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	<title>Georg Solmssen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Solmssen-georg-1928-09-20-illustrirte-zeitung-bd171-nr4358-s0416.jpg|mini|Georg Solmssen (um 1928)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Solmssen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Georg Adolf Salomonsohn&amp;#039;&amp;#039;) (* [[7. August]] [[1869]] in [[Berlin]]; † [[10. Januar]] [[1957]] in [[Lugano]]) war ein deutscher Bankier. Er war einer der Geschäftsinhaber der [[Disconto-Gesellschaft]] und 1933 Vorstandssprecher der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]]. Berühmt wurde er durch seinen [[#Zitat|Brief vom 9. April 1933]], in dem er [[Adolf Hitler|Adolf Hitlers]] Pläne für das [[Juden#„Jüdisches Volk“|jüdische Volk]] vorhersah. Die Geschichte der Bankiersfamilie greift Solmssens Neffe [[Arthur Solmssen]] in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;A Princess in Berlin &amp;#039;&amp;#039;(1980) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Georg Salomonsohn wurde als Sohn des früheren Inhabers der Disconto-Gesellschaft [[Adolph Salomonsohn]] (1831–1919) und seiner Frau Sara, geb. Rinkel, geboren. Nach dem Gymnasium studierte er [[Rechtswissenschaften]]. Er schloss mit einer Promotion zum Dr.&amp;amp;nbsp;jur. über die Bauhandwerkergesetzgebung ab. Anschließend trat er in den preußischen Justizdienst ein und arbeitete unter anderem als Gerichts[[assessor]] in [[Frankfurt (Oder)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. April 1900 trat der Jurist vom [[Judentum]] zum [[Protestantismus]] über; am 10. August desselben Jahres änderte er seinen Familiennamen von &amp;#039;&amp;#039;Salomonsohn&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Solmssen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1900 schied er als Gerichtsassessor aus dem Staatsdienst aus und trat in die Disconto-Gesellschaft ein. 1904 stieg er dort zum Direktor auf, wobei der Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der [[Rumänien|rumänischen]] Erdölwirtschaft lag. Am 5. November 1911 wurde er in den Kreis der Geschäftsinhaber der Bank aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Solmssen war besonders auf Industriefinanzierung spezialisiert. Enge Kontakte pflegte er zur [[Montanindustrie]] im Westen des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreichs]]. Daneben reformierte er den [[A. Schaaffhausen’scher Bankverein|Schaaffhausen’schen Bankverein]] und bereitete dessen Fusion mit der Disconto-Gesellschaft 1914 vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Solmssen auch nach Kriegsende verschiedentlich geschäftlich in den [[Vereinigte Staaten|USA]]. Dort trug er maßgeblich zum Wiederanschluss Deutschlands an das internationale Telegraphennetz bei. Er war daher auch Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsch-Amerikanischen Telegraphengesellschaft. Auch in anderen Großunternehmen nahm Solmssen Aufsichtsratsmandate wahr. Darunter waren die [[Deutsche Lufthansa (Deutsches Reich)|Deutsche Lufthansa]] AG und die [[Vereinigte Stahlwerke|Vereinigten Stahlwerke]]. Außerdem gehörte er unter anderem den Verwaltungsräten der [[Reichsbank]] und der [[Reichspost]] an. Seit 1929 war er rumänischer [[Generalkonsul]] und trat im selben Jahr der jüdischen [[Gesellschaft der Freunde]] bei. Auch dem [[Vorläufiger Reichswirtschaftsrat|Vorläufigen Reichswirtschaftsrat]] gehörte er an. Von 1930 bis 1933 war er Vorsitzender des Centralverbandes des Deutschen Banken- und Bankiersgewerbes. Er war auch Mitglied im [[Deutscher Herrenklub|Deutschen Herrenklub]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben war Solmssen auch als Vortragsredner tätig. Diese Beiträge veröffentlichte er 1934 in zwei Bänden als &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Deutschen Politik und Wirtschaft 1900–1933&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1928 erneuerte er die von seinem Vater ins Leben gerufene Adolph-Salomonsohn-Stiftung zur Förderung des Studiums der Naturwissenschaften als Adolph-und-Sara-Salomonson-und-Georg-Solmssen-Stiftung, die wohl 1941 aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verschmelzung der Disconto-Gesellschaft mit der Deutschen Bank 1929 gehörte er deren Vorstand an. Nachdem der jüdische Vorstandssprecher [[Oscar Wassermann]] noch vor der Hauptversammlung 1933 aus dem Amt gedrängt worden war, wurde Solmssen für kurze Zeit Vorstandssprecher und leitete die Jahreshauptversammlung von 1933. Bereits 1934 wurde er selbst aus dem Vorstand verdrängt und emigrierte in die Schweiz, gehörte aber noch bis 1937 dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft an. Solmssens [[Arisierung|arisierte]] Villa auf der Insel [[Schwanenwerder]] (Inselstr. 24–26) kaufte am 28. März 1938 Hitlers Leibarzt [[Theo Morell]] für 338.000 Reichsmark.&amp;lt;ref&amp;gt;David Irving: Wie krank war Hitler wirklich? Der Diktator und seine Ärzte. Ebner Ulm 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg und anschließender [[Wiedergutmachung|Restitution]] kaufte 1961 der Verleger [[Axel Springer]] die Villa und ließ sie für einen Neubau abreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Beginn der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Herrschaft]] äußerte er zutreffend, dass die Nationalsozialisten auf eine wirtschaftliche Vernichtung der Juden abzielten. In einem berühmt gewordenen Brief an [[Franz Urbig]] schrieb er am 9. April 1933:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Lieber Herr Urbig, Die Ausstoßung der Juden aus dem Staatsdienst, die nunmehr durch Gesetz vollzogen ist, drängt die Frage auf, welche Folgen sich an diese, auch von dem gebildeten Teil des Volkes gleichsam als selbstverständlich hingenommenen Maßnahmen für die private Wirtschaft knüpfen werden. Ich fürchte, wir stehen noch am Anfang einer Entwicklung, welche zielbewusst, nach wohlaufgelegtem Plane auf wirtschaftliche und moralische Vernichtung aller in Deutschland lebenden Angehörigen der jüdischen Rasse, und zwar völlig unterschiedslos, gerichtet ist. Die völlige Passivität der nicht zur nationalsozialistischen Partei gehörigen Klassen, der Mangel jedes Solidaritätsgefühls, der auf der Seite derer zu Tage tritt, die bisher in den fraglichen Betrieben mit jüdischen Kollegen Schulter an Schulter gearbeitet haben, der immer deutlicher werdende Drang, aus dem Freiwerden von Posten Nutzen zu ziehen und das Totschweigen der Schmach und des Schadens, die unteilbar all denen zugefügt werden, die obgleich schuldlos, von heute auf morgen die Grundlage ihrer Ehre und Existenz vernichtet sehen – alles dieses zeigt eine so hoffnungslose Lage, dass es verfehlt wäre, den Dingen nicht ohne jeden Beschönigungsversuch ins Gesicht zu sehen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Georg Solmssen, 1933&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Harold James: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Bank im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50955-X, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Acta Borussica.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Reihe 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 2: Reinhold Zilch, [[Bärbel Holtz]]: &amp;#039;&amp;#039;4. April 1925 bis 10. Mai 1938.&amp;#039;&amp;#039; Olms-Weidmann, Hildesheim u. a. 2004, ISBN 3-487-12704-0, S. 702, ([https://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%2012-2.pdf Digitalisat (PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB)]).&lt;br /&gt;
* Gerald D. Feldman: &amp;#039;&amp;#039;Jewish bankers and the crises of the Weimar Republic&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Leo Baeck Memorial Lecture.&amp;#039;&amp;#039; 39, {{ZDB|415081-8}}). Leo Baeck Institute, New York NY 1995.&lt;br /&gt;
* [[Harold James (Historiker)|Harold James]], Martin L. Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Solmssen – ein deutscher Bankier. Briefe aus einem halben Jahrhundert 1900–1956&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe zur Zeitschrift für Unternehmensgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 25). Herausgegeben im Auftrag der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank e.&amp;amp;nbsp;V. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-62795-8.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|557|558|Solmssen, Georg Adolf|Martin L. Müller|117462497}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Solmssen, Georg Adolf&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur 1980, S. 710&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117462497}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=117462497}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bankgeschichte.de/de/content/850.html Biographie der historischen Gesellschaft der Deutschen Bank]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorstandssprecher der Deutsche Bank AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117462497|LCCN=n/2013/46106|VIAF=20458213}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Solmssen, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Bank AG)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Vorläufigen Reichswirtschaftsrats]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankmanager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichspost]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsfunktionär (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Solmssen, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Salomonsohn, Georg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bankier (Disconto-Gesellschaft, Deutsche Bank)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. August 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Januar 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lugano]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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