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	<title>Georg Schmidt-Rohr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T16:54:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-04T18:16:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Schmidt-Rohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juli]] [[1890]] in [[Frankfurt (Oder)]]; † Ende Februar [[1945]] bei [[Meseritz]] verschollen, am [[18. September]] [[1949]] für tot erklärt) war ein deutscher Germanist und Soziologe. Im [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Deutschland arbeitete er an der Grundlegung einer nationalbiologischen [[Sprachsoziologie]] und war Leiter der &amp;#039;&amp;#039;sprachsoziologischen Abteilung der SS&amp;#039;&amp;#039; im [[SS-Ahnenerbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur in Frankfurt/Oder studierte Georg Schmidt (der ab 1931 den Nachnamen Schmidt-Rohr verwendete und dies 1937 amtlich ändern ließ) ab 1910 Germanistik und Neuere Sprachen, erst an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]], seit 1911 dann an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]]. Er erwarb das Staatsexamen 1913 und nahm von 1914 bis 1918 als Freiwilliger am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Während des Krieges wurde er 1916 mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Aufgaben der militärischen Jugendpflege in pädagogischer Beleuchtung&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. phil [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seit 1920 war er als Studienrat in Frankfurt/Oder tätig. Seine Lehrertätigkeit wurde durch viele Studienreisen unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt war seit frühester Jugend in der [[Wandervogel]]bewegung aktiv, in der er es auch zu überregionalen Führungspositionen brachte. Er war Mitbegründer des &amp;#039;&amp;#039;Kronacher Bundes alter Wandervögel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 wurde sein Sohn [[Ulrich Schmidt-Rohr]] geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 erschien sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache als Bildnerin der Völker&amp;#039;&amp;#039;. Die darin präsentierte Kritik am Rassegedanken führte zu einer breiten öffentlichen Diskussion und zu einem Ausschlussverfahren der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], der er zum 1. Mai 1933 beigetreten war (Mitgliedsnummer 2.508.230).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/38070517&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren wurde eingestellt, Schmidt-Rohr galt aber weiterhin als politisch unzuverlässig, obwohl er sich in mehreren NS-Organisationen, wie seit 1934 im [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|NSKK]] und dem [[Bund Deutscher Osten]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 531.&amp;lt;/ref&amp;gt; engagierte. 1937 schrieb er in einem Beitrag &amp;#039;&amp;#039;Rasse und Sprache&amp;#039;&amp;#039; in der [[Zeitschrift für Deutschkunde]]: „Die Gesamtheit der vielfältigen unterschiedlichen Rassebegabungen, die im deutschen Volk vertreten ist, ist das deutsche Blut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 531, vollständigeres Zitat bei Joseph Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Literatur und Dichtung im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1963, S. 414&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde er öffentlich rehabilitiert, seit 1940 war er für den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]] tätig.&lt;br /&gt;
In seinem Beitrag &amp;#039;&amp;#039;Die Stellung der Sprache im nationalen Bewußtsein der Deutschen&amp;#039;&amp;#039; im [[Jahrbuch der deutschen Sprache]] aus dem Jahr 1941 gibt es folgende [[Rassismus|rassistische]] Aussage: „Erst die Bedrohungen auf der Blutebene riefen die Sorge und Forschung wach. Die Bedrohung war wesentlich von dreierlei Art: Sie zeigte sich als Überfremdung durch fremdes Blut und damit fremde Art, vor allem in dem Eindringen des Judentums.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständiges Zitat bei Joseph Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Literatur und Dichtung im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1963, S. 389.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 wurde von der [[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe]] eine Sprachsoziologische Abteilung eingerichtet, die Schmidt-Rohr leitete. Er arbeitete an einer nationalsozialistischen Theorie, die nicht rassentheoretisch, sondern sprachwissenschaftlich begründet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt-Rohr starb 1945 als Leiter einer [[Volkssturm]]-Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unsere Muttersprache als Waffe und Werkzeug des deutschen Gedankens&amp;#039;&amp;#039;, Jena: Diederichs, 1917.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache als Bildnerin der Völker. Eine Wesens- und Lebenskunde der Volkstümer&amp;#039;&amp;#039;, Jena: Diederichs, 1932. (Überarbeitete Neuauflage erschienen als: &amp;#039;&amp;#039;Mutter Sprache. Vom Amt der Sprache bei der Volkswerdung&amp;#039;&amp;#039;. Jena: Diederichs, 1933)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5.&lt;br /&gt;
* [[Utz Maas]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933-1945.&amp;#039;&amp;#039; [https://zflprojekte.de/sprachforscher-im-exil/index.php/catalog/s/416-schmidt-rohr-bis-1931-schmidt-georg/ Eintrag zu Georg Schmit-Rohr] (abgerufen: 15. April 2018)&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|224|225|Schmidt-Rohr, Georg|[[Gerd Simon]]|117511226}}&lt;br /&gt;
* Gerd Simon: [https://homepages.uni-tuebingen.de//gerd.simon/wende1933.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Wende 1933. Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik am Beispiel des Sprachwissenschaftlers Georg Schmidt-Rohr&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 137&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Das Argument&amp;#039;&amp;#039; 158, 1986, S. 527–542.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117511226}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117511226|LCCN=n/2002/65797|VIAF=159991837}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:SchmidtRohr, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Geburts- oder Sterbeort unbekannt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtlich für tot erklärte Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmidt-Rohr, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stein, Fritz; Quassel, Jörgen; Licht, A.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist und Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt (Oder)|Frankfurt/Oder]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Februar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Meseritz]] verschollen&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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