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	<title>Georg Lechleiter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T11:38:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ linkfix</title>
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		<updated>2025-08-14T16:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Georg Lechleiter Landesarchiv Baden-Wuerttemberg Generallandesarchiv Karlsruhe (231 Nr. 2937 (953)) Bild 1 (4-1384688-1).jpg|mini|Georg Lechleiter]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Lechleiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. April]] [[1885]] in [[Appenweier]]; † [[15. September]] [[1942]] in [[Stuttgart]]) war Vorsitzender der kommunistischen Fraktion im [[Landtag der Republik Baden|Landtag]] der [[Republik Baden]] und Kopf einer [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsgruppe]] in [[Mannheim]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Kleinbauern sollte nach dem Besuch der Volksschule Pfarrer werden. Schon nach wenigen Wochen verließ er das Priesterseminar und absolvierte von 1900 bis 1903 eine Lehre zum [[Schriftsetzer]]. Anschließend ging er auf Wanderschaft und arbeitete in verschiedenen Städten in Baden und der Schweiz, wo er Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|Sozialistischen Partei]] wurde. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] blieb er als [[Kriegsdienstverweigerer]] in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück und war 1919 einer der Mitbegründer der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Ortsgruppe in Mannheim. Der 5. Parteitag der KPD 1920 wählte ihn in den Zentralausschuss. Als dessen Mitglied nahm er am Vereinigungsparteitag der USPD (Linke) mit der KPD 1920 teil. Von 1920 bis 1922 war er Politischer Sekretär der KPD-Bezirksleitung Baden. Als Mitglied des „rechten“ Flügels seiner Partei wurde er 1922 Mitglied des Mannheimer [[Stadtrat]]s. Als Vorsitzender der Genossenschaftsdruckerei war er maßgeblich an der Gründung der kommunistischen &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter Zeitung&amp;#039;&amp;#039; in Mannheim beteiligt und wirkte 1922/23 als ihr verantwortlicher Redakteur. Wegen dieser Tätigkeit wurde er 1923 zu sechzehn Monaten Festungshaft verurteilt, wovon er dreizehn Monate auf der Festung Gollnow verbringen musste. Von 1924 bis 1933 vertrat er als [[Landtagsabgeordneter]] die KPD im Badischen Landtag und war bis zu seiner Amtsenthebung im April 1932 Vorsitzender der KPD-Landtagsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der [[Machtübernahme]] durch die Nationalsozialisten und noch vor der [[Reichstagswahl März 1933|Reichstagswahl]] am 5. März 1933 wurde er von den Nazis inhaftiert und in den Konzentrationslagern [[Ankenbuck]] und [[KZ Kislau|Kislau]] (Baden) gefangen gehalten. Ab April 1935 wurde er zum [[Reichsarbeitsdienst|Arbeitsdienst]] am [[Westwall]] herangezogen und schließlich 1937 entlassen. Lechleiter kehrte nach Mannheim zurück, arbeitete als Schriftsetzer, stellte gemeinsam mit anderen Kommunisten Kontakte zu Sozialdemokraten und parteilosen Arbeitern in Mannheimer Großbetrieben her und fasste sie noch vor dem Zweiten Weltkrieg zu einer Widerstandsorganisation zusammen. Unter seiner Leitung erschienen seit September 1941 vier Ausgaben der illegalen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Vorbote&amp;#039;&amp;#039;. Der [[Widerstandsgruppe Lechleiter|Widerstandsgruppe um Lechleiter]] aus Sozialdemokraten und Kommunisten, deren Aufgabe es war, die Verteilung von Flugblättern zu bewerkstelligen, gehörten [[Anton Kurz (Widerstandskämpfer)|Anton Kurz]], [[Ludwig Moldrzyk]], [[Rudolf Maus (Widerstandskämpfer)|Rudolf Maus]], [[Rudolf Langendorf]], [[Eugen Sigrist]], [[Max Winterhalter]], [[Robert Schmoll]], [[Jakob Faulhaber]], [[Daniel Seizinger]], [[Johann Kupka]], [[Richard Jatzek]], [[Ludwig Neischwander]], [[Henriette Wagner]], [[Albert Fritz (Widerstandskämpfer)|Albert Fritz]], [[Bruno Rüffer]], [[Willi Probst]], [[Hans Heck]], [[Philipp Brunnemer]] und Ehefrau Luise als Mitglieder an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die fünfte Nummer der mit einfachen Mitteln hergestellten Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Vorbote&amp;#039;&amp;#039; gerade vorbereitet wurde, startete die Gestapo am 26. Februar 1942 eine massive Verhaftungswelle, der auch Lechleiter zum Opfer fiel. Mit ihm wurden u.&amp;amp;nbsp;a. [[Jakob Faulhaber]], [[Max Winterhalter]], die Familie [[Philipp Brunnemer]]s, Daniel Seizinger, Rudolf Maus, Eugen Sigrist, [[Alfred Seitz (Widerstandskämpfer)|Alfred]] und [[Käthe Seitz]] verhaftet, am 15. Mai 1942 durch den 2. Senat des [[Volksgerichtshof]]es in Mannheim zum Tode verurteilt und am Morgen des 15. September 1942 in Stuttgart durch das Fallbeil enthauptet (siehe auch [[Landgericht Stuttgart#Lechleitergruppe]]). Drei der Hauptangeklagten (Hans Heck, [[Fritz Grund]] und [[Willi Probst]]) wurden bereits während der Haft zu Tode gefoltert, 19 der 32 verhafteten Mitglieder der Gruppe wurden hingerichtet; die Übrigen wurden zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die Verhaftung der Gruppe wurde als Vorwand für weitere Festnahmen genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lechleiter-Denkmal Mannheim.jpg|mini|Lechleiter-Denkmal]]&lt;br /&gt;
In der Mannheimer [[Mannheim-Schwetzingerstadt/Oststadt|Schwetzingerstadt]] befindet sich auf dem –&amp;amp;nbsp;bereits 1945 so benannten&amp;amp;nbsp;– Georg-Lechleiter-Platz ein Denkmal für die Widerstandskämpfer der Lechleiter-Gruppe von [[Manfred Kieselbach]] (1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Bergfriedhof (Heidelberg)|Heidelberger Bergfriedhof]] wurde eine [[Stele]] aus schwarzem Granit für die Opfer der nationalsozialistischen Justiz errichtet. Dort finden sich unter anderem die Namen von Georg Lechleiter und weiteren Mitgliedern seiner Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Liste der Mitglieder der Lechleiter-Gruppe]] / [[Gedenkorte der Mitglieder der Lechleiter-Gruppe]] / [[Die Widerstandsgruppe Lechleiter|Widerstandsgruppe Lechleiter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Oppenheimer: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Vorbote&amp;#039;&amp;#039;. Röderberg, Frankfurt am Main 1969.&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fritz Salm: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Henkers.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Röderberg, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-87682-033-2.&lt;br /&gt;
* [[Erich Matthias]], [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Mannheim&amp;#039;&amp;#039;.  Edition Quadrat, Mannheim 1984, ISBN 3-923003-27-7.&lt;br /&gt;
* Günter Braun: &amp;#039;&amp;#039;Georg Lechleiter: Ein Mannheimer Kommunist.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Bosch, [[Wolfgang Niess]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Widerstand im deutschen Südwesten 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1984, ISBN 3-17-008365-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hermann Weber, [[Andreas Herbst]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&lt;br /&gt;
   |Auflage=2., überarbeitete und stark erweiterte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Dietz&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-320-02130-6&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/georg-lechleiter online]&lt;br /&gt;
   |Abruf=2020-06-01}}&lt;br /&gt;
* K. Drobisch, E. Fölster: &amp;#039;&amp;#039;Lechleiter, Georg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Biographisches Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Verlag, Berlin 1970, S. 270–271.&lt;br /&gt;
* {{Anker|Endemann 1991}}Fritz Endemann: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Strafjustiz in Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 42, 1991, Heft 4, S. 303–313, hier: 308–310.&lt;br /&gt;
* Sebastian Gewert: &amp;#039;&amp;#039;Georg Lechleiter (1885–1942) – Kopf des KPD-Widerstands in Mannheim.&amp;#039;&amp;#039; In: Angela Borgstedt u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mut bewiesen. Widerstandsbiographien aus dem Südwesten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs&amp;#039;&amp;#039;, hg. von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Band 46), Stuttgart 2017, ISBN 978-3-945414-37-8, S. 91–98.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.landtag-bw.de/contents/gedenkbuch/abgeordnete/VA_Lechleiter%2c%20Georg~300.html Georg Lechleiter] im Gedenkbuch des [[Landtag von Baden-Württemberg|Landtags von Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.dkp-bawue.de/lebensbilder/georg_lechleiter.html |text=Würdigung der DKP Baden-Württemberg |wayback=20100425175929}}&lt;br /&gt;
* [https://widerstandsausstellung.m-o-p.de/ausstellung/die_lechleiter-gruppe.htm Geschichtswerkstatt des Bürgervereins Gartenstadt e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.udo-leuschner.de/zeitungsgeschichte/kpd/az.htm Zeitungsgeschichte der Stadt Mannheim]&lt;br /&gt;
* [https://mannheim.vvn-bda.de/stolperstein-fur-georg-lechleiter/ &amp;#039;&amp;#039;Stolperstein für Georg Lechleiter&amp;#039;&amp;#039;.] VVN-BdA Mannheim&lt;br /&gt;
* [https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/gedenktafel-erinnert-georg-lechleiter# Gedenktafel in Appenweier erinnert an Georg Lechleiter: Zur Erinnerung an den 1942 hingerichteten Widerstandskämpfer]&lt;br /&gt;
* [https://digital.blb-karlsruhe.de/Landtagsprotokolle/topic/view/792873?q=68 Redebeiträge] von Georg Lechleiter im Badischen Landtag in den Digitalen Sammlungen der [[Badische Landesbibliothek|Badischen Landesbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012568946|VIAF=171589792}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lechleiter, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Republik Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lechleiter-Gruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Karlsruhe ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lechleiter, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=badischer Landtagsabgeordneter und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. April 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Appenweier]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. September 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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