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	<title>Georg Hellmuth Neuendorff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aeranthropos: /* Leben */ + Link</title>
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		<updated>2022-05-31T10:31:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; + Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Hellmuth Neuendorff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Oktober]] [[1882]] in [[Belzig]], [[Provinz Brandenburg]]; † [[14. März]] [[1949]] in [[Dresden]]) war ein deutscher [[Schriftsteller]] und [[Reformpädagogik|Reformpädagoge]]. Er gründete die von 1912 bis 1920 bestehende [[Dürerschule Hochwaldhausen|Dürerschule]] in [[Hochwaldhausen]] in [[Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Predigers und Schulrats legte 1902 die [[Abitur|Reifeprüfung]] an einem Gymnasium in [[Posen]] ab. Nach dem Militärdienst und praktischen Sprachstudien in der [[Schweiz]] begann er ein Studium der neueren Sprachen, der [[Geschichtswissenschaft]] und der [[Philosophie]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]]. Er fand jedoch keinen Zugang zu dem seiner Meinung nach zu abstrakten Hochschulbetrieb und wandte sich Ende 1904 der schriftstellerischen Betätigung zu. So gab er u.&amp;amp;nbsp;a. zwei Werke des englischen Schriftstellers [[Percy Bysshe Shelley]] aus der Zeit der [[Romantik]] in kommentierter deutscher Übersetzung heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 erhielt er eine Einladung an die drei Jahre zuvor von [[Paul Geheeb]] und [[Gustav Wyneken]] gegründete [[Freie Schulgemeinde Wickersdorf]] im [[Thüringer Wald]]. Hier war er nahezu drei Jahre als Lehrer für neuere Sprachen, Deutsch und Geschichte tätig. Er lernte hier auch seine spätere Ehefrau Elisabeth Louis kennen, die dort ebenfalls Lehrerin war. Aus der Ehe entstammten zwei Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon bald drängte Neuendorff darauf, ausgehend von seinen Erfahrungen als Lehrer in Wickersdorf, seine eigene Reformschule (er selbst sprach in seinen Schriften von &amp;#039;&amp;#039;Erziehungsschule&amp;#039;&amp;#039;) zu verwirklichen, wozu er 1912 die Gelegenheit erhielt. Weltanschaulich stand Neuendorff damals bereits der [[Freideutsche Jugend|Freideutschen Jugend]] und dem [[Wandervogel]] nahe. Während eines Sanatoriumsaufenthaltes in [[Greifenstein (Hessen)|Waldhof-Elgershausen]] bei [[Wetzlar]] erfuhr er von dem durch [[Jean Berlit]] 1903 gegründeten [[Luftkurort]] Hochwaldhausen im [[Vogelsberg]]. Dort bestanden bereits Pläne, ein [[Landschulheim]] zu errichten. Rasch einigten sich Neuendorff und Berlit darauf, die neue Reformschule in Hochwaldhausen zu errichten. Die Lage in dem naturnahen Mittelgebirge erschien Neuendorff geradezu ideal, während sich Berlit eine höhere Attraktivität seines neuen Kurzentrums versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. September 1912 wurde die neue &amp;#039;&amp;#039;Dürerschule&amp;#039;&amp;#039; Hochwaldhausen eröffnet. Rasch erwarb die Einrichtung einen guten Ruf im gehobenen Bürgertum und aus dem ganzen [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reich]] schickten wohlhabende Eltern ihre Kinder zum Internatsunterricht nach Hochwaldhausen. Zugleich wirkten dort anerkannte Lehrkräfte. In verschiedenen Fachzeitschriften legte Neuendorff seine Erfahrungen als Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Dürerschule&amp;#039;&amp;#039; dar. Weiterhin engagierte er sich in der [[Volkskunde|Volks-]] und [[Heimatforscher|Heimatkunde]]. Von 1916 bis 1918 war er zum [[Kriegsdienst]] eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuendorff pflegte einen eher autoritären [[Erziehungsstil|Führungsstil]] und glaubte, in der Leitung „seiner“ Schule unersetzbar zu sein. Hinzu kam ein merkbarer [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]], obgleich ein großer Teil der Schüler und auch einige Lehrer [[Juden]] waren. Nach der [[Novemberrevolution]] 1918 wurde die Opposition innerhalb der Schülerschaft gegen Neuendorff immer stärker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Selbstmord einer Schülerin im Oktober 1920 deckte schließlich einen systematischen [[Sexueller Missbrauch|Missbrauch]] mehrerer Internatsschülerinnen durch Neuendorff auf. Der Schulleiter versuchte, sich durch Flucht nach [[Argentinien]] seiner Verantwortung zu entziehen. Dennoch wurde er gefasst und 1924 zu 6 Jahren [[Freiheitsstrafe]] und [[Ehrverlust]] verurteilt. Die &amp;#039;&amp;#039;Dürerschule&amp;#039;&amp;#039; wurde noch Ende 1920 geschlossen und an ihrer Stelle 1921 die [[Bergschule Hochwaldhausen|&amp;#039;&amp;#039;Bergschule&amp;#039;&amp;#039;]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Haftentlassung ließ sich Neuendorff in Dresden nieder, wo er bis zu seinem Tod in der Arnoldstraße 31 wohnte. Fortan betätigte er sich als Schriftsteller, der sich mit dem sogenannten [[Auslandsdeutsche|Auslandsdeutschtum]] befasste. Immer mehr rückte jedoch [[Südamerika]] in den Mittelpunkt seines Interesses, das durch seinen vorübergehenden Aufenthalt in Argentinien geweckt worden war. Von 1935 bis zu seinem Tod veröffentlichte er über 80 Aufsätze und Bücher zu [[lateinamerika]]nischen Themen. Zudem übersetzte er die Werke südamerikanischer Autoren ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Reformschulen auf dem Lande und Volksbildung. in: Gemeinnützige Blätter. Frankfurt am Main 1912&lt;br /&gt;
* Die Bedeutung der freien Schule für die Neugestaltung von Bildung und Erziehung. in: Die neue Erziehung. Sozialistische Paedagogische Zwei-Wochenzeitschrift. Hrsg. von Dr. M. H. Baege. Darmstadt 1919&lt;br /&gt;
* Schulgemeinde und Schülerausschuss. in: Deutsche Politik. Wochenschrift für Welt- und Kulturpolitik. Hrsg. von Ernst Bäckh, Paul Rohrbach, Philipp Stein. Berlin 1919&lt;br /&gt;
* Verstreutes Deutschtum in Europa. Leipzig 1937&lt;br /&gt;
* Südamerikanische Erzähler. Halle (Saale) 1948&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Schwauß: G. H. Neuendorff zum 60. Geburtstag. In: Kunst, Kultur, und Wissenschaft. Dresden 1942&lt;br /&gt;
* Karl August Helfenbein: Die Sozialerziehung der Dürerschule Hochwaldhausen. Lauterbach 1986&lt;br /&gt;
* Gerhard Kalkhof: Die Geschichte des Luftkurortes Ilbeshausen-Hochwaldhausen. Grebenhain 1993&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-38207 Nachlass von Georg Hellmuth Neuendorff] in der [[Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden|Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden]]&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116952970|LCCN=no2009056103|VIAF=28058771}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neuendorff, Georg Hellmuth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Spanischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mittelhessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Grebenhain)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neuendorff, Georg Hellmuth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Reformpädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Oktober 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Belzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. März 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aeranthropos</name></author>
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