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	<title>Georg Feierabend - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:39:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-07T16:55:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Feierabend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Georg Feyerabend&amp;#039;&amp;#039;; * um [[1440]] in [[Schwäbisch Gmünd]]; † [[1498]] in [[Donauwörth]]) war zwischen 1475 und 1498 [[Vikar]] und Stadtpfarrer in Donauwörth. Er führte in den Jahren 1475 bis 1483 einen der langwierigsten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf180&amp;quot;&amp;gt;Graf 1984, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt; und durch den vollständigen Erhalt der durch Abschrift, Übersetzung und Register ausgezeichnet erschlossenen Gerichtsakten&amp;lt;ref&amp;gt;Graf, S. 587 (Anmerkung Nr. 86).&amp;lt;/ref&amp;gt; am besten dokumentierten Prozesse des [[Spätmittelalter]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Georg Feierabend stammte aus einer Schwäbisch Gmünder Bürgerfamilie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Vater ist der in den Jahren 1452 und 1455 als Stettmeister (Finanzbürgermeister) in Gmünd belegte Ludwig Feierabend.&amp;lt;ref&amp;gt;Dass er Sohn des Ludwig war, geht aus der Aussage des Georg Taler im Steinhäuserprozess 1477 (1. Instanz. Übersetzung im Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, S. 178) hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt; Georg ist 1458 in Erfurt als Student nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://archive.thulb.uni-jena.de/hisbest/rsc/viewer/HisBest_derivate_00004327/ThG_217104967_Geschichtsquellen_Provinz_Sachsen_1881_08_01_0295%20.tif. Feierabend studierte [[Theologie]] an der [[Universität Ingolstadt]], sagt Zelzer, S. 330, aber die Immatrikulation 1488 liegt eigentlich zu spät. Es gibt keine Hinweise, dass er der ehemalige Besitzer einer Eichstätter Inkunabel ist: Besitzeintrag auf [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eichstaett_besitzeintrag_feierabend.jpg Commons].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1464 ist er als Augsburger Kleriker Zeuge in einem [[Passau]]er Prozess.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Hoberg: &amp;#039;&amp;#039;Passauer Prozesse in den ältesten im Vatikanischen Archive erhaltenen Protokollbüchern der Rotanotare (1464-1482)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Karl Amon (Theologe)|Karl Amon]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ecclesia Peregrinans. [[Josef Lenzenweger]] zum 70. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1986, S. 153–158, hier S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1488 wurde er als Pfarrer in Donauwörth in Ingolstadt immatrikuliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Götz Freiherr von Pölnitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Matrikel der Ludwig-Maximilians-Universität Ingolstadt - Landshut - München&amp;#039;&amp;#039;. Band I, 1 (1937), Sp. 184: &amp;quot;Georgius Feyrabent plebanus in Werd 8 gr(oschen)&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Steinhäuser Studentenstiftung ==&lt;br /&gt;
Feierabend war bis zu seinem 16. Lebensjahr Stipendiat der Steinhäuser Studentenstiftung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese war im Jahre 1412 vom [[Kanoniker|Chorherren]] zu [[Ansbach]], Friedrich im Steinhaus, gegründet worden. Der Stifter hatte bestimmt, dass an einer Universität jährlich ein Student des [[Kirchenrecht]]s und einer der „sieben freien Künste“ (also der Wissenschaft), der aber nach Erreichen seines Magisters ebenfalls Kirchenrecht zu studieren hatte, gefördert werden sollten. Die Auswahl der Stipendiaten sollte durch den Stadtrat von Gmünd erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geförderten Studenten waren verpflichtet, auf Lebenszeit täglich drei [[Vaterunser|Paternoster]], drei [[Ave Maria]] und noch eine Anzahl anderer Gebete zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat, dem die Stiftungsbedingungen als zu wenig flexibel erschienen, und der eine allgemeine Studienstiftung für Bürgersöhne wünschte, hatte den Zins unter mehreren Studenten aller Fächer verteilt, was 1467 auch von den Verwandten des Stifters anerkannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BrunotteWeber279&amp;quot;&amp;gt;Brunotte und Weber 2005, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feierabend wurden vom Rat der Stadt wegen angeblicher Undankbarkeit und mangelnder Eignung für das Studium die Fördergelder gestrichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BrunotteWeber279&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Steinhäuser-Prozess ==&lt;br /&gt;
=== Verlauf ===&lt;br /&gt;
Feierabend wandte sich daraufhin im Jahre 1475 an [[Papst]] [[Sixtus IV.]] und beschuldigte in einer Eingabe den Bürgermeister und den Rat von Schwäbisch Gmünd, entgegen dem letzten Willen des Stifters die Gelder auf mehr als zwei Studenten zu verteilen und zudem einen Teil des Ertrages der Studentenstiftung für eigene Zwecke zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess ging über zwei Instanzen und dauerte vom 30. März 1476 bis zum 15. Januar 1483. Der Papst bestimmte in der ersten Instanz den [[Bischof]] [[Johann II. von Werdenberg|Johannes von Augsburg]] zum Richter in dieser Angelegenheit, welcher das Richteramt wiederum an seinen [[Generalvikar]] Johannes Gossolt übergab. In ihrer Erwiderung rechtfertigten die Beklagten ihr Vorgehen damit, dass sie bereits zu Lebzeiten des Stifters mit dessen Zustimmung mehr als zwei Studenten jährlich unterstützt hätten, bestritten aber die Verwendung von Stiftungsgeldern für eigene Zwecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Beweisaufnahme wurden Briefe des Stifters sowie die niedergeschriebenen Aussagen der vom Kläger und den Beklagten benannten Zeugen verlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der am 15. März 1479 erfolgten Urteilsverkündung erklärte Gossolt die Klage erstinstanzlich als unbegründet. Bürgermeister und Stadtrat wurden freigesprochen und Feierabend zur Bezahlung der Prozesskosten verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feierabend legte gegen das Urteil beim Papst Berufung ein. In der zweiten Instanz bestellte dieser den Augsburger [[Domherr]]en Peter Büchler zu Richter. Nachdem beide Parteien ihre Anträge beziehungsweise Begründungen wiederholt hatten, wurden die benannten Zeugen vernommen. Im am 15. Januar 1483 verkündeten Urteil wurde das erstinstanzliche Urteil bestätigt und Feierabend zur Bezahlung aller Prozesskosten verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erklärten sich Bürgermeister und Stadtrat durch ihren Anwalt bereit, keinen Ersatz der ihnen entstandenen Prozesskosten zu verlangen, und verzichteten förmlich auf die Herleitung sonstiger Ansprüche aus den Gerichtsakten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nitsch199&amp;quot;&amp;gt;Nitsch 1967, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Das umfangreiche Schriftgut der zwei Prozesse bildet eine noch nicht ausgeschöpfte Quelle zur Bildungsgeschichte des 15. Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf180&amp;quot; /&amp;gt; Die beiden Bände der in lateinischer Sprache gehaltenen Gerichtsakten befinden sich heute im [[Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd|Stadtarchiv Gmünd]], eine Abschrift der deutschen Übersetzung des Verhandlungsprotokolls der ersten Instanz im Dokumentenbuch der Steinhäuser-Stiftung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nitsch199&amp;quot; /&amp;gt; Die Steinhäuser-Stiftung entwickelte sich später zu einer der reichsten Gmünder Stiftungen, ist aber nach dem Zweiten Weltkrieg erloschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken als Pfarrer ==&lt;br /&gt;
Trotz des Entzugs des Stipendiums wurde Feierabend nach Abschluss seines Studiums zum „Verweser und Inhaber des St.-Katharinen-Altars“ in der Pfarrkirche des [[Kloster Heilig Kreuz Donauwörth|Klosters zum Heiligen Kreuz Donauwörth]] bestellt, ohne Mönch des Klosters zu sein, und war dort bis zu seinem Tode im Jahre 1498 als ständiger Vikar beziehungsweise Stadtpfarrer tätig. Sein Nachfolger als Stadtpfarrer zu Donauwörth wurde Gabriel Wolfartzhausen.&amp;lt;ref&amp;gt;Königsdorfer, S. 360.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1493 überbrachte er dem Konstanzer Bischof ein Geschenk der Nonnen von Kloster Sirnau bei [[Esslingen am Neckar|Esslingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Fezer: &amp;#039;&amp;#039;Die Konvente von Sankt Klara und Sirnau. Ein Beitrag zur Sozial- und Standesgeschichte der Esslinger Frauenklöster.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Esslinger Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, 1984, S. 71 ([https://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/a/a150235.pdf mgh-bibliothek.de] [PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cölestin Königsdorfer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Klosters zum Heil. Kreutz in Donauwörth&amp;#039;&amp;#039;, 1819, S. 360 ([http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV003726656/ft/bsb10799728?page=404 MDZ]).&lt;br /&gt;
* [[Antonius von Steichele]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bisthum Augsburg&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, 1872, S. 789 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00010470/image_796 MDZ]).&lt;br /&gt;
* [[Maria Zelzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Donauwörth von den Anfängen bis 1618&amp;#039;&amp;#039;, 1959, S. 330.&lt;br /&gt;
* Alfons Nitsch: &amp;#039;&amp;#039;Urkunden und Akten der ehemaligen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd 777 bis 1500, II. Teil (1451 bis 1500)&amp;#039;&amp;#039;, 1967, S. 199.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Graf (Historiker)|Klaus Graf]]: &amp;#039;&amp;#039;Gmünd im Spätmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0399-7, S. 87–184, 564–590, hier S. 180, {{doi|10.6094/UNIFR/10310}}.&lt;br /&gt;
* Alexander Brunotte und Raimund J. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 279.&lt;br /&gt;
* Roland Deigendesch: &amp;#039;&amp;#039;Aufbruch und Beharrung. Reutlinger Kleriker vor der Reformation&amp;#039;&amp;#039;. In: Reutlinger Geschichtsblätter NF 56 (2017), S. 43 ([[doi:10.15496/publikation-52957]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://oberdeutsche-personendatenbank.digitale-sammlungen.de/Datenbank/Feierabend,_Georg_(Pfarrer) Oberdeutsche Personendatenbank]&lt;br /&gt;
* [https://oberdeutsche-personendatenbank.digitale-sammlungen.de/Datenbank/Feierabend,_Georg_(Schw%C3%A4bisch_Gm%C3%BCnd) Oberdeutsche Personendatenbank]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Georg Feierabend}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1498]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Georg Feierabend&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Feyerabend, Georg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher römisch-katholischer Geistlicher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1450&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwäbisch Gmünd]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1498&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Donauwörth]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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