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	<title>Georg Ledebour - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T13:04:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Ledebour&amp;diff=325565&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fritz Pellegrini: /* Weblinks */ Pseudonym des Verfassers ergänzt, unter dem der Artikel erschien.</title>
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		<updated>2025-04-28T08:34:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Pseudonym des Verfassers ergänzt, unter dem der Artikel erschien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:LedebourGeorg.jpg|mini|Georg Ledebour]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-12373, Georg Ledebour.jpg|mini|Georg Ledebour (Oktober 1931)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Ledebour&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. März]] [[1850]] in [[Hannover]]; † [[31. März]] [[1947]] in [[Bern]]) war ein sozialistischer deutscher Politiker und Journalist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ledebour absolvierte eine kaufmännische Lehre, absolvierte seinen Militärdienst während des [[Deutsch-Französischer Krieg|Krieges 1870/71]] als Sanitäter und war zunächst als Privatlehrer und später als Journalist tätig. Er arbeitete 1876 bis 1882 als Auslandskorrespondent der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Blätter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- Bitte nicht verlinken, da nicht eindeutig--&amp;gt; in London und danach als Redakteur der [[Linksliberalismus|linksliberalen]] Zeitungen &amp;#039;&amp;#039;[[Demokratische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Volks-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland engagierte er sich in den [[Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine|Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereinen]] und trat 1882 in die [[Deutsche Fortschrittspartei]] ein. 1885 beteiligte er sich an der Gründung der [[Demokratische Partei Norddeutschlands|Demokratischen Partei Norddeutschlands]], wechselte aber 1891 zur [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], wo er bald zum linken Flügel zählte und war bis 1900 zunächst in der Redaktion des &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039; und dann der &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsische Arbeiterzeitung (Dresden)|Sächsischen Arbeiterzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; in Dresden tätig. Von 1900 bis 1918 gehörte er dem [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] an und war als freier Autor und Parteiredner aktiv. Seit 1913 gehörte er dem Fraktionsvorstand der SPD an. 1905 gehörte er zu den scharfen Kritikern der [[Völkermord an den Herero und Nama|Verbrechen an den Herero]] in den deutschen Kolonien. Im Reichstag las Ledebour im Dezember 1905 Teile des Erlasses des [[Lothar von Trotha|Generals von Trotha]] vom 2. Oktober 1904 vor: Jeder Herero werde erschossen; weiter hieß es darin: „Ich nehme keine Weiber und keine Kinder mehr auf (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten), treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auf sie schießen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Verhandlungen des Reichstags, 5. Sitzung, 2. Dezember 1905, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] nahm der [[Antimilitarismus|Antimilitarist]] Ledebour an den Konferenzen in [[Zimmerwalder Konferenz|Zimmerwald]] und Stockholm teil und stand innerhalb der SPD auf der Seite der Gegner des Krieges und der [[Burgfriedenspolitik]], die sich zwischen 1915 und 1917 abspalteten beziehungsweise ausgeschlossen wurden. Ledebour schloss sich 1916 der [[Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft|Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft]] um [[Hugo Haase]] an und war 1917 Gründungsmitglied der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]. Ledebour gehörte deren Vorstand zunächst bis 1919 an und war einer der wenigen Politiker, welcher zum Kreis der [[Revolutionäre Obleute|Revolutionären Obleute]] gehörte. Im Januar 1918 war er Mitglied der Streikleitung beim [[Januarstreik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Novemberrevolution]] amtierte er als Mitglied des [[Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrates Groß-Berlin|Vollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenräte Groß-Berlin]] und gehörte auf dem 1. [[Reichsrätekongress]] im Dezember 1918 zu den Wortführern der Unabhängigen. Ledebour war bereits von Beginn der Revolution an ein erbitterter Gegner jeder Zusammenarbeit der Unabhängigen mit den Führern der [[Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands|Mehrheitssozialdemokraten]], die er als Verräter an der Revolution betrachtete. So lehnte er den ihm angebotenen Platz im [[Rat der Volksbeauftragten]] ab und wandte sich auch auf dem Reichsrätekongress gegen die Beteiligung der USPD-Fraktion an den Wahlen zum [[Zentralrat der Deutschen Sozialistischen Republik]], wobei er sich mit dieser Forderung gegen den Parteichef Haase durchsetzte. Im Januar 1919 rief er mit zum [[Spartakusaufstand]] auf und war Führungsmitglied des Revolutionsausschusses. Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurde er verhaftet und wegen Beteiligung an einem Aufruhr angeklagt, aber im Juni des gleichen Jahres freigesprochen. Als Vorsitzender der USPD saß er von 1920 bis 1924 erneut im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]], sprach sich aber gegen eine Vereinigung von USPD mit ausschließlich der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] oder der SPD und für die Einheit aller revolutionären Kräfte aus. Ebenso wandte er sich gegen einen Beitritt der USPD zur [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die USPD-Mitglieder größtenteils mit der KPD (Ende 1920, siehe auch [[Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands|VKPD]]) und der SPD (September 1922) zusammengeschlossen hatten, führte Ledebour die &amp;#039;&amp;#039;Rest-USPD&amp;#039;&amp;#039; bis Ende 1923 mit [[Theodor Liebknecht]] weiter. Im September 1922 gründeten Ledebour und Liebknecht gemeinsam die &amp;#039;&amp;#039;Klassenkampf-Verlag GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 26132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer Auseinandersetzung über die [[Ruhrbesetzung]], wo die Mehrheit um Liebknecht den revolutionären [[Defätismus]], die Minderheit um Ledebour die KPD-Parole „Schlagt [[Raymond Poincaré|Poincaré]] an der Ruhr und [[Wilhelm Cuno|Cuno]] an der Spree!“ propagierte, verließ Ledebour im Januar 1924 die Partei und gründete den [[Sozialistischer Bund (1923)|Sozialistischen Bund]], der bis 1931 existierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre engagierte sich Ledebour darüber hinaus in Vorfeldorganisationen der KPD wie der [[Weltliga gegen den Imperialismus]] und der [[Internationale Arbeiterhilfe|Internationalen Arbeiter-Hilfe]] (IAH). Im Herbst 1931 schloss er sich der neu gegründeten [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands]] (SAP) an, welche ihn für die [[Reichspräsidentenwahl 1932]] erfolglos als Einheitskandidaten aller Arbeiterparteien ins Gespräch zu bringen versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 floh er vor den Nationalsozialisten in die [[Schweiz]], wo er publizistisch gegen den [[Nationalsozialismus]] aktiv war. Von dort sprach er sich noch 1946 für den Zusammenschluss von SPD und KPD zur [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] aus. Kurz danach starb er hochbetagt nach langem Sanatoriumsaufenthalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* Minna Ledebour (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Ledebour, Mensch und Kämpfer.&amp;#039;&amp;#039; Europa-Verlag, Zürich 1954, {{OCLC|13170567}}.&lt;br /&gt;
* Ursula Ratz: &amp;#039;&amp;#039;Georg Ledebour, 1850–1947. Weg und Wirken eines sozialistischen Politikers.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1969, {{OCLC|4064121}}.&lt;br /&gt;
* [[Holger Czitrich-Stahl]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Oppositionelle. Georg Ledebour (1850-1947): Linksliberaler, Sozialdemokrat, Linkssozialist.&amp;#039;&amp;#039; Metropol Verlag Berlin 2024, ISBN 978-3-86331-741-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118726994}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118726994}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Georg Ledebour|1430}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|118726994}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=georg-ledebour|Autor=Alexander Mühle, Arnulf Scriba}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|37|38|Ledebour, Georg|Ursula Ratz|118726994}}&lt;br /&gt;
* [[Kurt Tucholsky]]: [https://www.textlog.de/tucholsky-ledebour.html &amp;#039;&amp;#039;Ledebour – Zum Fünfundsiebzigsten.&amp;#039;&amp;#039;] Gedicht&lt;br /&gt;
* Carsten F. Jesper (Pseudonym des Schriftstellers [[Ferdinand Hardekopf]]&amp;lt;ref&amp;gt; Der Schriftsteller und Journalist Ferdinand Hardekopf war von 1904 bis 1916 als Parlamentsstenograf im Deutschen Reichstag tätig.&amp;lt;/ref&amp;gt;): &amp;#039;&amp;#039;Reichstagsporträts. II Georg Ledebour.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[März (Zeitschrift)|März. Eine Wochenschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. Jg., München 1913 (Reprint 1969). [https://archive.org/details/marz.einewochenschrift.jahrg.7.1913band2/page/n183/mode/2up?q=%22Carsten+F.+Jesper%22&amp;amp;view=theater]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Parteivorsitzende der USPD}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118726994|VIAF=50020262}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ledebour, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Reichsrätekongress]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SAPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Revolutionären Obleute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ledebour, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DFP, USPD, SADP, SPD), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. März 1850&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. März 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fritz Pellegrini</name></author>
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