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	<title>Georg Pniower - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Pniower&amp;diff=1246884&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21038-1: Fehlenden Punkt hinzugefügt.</title>
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		<updated>2026-01-10T20:48:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlenden Punkt hinzugefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Kiefholzstr 221 (Baums) Georg Pniower.jpg|mini|[[Gedenktafel]] in [[Berlin-Baumschulenweg]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Wolf Theodor Béla Pniower&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. April]] [[1896]] in [[Breslau]]; † [[14. März]] [[1960]] in [[Berlin]]) war Gärtner, [[Landschaftsarchitekt]] und Professor für Garten- und Landeskultur in Berlin. Vor allem im Berlin der 1920er und 1930er Jahre gestaltete er Gärten avantgardistischer Villen, aber auch Kleingärten und Wohnanlagen. Er plädierte schon in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg für eine ressourcenschonende, planmäßige Landespflege. Er gilt gemeinsam mit [[Reinhold Lingner]] als wichtigster Landschaftsplaner der DDR. Da er nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost-Berlin lebte und lehrte, wurde Georg Pniower lange Zeit wenig beachtet; erst in den 1990er Jahren wurden seine Arbeiten „wiederentdeckt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Georg Pniower war ein Sohn des jüdischen Weingroßhändlers Georg Pniower (1844–1899) und der evangelischen Amalie Julie Gertrud Pniower geb. May. Er lernte ab 1911 das Gärtnerhandwerk und war danach in den städtischen Gartenverwaltungen in [[Trier]] und [[Bytom|Beuthen]] tätig. Von 1916 bis 1920 studierte Pniower mit Unterbrechungen in [[Proskau]] in Schlesien Gartenbautechnik. Seine berufliche Prägung erhielt er vor allem in der Zeit der [[Weimarer Republik]]. 1920/1921 arbeitete er im Gartenbauamt [[Hannover]] als Gartentechniker. Es folgten Weiterbildungen in Gartenschulen sowie an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]] und an der [[Kunstakademie Düsseldorf]]. Pniower wurde zum Gartenbauinspektor 1922/1923 in Proskau ausgebildet. Darüber hinaus war Pniower von 1922 bis 1925 bei den Berliner Firmen [[Baumschule Späth|Ludwig Späth]] und Hermann Rothe als leitender Gartenarchitekt tätig und arbeitete anschließend als freischaffender Garten- und Landschaftsarchitekt und Berater beim Provinzialverband der Kleingärtner von [[Groß-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1933 war Pniower Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde Pniower 1933 von den [[Nationalsozialisten]] als „[[Halbjude]]“ klassifiziert und 1935 aus der [[Reichskammer der Bildenden Künste]] ausgeschlossen, was einem Berufsverbot gleichkam, da es die Arbeit als Freiberufler unmöglich machte. Als er sein Büro auf seine Frau Ruth übertrug, die ebenfalls Landschaftsplanerin und „Arierin“ war, wurde auch sie 1936 aus der Reichskammer ausgeschlossen. Pniower emigrierte 1938 nach England. 1939 kehrte er jedoch nach Deutschland zurück und wurde für eine kurze Zeit zum Wehrdienst einberufen. Danach betrieb er ab 1940 eine Gemüsegärtnerei. 1944 wurde er verhaftet und zur Zwangsarbeit in der [[Schönow (Zehlendorf)#Spinnstofffabrik Zehlendorf|Spinnstofffabrik Zehlendorf]] verpflichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digibib.hs-nb.de/file/dbhsnb_derivate_0000001371/Bachelorarbeit-Winter-Koizumi-2012.pdf &amp;#039;&amp;#039;Exkurs: Der Gartenarchitekt Georg Wolf Theodor Bela Pniower&amp;#039;&amp;#039;], S. 32 in: Konzept zur Instandsetzung und Pflege des historischen Gartens Wildpfad 26 Berlin-Grunewald, 29. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende erhielt er von den westlichen [[Alliierte]]n in Berlin erste Aufträge und wurde 1946 zum ordentlichen Professor sowie zum Inhaber des Lehrstuhls für Gartengestaltung an der Landwirtschaftlichen Fakultät der [[Humboldt-Universität|Universität Berlin]] berufen, der sich in Berlin-Dahlem befand. 1951 verließ Pniower den Westen Berlins und baute an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] den Lehrstuhl für Gartenkunst und Landschaftsgestaltung auf. Er wurde Direktor des Instituts für Gartenkunst und Landschaftsgestaltung  an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität. Das bisherige Institutsgebäude im Dahlemer Albrecht-Thaer-Weg ging an die Technische Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Pniower Friedhof Baumschulenweg.jpg|mini|Ehrengrab von Georg Pniower auf dem [[Friedhof Baumschulenweg]]]]&lt;br /&gt;
Pniower forderte in den 1950er Jahren die Verabschiedung eines moderneren Umweltgesetzes. Er konnte sich gegen die Naturschützer, an deren Spitze der Botaniker und Pflanzensoziologe [[Hermann Meusel]] stand, aber nicht durchsetzen. 1960 wurde Pniower mit der Doktorwürde ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Pniower starb nach einem [[Herzinfarkt]] am 14.&amp;amp;nbsp;März 1960 im Alter von 63&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Forscher und Gestalter. Zum Tode von Prof. Dr. Georg Pniower&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;. 17.&amp;amp;nbsp;März 1960. S.&amp;amp;nbsp;5B.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Beisetzung erfolgte auf dem alten Teil des [[Friedhof Baumschulenweg|Friedhofs Baumschulenweg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1. S.&amp;amp;nbsp;847–8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Beschluss des [[Senat von Berlin|Berliner Senats]] ist die letzte Ruhestätte von Georg Pniower (Grablage: H3-534) seit 1999 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab des Landes Berlin]] gewidmet. Die Widmung wurde im Jahr 2021 um die übliche Frist von zwanzig Jahren verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: August 2021)&amp;#039;&amp;#039; (PDF, 2,3&amp;amp;nbsp;MB), S.&amp;amp;nbsp;59 (mit falschem Sterbedatum 14.&amp;amp;nbsp;September 1960). Auf: Webseite der [https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/friedhoefe-und-begraebnisstaetten/ehrengrabstaetten/ Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz]. Abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;Juli 2022. [https://www.parlament-berlin.de/ados/18/IIIPlen/vorgang/d18-3959.pdf &amp;#039;&amp;#039;Vorlage – zur Kenntnisnahme – Anerkennung, Verlängerung und Nichtverlängerung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, 195&amp;amp;nbsp;kB). Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache&amp;amp;nbsp;18/3959 vom 4.&amp;amp;nbsp;August 2021, S.&amp;amp;nbsp;2, 5. Abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:VolksparkWilmersdorf1.JPG|mini|Liegewiese im Volkspark Wilmersdorf]]&lt;br /&gt;
Unter Pniowers Leitung entstand ab 1930 in der [[Siemensstadt]] die Gartenanlage der Siedlung Heimat, die bis heute weitgehend originalgetreu erhalten ist. Weitere Arbeiten Pniowers in Berlin sind&lt;br /&gt;
* die Freiraumanlagen der Landhaussiedlung [[Berlin-Dahlem|Dahlem]] (1925)&lt;br /&gt;
* der Reihenhausgarten Pniower in [[Berlin-Zehlendorf|Zehlendorf]] (ab 1933)&lt;br /&gt;
* Parkanlagen [[Volkspark Wilmersdorf]] (ab 1938)&lt;br /&gt;
* die Anlagen im [[Heinrich-von-Kleist-Park]] in [[Berlin-Schöneberg]] (1945)&lt;br /&gt;
* die Anlage des Sommerblumengartens (1959) im [[Treptower Park]]&lt;br /&gt;
* der Garten des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pniower sah es als Aufgabe der Landschaftsplaner an, in den „Dienst der Volksgesundheit“ zu treten. Dabei sollten sie „die Menschen ausreichend mit Luft, Licht, Sonne und Bewegungsraum (…) versorgen und dadurch die Krankheitsbereitschaft und die Verbreitung typischer Zivilisationsseuchen (…) vermindern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Giese, Siegfried Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Georg Béla Pniower – Leben und Werk eines bedeutenden Garten- und Landschaftsarchitekten. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 2005, ISBN 3-86005-465-1.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Wolschke-Bulmahn]], [[Peter Fibich]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Sonnenrund zur Beispiellandschaft.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Grünplanung und Gartenarchitektur, Hannover 2004, ISBN 3-923517-60-2.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schäche]]: &amp;#039;&amp;#039;Siemensbauten in Siemensstadt – Wohnsiedlungen.&amp;#039;&amp;#039; Konopka, Berlin 1995.&lt;br /&gt;
* [[Willi Oberkrome]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Heimat. Nationale Konzeption und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und Thüringen (1900–1960).&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2004, ISBN 3-506-71693-X.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=georg-bela-pniower|lemma=Pniower, Georg Bela|autor=Volker Wagner [mit unzutreffender Angabe zum Vater]|band=2|idNum=2677}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Windbarriere – eine Arbeit für Georg Pniower&amp;#039;&amp;#039;, ein Landschaftskunstprojekt von Wieland Krause, Katalog, Kunstverein Röderhof, wortraum Edition 2001, ISBN 3-936174-02-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129886807}}&lt;br /&gt;
* Nachlassteil im [[Universitätsarchiv der Technischen Universität Dresden|Universitätsarchiv der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129886807|VIAF=25695652}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pniower, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsarchitekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pniower, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pniower, Georg Wolf Theodor Béla (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Landschaftsarchitekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. März 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-21038-1</name></author>
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