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	<title>Georg Rörer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:12:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_R%C3%B6rer&amp;diff=337036&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-04-23T14:26:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Rörer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, latinisiert &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georgius Rorarius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]] [[1492]] in [[Deggendorf]] ([[Niederbayern]]); † [[24. April]] [[1557]] in [[Jena]]) war ein [[evangelisch]]er [[Theologe]], [[Reformator]] und [[Stenografie|Stenograf]] von [[Martin Luther]]s Predigten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Koch (Theologe)|Ernst Koch]]: Rörer (Rorarius, Rorer), Georg, in: [[Neue Deutsche Biographie]], Band 21, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2003, S. 735 – S. 736&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Rörer verbrachte seine Jugend (wahrscheinlich) in Deggendorf. 1511 begann er sein Studium in [[Leipzig]], wurde 1515 [[Baccalaureus]] und 1520 [[Magister]]. Hier lernte er spätere Weggefährten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Caspar Cruciger der Ältere|Caspar Cruciger]], kennen. 1522 setzte er sein Studium in [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] fort, wo er mit [[Martin Luther]], [[Philipp Melanchthon]] und [[Johannes Bugenhagen]] zusammentraf. 1525 wurde er [[Diakon]] an der [[Stadtkirche Lutherstadt Wittenberg|Stadtkirche]]. Seine [[Ordination]] am 14. Mai 1525 war die erste evangelische Ordination.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Krarup: &amp;#039;&amp;#039;Ordination in Wittenberg. Die Einsetzung in das kirchliche Amt in Kursachsen zur Zeit der Reformation&amp;#039;&amp;#039; (Beiträge zur Historischen Theologie 141), Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S.&amp;amp;nbsp;92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rörer heiratete am 6. Dezember 1525 Hanna (Hannchen, Hannica) Bugenhagen, die Schwester des Wittenberger Pfarrers. Sie hatten einen Sohn, Paul (* 27. Januar 1527). Als Hanna noch im selben Jahr eine Tochter tot gebar, verstarb sie wenige Stunden später am 2.&amp;amp;nbsp;November 1527 im Kindbett an der [[Pest]], die gerade in Wittenberg grassierte. Rörer zog daraufhin mit seinem Sohn und Johannes Bugenhagen in das Haus Luthers ein. Am 28. Mai 1528 heiratete Rörer eine ehemalige Nonne namens Magdalena († nach 1559)&amp;lt;ref&amp;gt;Ihr Nachname ist nicht bekannt. Jedoch dürfte es sich nicht um Margarethe von Mochau handeln, wie [[Georg Buchwald]] vermutet. Diese war mit [[Georg Major]] verheiratet.&amp;lt;/ref&amp;gt;, mit der er fünf weitere Kinder hatte: Johannes (* 9. Mai 1529), Magdalena (* 1530), Stephan (* 1532), Hanna (* 9. Januar 1537) und Anastasia († 1572; Mutter des Liederdichters [[Martin Rutilius]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1529 begleitete Rörer Luther zum Gespräch mit [[Ulrich Zwingli|Zwingli]] nach [[Marburg]]. Außer als Luthers Reisebegleiter auf dieser und anderen Reisen machte er sich durch das regelmäßige Mitschreiben von Luthers Predigten und Vorlesungen, teilweise auch [[Martin Luthers Tischreden|Tischreden]], sowie von Vorlesungen Melanchthons und Predigten Bugenhagens verdient. Er sorgte gemeinsam mit [[Caspar Cruciger der Ältere|Caspar Cruciger]] und [[Veit Dietrich]] dafür, dass Luthers mündliche Vorträge fast vollständig überliefert wurden. Da er auf Dauer den Anforderungen an ihn nicht gewachsen war, entband ihn 1537 [[Johann Friedrich I. (Sachsen)|Johann Friedrich I. der Großmütige]] von seinen kirchlichen Pflichten und beauftragte ihn offiziell mit der Dokumentation von Luthers Schaffen. Gemeinsam mit Cruciger besorgte er ab 1539 den ersten Band der Wittenberger Lutherausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Luthers Tod geriet Rörer wegen seiner Arbeitsweise unter Druck, da er in Luthers Texte „eingriff“, wobei seine Änderungen allerdings auf Luther (der inzwischen verstorben war) zurückgingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wie aus Revisionsprotokollen hervorgeht: https://www.bibelausstellung.de/home/navi1072_1785_1545-die-ausgabe-letzter-hand&amp;lt;/ref&amp;gt; 1551 verließ er Wittenberg und ging nach Dänemark, wo ihn König [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|Christian III.]] förderte. Nach der Entlassung aus der kaiserlichen Gefangenschaft berief Johann Friedrich von Sachsen Rörer 1553 nach Jena. Hier arbeitete er als Korrektor an der Jenaer Lutherausgabe mit, deren erster Band 1555 erschien. Bis zu seinem Tode wuchs die Ausgabe auf vier Bände an. Insgesamt bestand die Jenaer Lutherausgabe aus acht deutschen und vier lateinischen Bänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihn geht die momentan älteste bekannte Notiz von [[95 Thesen|Luthers Thesenanschlag]] zurück. Die Datierung ist strittig, da nicht eindeutig ersichtlich ist, ob er sie noch zu Lebzeiten Luthers oder erst nach dessen Tod, auf jeden Fall nach 1540, vorgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stenograf von Martin Luthers Predigten und Vorlesungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alphabetic shorthand by Georg Rörer (1492 - 1557) - sample text from 1527.png|mini|400px|Auszug einer Mitschrift Rörers von 1527 aus einer Vorlesung Luthers über den [[1. Brief des Johannes]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alphabetic shorthand by Georg Rörer (1492 - 1557) - sample text from 1527 - TRANSCRIPTION.png|mini|400px|Übertragung des obigen Textes von 1527]] &lt;br /&gt;
Georg Rörer war ein früherer Studiengenosse [[Caspar Cruciger der Ältere|Caspar Cruciger]]s und  erlernte von ihm die Kunst des [[Stenografie|stenografischen]] Mitschreibens von  [[Predigt]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;L. (Laurenz) Schneider, G. (Georg) Blauert: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Kurzschrift.&amp;#039;&amp;#039; Wolfenbüttel 1936, S. 44 – S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Rörers Kürzungsverfahren gleicht dem [[Caspar Cruciger der Ältere#Stenograf von Luthers Predigten und Vorlesungen|Kürzungsverfahren Crucigers]]. Der Hauptunterschied besteht jedoch im Auslassen von ganzen Wörtern und Satzteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schneider/Blauert, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem unterscheidet Rörer durch Richtung und [[Strichstärke]] der Abstriche die lateinischen Endungen &amp;#039;&amp;#039;dem, dam&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;dum&amp;#039;&amp;#039;. Auch die deutsche Endung &amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039; wie zum Beispiel im Wort &amp;#039;&amp;#039;gehen&amp;#039;&amp;#039; wird durch einen bestimmten Abstrich gekürzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Johnen]]: Geschichte der Stenographie im Zusammenhang mit der allgemeinen Entwicklung der Schrift und der Schriftkürzung. Erster Band, Berlin 1911, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1523 begann Rörer mit dem Mitschreiben von [[Martin Luther]]s Predigten&amp;lt;ref&amp;gt;Koch, S. 735&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie den Predigten seines [[Schwager]]s [[Johannes Bugenhagen]]. Diese beträchtliche Zahl der Mitschriften wurde 1894 in [[Zwickau]] und 1904 in [[Jena]] entdeckt. Die Mitschriften stammen aus der Zeit von 1523 bis 1546.&amp;lt;ref&amp;gt;Schneider/Blauert, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der weiteren Predigtmitschreiber Luthers neben Cruciger und anderen war [[Stephan Roth (Ratsherr)|Stephan Roth]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johnen, S. 293&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Kroker]]: &amp;#039;&amp;#039;Rörers Handschriftenbände und Luthers Tischreden&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Reformationsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; (A,RG) 5 (1907/08), S.&amp;amp;nbsp;337–374; 7 (1909/10), S.&amp;amp;nbsp;56–92; 8 (1910/11), S.&amp;amp;nbsp;160–180.&lt;br /&gt;
* Georg Müller: &amp;#039;&amp;#039;Rörer (Rorer, Rhörer, Rorarius), Georg&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche]]&amp;#039;&amp;#039; (RE), 3.&amp;amp;nbsp;Aufl., hrsg. von [[Albert Hauck]], Band&amp;amp;nbsp;24: &amp;#039;&amp;#039;Ergänzungen und Nachträge L–Z&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1913, S.&amp;amp;nbsp;426–432 ([https://archive.org/details/realencyklopdi24leipuoft/page/426/mode/1up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Klaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Rörer, ein bayerischer Mitarbeiter D. Martin Luthers&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; (ZBKG) 26 (1957), S.&amp;amp;nbsp;113–145.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|735||Rörer,Georg|[[Ernst Koch (Theologe)|Ernst Koch]]|100256236}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|53|480|485|Rörer, Georg|[[Eduard Jacobs]]|ADB:Rörer, Georg}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613151229/http://www.bautz.de/bbkl/r/roerer_g.shtml |autor=[[Manfred Eder]]|artikel=Rörer, Georg (Rorarius)|band=8|spalten=523-526}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Georg Rörer (1492–1557). Der Chronist der Wittenberger Reformation&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Stefan Michel und [[Christian Speer]] (Leucorea-Studien zur Geschichte der Reformation und der Lutherischen Orthodoxie 15), Leipzig 2012.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Melanchthons Briefwechsel&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 14, Personen O–R. Bearbeitet von [[Heinz Scheible]], Stuttgart–Bad&amp;amp;nbsp;Cannstatt, 2020, S.&amp;amp;nbsp;501–502.&lt;br /&gt;
* Stefan Michel: &amp;#039;&amp;#039;„… mein lieber Schwager“. Johannes Bugenhagen und Georg Rörer in ihren familiären und theologischen Beziehungen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der späte Bugenhagen&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Irene Dingel]] und [[Stefan Rhein]] (Schriften der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt 13), Leipzig 2011, S.&amp;amp;nbsp;63–73.&lt;br /&gt;
* Stefan Michel: &amp;#039;&amp;#039;Thematische Bearbeitungen der Tischreden Martin Luthers durch Georg Rörer (1392-1557). Beobachtungen zu Überlieferung und Funktion&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Martin Luthers Tischreden. Neuansätze der Forschung&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Katharina Bärenfänger, [[Volker Leppin]] und Stefan Michel (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation 71), Tübingen 2013, S.&amp;amp;nbsp;221–240.&lt;br /&gt;
* Christian Speer: &amp;#039;&amp;#039;Georg Rörer (1492–1557) in Wittenberg und Jena – Versuch einer lokalen und sozialen Verortung. Zugleich ein Beitrag über Möglichkeiten und Grenzen der Stadtbuchforschung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Das ernestinische Wittenberg: Stadt und Bewohner&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Heiner Lück]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Textband) (Wittenberg-Forschungen 2,1), Petersberg 2013, S.&amp;amp;nbsp;255–264.&lt;br /&gt;
* Nikola von Merveldt: &amp;#039;&amp;#039;Vom Geist im Buchstaben. Georg Rörers reformatorische Typographie der Heiligen Schrift&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Pluralisierung des Paratextes in der Frühen Neuzeit. Theorie, Formen, Funktionen&amp;#039;&amp;#039; (Pluralisierung &amp;amp; Autorität 15), hrsg. von Frieder von Ammon und Herfried Vögel, Münster, Berlin 2008, S.&amp;amp;nbsp;187–223.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|100256236}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|100256236}}&lt;br /&gt;
* [http://roerer.thulb.uni-jena.de/start.html Forschungsprojekt zur Sammlung Georg Rörer] auf der Website der [[Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100256236|LCCN=n/2002/79960|VIAF=37258107}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rorer, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stenograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Lutherstadt Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Martin Luther]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1492]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1557]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rörer, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rorarius, Georg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=evangelischer Theologe und Mitarbeiter Martin Luthers&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1492&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Deggendorf]] ([[Niederbayern]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. April 1557&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jena]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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