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	<title>Georg Schaeffler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Schaeffler&amp;diff=1391619&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Arabsalam: /* Von Davistan zur Wilhelm Schaeffler AG */ genauer</title>
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		<updated>2026-01-15T12:39:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Von Davistan zur Wilhelm Schaeffler AG: &lt;/span&gt; genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{dieser Artikel|behandelt Georg Schaeffler (1917–1996). Zu seinem Sohn siehe [[Georg Friedrich Wilhelm Schaeffler]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Schaeffler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Januar]] [[1917]] in [[Bourdonnay]] auf Schloss Marimont; † [[2. August]] [[1996]] in [[Coburg]]) war ein deutscher [[Unternehmer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einstieg in das ehemals [[Arisierung|jüdische]] Unternehmen [[Davistan]] 1941 und die Entwicklung und [[Patent|Patentierung]] des [[Wälzkörperkäfig|Nadelkäfigs]] für [[Nadellager]] 1949 ermöglichte ihm zusammen mit seinem Bruder [[Wilhelm Schaeffler|Wilhem Schaeffler]] die Gründung der international tätigen [[Schaeffler-Gruppe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Georg Schaeffler wurde 1917 als Sohn von Anna Carolina, geb. Weissmann, (1882–1963) und Georg Jacob Schaeffler (1865–1962) geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Richard Winkler |url=https://www.deutsche-biographie.de/gnd139497137.html |titel=Schaeffler, Georg |werk=Deutsche Biographie |datum=2005 |sprache=de |abruf=2025-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater stammte aus einer [[Weber|Webermeisterfamilie]] aus [[Neustadt am Kulm]], seine Mutter aus der [[Pfalz (Region)#Bayerische Zeit|Rheinpfalz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.cicero.de/kapital/schaefflers-dunkler-schatten/39516 |titel=Schaefflers dunkler Schatten |werk=Cicero |offline= |archiv-url= |archiv-datum=2009-02-27 |zugriff=2015-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Elisabeth (1906–1995), Käthe (1909–1993) und [[Wilhelm Schaeffler|Wilhelm]] war Georg das jüngste Kind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Familie bewirtschaftete als Pächter die [[Staatsdomäne]] Schloss Marimont von 1870 bis 1918, während [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Elsaß-Lothringen]] zum [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] gehörte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1918 arbeitete Georgs Vater als Gutsverwalter in [[Ottweiler]] und [[Neunkirchen (Saar)|Neunkirchen]] im [[Saargebiet]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Schaeffler, der Mitglied der [[Hitlerjugend]] war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Oliver Haustein-Teßmer |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article3272338/Kriegsprofiteur-Schaeffler-legt-Nazi-Vergangenheit-offen.html |titel=Kriegsprofiteur: Schaeffler legt Nazi-Vergangenheit offen |werk=welt.de |sprache=de |abruf=2025-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, besuchte die [[Oberrealschule]] in [[Neunkirchen (Saar)|Neunkirchen an der Saar]], sein Abitur machte er 1936. Nach dem Wehrdienst begann er ein [[Betriebswirtschaft]]sstudium an der [[Universität Köln]], wurde nach Beginns des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] 1939 jedoch zum Kriegsdienst eingezogen. 1944, während eines Lazarettaufenthalts, machte er seinen Abschluss als Diplomkaufmann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Davistan zur Wilhelm Schaeffler AG ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Davistan|Schaeffler-Gruppe}}&lt;br /&gt;
1941 stieg Schaeffler in das von seinem Bruder Wilhelm 1940 dank der [[Arisierung]] unter Wert übernommene, ehemals [[Geschichte der Juden in Deutschland#Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945|jüdische]] Unternehmen [[Davistan|Davistan Krimmer-, Plüsch- und Teppichfabrik AG]] als Hauptaktionär ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Sie stellten die Stofffabrikation von türkischem [[Mohair]] auf [[Kunstseide]] aus [[Celluloseacetat]] um und stiegen ins Rüstungsgeschäft ein, unter anderem produzierten sie [[Brandbombe|Brandbomben]], [[Nadellager]] für Panzer, [[Matratze|Matratzen]] und [[Mantel|Mäntel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=64628275 |Autor=Nils Klawitter |Titel=Spur nach Auschwitz? |Jahr=2009 |Nr=12 |Seiten=76 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Hinweis auf Brandbomben findet sich bei Miroslaw Sikora: &amp;#039;&amp;#039;Die Waffenschmiede des „Dritten Reiches“. Die deutsche Rüstungsindustrie in Oberschlesien während des Zweiten Weltkrieges&amp;#039;&amp;#039; (Bochumer Studien zur Technik- und Umweltgeschichte, Band 3). Aus dem Polnischen übersetzt von David Skrabania. Klartext-Verlag, Essen 2014, S. 328, ISBN 978-3-8375-1190-1. Es handelte sich demnach unter anderem um Bomben des Typs &amp;#039;&amp;#039;Brand 4&amp;#039;&amp;#039;. Zu diesen siehe {{Internetquelle |url=http://michaelhiske.de/Wehrmacht/Luft/Luft/LDV_4200/SERIE_J/Blatt_08b.HTM |titel=Brand 4 CH, Brand 4 CHl, Brand 4 D/NP 30, Brand 4 Na |werk=michaelhiske.de |abruf=2020-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen setzte dabei [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] aus [[Frankreich]], der [[Sowjetunion]] und [[Polen]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cicero-Schöllgen2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gregor Schöllgen |url=https://www.cicero.de/wirtschaft/schaefflers-dunkler-schatten/39516 |titel=Schaefflers dunkler Schatten |werk=[[Cicero (Zeitschrift)|Cicero]] |datum=2009-03 |abruf=2019-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 wurde Georg Schaeffler einberufen und diente zunächst an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ost-]], später an der [[Deutsche Westfront 1944/1945|Westfront]], zuletzt im Rang eines [[Oberleutnant]]s. Im Winter 1945 verlagerte die Familie Schaeffler einen Teil der Produktionsmaschinen (zusammen mehr als vierzig Waggons voll Material und Maschinen) und 300 Mitarbeitern von Katscher aus in die US-amerikanische Besatzungszone nach [[Schwarzenhammer]] im Nordosten Oberfrankens. Nach Kriegsende kam Georg Schaeffler kurzzeitig in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Zunächst gründete er zusammen mit dem Cottbuser Unternehmer Heinz Fritsch, der bereits Teilhaber Davistans war, in einer ehemaligen Porzellanfabrik in Schwarzenhammer die Firma &amp;#039;&amp;#039;Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen Fritsch &amp;amp; Schaeffler&amp;#039;&amp;#039;, die aufgrund der Beschränkungen des alliierten [[Kontrollratsgesetz]]es übergangsweise Gebrauchsartikel aus Holz für Haus- und Landwirtschaft (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wäscheklammer]]n, [[Kochlöffel]], Holzrechen) und reparierte landwirtschaftliche Maschinen. Statt Bezahlung der Ware in bar beschaffte man sich die Rohstoffe und Betriebsmaterialien zum Teil durch Tausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach baute er zusammen mit seinem Bruder Wilhelm sowie zwei weiteren Inhabern (Fröhner und Fritsch) in Herzogenaurach, wo bisher hauptsächlich Schuhindustrie ansässig war, ab dem Frühjahr 1946 die Industriewerke Schaeffler OHG auf. Für die dort produzierten, [[Wälzkörperkäfig|käfiggeführten]] Nadellager meldete Schaeffler 1950 ein Patent an, das dem Unternehmen ein rasches Wachstum brachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das Unternehmen stellte ebenfalls zuerst noch hölzerne Produkte wie Gürtelschnallen und Knöpfe her (bis zu 15.000 Stück täglich) und verkaufte Handwagen, die in Schwarzenhammer produziert wurden. Im Juni 1946 beschlossen die Brüder den Bau einer Fabrik in Herzogenaurach für Werkzeugteile zur Produktion von Ersatzteilen für das US-Militär und deutsche Ersatzteilhersteller. Wilhelm Schaeffler wurde jedoch noch 1946 von den US-Militärbehörden verhaftet und an die polnischen Behörden überstellt; er verbrachte mehrere Jahre bis 1951 in polnischer Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen hatte zum Jahreswechsel 1946/47 bereits 149 Mitarbeiter, im Folgejahr schon knapp 200. Ab Herbst 1949 arbeitete Georg Schaeffler in Kooperation mit [[Daimler-Benz]] in Untertürkheim und den [[Adlerwerke|Adler-Motorradwerken]] in Frankfurt am Main an einer käfiggeführten Weiterentwicklung des Nadellagers. Im Februar 1951 erhielt Schaeffler von den beiden Unternehmen den ersten Auftrag, was den wirtschaftlichen Durchbruch bedeutete. Bis in die 1950er Jahre wurden daneben auch Fotoapparate gebaut. Die Schaeffler-Gruppe wurde unter der Leitung von Georg und Wilhelm Schaeffler zu einer international erfolgreichen Unternehmensgruppe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Schaeffler heiratete im Jahre 1963 [[Maria-Elisabeth Schaeffler]], 1964 wurde der Sohn [[Georg Friedrich Wilhelm Schaeffler]] geboren. Georg Schaeffler starb 1996. Seither sind seine Witwe und sein Sohn Inhaberin des Konzerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Georg Schaeffler wurde 1969 mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die [[Universität Karlsruhe]] verlieh ihm für seine Lebensleistung die [[Ehrendoktor]]würde. Die Stadt Herzogenaurach ernannte Georg und Wilhelm Schaeffler 1981 zu [[Ehrenbürger]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|522|523|Schaeffler, Georg|Richard Winkler|139497137}}&lt;br /&gt;
* Klaus-Peter Gäbelein: [http://web.archive.org/web/20090206163003/http://www.herzogenaurach.de/Buerger/Online_Archiv/heimatb1.pdf &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Schaeffler Herzogenaurach&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 207&amp;amp;nbsp;kB) In: Stadt Herzogenaurach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Herzogenauracher Heimatblatt&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 25, Nr. 18 v. 6. November 1997 (Beilage im Amtsblatt Nr. 45/1997).&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.herzogenaurach.de/Buerger/Online_Archiv/Amtsblatt_Archiv/2008/Amtsblatt_13_int-2008.pdf | wayback=20090306054039 | text=Text zum 100. Geburtstag von Wilhelm Schaeffler im &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Stadt Herzogenaurach&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 13/2008}} (PDF).&lt;br /&gt;
* [[Gregor Schöllgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Schaeffler. Biographie einer Familie und eines Unternehmens&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2021, ISBN 978-3-421-04890-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Heiner Wember: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/georg-schaeffler-unternehmer-100.html &amp;#039;&amp;#039;02.08.1996 - Todestag von Georg Schaeffler.&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR]] &amp;#039;&amp;#039;[[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. August 2016 (Podcast, 14:52 min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139497137|VIAF=101230083}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schaeffler, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor des Karlsruher Instituts für Technologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Herzogenaurach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schaeffler, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Januar 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bourdonnay]] auf Schloss Marimont&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. August 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Coburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arabsalam</name></author>
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