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	<title>Georg Thürer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Th%C3%BCrer&amp;diff=2735449&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-12-01T07:40:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Thuerer Gerorg.jpg|mini|Georg Thürer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Thürer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juli]] [[1908]] in [[Tamins]]; † [[26. September]] [[2000]] in [[Teufen AR|Teufen]]) war ein [[Schweiz]]er [[Schriftsteller]], [[Hochschullehrer]], [[Literaturwissenschaftler]] und [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[File:Internierten-Hochschullager, Dozent Dr. Georg Thuerer (Deutsch und Geschichte), HSGH 022-002202-05.png|thumb|Georg Thürer (1940 oder 1941)]]&lt;br /&gt;
Georg Thürers Vorfahren waren [[walser]]ische Bergbauern; die Höfe beider Grossväter lagen an der [[Bündnerromanisch|rätoromanischen]] Sprachgrenze. Sein Vater war der Pfarrer Dr. phil. h.&amp;amp;nbsp;c. Paul Thürer, seine Mutter, Nina, geb. Accola, war Tochter eines [[Landammann]]s. 1910 zog die Familie von Graubünden in den [[Kanton Glarus]], nach Netstal im Linthtal, wo der Vater als Pfarrer tätig war. Im [[Glarnerland]] hat Georg Thürer Wurzeln geschlagen, die dortige [[Landsgemeinde]] war nach dem Urteil des elsässischen Volkskundlers [[Raymond Matzen]] für ihn praktizierte «Volksherrschaft» und habe ihn als aufrechten und kämpferischen Menschen aufwachsen lassen. Er ging von 1915 bis 1924 in die Primar- und Sekundarschule Netstal, wo er auf dem Schulhof auch Glarnerdeutsch lernte, die Mundart, die er später in der Dichtkunst wie im täglichen Leben gesprochen hat. 1924–1928 besuchte er das [[Kanton Thurgau|Thurgauische]] Lehrerseminar in [[Kreuzlingen]] und entwickelte dort seine besonderen Interessen für Geschichte, Dichtung und Theater. Von 1928 bis 1932 studierte Thürer vor allem in [[Zürich]], aber auch in [[Genf]] und [[Paris]]. In dieser Zeit trat er dem [[Schweizerischer Zofingerverein|Schweizerischen Zofingerverein]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Schweizerischer Zofingerverein, Schweizerischer Altzofingerverein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitgliederverzeichnis 1997.&amp;#039;&amp;#039; Zofingen 1997, S.&amp;amp;nbsp;71 (verfügbar in der [[Schweizerische Nationalbibliothek|Schweizerischen Nationalbibliothek]], Signatur SWR 1338).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er promovierte in Zürich zum Dr. phil. mit einer Dissertation über die «Kultur des alten Landes Glarus» und erwarb das Diplom für das Höhere [[Lehramt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1932 bis 1935 war Thürer als Lehrer am Gymnasium in [[Biel]] an der deutsch-französischen Sprachgrenze tätig, wo ihm das Spannungsfeld zwischen den Kulturen richtig bewusst wurde und ihn zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Schweizer [[Demokratie]] veranlasste. Von 1935 bis 1940 war er Geschichtslehrer an der Kantonsschule und der Sekundarlehramtsschule in [[St.&amp;amp;nbsp;Gallen]]. Gegen den deutschen [[Nationalsozialismus]] und den italienischen [[Faschismus]] mit ihrem [[Führerkult]], [[Rasse]]nfanatismus und ihrem kulturellen und sprachlichen [[Hegemonie|Dominanzstreben]] trat er seit Anfang der dreissiger Jahre offen auf und engagierte sich seit 1939 in der geistigen Widerstandsbewegung «Res Publica» gegen totalitäre Tendenzen aller Art im In- und Ausland, vor allem durch seine Publikationstätigkeit gegen nationalsozialistische Einschüchterungsversuche, wie etwa in der [[Neue Zürcher Zeitung|Neuen Zürcher Zeitung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des NS-Regimes trat Georg Thürer sogleich für Versöhnung mit den deutschen Nachbarn ein, denn seine Feindschaft galt dem verbrecherischen Regime, nicht dem Volk. Von 1945 bis 1949 leitete er die St. Galler Grenzlandhilfe, die unter anderem in der bayrischen Landeshauptstadt [[München]] humanitäre Hilfe leistete. Im Auftrag des britischen [[Foreign Office]] besuchte er 1947 eingehend Lager mit deutschen Kriegsgefangenen in Großbritannien. Er sprach sich für europäische Zusammenarbeit nach dem Krieg aus. Auf Bitten der [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanischen Militärverwaltung]] führte er in [[Deutschland]] Kurse in Demokratie für Bürgermeister durch. Dieses Engagement stieß angesichts der nationalsozialistischen Gräueltaten in der Schweiz zunächst nicht durchgängig auf Zustimmung. Das galt auch für Thürers differenzierte und ausgewogene Beurteilung des durch den Nationalsozialismus kompromittierten Dichters [[Hermann Burte]], die gleichwohl dessen literarische Verdienste anerkannte und daher teilweise in der Schweiz und Deutschland auf Kritik stieß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1940 bis 1978 war Georg Thürer Professor für deutsche Sprache und Literatur und für Schweizer Geschichte an der [[Hochschule St. Gallen]]. Er heiratete 1941 Maria Elisabeth Tobler, und sie wohnten im Elternhaus der Frau in Teufen im [[Appenzeller Land]], wo auch ihre Kinder aufwuchsen. Georg Thürers wissenschaftliches und pädagogisches Engagement trug viel zur Entwicklung und zum Ansehen der St. Galler Hochschule bei, nicht zuletzt durch seine weithin beliebten öffentlichen Abendvorlesungen. Er war zudem in vielen kantonalen, eidgenössischen und internationalen Vereinigungen und Kommissionen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Thürers literarisches Werk umfasst weit über 400 Titel. Besondere Beachtung verdient seine &amp;#039;&amp;#039;St.&amp;amp;nbsp;Galler Geschichte,&amp;#039;&amp;#039; eine zweibändige Darstellung, publiziert von 1953 bis 1972, die vom Anbeginn bis in die Gegenwart geht, insgesamt 1648 Seiten umfasst und ein nicht nur in Fachbibliotheken verbreitetes Standardwerk darstellt. Seine Studie &amp;#039;&amp;#039;Wesen und Würde der Mundart&amp;#039;&amp;#039; (Zürich: Schweizer Spiegel Verlag 1944) betont die besondere Bedeutung des Schweizer Dialektes, denn er sei «ja nicht irgend ein Stück unseres Hausrates, sondern Sonne und Seele auf der ganzen dem Rheine zugewandten Stirnseite des Schweizerhauses» (op.&amp;amp;nbsp;cit., S.&amp;amp;nbsp;54f.). In seiner alemannischen Dichtkunst orientiert er sich an [[Johann Peter Hebel]], an [[Hermann Burte]] und in der Schweiz an [[Meinrad Lienert]] und [[Josef Reinhart]], daneben am [[Mittelhochdeutsch]] des [[Walter von der Vogelweide]]. Georg Thürer publizierte 1938 zusammen mit [[Adolf Guggenbühl]] die Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Schwyzer Meie]]&amp;#039;&amp;#039; und 1962 die Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;Holderbluescht&amp;#039;&amp;#039;. In diesem «alemannischen Mundart-Lesebuch» sind Gedichte und Geschichten aus allen Teilen des [[Alemannische Dialekte|alemannischen Sprachraums]], allerdings ohne das Schwäbische, versammelt, mit grundsätzlichen Überlegungen zum Alemannischen in der Schweiz und in der Nachbarschaft (Elsass, Südbaden, Vorarlberg, Liechtenstein, Piemont und Aostatal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1966: [[Oberrheinischer Kulturpreis]]&lt;br /&gt;
* 1978: Hebeldank des «Hebelbundes Lörrach»&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hebelbund.de/?paged=4&amp;amp;cat=5 Hebelbund Lörrach – Hebeldankträger.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1998: Kommandeurkreuz des [[Verdienstorden der Republik Polen|Verdienstordens der Republik Polen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|9080|&amp;#039;&amp;#039;Thürer, Georg&amp;#039;&amp;#039;|Autor= Wolfgang Göldi}}&lt;br /&gt;
* [[Raymond Matzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorwort.&amp;#039;&amp;#039; In: Georg Thürer: &amp;#039;&amp;#039;Froh und fry. Schweizerdeutsche Gedichte in Glarner Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Kehl 1985 (Das Vorwort des Strassburger Hochschullehrers Raymond Matzen liefert eine Lebensbeschreibung von Georg Thürer).&lt;br /&gt;
* {{Theaterlexikon|Georg Thürer|3|1946|1947|Autor=Dietrich Seybold}}&lt;br /&gt;
* Hans Siegwart: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. phil. Georg Thürer – Lebenslauf und Schaffen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Kulturen. Festgabe für Georg Thürer zum 70.&amp;amp;nbsp;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Felix Philipp Ingold. Bern 1978.&lt;br /&gt;
* Georg Thürer: &amp;#039;&amp;#039;Zum hundertsten Geburtstag des Dichters Hermann Burte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Markgräfler-Land.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1 / 2 1979, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Markgräflerland für Geschichte und Landeskunde e.&amp;amp;nbsp;V. und vom Hebelbund Müllheim e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [[Paul Zinsli]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Thürers Mundartlyrik.&amp;#039;&amp;#039; In: Georg Thürer: &amp;#039;&amp;#039;Froh und fry. Schweizerdeutsche Gedichte in Glarner Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Kehl 1985.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Georg Thürer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schwyzerlüt. Zytschrift für üses Schwyzerdütsch&amp;#039;&amp;#039; 25/2, 1963 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=szu-001%3A1963%3A25%3A%3A153#153 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118622374}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_124c/T02.HTM Über Georg Thürer in der Ostschweizerischen Grenzlandhilfe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118622374|LCCN=n50011895|VIAF=95209433}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thurer, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshistoriker (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Schweizerischen Zofingerverein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Alemannisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Republik Polen (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thürer, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Dichter und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juli 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tamins]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. September 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Teufen AR]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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