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	<title>Georg Petschek - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T18:31:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Petschek&amp;diff=526831&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Johannes Feichtinger; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-25T21:42:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Johannes Feichtinger; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Petschek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Juli]] [[1872]] in [[Kolín]], [[Königreich Böhmen]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[5. September]] [[1947]] in [[Cambridge (Massachusetts)|Cambridge]], [[Massachusetts]], [[USA]]) war ein [[österreich]]ischer [[Rechtswissenschaft]]ler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Georg Petschek wuchs in gutsituierten Verhältnissen auf. Sein Großvater war der [[Kolin]]er Textilhändler Israel Petschek, dessen Söhne den wirtschaftlichen Grundstein der [[Petschek (Familie)|Unternehmensdynastie Petschek]] legten. Georg Petscheks Vater, Samuel ben Israel Petschek (1825–1890), setzte den Textilhandel der Familie fort und besaß in Kolin eine große [[Galanteriewaren|Galanterie-]] und [[Meterware|Schnittwarenhandlung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Fiala: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Oesterreichisches Handels- und Fabriks-Adressbuch.&amp;#039;&amp;#039; Leopold Sommer, 1868, S. 300.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Mutter, Josefine Petschek, geborene Führt (1835–1891), entstammte zwei ebenfalls wirtschaftlich erfolgreichen Koliner Unternehmerfamilien. Er hatte zwei ältere Geschwister: Richard Petschek (1863–1933) und Regina Petschek (1865–1901).&amp;lt;ref&amp;gt;Jaroslav Češpiva (Chefredakteur): &amp;#039;&amp;#039;Petschkové.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Velimské noviny&amp;#039;&amp;#039; No. 162, Opec Velim, 2008, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mark Petschek&amp;quot;&amp;gt;Weitere Angaben und Recherchen von Mark Petschek über Georg Petschek und offizielle Todesanzeigen von Verwandten auch unter geni.com.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schulzeit absolvierte er am Kaiserlich-Königlichen Staats-Untergymnasium in Prag–Neustadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Chevalier: &amp;#039;&amp;#039;Vierter Jahresbericht des K.K. Staats-Untergymnasiums in Prag–Neustadt.&amp;#039;&amp;#039; Rohliček &amp;amp; Sievers, 1885, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Matura]] studierte Petschek von 1890 bis 1894 [[Rechtswissenschaft]]en an der deutschen [[Karl-Ferdinands-Universität]] in Prag, wo er im Jahr 1896 zum [[Dr. iur.]] promovierte. Nach [[Gerichtspraxis]] sowie Studien in [[Halle (Saale)|Halle]] und Leipzig [[Habilitation|habilitierte]] er im Jahr 1902 in Prag mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Zwangsvollstreckung in Forderungen nach österreichischem Recht&amp;#039;&amp;#039;. 1904 erfolgte seine Ernennung zum [[Titularprofessor]]. Ab 1907 wirkte Petschek zunächst als [[Professor#Außerordentliche Universitätsprofessuren|außerordentlicher Professor]] und ab 1910 als [[Professor#Ordentliche Universitätsprofessuren|ordentlicher Professor]] an der deutschsprachigen [[Universität Czernowitz]], zeitweise auch als [[Dekan (Hochschule)|Dekan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Olechowski u.a.&amp;quot;&amp;gt;Thomas Olechowski, Tamara Ehs, Kamila Staudigl-Ciechowicz: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, 1918–1938.&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R unipress, 2014, S. 76, 411–419.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juli 1908 heiratete er in der Prager [[Maisel-Synagoge]] Elisabeth Elly Kornfeld, die Tochter des Prager Fabrikanten Friedrich Kornfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zei&amp;amp;datum=19080709&amp;amp;seite=7&amp;amp;zoom=33 Die Zeit vom 9. Juli 1908, S. 7: Vermählung] [[ANNO – AustriaN Newspapers Online|ANNO]], abgerufen am 27. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag Elizabeth Elly Petschek (Kornfeld) unter [[Geni.com]], abgerufen am 27. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Todesanzeige Friedrich Kornfeld unter Geni.com, abgerufen am 27. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Edith Petschek, die am 14. Mai 1914 im Alter von viereinhalb Jahren verstarb, und [[Kurt Petschek]] (1913–1973), der später in den USA ebenfalls Rechtswissenschaften an Universitäten lehrte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wien Museum&amp;quot;&amp;gt;[http://www.wienmuseum.at/fileadmin/user_upload/PDFs/Restitutionsbericht_2009.pdf Restitutionsbericht 2009, S. 42.] [[Wien Museum]], abgerufen am 10. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mark Petschek&amp;quot;/&amp;gt; Vermutlich [[Konversion (Religion)|konvertierte]] Georg Petschek in Czernowitz vom jüdischen zum  römisch-katholischen  Glauben; der Soziologe [[Christian Fleck]] charakterisierte Petschek zu dieser Zeit als Zugehörigen einer Gruppe katholisch-konservativer Professoren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Marte, Helmut W. Lang (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biblos. Österreichische Zeitschrift für Buch- und Bibliothekswesen, Dokumentation, Bibliographie, und Bibliophilie, Band 50.&amp;#039;&amp;#039; Phoibos-Verlag, 2001, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Mühlberger, Thomas Maisel, Johannes Seidl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Archivs der Universität Wien. Band 20.&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R unipress, 2014, S. 76, Fußnote 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Zerfall Österreich-Ungarns|Zerfalls Österreich-Ungarns]] und der damit verbundenen Vertreibung der deutschsprachigen Professoren aus Czernowitz emigrierte Petschek im Frühjahr 1919 mit seiner Familie nach Wien. Von der neuen österreichischen Regierung wurde er ab dem 1. März 1920 als [[Privatdozent]] für [[Zivilverfahrensrecht (Österreich)|Zivilgerichtliches Verfahrensrecht]] an der [[Universität Wien]] weiterbeschäftigt, wofür er jedoch erneut habilitieren musste. Neben Petschek wurde das Fach durchgehend von 1920 bis 1938 noch von vier anderen Privatdozenten an der Wiener Universität gelehrt: [[Hans Sperl]], [[Gustav Walker]], [[Rudolf Pollak]] und [[Hans Schima]] (sen.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Olechowski u.a.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Österreich üblich, durfte Petschek den im Jahr 1910 verliehenen Berufungstitel &amp;#039;&amp;#039;Ordentlicher Professor&amp;#039;&amp;#039; weiterhin führen. Er war jedoch kein Angehöriger des Professorenkollegiums der Wiener Universität, wogegen Petschek beim [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] erfolglos Klage einreichte. Laut Urteil des Gerichtshofs vom 20. April 1926 bestand seine Zugehörigkeit zur Wiener Universität nur darin, dass er an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät als Privatdozent habilitiert war. Damit besaß er zwar einen wirksamen [[Lehrauftrag]] im Staatsdienst, jedoch keine [[Lehrdeputat|Lehrverpflichtung]] und keine ausdrückliche Bezeichnung seiner Zugehörigkeit zu einer österreichischen Hochschule.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&amp;amp;datum=19260421&amp;amp;query=%22Petschek%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=4 &amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 21. April 1926, Urteil Gerichtssaal, Verfassungsgerichtshof, S. 4.] ANNO, abgerufen am 23. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1925 gab Petschek das &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisches Zentralblatt für die juristische Praxis|Österreichische Zentralblatt für die juristische Praxis]]&amp;#039;&amp;#039; heraus, wo er auch selbst [[Oberster Gerichtshof (Österreich)|OGH-Entscheidungen]] kommentierte. 1928 veröffentlichte er eine viel beachtete Sammlung von schwierigen zivilprozessualen Rechtsfällen zu Übungszwecken; 1931 vollbrachte er das „[[Kabinettstück]]“, das gesamte österreichische Zivilprozessrecht für das &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Rechtswissenschaften&amp;#039;&amp;#039; auf 39 Seiten darzustellen. Der Arbeits- und Schreibstil von Georg Petschek wurde als äußerst exakt und [[Pedant|penibel]] beschrieben, was nach Angaben einiger seiner Fachkollegen manchmal zu Lasten der Verständlichkeit und Lesbarkeit ging. Er führte zahlreiche neue [[Rechtsbegriff]]e ein, die unverändert noch heute Anwendung finden, so etwa „Rechtsschutzfähigkeit“, „relative Unbeachtlichkeit“ oder „Bindungskonflikt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Olechowski u.a.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1938 übte Petschek durch viele [[wissenschaftliche Publikation]]en sowie durch kritische und scharfsinnige [[Texterörterung]]en höchstgerichtlicher Entscheidungen maßgeblichen Einfluss auf die Rechtsprechung des OGH aus. Im Grenzgebiet zum Verfassungsrecht zeigte er durch seine Lehre neue Wege und war darüber hinaus maßgeblich an der prozessualen Rechtsentwicklung in der [[Tschechoslowakei]] beteiligt. Petscheks systematische Darstellungen über den österreichischen Zivilprozess, das österreichische Zwangsvollstreckungsrecht und das österreichische Insolvenzrecht wurden erst nach seinem Tod in vollem Ausmaß ersichtlich. Er gilt als verspäteter, aber umso konsequenterer Vertreter einer österreichischen Modifikation der Lehre vom [[Rechtsschutz]]anspruch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_P/Petschek_Georg_1872_1947.xml Petschek, Georg (1872–1947), Jurist] Österreichisches Biographisches Lexikon, abgerufen am 12. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] verloren alle fünf im Fach &amp;#039;&amp;#039;Zivilverfahrensrecht&amp;#039;&amp;#039; an der Wiener Universität tätigen Privatdozenten ihre [[Lehrbefähigung|Lehrbefugnis]] und wurden in den dauerhaften Ruhestand mit [[Pension (Altersversorgung)#Österreich|Ruhegenuss]] versetzt. Einerseits hatten Petschek, Sperl, Walker und Pollak das Pensionsalter ohnehin bereits überschritten, anderseits war jeder von ihnen – wenigsten zum Teil – jüdischer [[Abstammung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Olechowski u.a.&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?apm=0&amp;amp;aid=dra&amp;amp;datum=19380004&amp;amp;seite=00000607&amp;amp;zoom=2 Reichsgesetzblatt Nr. 87 vom 1. Juni 1938] [[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online]], abgerufen am 12. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Zwangspensionierung am 22. April 1938 beantragte und erlangte Petschek eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zur legalen ständigen Ausreise und emigrierte noch im selben Jahr über ein [[Immigration Act of 1924#Quota-Visa und Non-Quota-Visa|Non-quota-Visum]] in die USA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johannes Feichtinger&amp;quot;&amp;gt;[[Johannes Feichtinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft zwischen den Kulturen. Österreichische Hochschullehrer in der Emigration 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, 2001, S. 306 – 307, inkl. Fußnote 1 auf beiden Seiten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wurde Personen, die das 60. Lebensjahr überschritten hatten, in den Vereinigten Staaten nur Aufnahme gewährt, wenn Dritte deren Unterhalt garantierten. Gut situierte Verwandte in New York bürgten für Petschek und nach der Zahlung großzügiger Spenden beschäftigte ihn die [[Harvard University]] für das Studienjahr 1940/41 als sogenannten &amp;#039;&amp;#039;National Research Associate&amp;#039;&amp;#039; – eine Phantasiebeschreibung für eine Gruppe von betagten Exil-Professoren, die keine anderweitigen Beschäftigungen an Universitäten in den USA erhielten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johannes Feichtinger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich bekam Petschek lediglich ein Büro in der Bibliothek der [[Harvard Law School]] zugewiesen, jedoch keinerlei Vergütung. Er war offiziell nicht mit dem Wissenschaftssystem der Universität verbunden, geschweige als Lehrkraft zugelassen. Dies entsprach Harvards Politik gegenüber Flüchtlingen. Allgemein nutzten US-amerikanische Universitäten nur vorübergehend die Gelegenheit, einige der führenden Köpfe des deutschsprachigen „Wissenschaftswesens“ für sich zu gewinnen. Im Laufe der Zeit kamen sie zu der Erkenntnis, dass jüngere Emigranten besser in der Lage waren, „amerikanische“ Praktiken des Rechtsunterrichts und der Wissenschaft zu übernehmen, als ihre älteren Kollegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kyle Graham: [http://digitalcommons.law.scu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1523&amp;amp;context=facpubs &amp;#039;&amp;#039;The Refugee Jurist and American Law Schools, 1933–1941.&amp;#039;&amp;#039; Faculty Publications, Santa Clara University School of Law, 2001, S. 810 f.] Santa Clara Law Digital Commons, abgerufen am 12. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petschek war sich der Situation früh bewusst und gab sich keinerlei Illusionen hin. Schon am 1. Juni 1939 hielt er in einem Brief an den Harvard-Professor James M. Landis fest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Viele von den Nationalsozialisten vertriebene Gelehrte unterliegen einem fundamentalen Missverständnis hinsichtlich der Gründe für eine Anstellung an US-amerikanischen Universitäten. Diese haben jedoch kein Interesse an deutschen Professoren, sie stellen lediglich eine billige Erweiterung des Lehrangebotes dar. Nicht wenige geflüchtete Wissenschaftler glauben weiterhin, dass die amerikanischen Interessen an der gemeinsamen Sache der Rechtswissenschaft und dem wissenschaftlichen Ruf ihres Heimatlandes ihnen ihre Ernennung in den USA einbringt. Dieser Glauben enthält jedoch zwei fehlerhafte Annahmen: Erstens hoffen amerikanische Rechtsprofessoren möglicherweise immer noch, Ähnlichkeiten zwischen den Rechtsordnungen festzustellen; und zweitens, dass das Wort &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; immer noch die magische Anziehungskraft unter den Rechtsfakultäten besitzt, die es Ende des 19. Jahrhunderts innehatte. Durch den Niedergang der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland sind amerikanische Professoren jedoch daran interessiert, ihre Gesetze, Institutionen und Ansätze vom deutschen Beispiel zu unterscheiden.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politisches Denken. Jahrbuch 2003.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 2016, S. 76, inkl. Fußnote 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war ihm klar, dass die &amp;#039;&amp;#039;Law Schools&amp;#039;&amp;#039; in erster Linie daran Interesse zeigten, ihre eigene professionelle Identität, die sich bis zum Ende der 1920er Jahre am Vorbild des deutschen und österreichischen Rechtsprofessors orientiert hatte, von diesem zu emanzipieren. Besondere Qualifikationen konnten insofern für geflüchtete Wissenschaftler zum Problem werden. Letztlich blieb Petschek nach Beendigung seiner kurzen Tätigkeit als „Nationaler Forschungsmitarbeiter“ in [[Cambridge (Massachusetts)]] sesshaft und verfasste die letzten Jahre seines Lebens zwei [[monographisch]]e Studien: eine über österreichisches zivilgerichtliches Verfahren und eine andere über österreichisches und tschechisches Insolvenzrecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johannes Feichtinger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dessen Veröffentlichung erlebte er nicht mehr. Georg Petschek erlag am 5. September 1947 im Alter von 75 Jahren zuhause in seinem Studierzimmer einem [[Schlaganfall]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Olechowski u.a.&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://portal.dnb.de/bookviewer/view/1026563372#page/9/mode/1up Sammlung Exilpresse Digital: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 13, Nr. 38] [[Deutsche Nationalbibliothek]], abgerufen am 12. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abfindung des materiellen Klagsanspruchs nach österreichischem Civilprocessrecht.&amp;#039;&amp;#039; Manz, Wien 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Entlohnungsanspruch des Armenanwalts nach Österreichischem Recht.&amp;#039;&amp;#039; Alfred Hölder, Wien 1906.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zivilprozeßrechtliche Studien zum Entwurfe eines Gesetzes, betreffend den Schutz gegen unlauteren Wettbewerb.&amp;#039;&amp;#039; Manz, Wien 1907.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Einhebung von Geldstrafen und anderen Beträgen durch die Gerichte.&amp;#039;&amp;#039; Manz, Wien 1915.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Feststellung von Forderungen gegenüber dem Schuldner im Konkurs und im Ausgleichsverfahren.&amp;#039;&amp;#039; M. Perles, Wien 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rechtsfälle für Übungen von Studierenden und von Anwärtern juristischer Berufe. Bd. 3, Abt. 1 Rechtsfälle aus dem Zivilprozeßrecht.&amp;#039;&amp;#039; Perles, Wien 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entwürfe von Zivilprozessgesetzen für die Tschechoslowakei.&amp;#039;&amp;#039; [[Reichenberg]], Gebr. Stiepel, 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zivilprozessrechtliche Streitfragen.&amp;#039;&amp;#039; Perles, Wien 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der österreichische Zivilprozess.&amp;#039;&amp;#039; Manz, Wien 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das österreichische Zwangsvollstreckungsrecht.&amp;#039;&amp;#039; Manz, Wien 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Petschek family|Familie Petschek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117702927|LCCN=no/93/33128|VIAF=47546678}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Petschek, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Petschek|Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Czernowitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Petschek, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Rechtswissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Juli 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kolin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. September 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Cambridge (Massachusetts)|Cambridge]], [[Massachusetts]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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