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	<title>Georg Poelchau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:43:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Poelchau&amp;diff=1261763&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Abbildung ergänzt</title>
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		<updated>2024-10-20T14:52:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abbildung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Georg Poelchau.jpg|mini|Georg Poelchau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg Johann Daniel Poelchau.jpg|mini|Georg Johann Daniel Poelchau, Lithographie, ca. 1840, Joseph Muller Collection, The New York Public Library]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Johann Daniel Poelchau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|4|7|1773|Link=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im {{Webarchiv|url=http://www.lvva-raduraksti.lv/de.html |wayback=20191029192120 |text=Taufregister der Gemeinde Kremon |archiv-bot=2022-11-06 23:34:44 InternetArchiveBot }} (lettisch: Krimulda)&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kremon (lettisch: [[Krimulda]]) bei [[Riga]]; † [[12. August]] [[1836]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutsch-Balten|deutschbaltischer]] Musiker, Privatgelehrter und [[Musikalien]]sammler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Georg Poelchau, ein Sohn des Pastors Daniel Poelchau (1731–1781), war ein Schüler von [[Georg Michael Telemann]] und studierte von 1792 bis 1796 an der [[Universität Jena|Jenaer Universität]]. Vor allem wegen seiner Leidenschaft als Musikaliensammler erlangte er Berühmtheit und fand Eingang in die Musikgeschichte. Er trug eine mehr als 2.600 Titel umfassende Musikerhandschriften-Sammlung zusammen. Seine Bachsammlung war die größte und bedeutendste, die sich jemals in Privathand befand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatsbibliothek&amp;quot;&amp;gt;Pressemitteilung der Staatsbibliothek zu Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach (1685–1750)&amp;#039;&amp;#039;, veröffentlicht am 16. Dezember 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1798 und 1813 lebte Poelchau in Hamburg, der letzten Wirkungsstätte [[Carl Philipp Emanuel Bach]]s. Er arbeitete dort als Solo-Tenor, Konzertorganisator und Gesangslehrer.&lt;br /&gt;
Nach seiner Heirat 1811 mit Amalie Henriette Manecke (1789–1817), der Tochter eines reichen Hamburger Aristokraten, widmete er sich nur noch seiner Musiksammlung. Bereits in seiner Jugend hatte Poelchau begonnen, Manuskripte zu sammeln, konzentrierte sich jedoch später auf Musik und teilte seine Sammlung in 4 Teile:&lt;br /&gt;
* Bücher über Musik vom 15. bis zum 17. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* Musikalien vom 16. bis zum 17. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* Musikalien vom 18. bis zum 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* Musikmanuskripte, Briefe und Porträts von Musikern.&lt;br /&gt;
Nach Carl Philipp Emanuel Bachs Tod erwarb er einen großen Teil seines Nachlasses, darunter das [[Altbachisches Archiv|Altbachische Archiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1813 übersiedelte Poelchau nach Berlin. Er trat 1814 in die [[Sing-Akademie zu Berlin]] unter [[Carl Friedrich Zelter]]s Leitung ein, wirkte dort zwischen 1815 und 1826 als [[Tenor (Stimmlage)|Tenor]][[solist]], begann sich zudem an Zelters Seite um die [[Bibliothek]] der Institution zu kümmern, welche Zelter in dieser Zeit insbesondere für den Gebrauch des Chores aufbaute. Durch Poelchau gelangten viele der Musikalien in die Notenbibliothek. Poelchau unternahm beträchtliche Reisen, um seine Sammlung zu erweitern und führte Briefwechsel mit anderen Sammlern, besonders mit [[Aloys Fuchs]] und [[Raphael Georg Kiesewetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er brachte auch Handschriften [[Georg Philipp Telemann]]s nach Berlin, die er als Schüler des Georg Philipp Telemann-Enkels, Georg Michael Telemann, erwerben konnte und fertigte selbst Abschriften von Werken verschiedener Komponisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zelters Tod entwickelte Poelchau gemeinsam mit [[Adolf Bernhard Marx]] in der Sing-Akademie die Pflege vor allem der Musik [[Johann Sebastian Bach]]s weiter, was 1850 auch zur Gründung der (alten) [[Bach-Gesellschaft]] und deren Hauptaufgabe, eine Gesamtausgabe der Werke Bachs vorzulegen, führte.&amp;lt;ref&amp;gt;christoph-graupner-gesellschaft.de: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Christoph-Graupner-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.christoph-graupner-gesellschaft.de/pdf/CGG_Mitteilungen_03.pdf |wayback=20071010062758 }}, Jg. 2007, S. 8–9 (PDF; 404&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Besitzer von vielen Bachmanuskripten spielte er eine bedeutende Rolle in der aufkommenden [[Bach-Renaissance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Poelchau nach Berlin kam, hatte er auch die Handschrift der [[Matthäus-Passion (J. S. Bach)|Matthäuspassion]] Johann Sebastian Bachs aus dem Nachlass dessen Sohnes Carl Philipp mit in die Stadt gebracht, in der das Werk 16 Jahre später mit der Sing-Akademie unter Leitung des zwanzigjährigen [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] seine Wiederauferstehung feierte. Die Handschrift diente jener Abschrift zur Vorlage, die Bella Salomon (geb. Itzig) ihrem Enkel Felix zu seinem 15. Geburtstag am 3. Februar 1824 geschenkt hatte&amp;lt;ref&amp;gt;R. Larry Todd: &amp;#039;&amp;#039;Die Matthäuspassion. Widerhall und Wirkung in Mendelsohns Musik&amp;#039;&amp;#039;. In: Anselm Hartinger, Christoph Wolff, Peter Wollny (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Zu groß, zu unerreichbar“. Bach-Rezeption im Zeitalter Mendelssohns und Schumanns&amp;#039;&amp;#039;. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-7651-0386-5, S. 79–97, hier S. 79f. &amp;lt;/ref&amp;gt; und aus der er am 11. März 1829 die Wiederaufführung dirigierte. Seit dem Erstdruck der Passion von 1830 diente diese [[Partitur]]handschrift (Signatur: Mus. Ms. autogr. J. S. Bach P 25) neben dem meist autographen Stimmensatz (St 110) allen kritischen und revidierten Ausgaben als Vorlage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatsbibliothek&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Exlibris Poelchaviana.jpg|mini|Exlibris der Sammlung Poelchau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Die Musikabteilung der [[Staatsbibliothek zu Berlin]] verdankt Poelchau wesentliche Substanz. Nach Poelchaus Tod gelangte dessen Sammlung nach langwierigen Verhandlungen seines Sohnes [[Hermann Poelchau|Hermann]] durch Verkauf am 25. Februar 1841 in den Besitz des „Musikalischen Archives“ an der „Königlichen Bibliothek“, der heutigen Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Bände der Sammlung Poelchau wurden mit dem eigens für diese Sammlung gestochenen [[Exlibris]] BIBLIOTHECA POELCHAVIANA versehen. 1832 hatte Poelchau selbst einen handschriftlichen Katalog seiner Bibliothek angelegt (SBB, Signatur &amp;#039;&amp;#039;Mus.ms.theor. Kat. 41&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Karen Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge einer Bach-Gesamtausgabe 1801–1865&amp;#039;&amp;#039;, S. 385.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Poelchau-Sammlung befanden sich neben zahlreichen [[Johann Sebastian Bach|Bach]]-, [[Ludwig van Beethoven|Beethoven]]- und [[Joseph Haydn|Haydn]]-[[Autograph]]en auch die ersten acht [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]-Autographe sowie die Telemanniana. Im Nachgang zu diesem bedeutenden Kauf wurde die Musikalische Abteilung gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Schneider-Kempf: &amp;#039;&amp;#039;Einführung zu „…gewaltig viel Noten, lieber Mozart!“&amp;#039;&amp;#039;, Pressemitteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, 25. Oktober 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe von Georg Poelchau befinden sich im Bestand des Leipziger Musikverlages [[Edition Peters|C.F. Peters]] im [[Staatsarchiv Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Till Reininghaus: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Wien und Berlin: Die Musiksammlung von Aloys Fuchs und Georg Poelchau im Spiegel ihrer Korrespondenz&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Sammelwerk=Wasserzeichen – Schreiber – Provenienzen. Neue Methoden der Erforschung und Erschließung von Kulturgut im digitalen Zeitalter: Zwischen Wissenschaftlicher Spezialdisziplin und Catalog Enrichment&amp;#039;&amp;#039; (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderbände, Sonderband 118), hrsg. von Wolfgang Eckardt u.&amp;amp;nbsp;a., Frankfurt a. M. 2016, S. 27–45, ISBN 978-3-465-04257-0.&lt;br /&gt;
* Karen Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge einer Bach-Gesamtausgabe 1801–1865&amp;#039;&amp;#039; (= Leipziger Beiträge zur Bachforschung, Bd. 6), hrsg. vom Bach-Archiv Leipzig. Georg Olms Verlag, Leipzig und Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12577-3.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Engler]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Poelchau in Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für Musikwissenschaft – Kongressbericht&amp;#039;&amp;#039; (GfMKB). Gesellschaft für Musikwissenschaft, Berlin 1974, S. 376–379.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Engler]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Poelchau und seine Musikaliensammlung. Ein Beitrag zur Überlieferung Bachscher Musik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Diss. phil., Universität Tübingen 1970 (Druck 1984).&lt;br /&gt;
* Paul Kast: &amp;#039;&amp;#039;Die Bach-Handschriften der Berliner Staatsbibliothek&amp;#039;&amp;#039;. Hohner, Trossingen 1958.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Altmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikabteilung der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Musikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 3 (1920–1921), S. 426–437.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikabteilung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Staatsbibliothek 1661–1961&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. VEB Verlag für Buch- und Bibliothekswesen, Leipzig 1961, S. 241–274.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|841060126}}&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000012824120|NAME=Pölchau,Georg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11954265X|VIAF=74665407}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Poelchau, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikaliensammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger klassischer Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1773]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1836]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Poelchau, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Poelchau, Georg Johann Daniel&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-baltischer Musiker, Privatgelehrter und Musikaliensammler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juli 1773&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krimulda|Kremon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. August 1836&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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