanford (Kalifornien)|Stanford]], [[Kalifornien]]) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Mathematiker]]. Er gilt als Vater der [[Lineare Optimierung|linearen Optimierung]], eines Teilgebietes des [[Operations Research]]. Bekannt wurde er vor allem durch das von ihm entwickelte [[Simplex-Verfahren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dantzig wurde als Sohn von Tobias Dantzig und dessen Frau Anja Dantzig geboren. Sein Vater war Mathematiker und Linguist, seine Mutter Linguistin. Dantzigs Eltern lernten sich in Paris kennen, wo Tobias unter [[Henri Poincaré]] studierte. Später wanderten sie in die USA aus und ließen sich in Portland, Oregon nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dantzig besuchte die Powell Junior High School in [[Washington, D.C.]], wo er durch den Ansporn seines Vaters und eigene Motivation nach anfangs schleppenden Fortschritten im Fach [[Mathematik]] hervorragende Noten erzielte. Diese Entwicklung hielt in der Central High School an, wo er sich besonders für [[Geometrie]] interessierte. Unterstützt wurde er vor allem von einem Mathematiklehrer, einem Schulfreund und späteren Mathematikprofessor an der  [[University of California, Berkeley]], sowie seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dantzig studierte Mathematik an der [[University of Maryland]], da ihm seine Eltern kein Studium an einer angeseheneren Universität finanzieren konnten. 1936 erwarb er einen [[Bachelor|B.A.]] in Mathematik und [[Physik]]. Ebenfalls in diesem Jahr heiratete er Anne Shmuner, zog mit ihr nach [[Ann Arbor]] und begann ein weiterführendes Studium mit dem Ziel der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] an der [[University of Michigan]]. Dieses beendete er 1937 mit einem [[Master|M.A.]] in Mathematik. Ein  Promotionsstudium schloss er zunächst nicht an, da ihm die abstrakte Mathematik nicht lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1937 bis 1939 arbeitete Dantzig als [[Statistik]]er in Washington. Danach begann er ein Promotionsstudium an der University of California Berkeley, welches er jedoch wegen des Eintritts der USA in den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erneut unterbrach. Er trat in die [[United States Air Force|Air Force]] ein, wo er von 1941 bis 1946 Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Combat Analysis Branch, U.S.A.F. Headquarters Statistical Control&amp;#039;&amp;#039; war. 1944 wurde er dafür mit der &amp;#039;&amp;#039;War Department Exceptional Civilian Service Medal&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 nahm er erneut sein Studium auf und promovierte bei [[Jerzy Neyman]] mit der Dissertation: I. Complete Form Neyman-Pearson Fundamental Lemma.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wald&amp;quot; /&amp;gt; II. On the Non-Existence of Tests of Student&amp;#039;s Hypothesis Having Power Functions Independent of Sigma.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dantzig&amp;quot; /&amp;gt; Anschließend arbeitete er als mathematischer Berater beim [[Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten|Verteidigungsministerium]], wo er 1947 das [[Simplex-Verfahren]] publizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 wechselte Dantzig zur [[RAND Corporation]], wo er maßgeblich dafür verantwortlich war, die [[lineare Programmierung]] auf [[Computer]]n zu implementieren. 1960 nahm er eine [[Professur]] an der University of California in Berkeley an und wechselte dann 1966 auf eine Professur für &amp;#039;&amp;#039;Operations Research and Computer Science&amp;#039;&amp;#039; an die [[Stanford-Universität]]. Im Jahre 1973 war er Mitbegründer und erster Präsident der [[Mathematical Programming Society]] (MPS). Nach ihm ist der [[George-B.-Dantzig-Preis]] der [[SIAM]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Dantzig starb am 13. Mai 2005 in [[Palo Alto]] an den Folgen von [[Diabetes mellitus|Diabetes]] und einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Sein bedeutendster [[wissenschaft]]licher Beitrag ist das von ihm entwickelte [[Simplex-Verfahren]]. Außerdem war er einer der Mitbegründer der [[Stochastische Optimierung|stochastischen]] und [[Ganzzahlige Optimierung|ganzzahligen Optimierung]] sowie Mitentwickler der &amp;#039;&amp;#039;Dantzig-Wolfe-Dekomposition&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1959/60. All diese Verfahren und ihre Verallgemeinerungen spielen heute eine große Rolle in der praktischen Anwendung der [[Optimierung (Mathematik)|mathematischen Optimierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ereignis im Jahre 1939 während Dantzigs Studienzeit in Berkeley führte später zur Legendenbildung. Als Dantzig einmal verspätet in eine Vorlesung des Professors [[Jerzy Neyman]] kam, standen an der Tafel zwei bekannte unbewiesene Vermutungen aus der [[Statistik]]. Dantzig hielt sie für eine Hausaufgabe und notierte sie sich. Obwohl er die Aufgaben „etwas schwerer als sonst“ fand, löste er sie und gab die Lösungen ein paar Tage später bei Professor Neyman ab. Sechs Wochen danach erzählte dieser ihm, dass er eine von Dantzigs Lösungen zur Veröffentlichung in einer mathematischen Zeitschrift vorbereitet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dantzig&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=George B. Dantzig |Titel=On the Non-Existence of Tests of &amp;quot;Student&amp;#039;s&amp;quot; Hypothesis Having Power Functions Independent of $\sigma$ |Sammelwerk=The Annals of Mathematical Statistics |Band=11 |Nummer=2 |Datum=1940-06 |ISSN=0003-4851 |DOI=10.1214/aoms/1177731912 |Seiten=186–192 |Online=http://projecteuclid.org/euclid.aoms/1177731912 |Abruf=2024-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1950 bereitete [[Abraham Wald]] eine Veröffentlichung in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Annals of Mathematical Statistics&amp;#039;&amp;#039; vor, die eine Lösung zu dem zweiten Problem liefern sollte. Als er erfuhr, dass Dantzig das Problem bereits gelöst, aber noch nicht veröffentlicht hatte, trug er ihn einfach als Mitautor ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wald&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=George B. Dantzig, Abraham Wald |Titel=On the Fundamental Lemma of Neyman and Pearson |Sammelwerk=The Annals of Mathematical Statistics |Band=22 |Nummer=1 |Datum=1951-03 |ISSN=0003-4851 |DOI=10.1214/aoms/1177729695 |Seiten=87–93 |Online=http://projecteuclid.org/euclid.aoms/1177729695 |Abruf=2024-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Geschichte wurde später mit Dantzigs Erlaubnis in einem Buch über positives Denken verarbeitet und dadurch verbreitet. Im Laufe der Zeit wurden Details verändert und Namen geändert, so dass die Legende in verschiedenen Versionen kursiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.snopes.com/college/homework/unsolvable.asp#6oJOtz9WKFQUHhbw.99 The unsolvable math problem] snopes.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1971 wurde Dantzig in die [[National Academy of Sciences]], 1975 in die [[American Academy of Arts and Sciences]] und 1985 in die [[National Academy of Engineering]] gewählt. Unter anderem erhielt er 1975 den ersten [[John von Neumann Theory Prize]] für seine Arbeit auf dem Gebiet der [[Lineare Programmierung|linearen Programmierung]], die [[National Medal of Science]] 1976 und den &amp;#039;&amp;#039;National Academy of Sciences&amp;#039; Award in Applied Mathematics and Numerical Analysis&amp;#039;&amp;#039; 1977. Die erste Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;SIAM Journal on Optimization&amp;#039;&amp;#039; 1991 war George Dantzig gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;On the non-existence of tests of &amp;quot;Student&amp;#039;s&amp;quot; hypothesis having power functions independent of σ.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Annals of Mathematical Statistics]].&amp;#039;&amp;#039; Baltimore 11.1940,2, S.&amp;amp;nbsp;186–192. {{ISSN|0003-4851}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lineare Programmierung und Erweiterungen.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Linear inequalities and related systems.&amp;#039;&amp;#039; Princeton Univ. Press, Princeton NJ 1966.&lt;br /&gt;
* George Dantzig, A. Aziz: &amp;#039;&amp;#039;Lectures in differential equations.&amp;#039;&amp;#039; VanNostrand Reinhold Co., New York 1969.&lt;br /&gt;
* George Dantzig, T. Saaty: &amp;#039;&amp;#039;Compact city.&amp;#039;&amp;#039; Freeman, San Francisco 1973.&lt;br /&gt;
* George Bernard Dantzig, B Curtis Eaves: &amp;#039;&amp;#039;Studies in optimization.&amp;#039;&amp;#039; Mathematical Association of America, Washington 1974, ISBN 0-88385-110-5.&lt;br /&gt;
* George Dantzig, M. Thapa: &amp;#039;&amp;#039;Linear programming.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: Introduction. Springer-Verlag, New York 1997, ISBN 0-387-94833-3.&lt;br /&gt;
* George Dantzig, M. Thapa: &amp;#039;&amp;#039;Linear programming.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: Theory and Extensions. Springer-Verlag, New York 2003, ISBN 0-387-98613-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Donald J. Albers, G. L. Alexanderson, [[Constance Reid]] &amp;#039;&amp;#039;More Mathematical People – Contemporary Conversations&amp;#039;&amp;#039;, Academic Press 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124788734}}&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|id=32292}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Dantzig_George|title=George Bernard Dantzig}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nae.edu/29516/Dr-George-B-Dantzig George B. Dantzig] Eintrag bei der National Academy of Engineering (mit Link zum Memorial Tribute)&lt;br /&gt;
* [http://www.snopes.com/college/homework/unsolvable.asp Informationen zur Hausaufgaben-Legende (engl.)]&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/dantzig.george-b George Bernard Dantzig] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124788734|LCCN=n50037389|NDL=00437217|VIAF=17287797}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dantzig, George}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Numeriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Stanford University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der National Medal of Science]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Engineering]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dantzig, George&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dantzig, George Bernard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Portland (Oregon)|Portland]], [[Oregon]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Mai 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stanford (Kalifornien)|Stanford]], [[Kalifornien]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathze</name></author>
	</entry>
</feed>