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	<title>Georg Liebermann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T12:50:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Liebermann&amp;diff=2134223&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: +Normdaten</title>
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		<updated>2024-07-10T11:48:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Liebermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[5. Juli]] [[1844]] in [[Berlin]]; gestorben am [[15. April]] [[1926]] ebenda) war ein deutscher [[Unternehmer]] der [[Textilindustrie]] und des [[Maschinenbau]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Georg Liebermann wurde 1844 als ältestes Kind des Textilfabrikanten Louis Liebermann (1819–1894) und dessen Ehefrau Philippine Liebermann geb. Haller (1822–1892) in Berlin geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Annette Hinz-Wessels |Titel=Tiergartenstraße 4: Schaltzentrale der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde |Verlag=Ch. Links Verlag |Datum=2015 |ISBN=978-3-86153-848-6 |Online=https://books.google.de/books?id=6pJiCgAAQBAJ&amp;amp;lpg=PA24&amp;amp;ots=9AKnXieiet&amp;amp;dq=%22Georg%20Liebermann%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA24#v=onepage&amp;amp;q=%22Georg%20Liebermann%22&amp;amp;f=false |Abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte vier jüngere Geschwister: den Maler [[Max Liebermann|Max]], Anna, Martin und den Historiker [[Felix Liebermann|Felix]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Album der Sächsischen Industrie Band 1 0056.jpg|links|mini|Tuchfabrik Fiedler in Falkenau, rund 20 Jahre vor dem Ankauf durch Georg Liebermann]]&lt;br /&gt;
Bereits Georgs Großvater [[Josef Liebermann]], der 1823 nach Berlin gekommen war, war in der [[Kattun]]- und Textilproduktion tätig. Seine beiden Söhne Benjamin (1812–1901) und Louis Liebermann kauften gegen Ende der 1850er Jahre die &amp;#039;&amp;#039;Dannenberg’sche Kattunfabrik&amp;#039;&amp;#039;, die sich seit 1812 auf dem Grundstück [[Köpenicker Straße]] 6a–7 befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.wikisource.org/wiki/Seite:Die_Gartenlaube_(1869)_443.jpg |titel=Deutschlands große Industriewerkstätten |werk=Die Gartenlaube |datum=1869 |seiten=443 |sprache=de |abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans-Michael Schulze, Claas Hoffmann |url=https://www.circus-schatzinsel.de/liebermann-historische-fuehrung/ |titel=Auf den Spuren der Familie Liebermann |werk=circus-schatzinsel.de |abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 wurde Georg Liebermann von seinem Vater an der Gesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Dannenberger’sche Kattunfabriken Benjamin, Louis und Georg Liebermann&amp;#039;&amp;#039; beteiligt und trat in die Geschäftsführung ein. 1877 machte er sich mit der Übernahme der 1821 gegründeten Tuchfabrik [[Adolf Gottlieb Fiedler|Fiedler]] im sächsischen [[Falkenau (Flöha)|Falkenau]] selbstständig. 1883 kaufte er – nach einem Großbrand – die Fabrik der Gebrüder Schreyer und zur gleichen Zeit auch die Spinnerei Beaumont.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WdH|28|82}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Liebermann betrieb eine [[Baumwollspinnerei]] mit einer [[Zwirn]]erei. Hergestellt wurden [[Kardieren|kardierte]] und [[Kammgarn|gekämmte Garne]] für die Strumpf-, Trikotagen-, Handschuh- und Nähfadenindustrie sowie Zwirne für die Web- und Gardinenindustrie. Außerdem gehörte ein [[Wasserkraftwerk]] zum Unternehmen. Neben Textilprodukten stellte das Unternehmen aber auch Maschinen für andere Unternehmen der Textilindustrie her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg Liebermann Nachf. AG 1929.jpg|mini|Aktie der Georg Liebermann Nachf. AG von 1929]]&lt;br /&gt;
Der Betrieb entwickelte sich unter der Leitung Liebermanns dynamisch. Verfügte er im Jahr 1887 erst über 25.000 Spindeln, waren es 1905 bereits 106.000 Spindeln. Dies bedeutete eine Steigerung um 324 %.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik&amp;#039;&amp;#039;, 27. Jahrgang 1905, S. 514.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1905 hatte das Unternehmen etwa 900 Beschäftigte. 1911 verkaufte Liebermann die Fabrik an die [[Forst Ebnath#Geschichte|Tüllfabrik Flöha AG]] in [[Plaue-Bernsdorf|Plaue]], unter anderem weil seine Söhne in andere berufliche Richtungen gingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, sie lief nun als &amp;#039;&amp;#039;Georg Liebermann [[Kommanditgesellschaft|KG]]&amp;#039;&amp;#039; weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Randy Kämpf, Sabrina Pawlak: &amp;#039;&amp;#039;Baumwollspinnerei Falkenau. Pionierbetrieb im VEB VBSZ Flöha.&amp;#039;&amp;#039; Seminararbeit, IWTG Freiberg, Freiberg 2004. (im Staatsarchiv Chemnitz, GA Falkenau)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1913 wurde das Unternehmen als &amp;#039;&amp;#039;Georg Liebermann Nachf. AG&amp;#039;&amp;#039; in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt. 1941 wurde sie [[Arisierung|„arisiert“]] und die [[Firma]] in &amp;#039;&amp;#039;Baumwollspinnerei Falkenau AG&amp;#039;&amp;#039; geändert. 1939 gehörte der Betrieb zu den Unternehmen, die für den Kriegsfall Baumwolle einlagern sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Höschle: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Textilindustrie zwischen 1933 und 1939.&amp;#039;&amp;#039; S. 105. ([https://books.google.de/books?id=F8bDFVM5fs0C&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;lpg=PA105&amp;amp;dq=liebermann+falkenau&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=kOEkqMam4B&amp;amp;sig=KbTm_La_RrgWulHGgdVV-cdkBPg&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Y9PiTLqqGcn1sgaT4cSHDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=liebermann%20falkenau&amp;amp;f=false eingeschränkte Vorschau] bei &amp;#039;&amp;#039;Google Bücher&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1953 ging das Unternehmen im [[Volkseigener Betrieb|VEB]] Baumwollspinnerei Flöha auf, aus dem 1971 der [[VEB Vereinigte Baumwollspinnereien und Zwirnereien]] entstand. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] wurde das Unternehmen als &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Baumwollspinnerei [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; reprivatisiert und 1994 stillgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aktiensammler.de/br/archiv_branchen_detail.asp?AREA=275&amp;amp;ID=333710&amp;amp;NS=1 |titel=Georg Liebermann Nachf. AG, Aktie von 1929 |werk=aktiensammler.de |abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Liebermann gehörte zu den bedeutendsten jüdischen Unternehmern in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berlin und seine Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1987, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1907 belief sich sein Vermögen auf rund 1,9 Millionen [[Mark (1871)|Mark]], sein jährliches Einkommen auf rund 97.000 Mark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1913 wurde sein Vermögen bereits auf 6,1 Millionen Mark und sein jährliches Einkommen auf 400.000 Mark geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Cella-Margaretha Girardet: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Mäzene für die Preußischen Museen zu Berlin. Eine Studie zum Mäzenatentum im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; [[Frankfurter Verlagsgruppe|Hänsel-Hohenhausen]] (Pseudoverlag), Frankfurt am Main 1997, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb 1926, zwei Jahre nach seiner Frau. Georg Liebermanns umfangreiche Kunst- und Antiquitätensammlung wurde am 3. und 4. Mai 1927 im Auktionshaus [[Rudolph Lepke]] versteigert, darunter auch mehrere Ölgemälde seines Bruders Max.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialreformer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Falkenau (Flöha), Ehemaliges Ledigenwohnheim der Baumwollspinnerei.jpg|links|mini|Das von Georg Liebermann 1902 erbaute ehemalige Ledigenwohnheim in Falkenau]]&lt;br /&gt;
Liebermann war sozialreformerisch eingestellt und Mitglied des [[Centralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Arbeiterfreund, Zeitschrift für die Arbeiterfrage, Organ des Centralvereins für das Wohl der arbeitenden Klassen&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1875, S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Anlass des fünfundzwanzigjährigen Geschäftsjubiläums stiftete er mit 100.000 Mark Kapital 1902 ein [[Ledigenheim]] für seine Beschäftigten. Damit verbunden waren ein [[Kindergarten]], eine Volksküche und eine Badeanstalt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Arbeiterfreund, Zeitschrift für die Arbeiterfrage, Organ des Centralvereins für das Wohl der arbeitenden Klassen&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1905, S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Arbeiter ließ er mithilfe einer [[Stiftung]] ab 1897 zahlreiche Wohnhäuser errichten. Insgesamt gab es 1897 bereits 112 Häuser mit 540 Wohnungen. Die Mieteinnahmen flossen der Arbeiterunterstützungskasse des Unternehmens zu.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amtliche Mittheilungen aus den Jahres-Berichten der Gewerbeaufsichtsbeamten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1898, S. 398.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 überwies er zusammen mit seinen Geschwistern Anna, Max und Felix 100.000 Mark an den [[Magistrat von Berlin|Berliner Magistrat]] zur Gründung einer Stiftung zum Andenken an ihre verstorbenen Eltern und „für die Armen Berlins“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sein Vater, der Mitglied der [[Deutsche Fortschrittspartei|Fortschrittspartei]] gewesen war, engagierte sich Liebermann kommunalpolitisch. Von 1892 bis 1919 war er Mitglied der [[Gemeinderat (Deutschland)|Stadtverordnetenversammlung]] von Berlin. Er war maßgeblich an der Gründung des Freiwilligen Erziehungsbeirats für schulentlassene Waisen beteiligt und war auch Mitglied im Vereinsvorstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Meinolf Nitsch: &amp;#039;&amp;#039;Private Wohltätigkeitsverein im Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; Berlin / New York 1999, S. 80, S. 400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
* 1907: Ritterkreuz I. Klasse des königlich sächsischen [[Albrechts-Orden]]s&lt;br /&gt;
* 1917: [[Verdienstkreuz für Kriegshilfe]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaften ===&lt;br /&gt;
* Kuratorium der Städtischen Höheren Webeschule, Berlin&lt;br /&gt;
* Kuratorium der Louis und Philippine Liebermann-Stiftung, Berlin&lt;br /&gt;
* Kuratorium der Adolf und Emilie Mette-Stiftung, Berlin&lt;br /&gt;
* [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]] (seit 1914)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Georg Liebermann heiratete 1873 seine entfernte Verwandte Elsbeth, genannt Else, Marckwald (1855–1924), die ältere Schwester von [[Martha Liebermann|Martha Marckwald]], die später Georgs Bruder Max heiratete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das Paar hatte drei Kinder. Ihr ältester Sohn, der Chemiker [[Hans Liebermann]], beging 1938 nach seiner rassisch begründeten Entlassung aus dem Staatsdienst 1933 und jahrelanger [[Zeit des Nationalsozialismus#Judenausgrenzung und Judenverfolgung|Verfolgung]] Selbstmord, in der Hoffnung, so seine nicht-jüdische Frau Klara Liebermann geb. Goebbels († 1958) und die drei Söhne zu schützen. Seinen Anteil am väterlichen Immobilienbesitz hatte er ihr zuvor überschrieben. Deren Sohn Heinrich Robert (gestorben 1991) konnte nach Südafrika [[Emigration|emigrieren]], wohin auch seine Mutter nach 1945 zog. Die beiden anderen Söhne, von den Nationalsozialisten als „[[Halbjude]]n“ eingestuft, überlebten als [[Zwangsarbeit]]er bei einem Bauern in [[Jacobsdorf]] ebenfalls den Krieg. Ab 1950 versuchten Klara und Heinrich Robert Liebermann, in einem Rückerstattungsverfahren ihr Eigentum wiederzuerlangen, was nach zähen Verhandlungen ein Jahr nach Klaras Tod schließlich gelang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Parzer |url=https://www.gedenkort-t4.eu/de/historische-orte/q04xq-tiergartenstrasse-4-gedenk-und-informationsort-fuer-die-opfer-der#karte |titel=Tiergartenstraße 4 (Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde) |werk=gedenkort-t4.eu |abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebermanns Tochter Eva (1878–1939) war mit Admiralitätsrat Otto Max Köbner (1869–1934) verheiratet, das Paar blieb kinderlos. Sie nahm sich 1939 das Leben und setzte die Jüdische Gemeinde Berlin als Erbin ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Das jüngste Kind war Wilhelm (1884–1931).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Villa an der Tiergartenstraße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:No-nb bldsa 6b001.jpg|mini|Villa Georg Liebermann, Tiergartenstraße 4 in Berlin, vor 1921]]&lt;br /&gt;
Die Familie Georg Liebermanns lebte im [[Tiergartenviertel]], damals eine der vornehmsten Wohngegenden Berlins. Sein Bruder Felix wohnte ebenfalls dort, im Haus Bendlerstraße 10 (heute Stauffenbergstraße), sein Cousin [[Emil Rathenau]] im Haus Victoriastraße 3–4 (etwa Standort des heutigen [[Musikinstrumenten-Museum Berlin|Musikinstrumenten-Museums]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kathrin Wehry |Titel=Quer durchs Tiergartenviertel. Das historische Quartier und seine Bewohner |Hrsg=Michael Eissenhauer für die Staatlichen Museen zu Berlin |Verlag=Nicolai |Ort=Berlin |Datum=2015 |ISBN=978-3-89479-946-5 |Seiten=44-45, S. 86-89, S. 103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst lebte die Familie im Haus Bellevuestraße 8 in einer geräumigen Wohnung zur Miete&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, ehe Georg Liebermann am 31. Juli 1909 die Villa [[Tiergartenstraße 4]] erwarb, die 1888 für [[Valentin Weisbach]] erbaut worden war. Georg Liebermann ließ die Villa zu einem dreigeschossigen Wohnhaus mit ungefähr 30 Zimmern, einem Aufzug und einem Ballsaal umbauen. Seine Familie mochte das prunkvolle Haus jedoch nicht, schon vor Liebermanns Tod 1926 wurde es nicht mehr bewohnt, sondern vermietet, so unter anderem von 1928 bis 1931 an die Kunsthändler und Auktionatoren Paul Graupe (1881–1953) und Hermann Ball.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 verloren Georg Liebermanns Erben die Villa durch „[[Arisierung]]“. Diese wurde anschließend Sitz des für die Euthanasie ([[Aktion T4]]) zuständigen Hauptamtes II der Führerkanzlei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aktiensammler.de/br/archiv_branchen_detail.asp?AREA=275&amp;amp;ID=333710&amp;amp;NS=1 |titel=Georg Liebermann Nachf. AG |werk=aktiensammler.de |abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude wurde im Krieg durch Bomben beschädigt und später abgerissen. Heute steht ungefähr an dieser Stelle die [[Berliner Philharmonie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Regina Scheer]]: &amp;#039;&amp;#039;Max Liebermann erzählt aus seinem Leben.&amp;#039;&amp;#039; (mit Original-Tondokument) Berlin 2010, ISBN 978-3-9424-7605-8.&lt;br /&gt;
* Regine Scheer: &amp;#039;&amp;#039;Wir sind die Liebermanns. Die Geschichte einer Familie.&amp;#039;&amp;#039; München 2006, ISBN 3-549-07288-0.&lt;br /&gt;
* Marina Sandig: &amp;#039;&amp;#039;Die Liebermanns. Ein biographisches Zeit- und Kulturbild der preußisch-jüdischen Familie und Verwandtschaft von Max Liebermann.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Familienarchiv&amp;#039;&amp;#039;, Band 146.) Degener, Neustadt (Aisch) 2005, ISBN 3-7686-5190-8.&lt;br /&gt;
* Marina Sandig: &amp;#039;&amp;#039;Sie glaubten Deutsche zu sein. Martha Liebermann Marckwald, eine Familiengeschichte zwischen preußisch-jüdischer Herkunft und Shoah.&amp;#039;&amp;#039; Degener, Insingen 2010, ISBN 978-3-7686-5204-9.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!--Jüdisches Biographisches Archiv / WBIS, aus: ???--&amp;gt;[[Philipp Stauff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Literarisches Lexikon der Schriftsteller, Dichter, Bankiers, Geldleute, Ärzte, Schauspieler ... jüdischer Rasse und Versippung, die von 1813–1913 in Deutschland tätig und bekannt waren.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1913, Band 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.genealogy.metastudies.net/ZDocs/Webp/Pringsheim_FamilyTree.htm |wayback=20180504104339 |text=Genealogie der Familie Pringsheim mit Daten zur Familie Marckwald/Liebermann}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/UFNDNEPULWHNMUYQOENWDXHN5ZYTWV5G Geschichte der Georg Liebermann Nachf. Aktiengesellschaft Falkenau i. Sachsen], 1925 in der [[Deutsche Digitale Bibliothek|Deutschen Digitalen Bibliothek]]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/042700|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=Baumwollspinnerei Falkenau AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1315178958|VIAF=4335170529769820220000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebermann, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Max Liebermann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Liebermann|Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilunternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilunternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Textilmaschinenbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1844]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebermann, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juli 1844&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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