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	<title>Georg Fritze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T19:12:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Fritze&amp;diff=486768&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gustav moenus: Korrektur Verweise: Freistaat Sachsen ist nicht dasselbe wie preuß. Provinz Sachsen (heute überwiegend Teil von Sachsen-Anhalt!!)</title>
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		<updated>2026-01-17T21:43:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur Verweise: Freistaat Sachsen ist nicht dasselbe wie preuß. Provinz Sachsen (heute überwiegend Teil von Sachsen-Anhalt!!)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bernhard Georg Fritze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. August]] [[1874]] in [[Magdeburg]]; † [[3. Januar]] [[1939]] in [[Köln]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://historischesarchivkoeln.de/MetsViewer/view.html?fileName=http://historischesarchivkoeln.de:8080/actaproweb/mets?id=3E43AF9B-6178-4EDD-9B2B-5C85DAFA7CFA_10S1939r1_Orig_n2009_20150817123714.xml&amp;amp;fileId=dig0fb4eab6-e21e-4703-a58c-287a204c2993&amp;amp;imageResizeFactor=0.8&amp;amp;imageRotationFactor=0&amp;amp;key= |titel=Sterbeurkunde Nr. 10 vom 4. Januar 1939, Standesamt Köln I |werk=LAV NRW R Personenstandsregister |hrsg= |datum= |abruf=2020-08-14 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Protestantismus|evangelischer]] [[Pfarrer]] und [[Theologe]], [[Religiöser Sozialismus|religiöser Sozialist]] und [[Antifaschist]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathausturm Köln - Georg Fritze-4860.jpg|mini|Georg Fritze – Abbildung am [[Liste der Kölner Ratsturmfiguren|Kölner Rathausturm]]]]&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritze studierte [[Evangelische Theologie]] in [[Halle (Saale)]] und [[Marburg]], machte erstes theologisches Examen 1896 in Halle, zweites Examen 1898 in Magdeburg und leistete danach Militärdienst (1889–1890). Anschließend war er Hilfsprediger, und später „zweiter Pfarrer“ in der Belgischen Missionskirche in der [[Église protestante (Charleroi)|Église protestante]] in [[Charleroi]], wo er am 30. September 1900 [[Ordination|ordinierte]]. Nach vier Jahren kehrte er in die [[Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen|preußische Provinzialkirche]] in der [[Provinz Sachsen]] zurück, wo er erst einmal das [[Vikar]]iat nachholen musste. Nach einem Jahr wurde er als Pfarrer in die Gemeinde [[Nordhausen]] gewählt. 1905 heiratete er die Holländerin Katharina Anna „Cato“ Havelaar (1883–1964) aus [[Haarlem]]; aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1916 nahm Fritze die Wahl auf die Pfarrstelle in der [[Trinitatiskirche (Köln)|Trinitatiskirche]] zu [[Köln]]. Am 15. und 19. Januar 1919 sprach er im zu diesem Anlass völlig überfüllten Kölner [[Gürzenich]]saal über das damals äußerst ungewöhnliche Thema „Kirche und Sozialdemokratie“. Georg Fritze fordert ein Ende der Gegnerschaft der Kirche zur [[Arbeiterbewegung]] und kritisierte zugleich die Religionsfeindschaft der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]].&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Fritze: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Prolingheuer: &amp;#039;&amp;#039;Der rote Pfarrer&amp;#039;&amp;#039; (...) 2, 1989. S. 193–201&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge fand sich um den engagierten Pfarrer eine Gruppe religiös interessierter Arbeiter zusammen, die sich am 9. März 1920 als „[[Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands|Bund religiöser Sozialisten]] Köln“ konstituierte. Fritze gehörte damit nach [[Christoph Blumhardt]], der dafür 1899 noch sein Pfarramt aufgeben musste, mit [[Erwin Eckert]] und [[Emil Fuchs]] zu den ersten Pfarrern in Deutschland, die als Sozialisten bekannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1919 reiste Georg Fritze zum [[Tambach-Dietharz|Tambacher]] Treffen evangelischer Theologen (aus dem auch die sogenannte [[Dialektische Theologie]] der [[1920er|1920er Jahre]] hervorging) und lernte dort unter anderen [[Karl Barth]] kennen, der später so wie Fritze bis zu seiner Vertreibung aus Deutschland einer der wenigen evangelischen Pfarrer in der SPD wurde. Allerdings blieb Fritze weiterhin eher ein liberaler Theologe, der sich erst zu Anfang der 1930er Jahre der Dialektischen Theologie, und insbesondere Karl Barth, zuwandte: erst recht da Barth nun im benachbarten [[Bonn]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der 1920er-Jahre setzte sich Fritze auch für die [[Ordination]] von Frauen ein; mindestens vier Frauen absolvierten bei ihm ihre Zeit als Vikarinnen, was damals ungewöhnlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde Georg Fritze erster Pfarrer in der instandgesetzten [[Kartäuserkirche (Köln)|Kölner Kartäuserkirche]]. In den „Kartäuser Pfarrblättern“ warnte er immer wieder vor dem [[Faschismus]]. Im Dezember 1930 diskutierten er und seine Mitstreiter vom Bund der religiösen Sozialisten Köln über die Gewaltfrage im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]]. Sie befürchteten bereits „möglicherweise bevorstehende Kämpfe“ und diskutierten, ob diesen prinzipiell gewaltfrei zu begegnen, oder ob mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zu rechnen sei und man sich auf diese vorbereiten solle.&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg Fritze -Grab.jpg|mini|Georg Fritze – Familiengrab auf dem Kölner Südfriedhof]]&lt;br /&gt;
Ab 1933 verschärfte die wachsende Zahl der sogenannten [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] in Kölner Gemeinden die Konflikte. Fritze beteiligte sich dagegen an der Gründung der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Gemeinde]]. Diese versuchte jedoch zwar, sich der nationalsozialistischen Vereinnahmung der Kirche zu entziehen, wurde darüber hinaus aber nicht antifaschistisch wirksam. Schließlich forderten auch Vertreter der Bekennenden Kirche, Fritze solle sich vom Sozialismus distanzieren und sich Forderungen der Nazis beugen. 1938 verlangte man von Fritze einen Treueid auf [[Adolf Hitler]]. Seine Weigerung wurde schließlich zum Vorwand genommen, ihn am 17. Oktober 1938 aus dem Pfarramt zu entfernen. Nach aufreibenden Auseinandersetzungen war Georg Fritzes Gesundheit stark beeinträchtigt. Am 3. Januar 1939 starb er 64-jährig nach einem [[Schlaganfall]] an [[Herzinsuffizienz#Alltagssprache und Doppeldeutungen|Herzversagen]] in seiner Kölner Wohnung. Drei Tage später wurde er auf dem [[Südfriedhof (Köln)|Südfriedhof]] (Flur 71) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
1980 kam es zu einer öffentlichen Entschuldigung seitens der Kirche, ausgesprochen durch den Kölner Stadtkirchenverband. Im Innenhof der Kartäuserkirche wurde 1981 eine Gedenktafel für Georg Fritze angebracht, gestaltet von dem Kölner Künstler und Architekten [[Rudolf Alfons Scholl]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Köln und Umgebung 1933-1945: der historische Reiseführer.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Köln 2012; S. 30. ([http://books.google.de/books?id=qGduwiLC-ooC&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;lpg=PA30&amp;amp;#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit demselben Jahr wird vom Kirchenkreis Köln-Mitte alle zwei Jahre die [[Georg-Fritze-Gedächtnisgabe]] vergeben, an „Menschen und Gruppen, die sich für die Opfer von Diktatur und Gewalt einsetzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Köln-Seeberg]] wurde eine Nebenstraße zur Karl-Marx-Allee Georg-Fritze-Weg genannt.&lt;br /&gt;
1992 stiftete die Evangelische Gemeinde eine Georg-Fritze-Statue des Bildhauers [[Joachim G. Droll]] für den Turm des [[Kölner Rathaus]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
(alle Seitenangaben aus Prolingheuer: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Pfarrer&amp;#039;&amp;#039;, ausführliche Belege dort)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Wir dürfen und können doch nicht vergessen, daß der Kern des Evangeliums, auf dem unser Dasein beruht, das &amp;#039;&amp;#039;Reich Gottes&amp;#039;&amp;#039; ist und daß dies &amp;#039;&amp;#039;Reich Gottes in allen Völkern aller Weltteile seine Glieder&amp;#039;&amp;#039; zählt und daß das Reich Gottes und das Reich des Vaterlandes, so sehr wir beide preisen, nicht dasselbe sind und daß &amp;#039;&amp;#039;nur eines von ihnen&amp;#039;&amp;#039; das Höchste sein kann.“ (1917, S. 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Es gibt keine grundstürzendere Revolution als Ernst machen mit der Bruderliebe.“ (1921, S. 39)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„In der Predigt kommt es nicht darauf an, dass der Pfarrer geistreiche Worte aus seinem Bildungsschatz und schöne Vergleiche findet; er darf sich auch nicht dadurch bestimmen lassen, ob viele oder weniger Menschen zu ihm kommen — entscheidend ist, dass er das Wort von Gott sagt. Er soll sein wie der sichtbar ausgestreckte Zeigefinger des Johannes (auf dem Grünewaldschen Bild von der Kreuzigung), der auf Jesus weist: dort ist Licht, dort ist Leben! Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! Wo Gott so verkündigt wird und wo die Herzen so das Wort aufnehmen, da geschieht etwas, da wird Friede, Freude, Freiheit, Gehorsam gegen den Willen Gottes…“ (1933, S. 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Kirche wird nicht zu Grunde gehen am &amp;#039;&amp;#039;Geschrei&amp;#039;&amp;#039; ihrer Gegner, aber sie könnte verhängnisvollen Schaden nehmen durch das &amp;#039;&amp;#039;Schweigen&amp;#039;&amp;#039; ihrer Freunde!“ (1938, S. 138)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Prolingheuer: &amp;#039;&amp;#039;Der rote Pfarrer. Leben und Kampf des Georg Fritze (1874–1939)&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Pahl-Rugenstein, Köln 1989, ISBN 3-7609-1271-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118536206}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kartaeuserkirche-koeln.de/pfarrer_georg_fritze.aspx Biografie] (Homepage Kartäuserkirche Köln, Evangelische Gemeinde Köln)&lt;br /&gt;
* [https://maps.google.de/maps/ms?msa=0 Lebensweg Georg Fritzes] (Köln-Stadtplan mit Einträgen zu Georg Fritze)&lt;br /&gt;
* [http://kirchenkreis-koeln-mitte.de/georg-fritze-gedaechtnisgabe.php Die Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe und ihre Preisträger]&lt;br /&gt;
* [http://de.evangelischer-widerstand.de/?#/menschen/Fritze Fritze] in der Online-Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Widerstand!? Evangelische Christen und Christinnen im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; (mit einem Porträt und vielen Schrift- und Bildquellen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118536206|LCCN=n/88/258208|VIAF=13098838}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fritze, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religiöser Sozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fritze, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fritze, Friedrich Bernhard Georg (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=evangelischer Pfarrer und Theologe, religiöser Sozialist und Antifaschist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. August 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Januar 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gustav moenus</name></author>
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