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	<title>Georg von Schnitzler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:09:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_von_Schnitzler&amp;diff=423755&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-06T10:02:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Georg Schnitzler.jpg|mini|Georg von Schnitzler während der [[Nürnberger Prozesse]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg August Eduard Schnitzler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1913 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Schnitzler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Oktober]] [[1884]] in [[Köln]]; † [[24. Mai]] [[1962]] in [[Basel]]) war Vorstandsmitglied der [[I.G. Farben]] und ein verurteilter [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Schnitzler stammte aus der angesehenen Kölner [[Schnitzler (Bankiersfamilie)|Bankiersfamilie Schnitzler]]. Sein Vater war [[Paul von Schnitzler]], seine Mutter Fanny Emilie, geborene Joest (1861–1941). Sein Onkel [[Richard von Schnitzler]] war Teilhaber des Kölner [[Bankhaus J. H. Stein|Bankhauses J. H. Stein]] und Aufsichtsratsmitglied bei den [[Hoechst|Farbwerken Meister Lucius und Brüning]] in [[Frankfurt-Höchst|Höchst am Main]]. Die Brüder waren 1913 in den preußischen [[Adel]]sstand erhoben worden.&lt;br /&gt;
Er war ab 1910 verheiratet mit [[Lilly von Mallinckrodt-Schnitzler|Lilly von Mallinckrodt]], die sich als [[Mäzen|Kunstförderin]] hervortat, insbesondere für den Maler [[Max Beckmann]]. Ein Cousin war [[Karl-Eduard von Schnitzler]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav von Mallinckrodt Georg+Lilly von Schnitzler -grave 01.jpg|mini|Familiengrab von Mallinckrodt (Friedhof Melaten)]]&lt;br /&gt;
Schnitzler, der 1950 zum [[Römisch-katholisch|katholischen Glauben]] konvertierte,  wurde im Familiengrab seiner Frau [[Lilly von Mallinckrodt-Schnitzler|Lilly]] auf dem Kölner [[Melaten-Friedhof|Friedhof Melaten]] (HWG Nr. 105/106) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch in Köln studierte Schnitzler [[Rechtswissenschaft]] in [[Bonn]], [[Leipzig]] und [[Berlin]]; 1903 schloss er sich dem [[Corps Palatia Bonn]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1930, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;14&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 607&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 war er Rechtsreferendar, 1907 erfolgte seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]]. Danach absolvierte er eine praktische Ausbildung beim Bankhaus J. H. Stein und trat 1912 wie sein Vater in die Farbwerke Hoechst, ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß411f&amp;quot;&amp;gt;Hermann Weiß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 411f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 wurde er im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als Frontsoldat eingesetzt, wonach er 1919 [[Prokurist]] bei den Farbwerken [[Hoechst]] wurde. 1920 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied ernannt, wurde er bald darauf Leiter des Farbenverkaufs, bis er 1924 zum ordentlichen Vorstandsmitglied gewählt wurde. In diesem Posten war er 1925 bei der Ausarbeitung der [[Fusion (Wirtschaft)|Fusionsverträge]] zum [[I.G. Farben|I.G.-Farben-Konzern]] tätig, dessen Vorstandsmitglied er zwischen 1926 und 1945 war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß411f&amp;quot;/&amp;gt; 1929 wurde Schnitzler zum [[Reichskommissar]] für die [[Exposició Internacional de Barcelona|Weltausstellung]] in [[Barcelona]] ernannt. Schnitzler war zusätzlich Mitglied in verschiedenen [[Aufsichtsrat|Aufsichtsräten]] und Vizepräsident des Schiedsgerichtshofes der [[Internationale Handelskammer|Internationalen Handelskammer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß411f&amp;quot;/&amp;gt; Schnitzler war nach dem Krieg Präsident der Deutsch-Ibero-Amerikanischen Gesellschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß411f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus und Kriegsverbrecher ===&lt;br /&gt;
Schnitzler nahm  an dem [[Treffen Hitlers mit Industriellen am 20. Februar 1933]] teil. Der [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda]] [[Joseph Goebbels]] berief von Schnitzler im Oktober 1933 in den Verwaltungsrat des [[Werberat der deutschen Wirtschaft|Werberats der deutschen Wirtschaft]]. 1934 trat er der [[Sturmabteilung|SA]] bei und erreichte im Laufe der Zeit den Rang eines [[SA-Hauptsturmführer]]s. Auch war er Mitglied der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]]. Am 25. Oktober 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.117.202).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/39000007&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß411f&amp;quot;/&amp;gt; 1937 erfolgte seine Versetzung als [[Betriebsführer (Nationalsozialismus)|Betriebsführer]] des [[I.G.-Farben-Haus|I.G.-Farben-Verwaltungsgebäudes]] in [[Frankfurt am Main]]; 1942 war er [[Wehrwirtschaftsführer]] und 1943 Vorsitzender des Chemikalienausschusses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee554&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 554.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Schnitzlers Verbrechen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zählt das Ausbeuten von [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|französischen]] und [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|polnischen]] Chemiebetrieben, um die Vormachtstellung der I.G. Farben in [[Europa]] zu sichern. Darum wurde er im [[Nürnberg]]er [[I.G.-Farben-Prozess]] am 30. Juli 1948 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt, aus der er 1949 unter Anrechnung seiner Untersuchungshaft vorzeitig aus dem [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jens Ulrich Heine: &amp;#039;&amp;#039;Verstand &amp;amp; Schicksal: Die Männer der I.G. Farbenindustrie A.G. (1925-1945) in 161 Kurzbiographien.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim, Verlag Chemie, 1990. ISBN 3-527-28144-4.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
* Rolf Rieß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lilly von Schnitzler – Carl Schmitt. Briefwechsel 1919 bis 1977.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schmittiana. Beiträge zu Leben und Werk Carl Schmitts.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Bd. 1, Berlin 2011, S. 113–256.&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|332|333|Schnitzler|Ulrich S. Soénius|139804749}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3100910524}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/z/z1961z/kap1_6/para2_117.html Bundesarchiv über G. v. Schnitzler] [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/adr/adrsz/kap1_1/para2_180.html Reichstagsakten hierzu]&lt;br /&gt;
* [http://www.wollheim-memorial.de/de/georg_von_schnitzler_18841962 Wollheim Memorial - Biografie Georg von Schnitzler]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/015816}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=129391662|titel=Schnitzler, Georg August Eduard von|datum=2025-02-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129391662|VIAF=103355123}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schnitzler, Georg Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (I.G. Farben)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrwirtschaftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bankiersfamilie Schnitzler|Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskommissar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriemanager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schnitzler, Georg von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schnitzler, Georg August Eduard; Schnitzler, Georg August Eduard von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Industrieller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Oktober 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Mai 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Basel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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