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	<title>Georg Thomas (General) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2026-02-17T10:38:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Thomas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Februar]] [[1890]] in [[Forst (Lausitz)]]; † [[29. Dezember]] [[1946]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein deutscher [[General der Infanterie]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] sowie von 1939 bis 1942 Chef des [[Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Fabrikbesitzers trat 1908 in das [[Infanterie-Regiment „Kaiser Karl von Österreich und König von Ungarn“ (4. Oberschlesisches) Nr. 63|4.&amp;amp;nbsp;Oberschlesische Infanterie-Regiment Nr.&amp;amp;nbsp;63]] der [[Preußische Armee|preußischen Armee]] ein und wurde Berufsoffizier. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in die [[Reichswehr]] übernommen, beschäftigte sich Thomas seit 1928 im [[Heereswaffenamt]] des [[Reichswehrministerium]]s mit Rüstungsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rolf-Dieter Müller]] nennt Thomas als Beispiel dafür, dass es Hitler auf Basis eines Grundkonsens gelang, die Wehrmachtsführung für seinen Aggressionskurs zu gewinnen. In einem Artikel von Ende 1938 in der [[Militärwissenschaftliche Rundschau|Militärwissenschaftlichen Rundschau]] bekannte sich Thomas ausdrücklich zu Hitlers [[Lebensraum im Osten|Lebensraum-Ideologie]]. Er führte dort aus, falls Deutschland überleben wolle, müsse es in den Kampf {{&amp;quot; |um wehrwirtschaftliche Ziele, nämlich um einen größeren Lebensraum, um die Ernährungsbasis und um den Rohstoffbesitz}} eintreten. Die in einem Vortrag vom Juli 1938 aufgestellte Konzeption, Deutschland müsse für einen gesicherten Rohstoffbezug im Kriegsfalle, statt einer [[Großraumwirtschaft]] auf Basis gleichberechtigter Staaten, die Vorherrschaft über abhängige und koloniale Gebiete ausüben, ließ ebenfalls die Nähe zu Hitlers Programm erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf-Dieter Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Tor zur Weltmacht&amp;#039;&amp;#039;. Boppard am Rhein 1984, S. 308 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits am 24. November 1936 beschrieb er in einer Rede auf der 5.&amp;amp;nbsp;Tagung der [[Reichsarbeitskammer]] die Möglichkeit eines [[Totaler Krieg|totalen Krieges]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Meine Herren! Der totale Krieg der Zukunft wird Forderungen an das Volk stellen, wie wir alle sie noch nicht kennen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;KleeZitat&amp;quot;&amp;gt;Zitat bei [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Fischer, Frankfurt 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 623.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde er Chef des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes im [[Oberkommando der Wehrmacht]]. Er war Mitglied im [[Aufsichtsrat]] der [[Kontinentale Öl|Kontinentale Öl AG]] sowie von 1941 bis 1942 im Aufsichtsrat der [[Reichswerke Hermann Göring]].&lt;br /&gt;
Thomas, am 1. August 1940 zum General der Infanterie befördert, erkannte früh Deutschlands begrenzte wirtschaftliche Möglichkeiten. Im Februar 1941 publizierte er eine Studie über die wirtschaftlichen Aspekte einer Verlagerung des Kriegsschauplatzes nach Osten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;KleeZitat&amp;quot; /&amp;gt; womit auch der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieg gegen die Sowjetunion]] gemeint war, der am 22. Juni 1941 begann. Thomas hatte als Mitglied von Görings [[Wirtschaftsführungsstab Ost]] zusammen mit [[Herbert Backe]] wesentlichen Anteil an der Ausarbeitung eines [[Hungerplan]]s, der aus kriegswirtschaftlichen Gründen den Hungertod von vielen Millionen Einwohnern der Sowjetunion von vornherein einkalkulierte. Am 2. Mai 1941, sieben Wochen vor dem deutschen Überfall auf die UdSSR, hält das Protokoll einer Besprechung der Staatssekretäre mit General Thomas fest, dass&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=der Krieg nur weiter zu führen [ist], wenn die gesamte Wehrmacht im 3.&amp;amp;nbsp;Kriegsjahr aus Russland ernährt wird. Hierbei werden zweifellos zig Millionen Menschen verhungern, wenn von uns das für uns Notwendige aus dem Lande herausgeholt wird.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adam Tooze]]: &amp;#039;&amp;#039;Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; München 2007, S. 552&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Hans-Ulrich Wehler]] urteilt: „Georg Thomas […] akzeptierte als Folge dieser Kampfstrategie, dass dort jedenfalls zig Millionen Menschen verhungern werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Ulrich Wehler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Nationalsozialismus. Bewegung, Führerherrschaft, Verbrechen 1919–1945.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. H. Beck, München 2009, S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Monat nach dem Angriff äußerte sich Thomas am 31. Juli 1941 bei einer Besprechung über den voraussehbaren Hungertod der russischen Zivilbevölkerung: „Große Gebiete werden sich selbst überlassen bleiben (müssen verhungern).“&amp;lt;ref name=&amp;quot;KleeZitat&amp;quot; /&amp;gt; Schließlich forderte Thomas im Frühjahr 1942, mit „4000 Lastwagen des Heeres etwa 300.000 Tonnen Getreide aus der Ukraine zu holen“. Für seinen Biographen, den Historiker Roland Peter, nahm er so „ohne Skrupel den Hungertod von Millionen Menschen in Kauf“ und „zählt zu den besonders prägnanten Beispielen für die Mitwirkung willfähriger Militärs am Vernichtungskrieg im Osten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Peter: &amp;#039;&amp;#039;General der Infanterie Georg Thomas.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Darmstadt 1998, S. 254&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. November 1942 schied Thomas aus dem Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt aus und wurde in die [[Führerreserve]] versetzt. [[Albert Speer]] und sein [[Reichsministerium für Bewaffnung und Munition]] hatten mittlerweile fast alle Kompetenzen in Rüstungsfragen an sich gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof heerstraße Georg Thomas 2018-05-12 15.jpg|mini|hochkant|Grab von Georg Thomas auf dem [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
Da Thomas enge Kontakte zu seinem früheren Vorgesetzten [[Ludwig Beck (General)|Ludwig Beck]] sowie zu [[Carl Friedrich Goerdeler]] und [[Johannes Popitz]] unterhielt, hatte er sich schon 1938 und 1939 an den Planungen für einen Militärputsch beteiligt. Als nach dem [[Attentat vom 20. Juli 1944]] die alten Pläne von 1938/39 gefunden wurden, wurde Thomas am 11. Oktober 1944 verhaftet und kam in die [[Konzentrationslager]] [[KZ Flossenbürg|Flossenbürg]] und [[KZ Dachau|Dachau]]. Auf einem Transport nach Südtirol wurde er zusammen mit über 130 anderen prominenten Häftlingen am 28. April 1945 in [[Niederdorf (Südtirol)|Niederdorf]] durch die Wehrmacht befreit, nachdem die SS-Wachleute geflohen waren (siehe [[Befreiung der SS-Geiseln in Südtirol]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Koblank: [https://www.mythoselser.de/niederdorf.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Befreiung der Sonder- und Sippenhäftlinge in Südtirol&amp;#039;&amp;#039;.] Online-Edition Mythos Elser, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine endgültige Freilassung erfolgte nach vorübergehender Festnahme durch Truppen der [[United States Army|U.S. Army]] am 16. Juni 1945. In Freiheit verfasste er noch mehrere Rechtfertigungsschriften und starb am 29. Dezember 1946 in Frankfurt am Main.&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel W. Mitcham, Gene Mueller: &amp;#039;&amp;#039;Hitler’s Commanders: Officers of the Wehrmacht, the Luftwaffe, the Kriegsmarine, and the Waffen-SS&amp;#039;&amp;#039;. Rowman &amp;amp; Littlefield, Lanham 2012, S. 20. [http://www.gdw-berlin.de/nc/de/vertiefung/biographien/biografie/view-bio/thomas-1/ Online-Biografie zu Georg Thomas.] [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]]. Roland Peter: &amp;#039;&amp;#039;General der Infanterie Georg Thomas.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Darmstadt 1998, S. 255. Peter gibt abweichend den 29. Oktober 1946 als Todesdatum an.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem landeseigenen [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Georg Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Gedanken und Ereignisse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Monatshefte&amp;#039;&amp;#039;, 1945, 25, S. 537–559.&lt;br /&gt;
* Georg Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Wehr- und Rüstungswirtschaft (1918–1943/45).&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: [[Wolfgang Birkenfeld]]. Boldt, Boppard am Rhein 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Fröhlich: &amp;#039;&amp;#039;„Der unterirdische Kampf“: Das Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt 1924–1943&amp;#039;&amp;#039;. Schöningen, Paderborn 2018, ISBN 978-3-657-78873-6.&lt;br /&gt;
* [[Samuel W. Mitcham]], Gene Mueller: &amp;#039;&amp;#039;Hitler’s Commanders. Officers of the Wehrmacht, the Luftwaffe, the Kriegsmarine, and the Waffen-SS.&amp;#039;&amp;#039; Rowman &amp;amp; Littlefield, Lanham 2012, ISBN 978-1-4422-1153-7, S. 17–20.&lt;br /&gt;
* Roland Peter: &amp;#039;&amp;#039;General der Infanterie Georg Thomas.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. Von den Anfängen des Regimes bis Kriegsbeginn.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Primus, Darmstadt 1998, ISBN 3-89678-083-2, S. 248–257.&lt;br /&gt;
* [[Adam Tooze]]: &amp;#039;&amp;#039;Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen von Yvonne Badal. Siedler, München 2007, ISBN 3-88680-857-2. Neuauflage: Pantheon, München 2008, ISBN 3-570-55056-7, passim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124824331|NAME=Georg Thomas}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|georg-thomas}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/ea58f830-3fe9-434d-9bec-823adcc1efbc/ Nachlass Bundesarchiv N 872]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124824331|VIAF=47704733}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thomas, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Besetzung Europas 1939–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Oberkommando der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General der Infanterie (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehr- und Rüstungswirtschaft im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Flossenbürg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes III. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goerdeler-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thomas, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher General der Infanterie, Chef des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Februar 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Forst (Lausitz)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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