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	<title>Georg Ludwig Lehnes - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>131.188.3.227: /* Schriften */</title>
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		<updated>2023-05-04T21:02:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Ludwig Lehnes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. April]] [[1799]] in [[Aurachtal|Neundorf]]; † [[9. Dezember]] [[1849]] in [[Höfen (Herzogenaurach)|Höfen]]) war ein deutscher [[Archivar|Archivschreiber]] und veröffentlichte zwischen 1833 und 1841 fünf Abhandlungen zur [[Franken (Region)|fränkischen]] [[Regionalgeschichte]]. Die Werke des frühen [[Heimatforscher]]s werden bis in die Gegenwart als wertvolle Grundlagen der heimatgeschichtlichen Forschung angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Ludwig Lehnes wurde am 17. April 1799 als zweiter Sohn von „ganz armen Eltern“ in Neundorf (Gemeinde [[Aurachtal]]) bei [[Herzogenaurach]] in [[Mittelfranken]] geboren. Unter seinen Vorfahren befanden sich lutherische [[Exulanten]] aus dem [[niederösterreich]]ischen [[Waldviertel]], die um 1700 in die Region um [[Ansbach]] eingewandert waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise geht der [[Familienname]] des [[Historiker]]s auf einen Schreib- oder Lesefehler zurück. Seine beiden Brüder wurden unter dem Familiennamen „Lehner“ in die Register eingetragen. Dieser Name ist noch bis in die Gegenwart um Herzogenaurach verbreitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1822 diente Lehnes als [[Wehrpflichtiger]] in der königlich bayerischen Armee. Bereits 1825 wurde er allerdings „wegen Kränklichkeit“ aus dem eigentlich sechsjährigen [[Wehrdienst]] entlassen. 1822 begann er zusätzlich in [[Erlangen]] ein Studium der Fächer [[Geschichte]], [[Mathematik]], [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Kameralwissenschaft]] ([[Verwaltung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Militärzeit wurde Lehnes für drei Jahre bei der Regierung des Mittelmainkreises angestellt und wechselte anschließend an das Landgericht [[Neustadt an der Aisch]]. Der dortige Landrichter stellte ihm am 30. November 1833 ein sehr gutes Zeugnis aus. Lehnes war nach Matthias Salomon Schnizzer (1708) der zweite Chronist der Stadt Neustadt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Döllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; 1950; 2. Auflage, Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836/37 wurde er nach [[Rentweinsdorf]] bei [[Ebern]] versetzt, um dort das Familienarchiv der Freiherren von [[Rotenhan (Adelsgeschlecht)|Rotenhan]] zu ordnen. Der Schlossherr [[Julius von Rotenhan]] bescheinigte ihm später in seiner Familienchronik, er habe das „Geschäft“ gut vollendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wechselte Lehnes am 1. Dezember 1837 an die Archivkanzlei des Königlichen Archivs in Nürnberg (jetzt: [[Staatsarchiv Nürnberg]]). Als Scribent (Schreiber) wurde ihm dort nur der kärgliche Lohn von 45 Kreuzern für jeden Arbeitstag ausbezahlt. Ein Zeugnis berichtet dennoch von „Diensteifer trotz Nahrungssorgen“ und bescheinigt „unverdrossenes Ausharren“. Das Dokument schließt mit dem Gesamturteil: „Befriedigt jede Erwartung und studiert sehr fleißig im Fach Geschichte“. Nach einer weiteren günstigen Beurteilung („in jeder Hinsicht sehr empfehlenswert“) im Jahr 1839 wurde ihm der Titel „Archivfunktionär“ zuerkannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1847 erhielt Lehnes die zweite Offiziantenstelle am Königlichen Archiv Bamberg (jetzt: [[Staatsarchiv Bamberg]]). Nur etwa zwei Jahre später starb Georg Ludwig Lehnes am 9. Dezember 1849 in Höfen bei Neudorf. Er wurde nur 50 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 stellte Günter Lipp ([[Kreisheimatpfleger]] [[Landkreis Haßberge]]) anlässlich des Reprints der &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Baunachgrundes&amp;#039;&amp;#039; einen knappen Lebenslauf des Chronisten zusammen. Als Hauptquellen dienten Lipp die [[Personalakte]] von Lehnes im [[Bayerisches Hauptstaatsarchiv|Bayerischen Hauptstaatsarchiv]] in [[München]] und im [[Staatsarchiv Nürnberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Arbeiten von Georg Ludwig Lehnes enthalten einige zeitbedingte Fehlinterpretationen, etwa zur [[Toponomastik|Ortsnamenkunde]]. Als Kind seiner [[Slawophilie|slawophilen]] Epoche wies er insbesondere einigen [[Ortsname]]n im [[Baunach (Fluss)|Baunachtal]] fälschlicherweise einen [[Slawen|slawischen]] Ursprung zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Unkorrektheiten sind die Werke des Chronisten unverzichtbare Quellen zur fränkischen Regionalgeschichte, die teilweise als Nachdrucke wieder leichter zugänglich gemacht wurden. Als Archivbeamter hatte Lehnes direkten Zugang zu den ortsgeschichtlichen [[Akte]]n in bedeutenden öffentlichen und privaten Archiven.  Besondere Verdienste erwarb er sich bei der Neuordnung des Schlossarchives in Rentweinsdorf. Neben den Schriftquellen bezog Lehnes auch die [[Sage|Volkssagen]] und [[Legende]]n in seine Forschungen ein und besuchte die zahlreichen Geschichtsdenkmäler der Region. Aus heutiger Sicht wirkt die Arbeitsweise dieses frühen Heimatchronisten erstaunlich modern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Nachrichten von den Orten und ehemaligen Klöstern Riedfeld, Münchsteinach und Birkenfeld&amp;#039;&amp;#039;. Neustadt an der Aisch 1833 [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10386875?page=7 Digitalisat] bei [[Münchener Digitalisierungszentrum]]&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=KeVWAAAAcAAJ &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Neustadt an der Aisch. Eine Denkschrift an die vor zweihundert Jahren geschehene Niederbrennung&amp;#039;&amp;#039;].  Neustadt an der Aisch 1834 (Nachdruck  Neustadt an der Aisch 1921)&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der protestantischen Pfarrei und des ehemaligen Benedictiner-Klosters Münchaurach, Königlichen Landgerichts Herzogenaurach, Decanats Markt Erlbach. Mit Beilagen.&amp;#039;&amp;#039;  Neustadt an der Aisch 1837 ([https://books.google.de/books?id=b8dCAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Aurach-, Fembach-, Seebach- und Zenngrundes in Mittel- und Oberfranken&amp;#039;&amp;#039;. Neustadt an der Aisch 1841. (Nachdruck Neustadt an der Aisch 1983. ISBN 3-923006-20-9)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Baunach-Grundes in Unterfranken&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg, 1842. (Nachdruck Neustadt an der Aisch, 2005. ISBN 3-89557-251-9). Erstmals erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des historischen Vereines von Unterfranken&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 7, Heft 1, 1841&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Günter Lipp: &amp;#039;&amp;#039;Georg Ludwig Lehnes – sein Lebenslauf&amp;#039;&amp;#039;. In: Georg Ludwig Lehnes: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Baunach-Grundes in Unterfranken&amp;#039;&amp;#039;. Neustadt an der Aisch 2005. ISBN 3-89557-251-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131628283|VIAF=3610400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lehnes, Georg Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatforscher (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1799]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lehnes, Georg Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Archivschreiber, fränkischer Heimatforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. April 1799&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aurachtal|Neundorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Dezember 1849&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Höfen (Herzogenaurach)|Höfen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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