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	<title>Georg Friedrich Kolb - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kolb, Georg Friedrich (1808-1884).jpg|mini|Georg Friedrich Kolb, vor 1848]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Friedrich Kolb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Pseudonym]]: &amp;#039;&amp;#039;F. K. Brolch&amp;#039;&amp;#039;) (* [[14. September]] [[1808]] in [[Speyer]]; † [[15. Mai]] [[1884]] in [[München]]) war ein [[deutsche]]r [[Verleger]], [[Publizist]] und linksliberaler [[Politiker]]. Er war 1848/49 Mitglied der [[Frankfurter Nationalversammlung]], 1848 bis 1853 und 1863 bis 1872 Abgeordneter im [[Bayerische Ständeversammlung|Bayerischen Landtag]] sowie 1868/69 Mitglied des [[Zollparlament]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kolb war der Sohn von Jakob Christian Kolb und Karoline Christine, geborene Prior und besuchte in Speyer die Elementarschule und das Progymnasium. Seine Heimatstadt gehörte nach dem [[Wiener Kongress]] zum [[Rheinkreis]] des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]]. Bereits mit 14 Jahren trat er in die väterliche Buchdruckerei in Speyer ein&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Baumann: &amp;#039;&amp;#039;Pfälzer Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, Erster Band,  Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1964, S. 241 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und arbeitete an der vom Vater gegründeten, liberal-konstitutionellen &amp;#039;&amp;#039;Neuen Speyerer Zeitung&amp;#039;&amp;#039; mit. Nachdem sein Vater 1827 verstorben war, übernahm Kolb die Leitung von Druckerei und Zeitungsredaktion und betätigte sich fortan als Publizist und Verleger sowie als Autor des [[Karl von Rotteck|Rotteck]]-[[Carl Theodor Welcker|Welcker]]’schen [[Rotteck-Welckersches Staatslexikon|Staatslexikons]]. Kolb war ein profilierter [[Liberalismus|liberaler Politiker]] und Angehöriger der [[Alte Heidelberger Burschenschaft#Franconia|Heidelberger Burschenschaft Franconia]] (eventuell auch schon [[Fäßlianer]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/loennecker_burschenschaften-in-baden.pdf Profil und Bedeutung der Burschenschaften in Baden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war unter anderem Teilnehmer des [[Hambacher Fest]]es 1832. Aufgrund seiner Artikel wurde er im selben Jahr erstmals festgenommen, angeklagt aber letztlich freigesprochen. Im Zuge der [[Demagogenverfolgung]] wurde er deswegen im &amp;#039;&amp;#039;Schwarzen Buch&amp;#039;&amp;#039; der Frankfurter [[Bundeszentralbehörde]] (Eintrag Nr. 917) festgehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Toter Link |datum=2025-03 |url=https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/07a5846c-c764-45ef-8b34-c2665552df3e/ |text=Das Schwarze Buch |archivebot=2025-03-26 01:07:08 InternetArchiveBot}}&amp;#039;&amp;#039; digitalisiert im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1838 wurde er als jüngstes Mitglied in den Speyerer Stadtrat gewählt. Kolb wurde 1847 zur [[Heppenheimer Tagung]] eingeladen, an der er allerdings nicht teilnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Märzrevolution]] 1848 war er Delegierter im [[Vorparlament]], Präsident der Wahlkommission des [[Fünfzigerausschuss]]es und vertrat vom 18. Mai 1848 bis zum 18. Juni 1849 Speyer in der [[Frankfurter Nationalversammlung]]. Dort trat er für [[Demokratische Bewegung (Deutschland)|demokratische]] und [[Großdeutsche Lösung|großdeutsche]] Positionen ein. Er gehörte der linken Fraktion [[Deutscher Hof]] und nach deren Spaltung im Oktober 1848 dem gemäßigteren [[Nürnberger Hof (Fraktion)|Nürnberger Hof]] an. Am 20. Juli 1848 wurde er außerdem zum Bürgermeister von Speyer gewählt. Im Mai 1849 war er Mitunterzeichner eines Aufrufs zur [[Reichsverfassungskampagne]], nach Auflösung des Frankfurter Paulskirchenparlaments gehörte er im Juni 1849 dem [[Rumpfparlament (Deutschland)|Rumpfparlament]] in Stuttgart an. Im Zuge der Niederschlagung der Revolution wurde Kolb am 21. Juli 1849 als Bürgermeister von Speyer abgesetzt und seine &amp;#039;&amp;#039;Neue Speyrer Zeitung&amp;#039;&amp;#039; am nächsten Tag verboten. Ab dem 23. Juli 1849 war er für mehrere Monate in [[Zweibrücken]] wegen &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen der Verführung von Truppen sowie Verbrechen der Hilfeleistung zu Gunsten illegaler Behörden&amp;#039;&amp;#039; inhaftiert, bis ihn der [[Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken#Geschichte|Appellationshof der Pfalz]] am 3. Januar 1850 von jeder Anklage freisprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1848 bis zu seiner Mandatsniederlegung am 20. November 1853 war Kolb Mitglied der bayerischen [[Kammer der Abgeordneten (Bayern)|Kammer der Abgeordneten]], wo er zunächst den pfälzischen Wahlbezirk [[Germersheim]]–[[Bergzabern]], dann den Wahlbezirk Speyer–[[Frankenthal (Pfalz)]] vertrat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdBG&amp;quot;&amp;gt;{{HdBG Parlament|118564765}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor einem drohenden Prozess floh er 1853 in die Schweiz, wo er sechs Jahre mit seiner Familie im Exil verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolb veröffentlichte auch wissenschaftliche Arbeiten, etwa 1857 das Handbuch der vergleichenden Statistik oder Arbeiten zu [[Kaspar Hauser]]. Aufgrund seines statistischen Werkes war er Delegierter der Schweiz bei einem statistischen Kongress 1860 in London und wurde 1864 zum Ehrenmitglied des Rats der Universität Charkow gewählt. 1869 wurde er außerordentliches Mitglied der statistischen Zentralkommission Bayerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1859 war er für die demokratische &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; tätig, deren politischer Redakteur er ab 1864 war. Nachdem die Redaktion während des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]] im Juli 1866 von preußischen Truppen besetzt und versiegelt worden war, gab er diese Tätigkeit auf, schrieb aber weiterhin noch für die Zeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1863 bis zum 7. Februar 1872 war er abermals Landtagsmitglied in Bayern, bis 1869 als Abgeordneter des pfälzischen Wahlbezirks [[Kirchheimbolanden|Kirchheim]]–[[Kaiserslautern]], dann des Wahlbezirks [[Würzburg]] in [[Unterfranken]]. Er gehörte der Liberalen Mittelpartei an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdBG&amp;quot;/&amp;gt; 1868 bis 1869 war er als Vertreter des Wahlkreises 6 (Bayrische Pfalz, Kaiserslautern) fraktionsloses Mitglied des [[Zollparlament]]s, in welchem süddeutsche Abgeordnete mit den Vertretern des [[Reichstag (Norddeutscher Bund)|Reichstages]] des [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bundes]] über die wirtschaftliche Entwicklung des [[Deutscher Zollverein|Zollvereins]] berieten. Kolb war weiterhin großdeutsch orientiert und lehnte die Hegemonie Preußens im entstehenden deutschen Nationalstaat ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in München. Auch in dieser Zeit meldete er sich mit Artikeln zu Wort, die gegen die Politik Bismarcks und für eine Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich eintraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|441|442|Kolb, Georg Friedrich|Walter Braeuer|118564765}}&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Koblenz 2021, S. 92–94. ([http://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/biographisches-lexikon-deutsche-burschenschaft-dvorak-kaupp-politiker-nachtrag.pdf Online-PDF]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118564765}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118564765}}&lt;br /&gt;
* [http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=230 Georg Friedrich Kolb (1808–1884)] auf demokratiegeschichte.eu&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20120615075119/http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_III/Geschichte/Lehre/Politiker/Kolb.pdf Kolb, Dr. Georg Friedrich] (PDF, 73 KB)&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|118564765}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/b709f65c-5175-4918-b398-3863a61dd608/ Nachlass Bundesarchiv N 1758]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Pfalz (Bayern) 6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118564765|LCCN=no/2006/26126|VIAF=54940292}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kolb, Georg Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankfurter Zeitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statistiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Vorparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zollparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hambacher Fest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Kaiserslautern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Speyer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1808]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kolb, Georg Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger, Publizist und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1808&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Speyer]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Mai 1884&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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