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	<title>Georg Häfner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:38:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-22T22:26:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Würzburg-GedenktafelGeorgHäfner-1-Asio.jpg|mini|hochkant|Gesegnete bronzene Gedenktafel am Priesterseminar in Würzburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Georg Simon Häfner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Oktober]] [[1900]] in [[Würzburg]]; † [[20. August]] [[1942]] im  [[KZ Dachau]]) war ein deutscher [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Priester (Christentum)|Priester]] aus dem [[Bistum Würzburg]], Gegner der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] und [[Märtyrer]]. Am 15. Mai 2011 wurde er im [[Würzburger Dom]] [[Seligsprechung|seliggesprochen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GeorgHaefnerGrablege2010.jpg|mini|Grablege Häfners in der Krypta des Neumünsters 2010. Die Grablege ist heute mit einer modernen Skulptur anders gestaltet.]]&lt;br /&gt;
Georg Häfner stammte aus einfachen Verhältnissen; sein Vater Valentin Häfner war städtischer Arbeiter. Georg Häfner wurde in der Dompfarrei getauft, 1918 machte er das [[Kriegsabitur]] und wurde zum [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heer]] eingezogen. Seine Eltern ermöglichten ihm ein Studium der [[Katholische Theologie|Theologie]]. Zwei Jahre nach dessen Beginn trat er in den [[Dritter Orden|Dritten Orden]] der [[Unbeschuhte Karmeliten|Unbeschuhten Karmeliten]] ein. Am 13. April 1924 empfing Georg Häfner die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]; die [[Primiz]] hielt er im [[Kloster Himmelspforten]]. Es folgten mehrere Einsätze als [[Kaplan]], 1934 wurde er zum [[Pfarrer]] von [[Oberschwarzach]] in Franken ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häfner weigerte sich, den [[Hitlergruß]] auszuführen, wodurch er schon als Kaplan von [[Wildflecken|Altglashütten]] den NS-Machthabern missliebig wurde. Ab 1938 wurde ihm in Oberschwarzach an der örtlichen Schule das Erteilen von Religionsunterricht verboten, so dass er den [[Erstkommunion|Kommunion]]- und [[Firmung|Firmunterricht]] heimlich abhalten musste. Wegen kritischer Äußerungen gegen den NS-Staat in Predigt und Christenlehre – er soll unter anderem von &amp;#039;&amp;#039;braunen Mistkäfern&amp;#039;&amp;#039; gesprochen haben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/seligsprechung-der-gute-hirte-leidet-fuer-die-schafe-1639151.html Der gute Hirte leidet für die Schafe – Artikel in der FAZ vom 15. Mai 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; – wurde er mehrfach bei der Gestapo angezeigt und zum Verhör bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1941 bat ihn ein schwer erkranktes Parteimitglied der NSDAP, ihm die [[Krankensalbung|Sterbesakramente]] zu spenden. Pfarrer Häfner kam dem Wunsch nach, ließ aber den Parteigenossen auf dem Sterbebett eine Erklärung unterschreiben, in der dieser seine zweite, standesamtlich geschlossene Ehe vor Gott und seinem Gewissen als ungültig erklärte. Nachdem Pfarrer Häfner eine kurze Begründung am darauf folgenden Sonntag in der Kirche verlas, um den Mann [[Kirchliche Begräbnisfeier|kirchlich beerdigen]] zu können, wurde er von einem anderen Parteimitglied denunziert und schließlich von der [[Gestapo]] verhaftet. Zuerst hielt man ihn im Gestapo-Gefängnis in Würzburg fest. Obwohl sich [[Generalvikar]] [[Franz Miltenberger]] für ihn einsetzte, wurde Pfarrer Häfner am 12. Dezember 1941 ohne richterlichen Beschluss in den sogenannten [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Priesterblock]] des  KZs Dachau (Häftlingsnummer 28876)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/bayern/georg-haefner-wird-selig-gesprochen-zu-tode-gequaelt-1.1097430 Zu Tode gequält – Süddeutsche Zeitung vom 15. Mai 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; gebracht, wo er am 20. August 1942 an den Folgen der Misshandlungen und Unterernährung starb. Seine Urne wurde zunächst am 18. September 1942 in der Priestergrablege auf dem [[Hauptfriedhof Würzburg|Würzburger Hauptfriedhof]] beigesetzt. Neben dem gesamten Diözesanklerus war als Abgesandter des Kardinals [[Michael von Faulhaber|Faulhaber]] auch der ebenfalls später seliggesprochene Pater und Nazigegner [[Rupert Mayer]] zugegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Wittstadt: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Staat im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 453–478 und 1304 f., hier: S. 458–463: &amp;#039;&amp;#039;Die Ära des Volks- und Widerstandsbischofs Matthias Ehrenfried (1924–1948).&amp;#039;&amp;#039; S. 462.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seligsprechungsprozess ==&lt;br /&gt;
Am 9. Dezember 1982 wurde die Urne unter Beisein von Bischof [[Paul-Werner Scheele]] in die Krypta der [[Kollegiatstift Neumünster|Neumünsterkirche]] überführt. Am 23. Juli 1992 wurde das Bischöfliche Erhebungsverfahren zur [[Seligsprechung]] eingeleitet und am 31. Mai 2002 abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/bistum/portait/geschichte/haefner.html | wayback=20130207233731 | text=Pfarrer Georg Häfner}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 3. Juli 2009 unterzeichnete [[Papst]] [[Benedikt XVI.]] ein Dekret, dem zufolge Häfner als [[Märtyrer]] gelte. Am 8. September 2010 gaben der Würzburger Bischof [[Friedhelm Hofmann]] und der Postulator im Seligsprechungsprozess, [[Domdekan]] Günter Putz, die Seligsprechung am  15. Mai 2011 im [[Würzburger Dom|Kiliansdom in Würzburg]] bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bistum-wuerzburg&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wissen.bistum-wuerzburg.de/bistum/struktur/ha-iii---putz |wayback=20160107110741 |text=Postulator im Seligsprechungsprozess   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Motto für die Seligsprechung lautete: &amp;#039;&amp;#039;einfach, gläubig, konsequent&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolpersteine Würzburg, Georg Häfner (Kollegiatstift Neumünster).jpg|miniatur|hochkant|[[Liste der Stolpersteine in der Würzburger Altstadt|Stolperstein]] vor dem [[Kollegiatstift Neumünster]] in Würzburg.]]&lt;br /&gt;
Der [[Monteverdichor Würzburg]] widmete seine Konzerte „Die Seligpreisungen“ am 16. und 17. Juli 2010 Georg Häfner und Pater [[Engelmar Unzeitig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20190222123933/http://www.hochschulchor.uni-wuerzburg.de/cesar-franck-die-seligpreisungen-2/ César Franck: „Die Seligpreisungen“]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach führte im März 2011 ein szenisches [[Oratorium]] &amp;#039;&amp;#039;Häfner – eine Entscheidung&amp;#039;&amp;#039; auf. Nach Georg Häfner wurde 2011 in Würzburg in der Nähe seines Elternhauses ein Platz an der Ecke der Bockgasse (früher: Obere Bockgasse)&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Rottenbach: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Straßennamen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.today/2012.09.06-062358/http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Die-Stadt-hat-einen-Georg-Haefner-Platz;art735,6144518 Die Stadt hat einen Georg-Häfner-Platz], Artikel in der Mainpost vom 13. Mai 2011 &amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich erinnert, seit dem 11. Juni 2007, ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] vor dem Würzburger Neumünster an den Märtyrerpriester.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bistum-wuerzburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche hat Pfarrer Georg Häfner als Glaubenszeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Paul-Werner Scheele]], [[Klaus Wittstadt]]: &amp;#039;&amp;#039;Georg Häfner. Priester und Opfer. Briefe aus der Haft. Gestapodokumente.&amp;#039;&amp;#039; Echter-Verlag, Würzburg 1983, ISBN 3-429-00838-7.&lt;br /&gt;
* [[Günter Putz]]: &amp;#039;&amp;#039;Gott ist der Grund. Das Lebenszeugnis von Georg Häfner. Einsichten in das Priesteramt.&amp;#039;&amp;#039; Echter-Verlag, Würzburg 2000, ISBN 3-429-02198-7.&lt;br /&gt;
* Fides Amberg-Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Märtyrer Georg Häfner – Priester und Opferlamm.&amp;#039;&amp;#039; Pfauenhofverlag Michael und Fides Amberg, Würzburg 2010, ISBN 978-3-9804505-3-9.&lt;br /&gt;
* Günter Putz: &amp;#039;&amp;#039;Daheim im Ewigen. Pfarrer Georg Häfner (1900-1942). Ein Märtyrerpriester&amp;#039;&amp;#039;. Echter-Verlag, Würzburg 2010, ISBN 978-3-429-03348-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Boom (Hrsg.), Bernhard Schweßinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeuge für die Vielen. Die Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner in Würzburg&amp;#039;&amp;#039;. Echter-Verlag, Würzburg 2011, ISBN 978-3-429-03466-5.&lt;br /&gt;
* Diözesanarchiv Würzburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Häfner 1900–1942.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2011.&lt;br /&gt;
* Günter Putz: &amp;#039;&amp;#039;Opferfrucht. Der selige Georg Häfner (1900–1942).&amp;#039;&amp;#039; Echter-Verlag, Würzburg 2013, ISBN 978-3-429-03573-0.&lt;br /&gt;
* Klaus Wittstadt, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Seliger Pfarrer Georg Häfner&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, S. 706–708.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.georg-haefner.de/ Gedenkseite für Georg Häfner]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/bistum/portait/geschichte/haefner.html | wayback=20130207233731 | text=Lebenslauf auf der Internetpräsenz des Bistums Würzburg}}&lt;br /&gt;
* {{Hl-Lex|b|Georg_Haefner.html}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/information/medien/pressestelle/nachrichten/index.html?f_action=show&amp;amp;f_newsitem_id=43093%23 | archive-is=20130210142229 | text=Bekanntgabe der Seligsprechung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118544438|LCCN=n/00/101315|VIAF=3262358}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hafner, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger|Georg, Hafner]] &amp;lt;!-- Hl. u. Sel. nach Vornamen sort. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im UV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Würzburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Häfner, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Häfner, Joseph Georg Simon (vollständiger Name); Aloysius vom heiligen Sakrament (Ordensname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher römisch-katholischer Priester und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Oktober 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Würzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. August 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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