<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Georg_Friedrich_Dentzel</id>
	<title>Georg Friedrich Dentzel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Georg_Friedrich_Dentzel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Friedrich_Dentzel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T19:54:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Friedrich_Dentzel&amp;diff=551373&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Abkürzung korrigiert, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Friedrich_Dentzel&amp;diff=551373&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-08T22:39:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Abkürzung korrigiert, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dentzel.png|mini|Georg Friedrich Dentzel als Ritter der Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[baron de l’Empire|Baron]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Friedrich Dentzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ab 1806 &amp;#039;&amp;#039;Georges-Frédéric [[baron de l’Empire|Baron]] Dentzel&amp;#039;&amp;#039;; * [[16. Juli]] [[1755]] in [[Bad Dürkheim|Dürkheim]]; † [[7. Mai]] [[1828]] in [[Versailles]]) war ein [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherischer]] Pfarrer, [[Jakobiner]] und französischer [[Offizier]] unter [[Napoleon Bonaparte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Dentzel wuchs als Sohn eines Bäckers in Dürkheim in der [[Kurpfalz]] auf und studierte, unterstützt von der [[Valentin Ostertag|Valentin-Ostertag-Stiftung]], an den Universitäten in [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]] und [[Jena]] [[protestantische Theologie]]. Als junger [[Militärgeistlicher|Feldgeistlicher]] trat er in das [[Régiment de Royal Deux-Ponts]] ein, einem vor allem in der Pfalz und im Elsass rekrutierten französischen Regiment des Herzogs [[Christian IV. (Pfalz-Zweibrücken)|Christian IV.]] von [[Zweibrücken]], das auf französischer Seite im [[Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg|Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg]] kämpfte. Dentzel nahm an dem Feldzug von 1780 bis 1783 und der [[Schlacht von Yorktown]] 1781 in [[Virginia]] teil, die zum entscheidenden Sieg über die britischen Kolonialherren führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf entfachten Dentzels politisches Engagement nach der Rückkehr nach Deutschland. In [[Landau in der Pfalz|Landau]] in der Pfalz, das seit 1648 mit nur kurzen Unterbrechungen eine französische [[Festung Landau|Festung]] war und eine [[Enklave]] auf deutschem Boden bildete, wählte ihn 1783 die evangelisch-lutherische Gemeinde ins Pfarramt („Erster Pfarrer und Senior im [[Konsistorium]]“). Er heiratete 1784 die Tochter des Ersten Bürgermeisters von Landau, Sybilla Louisa Wolff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner sozialen und seelsorgerischen Tätigkeit in der Gemeinde war Dentzel vor allem während der [[Französische Revolution|Revolution]] im französischen Landau aktiv. Er gründete 1790 eine [[Nationalgarde]] und die „Gesellschaft der Freunde der [[Konstitution]]“, den späteren [[Jakobiner]]klub der Stadt. 1792 wurde er Mitglied des [[Nationalkonvent]]s in Paris und 1795 kurzzeitig dessen Sekretär. Als [[Représentant en mission]] mit weitreichenden Vollmachten schickte ihn der Konvent in die Departemente [[Département Moselle|Moselle]] und [[Département Bas-Rhin|Bas-Rhin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Belagerung Landaus durch die [[Preußen]] im [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskrieg]] machte sich Dentzel um die Verteidigung der Stadt verdient, geriet aber in Konflikt mit den französischen Festungskommandanten. Er wurde nach Paris beordert und auf Befehl [[Georges Danton|Danton]]s in Haft genommen. Nur die Hinrichtung Dantons und [[Robespierre]]s rettete ihn vor der [[Guillotine]]. Unter der Herrschaft des [[Direktorium (Frankreich)|Direktorium]]s war Dentzel Mitglied des [[Direktorium (Frankreich)|Conseil des Anciens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 holte [[Napoleon Bonaparte]] Dentzel wegen seiner Verdienste bei der Vorbereitung zur [[Schlacht bei Jena und Auerstedt]] im Rang eines [[Oberst|Colonel]] in seinen Stab. Napoleon zog ihn des Öfteren zu wichtigen diplomatischen Aufgaben auf seinen Feldzügen heran. So war er Stadtkommandant von [[Weimar]], wobei er mit [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] und [[Christoph Martin Wieland|Wieland]] zusammentraf, sowie von [[Warschau]] und [[Wien]]. Hier sorgte er unter anderem dafür, dass die französischen Stabsoffiziere dem Komponisten [[Joseph Haydn]] bei dessen Beisetzung als Vertreter des revolutionären Frankreich die letzte Ehre erwiesen, indem sie hinter seinem Sarg hergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 wurde Dentzel vom französischen Kaiser zum  &amp;#039;&amp;#039;[[baron de l’Empire]]&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;[[Noblesse impériale]]&amp;#039;&amp;#039; erhoben und 1813, kurz vor der [[Völkerschlacht bei Leipzig]], zum Offizier der [[Ehrenlegion]] ernannt. Dentzel begleitete den Kaiser auf den meisten seiner Feldzüge und war Zeuge der [[Schlacht bei Waterloo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mit der Niederlage Napoleons, dem er bei dessen kurzer Rückkehr von [[Elba]] die Treue gehalten hatte, hatte Dentzels Karriere ihr Ende nicht erreicht: Er wurde 1815 von [[Ludwig XVIII.|Louis XVIII.]] mit dem Rang eines [[Maréchal de camp]] in den Ruhestand versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dentzel war bis 1822 Mitglied des Konsistoriums der „[[Evangelisch-Lutherische Kirche von Frankreich|Konsistorialen Kirche der Protestanten augsburgischer Konfession]]“ in Paris. 1828 starb er auf seinem Gut [[Petit Trianon]] bei Versailles, dem vormaligen Besitz der [[Madame de Pompadour]], den er erworben hatte. Er ist auf dem Friedhof Notre-Dame de Versailles beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dentzels Sohn [[Louis Dentzel|Louis]] (1786–1829) konnte als überzeugter Republikaner seine Militärkarriere nach 1814 im restaurativen Frankreich nicht fortsetzen und schloss sich in den 1820er Jahren der [[Griechische Revolution|griechischen Revolution]] an. Ein Enkel Dentzels war Baron [[Georges-Eugène Haussmann]], der im Auftrag von Kaiser [[Napoleon III.]] Paris städtebaulich neu gestaltete. Dentzel war entfernt verwandt mit dem Schriftsteller [[Friedrich Christian Laukhard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Mehringer: &amp;#039;&amp;#039;Georg Friedrich Dentzel. Pfarrer – Jakobiner – General. Ein pfälzisches Schicksal.&amp;#039;&amp;#039; Evangelischer Presseverband der Pfalz, Speyer 1983 (ohne ISBN).&lt;br /&gt;
* Friedrich Christian Laukhard: &amp;#039;&amp;#039;F. C. Laukhards, vorzeiten Magister der Philosophie und jetzt Musketiers unter dem Thadderschen Regiment zu Halle, Leben und Schicksale, von ihm selbst beschrieben und zur Warnung für Eltern und studierende Jünglinge herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; Fünf Teile. Michaelis und Bispink, Halle / Fleischer, Leipzig 1792–1802.&lt;br /&gt;
* Erich Renner: &amp;#039;&amp;#039;L’expédition particulière. Die vergessenen Aufzeichnungen des Feldpredigers Georg Friedrich Dentzel über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.&amp;#039;&amp;#039; Wismar 2013. ISBN 3-86440-081-3.&lt;br /&gt;
* Michael Martin: &amp;#039;&amp;#039;Dentzel, Georg Friedrich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stephan Laux]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebenswege zur Demokratie in Rheinland-Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Aufklärung und    Frühliberalismus 1750–1850&amp;#039;&amp;#039;. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher u.&amp;amp;nbsp;a. 2025 (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die    Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz; 34), ISBN 978-3-95505-566-0, S. 125–132.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11763249X|LCCN=no90022971|NDL=|VIAF=5040459}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dentzel, Georg Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jakobiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Nationalkonvents]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Rats der Alten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maréchal de camp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großherzoglich Hessischen Ludwigsordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordre royal et militaire de Saint-Louis (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Dürkheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1755]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dentzel, Georg Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dentzel, Georges-Frédéric&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Pfarrer und französischer Offizier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juli 1755&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Dürkheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Mai 1828&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Versailles]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>