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	<title>Georg Lunge - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ETH-BIB-Lunge, Georg (1839-1923)-Portrait-Portr 00184.jpg|mini|Georg Lunge]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Lunge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. September]] [[1839]] in [[Breslau]]; † [[3. Januar]] [[1923]] in [[Zürich]]) war ein deutscher [[Chemiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Vater, Heinrich Lunge, war Kaufmann; er schickte seinen Sohn Georg 1848 auf das Breslauer [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]], das dieser 1856 –&amp;amp;nbsp;erst 16&amp;amp;nbsp;½ Jahre alt&amp;amp;nbsp;– mit dem [[Abitur]] verließ. Georg Lunge studierte anschließend an der [[Universität Breslau]] Chemie unter [[Carl Löwig]]. Er [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1859 unter der Anleitung von [[Ferdinand Cohn]] mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;De fermentatione alcoholica&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Academictree |chemistry |93742|Name=Georg Lunge |Datum=1. Januar  2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, um dann in [[Universität Heidelberg|Heidelberg]] seine Studien unter [[Robert Bunsen]] fortzusetzen. Wieder zurück in [[Schlesien]], widmete er sich 1860 Aufgaben in der stark wachsenden [[Chemische Industrie|Chemischen Industrie]]. Um weitere Erfahrungen zu sammeln, ging er 1864 nach [[England]]. In der Nähe von [[Newcastle upon Tyne|Newcastle]] wurde er Direktor einer neu gegründeten Sodafabrik. Die 1869 geschlossene Ehe mit der Tochter des Fabrikbesitzers wurde 1895 geschieden. Aus dieser Verbindung entstammten drei Söhne und drei Töchter.&lt;br /&gt;
Zwischen 1876 und 1907 war Lunge Professor für [[technische Chemie]] an der Eidgenössischen Polytechnischen Schule in Zürich. Dort unterrichtete er in Färberei, Bleicherei, Baustoffe, Keramik, Glas, Metallurgie. Bis 1916 war Lunge noch wissenschaftlich tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Die industrielle Herstellung von [[Natriumcarbonat|Soda]] mit allen ihren nutzbaren Nebenprodukten entwickelte sich zur Schlüsselindustrie der [[Anorganische Chemie|anorganischen Großchemie]]. Die technische Fabrikation von Soda wurde zur großen Aufgabe der Forschung Lunges. Mit einer Reihe von Aufsätzen in englischen und deutschen Fachzeitschriften machte sich Lunge einen Namen als technischer Chemiker. Im Jahre 1876 folgte er –&amp;amp;nbsp;mit Unterstützung von [[Heinrich Caro]]&amp;amp;nbsp;– dem Ruf zum [[Professor]] für technische Chemie an der [[ETH Zürich]]. In zahlreichen Beiträgen befasste sich Lunge sowohl mit technischen Prozessen als auch mit Analysen.&lt;br /&gt;
Lunge und Mitarbeiter untersuchten die industrielle Herstellungen der wichtigen Säuren [[Schwefelsäure]], Salpetersäure. Lunge entwickelte auch ein Verfahren (Ausfrieren) zur Gewinnung von konzentrierter Schwefelsäure, das jedoch in der Technik bald durch das [[Kontaktverfahren]] ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Liste der Nobelpreisträger für Chemie|Nobelpreisträger für Chemie]] von 1918, [[Fritz Haber]], arbeitete an der ETH Zürich als sein Assistent. Lunges langjähriger Assistent [[Karl Heumann (Chemiker)|Karl Heumann]] (1850–1894) begann bei Lunge seine Untersuchungen zur Synthese des [[Indigo]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bedeutender Autor bereicherte Lunge die naturwissenschaftliche Literatur auch mit vielen Standardwerken. Mit seinen Abhandlungen über &amp;#039;&amp;#039;Die Industrie des Steinkohlentheers und des Ammoniaks&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Destillation des Steinkohlentheers&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schwefelsäure und Alkali&amp;#039;&amp;#039; begründete er seine Position als höchste Autorität auf diesem Gebiet. Weitere wichtige Bücher waren &amp;#039;&amp;#039;Das Handbuch der Sodaindustrie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch für die chemische Großindustrie&amp;#039;&amp;#039;. Eine Bibliographie seiner Veröffentlichungen nennt fast 700 Titel. &amp;#039;&amp;#039;Chemisch-technische Untersuchungs-Methoden&amp;#039;&amp;#039;, zu denen er beitrug, erhielten ihre Bestätigung durch seine Untersuchungen zur technischen Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm ist [[Lunges Reagenz]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebel&amp;quot;&amp;gt;[[Siegfried Ebel|S. Ebel]] und [[Hermann Josef Roth|H. J. Roth]] (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Pharmazie&amp;#039;&amp;#039;, Georg Thieme Verlag, 1987, S. 405, ISBN 3-13-672201-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
benannt, ein Nachweismittel in der anorganischen Analytik für Nitrit und Nitrat. In der verfahrenstechnischen [[Analytik]] führte er [[Methylorange]] (vorher war nur [[Lackmus]] verwendet worden) als [[Indikator (Chemie)|Indikator]] für die [[Alkalimetrie]] ein.&lt;br /&gt;
Lunge überprüfte die Konzentrationen von Säuren, Laugen und Salzlösungen in der Technik durch Dichtemessungen mit einem [[Aräometer]], seine sehr genauen Tabellenwerke dienten späteren Chemikern als wichtige Hilfsquelle. Für viele Stoffanalysen (Nitrate, Karbonate, Wasserstoffperoxid) entwickelte er auch gasvolumetrische Verfahren (&amp;#039;&amp;#039;Lungesche Gasvolumeter&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem von ihm an der ETH Zürich entwickelten chemisch-technischen Praktikum wurde die Verknüpfung zwischen Forschung und Praxis hergestellt. In dem Tonwarenfabrikanten [[Kommerzienrat]] [[Ludwig Rohrmann]] in [[Krauschwitz (Sachsen)|Krauschwitz (Oberlausitz)]] hatte Lunge einen Partner gefunden, der ihm die für seine Forschungsarbeiten geeigneten Apparaturen und Behälter herstellen konnte. Rohrmann fertigte seit etwa 1880 in seiner Tonwarenfabrik säurefestes [[Steinzeug]] für die [[Chemische Industrie]] und erhielt dafür auf Industrie-Ausstellungen immer wieder Auszeichnungen. Die zwei entwickelten und patentierten zum Beispiel den &amp;#039;&amp;#039;Lunge-Rohrmann Plattenturm&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 erfolgte die Emeritierung Georg Lunges. Anlässlich seines 70. Geburtstages begründete er in Zürich eine [[Stiftung]], die seinen Namen trägt und deren Aufgabe die Förderung begabter Chemie-Ingenieure ist. Im Jahr 1888 wurde Lunge zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt. 1918 erhielt Lunge die [[Ehrendoktor]]würde der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität|Universität Frankfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Grabstätte befindet sich auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Destillation des Steinkohlentheers und die Verarbeitung der damit zusammenhängenden Nebenproducte&amp;#039;&amp;#039;. Vieweg, Braunschweig 1867&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Soda-Industrie und ihrer Nebenzweige.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Vieweg, Braunschweig 1879&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch für die Soda-, Pottaschen- und Ammoniak-Fabrikation. Hrsg. im Auftrag des Vereins Deutscher Sodafabrikanten und unter Mitwirkung der Commissions-Mitglieder&amp;#039;&amp;#039; [[Ignatz Stroof]] u.&amp;amp;nbsp;a. Springer, Berlin 1883-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|522|523|Lunge, Georg|C. Priesner|117316490}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|10|1008|spezialkapitel=Lunge|kapiteltext=Lunge, Georg}}&lt;br /&gt;
* Jahresbericht 1856 des Gymnasiums zu St. Maria Magdalena in Breslau.&lt;br /&gt;
* E. Bosshard: &amp;#039;&amp;#039;Georg Lunge&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der großen Chemiker&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Verlag Chemie GmbH, 1974, ISBN 3-527-25021-2, S. 351–360,&lt;br /&gt;
* [[Lexikon bedeutender Chemiker]] von Winfried R. Pötsch (Federführung); Annelore Fischer; Wolfgang Müller. Unter Mitarbeit von [[Heinz Cassebaum]]. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, ISBN 3-323-00185-0, S. 284–285.&lt;br /&gt;
* {{HLS|31512|Georg Lunge|Autor=Erwin Neuenschwander}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://library.ethz.ch/standorte-und-medien/plattformen/kurzportraets/georg-lunge-1839-1923.html Kurzporträt] der ETH-Bibliothek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117316490|LCCN=n91015506|VIAF=5033673}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lunge, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (ETH Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fritz Haber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lunge, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. September 1839&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Januar 1923&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lazy1986</name></author>
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