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	<title>Georg Sacke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:56:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Sacke&amp;diff=964371&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Literatur ergänzt</title>
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		<updated>2025-12-19T16:41:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MKBler - 717 - Georg-Sacke-Büste.jpg|mini|Georg-Sacke-Büste im ehemaligen Georg-Sacke-Klinikum Prager Straße 224 in Leipzig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Friedrich Sacke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Sakke&amp;#039;&amp;#039; geschrieben; * {{JULGREGDATUM|02|01|1902|Link=1}} in [[Chișinău|Kischinjow]], [[Bessarabien]] (heute Chișinău); † [[26. April]] [[1945]] auf dem [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] nach [[Lübeck]]) war ein deutscher [[Historiker]] mit Schwerpunkt [[Osteuropäische Geschichte]]. Er war im antifaschistischen Widerstand aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sacke wuchs als Sohn eines lettischen Vaters, der Gymnasialprofessor war, und einer [[Deutsch-Balten|deutsch-baltischen]] Mutter in Kischinjow in [[Bessarabien]] auf, das damals zum [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reich]] gehörte. Als Gymnasiast wurde er Zeuge der [[Februarrevolution 1917]] und des anschließenden [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkriegs]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sacke emigrierte nach Deutschland und studierte ab 1921 [[Geschichte]] an der [[Universität Leipzig]]. Er wurde Mitglied im Sozialistischen Studentenbund und gründete 1922 eine Ortsgruppe für die Vereinigung russischer Studenten in Deutschland mit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Riedel |Titel=Stadtlexikon Leipzig von A bis Z |Hrsg=PRO LEIPZIG |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=2 |Verlag= |Ort=Leipzig |Datum=2012 |ISBN=978-3936508031 |Seiten=520}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1925 wechselte er an die [[Karl-Ferdinands-Universität]] in Prag, wo er sich auf osteuropäische Geschichte spezialisierte, kehrte aber im Folgejahr nach Leipzig zurück. Neben dem Studium arbeitete er 1926/27 als Heizer, Gärtner, Hausmeister und Handwerker im damaligen „Krüppelheim Humanitas“.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Hölzer: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Georg Sacke. Leben und Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2002, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1927 bis 1933 war er [[wissenschaftliche Hilfskraft]], [[wissenschaftlicher Assistent|Assistent]] und schließlich [[Privatdozent]] an der osteuropäischen Abteilung des [[Institut für Kultur- und Universalgeschichte|Instituts für Kultur- und Universalgeschichte]] bei [[Friedrich Braun (Germanist)|Friedrich Braun]] in Leipzig. Sacke [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1929 zum [[Dr. phil.]], seine Dissertation befasste sich mit der Geschichtsphilosophie [[Wladimir Sergejewitsch Solowjow]]s. Danach erwarb er die deutsche Staatsbürgerschaft. Er lehrte von 1929 bis 1933 als Dozent an der [[Volkshochschule]] Leipzig, wo er Vorträge über Politik, Wirtschaft und Kultur der Sowjetunion hielt und Russischkurse leitete. Er [[Habilitation|habilitierte]] 1932 mit einer Arbeit zur Gesetzgebenden Kommission [[Katharina II.|Katharinas II.]] im absolutistischen Russland. Im selben Jahr heiratete er die Pädagogin [[Rosemarie Sacke-Gaudig|Rosemarie Gaudig]] (1904–1997), jüngste Tochter des [[Reformpädagoge]]n [[Hugo Gaudig]], ab 1949 Gründungsdirektorin der [[Arbeiter-und-Bauern-Fakultät|Arbeiter- und Bauernfakultät]] an der [[Universität Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de//jugend-familie-und-soziales/frauen/1000-jahre-leipzig-100-frauenportraets/detailseite-frauenportraets |titel=Detailseite Frauenporträts |sprache=de |abruf=2023-05-28 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehe blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Drittes Reich|nationalsozialistischen Diktatur]] waren Georg Sacke und seine Frau in Leipzig und später Hamburg aktiv am Widerstand gegen das [[NS-Regime]] beteiligt. Zusammen mit [[Maria Grollmuß]] und [[Hermann Reinmuth]] unterstützten sie politische Gefangene und deren Familien. Von der Universität wurde er am 1. April 1933 wegen „marxistischer Auffassung historischer Probleme und positiver Einstellung zur Sowjetunion“ verwiesen. Im April 1934 wurde er verhaftet und ins [[KZ Sachsenburg]] verschleppt. Nach dem Freispruch von der Anklage des [[Hochverrat]]es erfolgte im Dezember 1935 seine Entlassung aus der Haft und die Aberkennung seiner deutschen Staatsbürgerschaft. Zurück in Leipzig schloss er sich der Widerstandsgruppe um [[Alfred Frank]] an. 1940 erhielt er als Osteuropareferent am [[Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv|Hamburgischen Welt-Wirtschaftsinstitut]] eine Anstellung. Am 15. August 1944 wurde er erneut verhaftet und wurde ins [[KZ Fuhlsbüttel]] verschleppt, später ins [[KZ Neuengamme]]. 1945 wurde er auf den [[Todesmarsch]] nach [[Lübeck]] getrieben und dort ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Hallerstraße 6 (Georg Sacke) in Hamburg-Rotherbaum.JPG|mini|Stolperstein für Georg Sacke in Hamburg-Rotherbaum]]&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Das Leipziger &amp;#039;&amp;#039;Humanitas-Heim für gebrechliche Kinder&amp;#039;&amp;#039;, in dem Sacke während seines Studiums Hilfsarbeiten verrichtet hatte, erhielt 1949 den Namen „Dr.-Georg-Sacke-Heim“. Daraus ging 1953 die &amp;#039;&amp;#039;Städtische Klinik für Orthopädie und Rehabilitation „Dr. Georg Sacke“&amp;#039;&amp;#039; hervor. Diese befand sich bis 2002 in der [[Prager Straße (Leipzig)|Prager Straße]] 224 im Leipziger Stadtteil [[Probstheida]]. Im Park der Sacke-Klinik wurde 1970 ein Denkmal mit einer Bronzebüste Georg Sackes aufgestellt, die [[Hanna Studnitzka]] gestaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rita Jorek]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/frauen/1000-jahre-leipzig-100-frauenportraets/detailseite-frauenportraets/projekt/studnitzka-hanna/ Studnitzka, Hanna.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frauen machen Geschichte – Leipziger Frauenporträts&amp;#039;&amp;#039;, 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klinik für Orthopädie und Rehabilitation wurde durch das Orthopädisch-Traumatologische Zentrum des 2002 eröffneten [[Park-Klinikum Leipzig|Park-Klinikums Leipzig]] abgelöst. Dessen Klinikschule trägt den Namen „Dr.-Georg-Sacke-Schule“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.helios-gesundheit.de/kliniken/leipzig-park-klinikum/unser-angebot/unsere-fachbereiche/kjp/schule/ Dr.-Georg-Sacke-Schule], Helios Park-Klinikum Leipzig, abgerufen am 4. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem früheren Gelände der Sacke-Klinik betreibt seither der Humanitas-Verein Wohnheime für körper- und mehrfachbehinderte Erwachsene sowie körperbehinderte Kinder und Jugendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;W. S. Solowjews Geschichtsphilosophie. Ein Beitrag zur Charakteristik der russischen Weltanschauung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: Ost-Europa-Verlag, 1929.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Adel und Bürgertum in der Gesetzgebenden Kommission Katharinas II. von Russland |Sammelwerk=Jahrbücher für Geschichte Osteuropas |Band=3 |Nummer=3 |Datum=1938 |Seiten=408-417}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Adel und Bürgertum in der Regierungszeit Katharina II. von Russland |Sammelwerk=Revue belge de Philologie et d&amp;#039;Histoire |Band=17 |Nummer=3–4 |Datum=1938 |Seiten=815-852 |Online=https://www.persee.fr/doc/rbph_0035-0818_1938_num_17_3_1264}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Die Kaiserin Katharina II., Voltaire und die »Gazette de Berne« |Sammelwerk=Zeitschrift für Schweizerische Geschichte |Band=18 |Nummer=3 |Datum=1938 |Seiten=305-314}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gesetzgebende Kommission Katharinas II. Ein Beitrag zur Geschichte des Absolutismus in Rußland.&amp;#039;&amp;#039; Breslau: Priebatsch, 1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Geyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Sacke&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hans-Ulrich Wehler]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Historiker&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1972, S. 117–129.&lt;br /&gt;
* Volker Hölzer: &amp;#039;&amp;#039;Georg und Rosemarie Sacke. Zwei Leipziger Intellektuelle und Antifaschisten.&amp;#039;&amp;#039; Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Leipzig 2004, ISBN 3-89819-184-2.&lt;br /&gt;
* Volker Hölzer, Giv von Koerber: &amp;#039;&amp;#039;Georg Sacke und Lenka von Koerber&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;– ein Russlandhistoriker und eine Journalistin im Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Schippan]], Manuela Vehma (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;In der vorderen Reihe der Russlandhistoriker. Peter Hoffmann zum 100. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, Frank &amp;amp; Timme, Berlin 2025, ISBN 978-3-7329-1159-2, S. 651–696.&lt;br /&gt;
* Ronald Lambrecht: &amp;#039;&amp;#039;Politische Entlassungen in der NS-Zeit. Vierundvierzig biographische Skizzen von Hochschullehrern der Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Reihe B, Bd. 11), Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 978-3-374-02397-4, S. 160–162.&lt;br /&gt;
* Horst Riedel: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;, zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage, herausgegeben von PRO LEIPZIG, Leipzig 2012, ISBN 978-3936508031, S. 519 f.&lt;br /&gt;
* Harald Vieth: &amp;#039;&amp;#039;Von der Hallerstraße 6/8 zum Isebek und Dammtor – Jüdische Schicksale und Alltägliches aus Harvestehude – Rotherbaum in Hamburg seit der Jahrhundertwende.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag Vieth, Hamburg 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Georg Sacke|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123988926}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Volker Hölzer|123988926|Sacke (Zakke, Sakke), Georg Friedrich}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leipzig-lese.de/index.php?article_id=317 Foto von Georg Sacke und Rosemarie Sacke-Gaudig, 1943]&lt;br /&gt;
* http://www.archiv.uni-leipzig.de/wp-content/uploads/unizeitung/Jahrgang%201985/klein_18_UZ_03%2005%201985.pdf&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=12.02&amp;amp;bestandid=21820&amp;amp;_ptabs=%7B%22%23tab-gliederung%22%3A1%7D#gliederung Findbuch zum (Teil-)Nachlass von Georg Sacke im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig]&lt;br /&gt;
* [https://gedenkstaette-sachsenburg.de/biografien/georg-sacke/ Gedenkstätte Sachsenburg: Volker Hölzer über Georg Sacke]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123988926|LCCN=nr2004029259|VIAF=37839510}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sacke, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schumann-Engert-Kresse-Gruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred-Frank-Gruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Fuhlsbüttel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Hamburg-Rotherbaum ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sacke, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sacke, Georg Friedrich (vollständiger Name); Sakke Georg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Januar 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Chișinău|Kischinjow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=zwischen [[KZ Neuengamme]] und [[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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