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	<title>Georg Groscurth - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T07:38:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Groscurth&amp;diff=258968&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schreiben: /* Literatur */ Wikilink</title>
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		<updated>2026-01-29T11:24:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berliner Gedenktafel Georg Groscurth.jpg|mini|[[Berliner Gedenktafel]] für Georg Groscurth am ehemaligen [[Krankenhaus Moabit]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Unterhaun groscurthvorne.jpg|mini|hochkant|Georg Groscurth gewidmeter Gedenkstein auf dem Bergfriedhof in Hauneck-Unterhaun]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westend Anneliese-und-Georg-Groscurth-Platz.JPG|mini|Schild: &amp;#039;&amp;#039;Anneliese-und-Georg-Groscurth-Platz&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Trakehner Allee 1 (Westend) Georg Anneliese Groscurth.jpg|mini|Ehrengräber von Georg und Anneliese Groscurth auf dem [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Groscurth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1904]] in [[Unterhaun]], heute zu [[Hauneck]], Provinz [[Hessen-Nassau]]; † [[8. Mai]] [[1944]] im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Arzt]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Georg Groscurth war Sohn eines [[Landwirt]]es, er studierte [[Medizin]] an der [[Universität Marburg]], der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau]], der [[Universität Graz]] und der [[Universität Wien]]. In [[Berlin]] schloss er sein Studium 1930 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum &amp;#039;&amp;#039;Dr.&amp;amp;nbsp;med.&amp;#039;&amp;#039; ab. Anschließend war Groscurth als Assistent am [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft|Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie]] tätig. Dort machte er die Bekanntschaft des Chemikers [[Robert Havemann]], mit dem er einige Jahre später eine Widerstandsgruppe gründete. Robert Havemann und Georg Groscurth waren gemeinsam in der marxistischen Gruppe [[Neu Beginnen]] politisch tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933 arbeitete Groscurth als Internist am Berliner [[Krankenhaus Moabit]] und später auch als Mitarbeiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physikalische Chemie in Berlin. Da man ihn und seinen Freund Havemann kommunistischer Neigungen verdächtigte, verloren sie ihre Stellen am Institut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexi&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Steinbach (Historiker)|Peter Steinbach]], [[Johannes Tuchel]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Widerstandes 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. 2., überarb. u. erw. Auflage. C.H.Beck, 1998, ISBN 3-406-43861-X, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1935 in „Robert-Koch-Krankenhaus“ umbenannten Krankenhaus Moabit wurde Groscurth 1939 Oberarzt und übernahm bei Kriegsbeginn die Leitung des Krankenhauses. 1940 wurde er Privatdozent an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Groscurth ab 1933 unter anderem miterlebt hatte, wie seine jüdischen Kollegen ihrer Ämter enthoben wurden, entschloss er sich zum Bruch der ärztlichen Schweigepflicht, als der [[Stellvertreter des Führers]] [[Rudolf Heß]] sein Patient wurde, und gab alles, was der [[Hypochondrie|hypochondrische]] Heß ihm in seinen Konsultationen erzählte, an Widerstandsgruppen weiter, darunter zum Beispiel Pläne für neue [[Konzentrationslager]] oder den geplanten [[Unternehmen Barbarossa|Überfall auf die Sowjetunion]]. Zusammen mit Robert Havemann, dem Architekten [[Herbert Richter (Architekt)|Herbert Richter(-Luckian)]] und dem Zahnarzt [[Paul Rentsch]] gründete Groscurth die Widerstandsgruppe &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Union (Widerstandsgruppe)|Europäische Union]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie versteckten Juden und [[Fahnenflucht|Deserteure]]. Groscurth schrieb, soweit es ihm möglich war, auch Soldaten [[Tauglichkeitsgrad|wehruntauglich]]. 1943 lernte er die zur [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeit]] nach Deutschland verschleppte Ärztin [[Galina Romanowa]] kennen, versorgte sie mit Medikamenten, gab ihr fachlichen Rat und unterstützte sie bei der Organisation des Widerstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Widerstandsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Europäische Union&amp;#039;&amp;#039; wurde 1943 verraten und Groscurth und seine Frau Anneliese wurden während ihres Urlaubs am 4. September 1943 festgenommen. Am 16. Dezember 1943 wurde er vom [[Volksgerichtshof]] wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und „Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexi&amp;quot; /&amp;gt; Das [[Todesstrafe|Todesurteil]] wurde von den [[Richter]]n am Volksgerichtshof [[Roland Freisler]] und [[Hans-Joachim Rehse]] unterzeichnet. Georg Groscurth wurde am 8. Mai 1944 im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]] [[Guillotine|enthauptet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende lebte seine Witwe [[Anneliese Groscurth]] mit den beiden gemeinsamen Söhnen Peter (Professor für Anatomie) und Jan in [[Wehrda (Haunetal)|Wehrda]] in [[Hessen]], später in [[West-Berlin]]. Der Schriftsteller [[Friedrich Christian Delius]] wuchs mit den Söhnen Groscurths auf und veröffentlichte 2004 den Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Jahr als Mörder]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem er das Leben von Georg und Anneliese Groscurth darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab von Georg Groscurth befindet sich auf dem landeseigenen [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]]. Seine Frau Anneliese wurde 1996 neben ihm beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;487.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Ruhestätten des Ehepaars Groscurth (Grablage: I-Erb.-Mauer) sind seit 2020 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengräber des Landes Berlin]] gewidmet. Die Widmung gilt zunächst für die übliche Frist von zwanzig Jahren, kann anschließend aber verlängert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/senuvk/umwelt/stadtgruen/friedhoefe_begraebnisstaetten/downloads/eg-liste.pdf#page=29 &amp;#039;&amp;#039;Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: Juni 2020)&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF, 439&amp;amp;nbsp;kB) Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, S.&amp;amp;nbsp;29; abgerufen am 12.&amp;amp;nbsp;August 2020. [https://www.parlament-berlin.de/ados/18/IIIPlen/vorgang/d18-2864.pdf &amp;#039;&amp;#039;Anerkennung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF, 163&amp;amp;nbsp;kB) Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache&amp;amp;nbsp;18/2864 vom 7.&amp;amp;nbsp;August 2020, S.&amp;amp;nbsp;1 und&amp;amp;nbsp;5; abgerufen am 12.&amp;amp;nbsp;August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Eine Gedenktafel für Georg Groscurth befindet sich in der [[Turmstraße]] 21 in [[Berlin-Moabit]].&lt;br /&gt;
* 1977 wurde im Berliner [[Bezirk Pankow]] die „Groscurthstraße“ nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* 2005 wurde in [[Berlin-Westend]] der „Anneliese-und-Georg-Groscurth-Platz“ eingeweiht.&lt;br /&gt;
* 1980 wurde in [[Unterhaun|Hauneck-Unterhaun]] auf dem Bergfriedhof ein Gedenkstein gesetzt. Auf seiner Vorderseite steht ein Zitat aus seinem Abschiedsbrief: „Ich sterbe für ein Leben ohne Menschenhaß“. Auf der Rückseite steht ein Zitat aus dem [[Evangelium nach Johannes|Johannesevangelium]] (15,13): „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde“.&lt;br /&gt;
* 2005: Ehrentitel „[[Gerechter unter den Völkern]]“ in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem für die Hilfe, die er verfolgten Juden in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] zukommen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{righteous.yadvashem.org |ID=5419419 |Eintrag= Groscurth Georg &amp;amp; Anneliese (Plumpe)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Beier (Historiker)|Gerhard Beier]]: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiterbewegung in Hessen. Zur Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung durch einhundertfünfzig Jahre (1834–1984).&amp;#039;&amp;#039; Insel, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-458-14213-4, S. 429–430.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Christian Delius]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Jahr als Mörder]].&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Berlin 2004, ISBN 3-87134-458-3.&lt;br /&gt;
* [[Sabine Schleiermacher]], [[Udo Schagen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Charité im Dritten Reich. Zur Dienstbarkeit medizinischer Wissenschaft im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2008, ISBN 3-506-76476-4.&lt;br /&gt;
* Ingeborg Klemperer: &amp;#039;&amp;#039;Der Antifaschist Georg Groscurth.&amp;#039;&amp;#039; Sonderdruck aus Forschen und Wirken; Festschrift zur 150-Jahr-Feier der Humboldt-Universität zu Berlin, Band I. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121278956}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|georg-groscurth}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gegen-diktatur.de/beispiel.php?beisp_id=476&amp;amp;tafel_id=12&amp;amp;thema=0 Biografie.] Gegen-Diktatur.de&lt;br /&gt;
* Claudia Keller: [https://www.tagesspiegel.de/622034.html &amp;#039;&amp;#039;Israel würdigt NS-Gegner der „Europäischen Union“ um Georg Groscurth.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. Juli 2005.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Gedenken an den Widerstandskämpfer Dr. Georg Groscurth aus Unterhaun&amp;#039;&amp;#039;  In: &amp;#039;&amp;#039;Mein Heimatland.&amp;#039;&amp;#039; Beiblatt der &amp;#039;&amp;#039;[[Hersfelder Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; [http://www.hersfelder-zeitung.de/bilder/2010/01/26/1951157/522614662-200746101192442986.pdf hersfelder-zeitung.de] (PDF; 111 kB) &lt;br /&gt;
* [https://luise-berlin.de/gedenktafeln/mit/g/groscurth_georg.htm &amp;#039;&amp;#039;Groscurth, Georg&amp;#039;&amp;#039;.] In: Ehrungsverzeichnis des [[Luisenstädtischer Bildungsverein|Luisenstädtischen Bildungsvereins]]; Inschrift der Gedenktafel&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/cc551266-ccfc-4bda-968c-fef1d799df4a/ Nachlass.] Bundesarchiv NY 4679&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=121278956|titel=Groscurth, Georg|datum=2020-10-19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121278956|VIAF=45153357}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Groscurth, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Neu Beginnen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäische Union (Widerstandsgruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Groscurth, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Unterhaun]], heute zu Hauneck, Provinz Hessen-Nassau&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Mai 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schreiben</name></author>
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