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	<title>Georg Giese - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Giese&amp;diff=725991&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;UweRohwedder: /* Gemälde Hans Holbeins des Jüngeren */ wl</title>
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		<updated>2025-11-13T07:04:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gemälde Hans Holbeins des Jüngeren: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Giese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gisze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (* [[2. April]] [[1497]] in [[Danzig]]; † [[3. Februar]] [[1562]] in Danzig) war ein [[Kaufmann]], der ab dem Jahr 1522 im Londoner [[Hanse]]-Kontor, dem sogenannten [[Stalhof]], für die Kölner Hanseniederlassung tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Familie [[Giese (Patriziergeschlecht)|Giese]], zu der auch der [[Bistum Pelplin|Kulmer]] und später [[Erzbistum Ermland|ermländische]] Bischof [[Tiedemann Giese]],&amp;lt;ref&amp;gt;Diesen Namen trugen sowohl der ältere Bruder, als auch ein promovierter Sohn des Georg Giese.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Freund des [[Nikolaus Kopernikus]], und [[Albrecht Giese]] gehörten, stammte ursprünglich aus [[Unna]] und war mit ihm in vierter Generation in Danzig ansässig.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tablica Genealogiczna Rodziny Giesów do Polowy XVI Wieku&amp;#039;&amp;#039;. Anlage zu: [[Teresa Borawska]]: &amp;#039;&amp;#039;Tiedemann Giese. (1480–1550). W zyciu wewnøetrznym Warmii i Prus Królewskich&amp;#039;&amp;#039;. Wydawn Pojezierze, Olsztyn (Allenstein in Ostpreußen), 1984. (In der [[Genealogie|genealogischen]] Tafel werde teilweise polnische Namensformen verwendet; so wird Georg hier als Jerzy verzeichnet.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemälde Hans Holbeins des Jüngeren ==&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemälde&lt;br /&gt;
| bilddatei = Der Kaufmann Georg Gisze (Hans Holbein the Younger).jpg&lt;br /&gt;
| alt       = &lt;br /&gt;
| titel     = Bildnis des Danziger Hansekaufmanns Georg Gisze in London&lt;br /&gt;
| künstler  = [[Hans Holbein der Jüngere]]&lt;br /&gt;
| jahr      = 1532&lt;br /&gt;
| technik   = Ölfarben auf Eichenholz&lt;br /&gt;
| höhe      = 96,3&lt;br /&gt;
| breite    = 85,7&lt;br /&gt;
| museum    = [[Gemäldegalerie]] der [[Staatliche Museen zu Berlin|Staatlichen Museen zu Berlin]]&lt;br /&gt;
| ort       = [[Berlin]]&lt;br /&gt;
| museen    = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Maler [[Hans Holbein der Jüngere]] porträtierte Gisze im Jahr 1532 auf dem Gemälde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bildnis des Danziger Hansekaufmanns Georg Gisze in London&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das dieser vermutlich selbst in Auftrag gegeben hatte und diesen in aufwendiger Kleidung und umgeben von [[Allegorie|allegorisch]] zu verstehenden Gegenständen in seinem [[Kontor]] zeigt; der Künstler war zu dieser Zeit in [[London]] tätig. Die Attribute (Briefe, Rechnungsbuch, Waage, Siegel etc.) lassen den Betrachter in dem Dargestellten einen Kaufmann erkennen. Das Bild zeigt auch die älteste Darstellung einer am Körper tragbaren [[Taschenuhr]] (&amp;#039;&amp;#039;Dosenuhr&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
[[Datei:Holbein Hans d.J. — Kaufmann Georg Gisze — Ring.jpg|mini|Detail des von Hans Holbein gemalten Porträts (1532): Siegelring mit dem Wappen der Danziger [[Giese (Patriziergeschlecht)|Patrizierfamilie Giese]]]]&lt;br /&gt;
Das [[Porträtmalerei|Porträt]] zeigt Gisze, der aus einer erfolgreichen Familie von Danziger Handelsleuten stammte, im Alter von 34 Jahren. Wenig später kehrte Gisze nach Danzig zurück, wo er 1535 die angesehene Bürgerstochter Christine Krüger heiraten sollte. Eine Nelke ist in der Blumenvase im Vordergrund des Bildes vor Gieszes rechtem Arm zu sehen. Diese [[Landnelke|Nelke]] galt auch noch in der frühneuzeitlichen Malerei als ein Zeichen der Lauterkeit. Daneben finden sich in der Vase [[Rosmarin]], ein Symbol der (liebevollen) Treue und [[Goldlack]], ein Sinnbild der Beständigkeit. Ob diese Symbole nicht nur den edlen Charakter des Georg Giese beleuchten sollen, sondern auch mit der bevorstehenden Hochzeit von Giese zusammenhängen, lässt sich nicht zweifelsfrei klären. Die drei Symbole zusammen könnten vielleicht sichtbar machen, dass die angesehene Bürgerstochter einem Bräutigam Gisze wohl trauen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Identifizierung Giszes ist durch eine lateinische Inschrift am oberen Bildrand oberhalb seines Kopfes gesichert: „Was du hier siehst, zeigt auf das Bildnis Georgs Züge und Bild; so lebendig ist sein Auge, so seine Wangen geformt. In seinem vierunddreißigsten Jahr des Herrn 1532“. Der auf [[Mittelniederdeutsche Sprache|Mittelniederdeutsch]] verfasste Brief, den Georg Gisze in Händen hält, ist ebenfalls gut lesbar: „Dem Erszamen/Jorgen gisze to lundene engelant mynem/broder to handen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holbein hat mit diesem Porträt das bedeutendste Kaufmannsporträt in der deutschen Malerei geschaffen, das sich bis ins 20. Jahrhundert hinein enormer Rezeption erfreute. Das Bildnis demonstriert die umfassenden malerischen Fähigkeiten Holbeins eindrucksvoll und stellt einen Höhepunkt innerhalb der Porträtmalerei dar. Die Darstellung verschiedener Stofflichkeiten (Glasvase, Pflanzen, Kleidung, Teppich etc.) gelingen dem Maler, der zu dieser Zeit bereits für König [[Heinrich VIII. (England)|Heinrich VIII.]] von England arbeitete, auf das leichteste. Damit wird das Bildnis zu einem der Hauptwerke Holbeins des Jüngeren wie auch zu einem bedeutenden Hauptwerk der nordalpinen [[Renaissance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typologisch knüpft Holbein wohl an zwei Traditionen an: Zum einen an italienische Darstellungen des hl. [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] in seiner mit Büchern und anderen Attributen ausgestatteten Studierstube. Zum anderen führt er Traditionen der flämischen Malerei ab 1500 fort, wobei man wohl insbesondere an [[Quentin Massys]] und seine Darstellungen von Geldwechslern oder Goldwägern zu denken hat. Aber auch einen der Meisterstiche von Albrecht Dürer: &amp;#039;&amp;#039;[[Der heilige Hieronymus im Gehäus]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemälde wurde mit Ölfarben auf Holz gemalt und misst 96,3 × 85,7 cm. Es ist Teil der ständigen Ausstellung der [[Gemäldegalerie (Berlin)|Gemäldegalerie Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesem Gemälde hat Holbein noch einige weitere Hansekaufleute porträtiert, die ebenfalls am Londoner Stalhof arbeiteten. Diese können sich – obgleich auch sie sehr gute Porträts sind – nicht mit dem Giszes messen, da sie wesentlich kleinformatiger und viel weniger reich gearbeitet sind und so z.&amp;amp;nbsp;B. kaum Attribute zeigen. Insofern kommt dem „Bildnis des Georg Gisze“ eine Sonderstellung zu und der häufig in der Wissenschaft geäußerten These, es handele sich hierbei um eine Reihe an sog. Stalhof-Porträts, muss aufgrund der Inhomogenität der Bildnisse zumindest mit starken Vorbehalten begegnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg Giese 100 000 Mark 1923.jpg|mini|Porträt Gieses auf einer Reichsbanknote von 1923]]&lt;br /&gt;
Die [[Handelshochschule Leipzig]] verwendet – mit Unterbrechungen – seit 1923 ein Signet, welches eine leicht stilisierte Wiedergabe des &amp;#039;&amp;#039;Bildnis des Kaufmanns Georg Gisze&amp;#039;&amp;#039; von Hans Holbein dem Jüngeren aus dem Jahre 1532 darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igghhl.de/signum.php4 &amp;#039;&amp;#039;Die Signets der Handelshochschule Leipzig.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 11. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite einer Hunderttausend Mark [[Reichsbank]]note von 1923 ist das Porträt Gieses nach Holbein in einem kreisrunden Ausschnitt wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* T. Andratschke: &amp;#039;&amp;#039;Deme Ersamen syriacuß Kallen te Lunde up Staelueff sy desse breff.&amp;#039;&amp;#039; In: Praxis Geschichte 1/2001&lt;br /&gt;
* [[Hermann Freytag (Historiker)|Hermann Freytag]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildnis eines Danzigers, von Hans Holbein gemalt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Westpreussischen Geschichtsvereins.&amp;#039;&amp;#039; 40/1899, S. 107–115.&lt;br /&gt;
* Gemäldegalerie Berlin / Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: 200 Meisterwerke. Berlin 1998, S. 108–111 ([http://www.smb.spk-berlin.de/d/feature/ggnb/werke1.html smb.spk-berlin.de]).&lt;br /&gt;
* Kurt Löcher: &amp;#039;&amp;#039;Der Londoner Stahlhof und Hans Holbein.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Cord Meckseper]] (Hrsg.), Stadt im Wandel. Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland 1150–1650, Stuttgart-Bad Cannstatt 1985, Band 3, Seite 667f.&lt;br /&gt;
* Katrin Petter-Wahnschaffe, &amp;#039;&amp;#039;Hans Holbein und der Stalhof in London&amp;#039;&amp;#039;, Berlin und München 2010, S. 29–48&lt;br /&gt;
* Kurt Löcher: &amp;#039;&amp;#039;Hans Holbeins Bildnis des Georg Gisze in Teilkopien&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, 70. Bd., H. 4 (2007), S. 573–578&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ExternalInterface&amp;amp;module=collection&amp;amp;objectId=868769&amp;amp;viewType=detailView &amp;#039;&amp;#039;Hans Holbein d. J. (1497–1543) Der Kaufmann Georg Gisze, 1532&amp;#039;&amp;#039;.] „Werke der Sammlung SMB-digital“&lt;br /&gt;
* Birgit Kersten: [http://www.bildung-lsa.de/unterricht/faecher/geschichte/die_zeit_der_renaissance/meisterwerke_der_malerei___arbeitsblaetter__raetsel/die_renaissance_als_kunstepoche___meisterwerke_der_malerei_.html#pagestart Die Renaissance als Kunstepoche – Meisterwerke der Malerei, Bildungsserver Sachsen-Anhalt]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* Audio {{cite web | title = Holbein’s The Merchant Georg Gisze | work = | publisher =Google Art Project | date = | language=englisch|url =http://www.googleartproject.com/collection/gemaldegalerie-staatliche-museen-zu-berlin/artwork/the-merchant-georg-gisze-hans-holbein-the-younger/326359/details/5-audio/ | accessdate =24. März 2013}}&lt;br /&gt;
* video1 = {{cite web | title = Holbein&amp;#039;s The Merchant Georg Gisze | work = | publisher =Smarthistory at [[Khan Academy]] | date = | language=englisch|url =http://smarthistory.khanacademy.org/holbein-the-merchant-georg-gisze.html | accessdate =24. März 2013}}&lt;br /&gt;
* video2 = {{cite web | title =HOLBEIN: The Merchant Georg Gisze | work =ArtSleuth | publisher =Canaleducatif | date = | language=englisch|url =http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;amp;v=SSgo1nJs498#!  | accessdate =24. März 2013}}&lt;br /&gt;
* video2 = {{cite web | title =L’Art en Question 09 : HOLBEIN – Le Marchand Georg Gisze – Le Monde mis en boîte | work =ArtSleuth | publisher =Canaleducatif/Google Art Project | date = | language=französisch|url =http://www.googleartproject.com/collection/gemaldegalerie-staatliche-museen-zu-berlin/artwork/the-merchant-georg-gisze-hans-holbein-the-younger/326359/details/1-video/  | accessdate =24. März 2013}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Der Kaufmann Georg Gisze (Holbein der Jüngere)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13361400X|VIAF=13504871}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Giese, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaufmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königlich-Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Stalhofs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemäldegalerie (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Giese (Patriziergeschlecht)|Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1497]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1562]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Giese, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gisze, Georg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann, Schöffe, Ratmann und Burggraf&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. April 1497&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Februar 1562&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;UweRohwedder</name></author>
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