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	<title>Georg Danzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T21:32:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Danzer&amp;diff=84537&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jossiphon: /* Einfluss und Rezeption */</title>
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		<updated>2026-03-30T23:27:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einfluss und Rezeption&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den österreichischen Liedermacher und Sänger. Für den deutsch-brasilianischen Pokerspieler ähnlichen Namens siehe [[George Danzer]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Vienna 2003-11-23 Metropol - Georg Danzer.jpg|mini|Georg Danzer (2003)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Franz „Schurli“ Danzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Oktober]] [[1946]] in [[Wien]]; † [[21. Juni]] [[2007]] in [[Asperhofen]], [[Niederösterreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;Von Medien genannt wurde zunächst Wien, dann [[Pamhagen]]. Asperhofen verlautete erst später aus privater Quelle. Diese mediale Ungewissheit entsprang dem Wunsch des Künstlers, seine Familie vor befürchtetem Medienrummel zu schützen. Dafür ließ er per Verfügung auch seine Begräbnisstätte unbekannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Österreichische Liedermacher|österreichischer Liedermacher]] und ein Pionier des [[Austropop]]s – eine Zuordnung, der er selbst zeitlebens zu entgehen versuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Samir H. Köck|hrsg=&amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse]]&amp;#039;&amp;#039;|url=http://diepresse.com/home/kultur/news/312488/index.do|titel=Georg Danzer ist tot: Wacher Träumer aus Wien|datum=2007-06-22|zugriff=2008-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte Erfolge als [[Solo (Musik)|Solokünstler]], anfänglich auch mit seiner Band [[The Madcaps]] und später in der Formation [[Austria 3]] mit [[Wolfgang Ambros]] und [[Rainhard Fendrich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Krems 2006-07-14 - Georg Danzer, Austria 3.jpg|mini|2006, mit Austria 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vienna 2007-04-16 Stadthalle Georg Danzer und Freunde (A3).jpg|mini|Letzter Auftritt, Wiener&amp;amp;nbsp;Stadthalle, in&amp;amp;nbsp;der Formation von&amp;amp;nbsp;Austria&amp;amp;nbsp;3 (im Vordergrund [[Wolfgang Ambros]])]]&lt;br /&gt;
Georg Danzer wurde als Sohn eines Beamten des [[Magistrat der Stadt Wien|Magistrates der Stadt Wien]] und einer Angestellten einer Gold- und Silber[[scheideanstalt]] geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=chanson.de |url=http://www.chanson.de/liedermacher-101.html |titel=Georg Danzer |werk=Chanson – Das Online-Magazin für Lied, Chanson und feine Zwischentöne |zugriff=2008-09-01 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081211073110/http://www.chanson.de/liedermacher-101.html |archiv-datum=2008-12-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wuchs im Wiener Stadtteil [[Gaudenzdorf]] auf. Nach der bestandenen [[Matura]] am Gymnasium in der Diefenbachgasse&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derstandard.de/story/2000066386861/franz-schuh-im-kaffeehaus-warten-auf-nichts &amp;#039;&amp;#039;Franz Schuh im Kaffeehaus: „Warten auf nichts“.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Standard]] vom 21. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; bereiste er zunächst per [[Trampen|Autostopp]] Deutschland, die Niederlande und Italien. Im Herbst 1966 wurde seine Bewerbung an der [[Akademie der bildenden Künste Wien]] abgelehnt. Er begann stattdessen an der [[Universität Wien]] ein Philosophie- und Psychologiestudium. In einem Interview im [[Österreichischer Rundfunk|ORF]] gab er um 1968 an: „Ich studiere [[Zeitungswissenschaft]]en“, worauf der Moderator [[Gerhard Bronner]] konterte: „Junger Mann, […], satteln Sie beizeiten um zur Musik“.&amp;lt;ref&amp;gt;ORF-Produktion &amp;#039;&amp;#039;Das Showfenster&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn ===&lt;br /&gt;
Nach einer weiteren längeren Reise, die ihn trampend zunächst bis [[Kreta]] (verarbeitet im Stück &amp;#039;&amp;#039;Griechenland&amp;#039;&amp;#039;), dann nach Hamburg und [[Schweden]] führte, wandte sich Danzer 1967 der Musik zu. Er brachte im Folgejahr seine erste Single &amp;#039;&amp;#039;Vera&amp;#039;&amp;#039; heraus und hatte erste Auftritte im [[Österreichischer Rundfunk|österreichischen Rundfunk]]. Er bekam zwar keinen Plattenvertrag, doch die [[Hitradio Ö3|Ö3]]-Redakteurin [[Evamaria Kaiser]] wurde 1970 auf ihn aufmerksam. Er textete danach drei Jahre lang für viele in Wien auftretende Sänger und Bands – unter anderem für [[Marianne Mendt]], [[Margot Werner]], [[Erika Pluhar]], [[André Heller]], [[Wolfgang Ambros]] und [[Wilfried (Sänger)|Wilfried]]. Zusammen mit Heller und Mendt gehörte „der Schurli“&amp;lt;ref&amp;gt;„Schurl“: im „unteren“ Wiener Milieu mundartlich für [[Georg]]; &amp;#039;&amp;#039;Schurli&amp;#039;&amp;#039; ist die Koseform, die Danzer jahrzehntelang anhaftete.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu einem Kreis junger Musiker, die sich oft in Bronners [[Cabaret Fledermaus]] trafen und prägend für die österreichische Musikszene der kommenden Jahrzehnte werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Jahren wurde der [[Wiener Dialekt]] durch Lieder wie &amp;#039;&amp;#039;Wia a Glock’n&amp;#039;&amp;#039; von [[Marianne Mendt]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Da Hofa]]&amp;#039;&amp;#039; von Wolfgang Ambros in der Popmusik des Landes etabliert, und auch Danzer verfasste seine Texte zunehmend in diesem Stil. 1971 war er kurzzeitig Mitglied der Dialekt-Band [[The Madcaps]] und schrieb einige ihrer Lieder. 1972 erschien die Single &amp;#039;&amp;#039;Tschik&amp;#039;&amp;#039; (österr. umgangssprachl. für: Zigarette, Zigarettenstummel). In den Nachkriegsjahren war es nicht selten, dass Bedürftige – demnach „Tschikarretierer“ genannt – solche Stummel mittels eines zugespitzten Stocks aufsammelten, um aus mehreren einen neuen Tschik zu drehen. Der Song spielt mit dem in den 1960ern noch allgemein bekannten Begriff ohne Hinweis auf den Autor und Sänger: In gebrochenem Sprechgesang erzählt ein „Sandler“, also Obdachloser, aus seinem Leben. Die Erstauflage der Single war in einer Müllsack-ähnlichen Papiertüte verpackt. &amp;#039;&amp;#039;Der Tschik&amp;#039;&amp;#039;, der manchen Zeitgenossen „geradezu skandalös“ schien, wurde erst von Ö3-Redakteur [[Peter Barwitz]] anhand einer Stimmanalyse als Georg Danzer identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MTV&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=[[MTV]]|url=http://www.mtv.de/music/250151/bio|format=|titel=Georg Danzer|werk=|datum=|zugriff=2017-02-13|archiv-url=https://web.archive.org/web/20081211041521/http://www.mtv.de/music/250151/bio|archiv-datum=2008-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ausschluss [[Karl Schranz]]’ von den Olympischen Spielen 1972 veröffentlichte Danzer mit André Heller unter dem Pseudonym „Die Österreicher i. V.“ den hymnischen Landler &amp;#039;&amp;#039;Der Karli soll leb’n (der [[Avery Brundage|Brundage]] steht daneb’n)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;„steht daneben“ bedeutet „hat keine Chance, hat Unrecht“&amp;lt;/ref&amp;gt; Über Nacht wurde die Single 9.000 Mal verkauft und erreichte Platz 9 der Austro-Charts.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Friesenbichler]]: &amp;#039;&amp;#039;Unsere wilden Jahre: die Siebziger in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-205-78151-6, S. 92. ({{Google Buch |BuchID=1zPexxVWw1UC |Seite=92 |Hervorhebung=„Der Karli soll leben“}}, für 1972 gibt es bei austriancharts.at noch keine Wertung, zu Heller siehe [http://www.discogs.com/Die-Österreicher-iV-Der-Karli-Soll-Lebn-Der-Brundage-Steht-Danebn/release/2832221 Die Österreicher i.&amp;amp;nbsp;V. – Der Karli Soll Leb’n] bei discogs.com)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchbruch ===&lt;br /&gt;
Dem kommerziellen Flop der teils mit Eigenmitteln produzierten LP &amp;#039;&amp;#039;Honigmond&amp;#039;&amp;#039; (1973) folgte 1974 das Konzeptalbum &amp;#039;&amp;#039;Der Tätowierer und die Mondprinzessin&amp;#039;&amp;#039; samt begleitendem, vom Autor illustrierten Buch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖDrei&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=oe3.orf.at|url=http://oe3.orf.at/aktuell/stories/193250/|titel=Das bewegte Leben von Georg Danzer|zugriff=2008-07-17|archiv-url=https://web.archive.org/web/20111208135347/http://oe3.orf.at/aktuell/stories/193250/|archiv-datum=2011-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Durchbruch gelang 1975 mit der Single &amp;#039;&amp;#039;[[Jö schau]]&amp;#039;&amp;#039; (Persiflage eines [[Exhibitionismus#Flitzer|Flitzers]], des „Nackerten im [[Café Hawelka|Hawelka]]“) und der LP &amp;#039;&amp;#039;Ollas leiwand&amp;#039;&amp;#039; (umgangssprachl. für: alles bestens). Am 14. Oktober heiratete er Dagmara, die er im April 1968 kennengelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 war für Danzer ein erfreuliches Jahr: Tochter Daniela, von ihm Püppi genannt, wurde geboren, er schloss einen Vertrag mit der Schallplattenfirma [[Polydor]], die englische Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Music Week&amp;#039;&amp;#039; ernannte ihn zum „Star of the Year“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖDrei&amp;quot; /&amp;gt; und fünf seiner Lieder bildeten den Soundtrack zur ersten Folge der Satire-Krimi-Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Kottan ermittelt]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.kottan-ermittelt.at/musik/|titel=Kottan ermittelt: Musik|zugriff=2008-07-17|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20070702003708/http://www.kottan-ermittelt.at/musik/|archiv-datum=2007-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin wurde die Atmosphäre im Wien der 1970er Jahre karikiert.&lt;br /&gt;
Von da an verbrachte Danzer seine Zeit überwiegend in Deutschland. In Berlin entstand 1977 die LP &amp;#039;&amp;#039;Unter die Haut&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.austrodominicano.com/georg-danzer.php|titel=Georg Danzer|datum=2006-01-18|zugriff=2008-07-17|archiv-datum=2021-10-28|archiv-url=https://web.archive.org/web/20211028141131/http://www.austrodominicano.com/georg-danzer.php|offline=ja|archiv-bot=2025-03-25 23:13:57 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit den Musikern Michael Gechter (E-Gitarre), Earl Bostic (Bass), Frank Lüdeke (Saxophon), Eberhard „Bär“ Wieland (Keyboard) und Olav Gustafson (Schlagzeug) fand er die Band, mit der er während der folgenden Jahre einige seiner erfolgreichsten Alben einspielen sollte. Auch in Deutschland erhielt er durchweg gute Kritiken, zugleich stand aber sein Lied &amp;#039;&amp;#039;War das etwa Haschisch?&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Schwarze Liste|Schwarzen Liste]] mehrerer Rundfunksender. Ende 1977 erschien in Deutschland die LP &amp;#039;&amp;#039;Ein wenig Hoffnung&amp;#039;&amp;#039;, annähernd gleichzeitig in Österreich &amp;#039;&amp;#039;Narrenhaus&amp;#039;&amp;#039; mit im Dialekt verfassten Liedtexten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MTV&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Popularität und Krise ===&lt;br /&gt;
Die „Georg Danzer Tournee 79“ mit 32 ausverkauften Konzerten und das im folgenden Jahr veröffentlichte gleichnamige Live-Doppelalbum bildeten einen Meilenstein in seiner Karriere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MusikBase&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=musik-base.de|url=http://www.musik-base.de/Bands/G/Georg-Danzer/Biographie/|titel=Georg Danzer Biographie|zugriff=2008-07-17|archiv-url=https://web.archive.org/web/20081211130613/http://www.musik-base.de/Bands/G/Georg-Danzer/Biographie/|archiv-datum=2008-12-11|offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBM&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|hrsg=Sony BMG|url=http://www.sonybmg.at/artists2.php?iA=4&amp;amp;artist=44648|titel=Georg Danzer|zugriff=2008-07-17|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20081211050509/http://www.sonybmg.at/artists2.php?iA=4&amp;amp;artist=44648|archiv-datum=2008-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den nächsten Jahren reihte sich ein Werk an das andere (&amp;#039;&amp;#039;Traurig aber wahr&amp;#039;&amp;#039; 1980, &amp;#039;&amp;#039;Ruhe vor dem Sturm&amp;#039;&amp;#039; 1981). Auch in Österreich wurde Danzer nun als Liedermacher mit einem Schaffen jenseits des spaßigen &amp;#039;&amp;#039;Jö schau&amp;#039;&amp;#039; einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Der ORF produzierte ein 45-minütiges Porträt &amp;#039;&amp;#039;Danzer Direkt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBM&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MusikBase&amp;quot; /&amp;gt; 1981 kam Sohn Andreas zur Welt, und Danzer ging zuerst solo auf Tournee und spielte 47 Konzerte&amp;lt;ref name=&amp;quot;MusikBase&amp;quot; /&amp;gt; (Live-Album &amp;#039;&amp;#039;Direkt&amp;#039;&amp;#039;), später folgte eine gemeinsame Open-Air-Tournee mit [[Ludwig Hirsch]], [[Konstantin Wecker]], [[Chris de Burgh]] und [[Georges Moustaki]]. &amp;#039;&amp;#039;Die gnädige Frau und das rote Reptil&amp;#039;&amp;#039;, ein Buch mit Liedtexten und Erzählungen Danzers, erschien 1982.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ariola.de/kuenstlerebene_biografie.html?id=7 | wayback=20081211121211 | text=Georg Danzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 gehörte Danzer zu den ersten deutschsprachigen Musikern, die ein Album &amp;#039;&amp;#039;(… und so weiter)&amp;#039;&amp;#039; auf [[Compact Disc|CD]] veröffentlichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDzwei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1984 löste Danzer seine Band auf und nahm in München mit neuen Musikern das Album &amp;#039;&amp;#039;Weiße Pferde&amp;#039;&amp;#039; auf. Bei den Dreharbeiten in Andalusien für ein unter der Regie von [[Rudi Dolezal]] produziertes Video zum Titellied hatte er einen schweren Motorradunfall. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mit der Flugambulanz nach Wien gebracht. 1985 wurde er von Dagmara geschieden, sein Vater starb durch Suizid, und sein Ex-Manager tauchte unter, worauf das Finanzamt Nachforderungen stellte und Polydor seinen Vertrag nicht verlängerte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDzwei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 schloss er einen neuen Plattenvertrag mit [[Teldec]] und verlagerte seinen Lebensmittelpunkt nach Spanien, auch zum Erlernen der Sprache. 1988 zog er nach [[Hamburg]] und erkrankte während einer [[Ägypten]]- und [[Kenia]]reise an [[Malaria]]. Im folgenden Jahr siedelte er mit Lebensgefährtin Bettina auf einen Bauernhof in [[Holtum (Werl)|Werl-Holtum]] ([[Westfalen]]) über, den er mit Unterbrechungen bis 1994 bewohnte und wo er auch zwei Romane des spanischen Autors [[Manuel Vicent]] ins Deutsche übersetzte: &amp;#039;&amp;#039;Mein Name ist Kain&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Flug der erloschenen Schönheit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDzwei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieder in Wien ===&lt;br /&gt;
Ab 1990 verbrachte Danzer wieder mehr Zeit in Wien und nahm, unter Mitwirkung von [[Peter Cornelius (Liedermacher)|Peter Cornelius]] (Gitarre), [[Marianne Mendt]] (Gesang) und [[Wilfried (Sänger)|Wilfried]] (Gesang), das Album &amp;#039;&amp;#039;Wieder in Wien&amp;#039;&amp;#039; auf. Die folgende Österreich-Tournee wurde ein Erfolg. 1992 heirateten Georg Danzer und Bettina, wenig später kam Sohn Jonas zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDdrei&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://georgdanzer.at/GDbio/databio3.htm | wayback=20100812202113 | text=danzer biografie 1990 bis 1999}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Veröffentlichung der CD &amp;#039;&amp;#039;Nahaufnahme&amp;#039;&amp;#039; (u. a. mit [[Hans Theessink]] und [[Dorretta Carter]]) ging Danzer 1993 auf eine dreimonatige Tournee durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. 1994 wurde Sohn Jakob geboren und die Familie übersiedelte nach Österreich. 1995 erschien &amp;#039;&amp;#039;Große Dinge&amp;#039;&amp;#039; mit [[Ulli Bäer]], [[Gary Lux]], [[Thomas Morá]] und [[Peter Barborik]]. Im selben Jahr spielte er mit [[Adi Hirschal]] und [[Lukas Goldschmidt]] &amp;#039;&amp;#039;Liada ohne Grund&amp;#039;&amp;#039;, ein Programm mit [[Wienerlied]]ern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDdrei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Austria3.jpg|mini|Georg Danzer mit [[Austria 3]] (2006)]]&lt;br /&gt;
Am 10. Dezember 1997 trat Danzer im Theater an der Wien erstmals mit [[Wolfgang Ambros]] und [[Rainhard Fendrich]] als [[Austria 3]] auf. Ursprünglich für ein einziges Benefizkonzert zu Gunsten Obdachloser „zusammengetrommelt“ wurde die Gruppe zu einer der erfolgreichsten des Austropops. Im selben Jahr war Danzer der erste europäische Musiker, der ein CD-Extra (zu &amp;#039;&amp;#039;$ex im Internet&amp;#039;&amp;#039;) mit [[multimedia]]len Inhalten für verschiedene Computerplattformen veröffentlichte. Während er mit Austria 3 erfolgreich Alben veröffentlichte, stets ausverkaufte Konzerte gab und einem neuen Publikum bekannt wurde, produzierte er auch einige Soloalben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDdrei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2000 übernahm Danzer für zwei Jahre den Vorsitz der 1992 gegründeten Menschenrechtsorganisation [[SOS Mitmensch]] und engagierte sich dort gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Zu seinem 30-jährigen Bühnenjubiläum erschien 2003 die DVD &amp;#039;&amp;#039;Sonne, Mond &amp;amp; Sterne&amp;#039;&amp;#039; mit einem Rückblick auf seinen Werdegang. 2004 wurde das Album &amp;#039;&amp;#039;Persönlich&amp;#039;&amp;#039; mit [[Wolfgang Puschnig]] (Saxofon), Achim Tang (Bass) und [[Christian Eigner]] (Schlagzeug) sowie Gastauftritten von [[Zabine]] und [[Katja Riemann]] veröffentlicht. Gemanagt wurde er bis zuletzt von seinem Freund und ehemaligen PR-Mann bei Polydor-Österreich, &amp;#039;&amp;#039;Franz Christian „Blacky“ Schwarz.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatleben ===&lt;br /&gt;
1975 heiratete er Dagmara, die er 1968 kennengelernt hatte. Die Ehe wurde 1985 geschieden. Im Jahr 1989 wurde die Beziehung mit seiner Lebensgefährtin Bettina bekannt, die er 1992 heiratete. Danzer hat eine Tochter (*&amp;amp;nbsp;1976) und drei Söhne (*&amp;amp;nbsp;1981, *&amp;amp;nbsp;1992 und *&amp;amp;nbsp;1994).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheit und Tod ===&lt;br /&gt;
Anfang Juli 2006&amp;lt;ref&amp;gt;Urgewalten: Georg Danzer&amp;lt;/ref&amp;gt; machte der ehemalige [[Kettenraucher]] Danzer in einem Interview für das Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Profil (Zeitschrift)|Profil]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt, dass er an [[Lungenkrebs]] erkrankt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.focus.de/panorama/boulevard/georg-danzer-hat-lungenkrebs-liedermacher_id_1750779.html |wayback=20220222120736 |text=Georg Danzer hat Lungenkrebs }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er engagierte sich bei einer Veranstaltung der Österreichischen Lungenunion.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2662585/Raucher-oder-Seicherl &amp;#039;&amp;#039;Raucher oder „Seicherl“.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Standard]] vom 6. Februar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein letzter Auftritt, das ursprünglich bereits zu seinem 60. Geburtstag im Oktober des Vorjahres geplante „Freunde“-Konzert in der [[Wiener Stadthalle]], fand am 16. April 2007 ebendort statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 2007 starb Georg Danzer in der Obhut seiner Familie in [[Asperhofen]] im Mostviertel, wo er zuletzt lebte. Am nächsten Tag wurde, seinem Wunsch entsprechend, sein Leichnam im [[Hauptfriedhof St. Pölten|Krematorium St. Pölten]] abseits jeder Öffentlichkeit eingeäschert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Ulrich Weinzierl|hrsg=Welt Online|url=https://www.welt.de/welt_print/article972477/Georg-Danzer-1946-2007.html|format=|titel=Abschied: Georg Danzer (1946–2007)|werk=|datum=2007-06-25|zugriff=2008-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ein Ehrengrab der Stadt Wien, wie es Künstlern seines Ranges üblicherweise angeboten wird, hatte Danzer vorweg verzichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wiev1.orf.at/stories/202946 &amp;#039;&amp;#039;Georg Danzer wollte kein Ehrengrab&amp;#039;&amp;#039;]. orf.at, Artikel vom 26. Juni 2007, abgerufen am 22. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar hatte er auch verfügt, seinen Tod erst nach der Einäscherung offiziell bekannt zu geben, doch hatten zwei österreichische Medien bereits am Sterbetag von diesem berichtet. Die Asche wurde am 20. Juli 2007, seinem Wunsch entsprechend, vor der Küste [[Mallorca]]s [[Seebestattung|dem Meer übergeben]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|hrsg=georgdanzer.at (keine Direktverlinkung)|url=http://www.georgdanzer.at/bio_20002007.html|titel=Georg Danzer – Biografie|zugriff=2008-07-17|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20120325202426/http://www.georgdanzer.at/bio_20002007.html|archiv-datum=2012-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rainhard Fendrich]] widmete ihm das Lied &amp;#039;&amp;#039;Abschied&amp;#039;&amp;#039;, das auf seinem Album &amp;#039;&amp;#039;[[Meine Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; erschien. Es schildert, wie Fendrich mit dem bevorstehenden Tod Danzers umging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Jö schau]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hupf’ in Gatsch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fett wie ein Radierer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ruaf mi net an&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Weiße Pferde&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Der legendäre Wixerblues vom 7. Oktober 1976&amp;#039;&amp;#039; sind nur einige der Songs, die der Liedermacher während seiner 400 Lieder umfassenden Schaffensperiode veröffentlicht hat. In den letzten Lebensjahren machte er insbesondere durch sein Mitwirken bei [[Austria 3]] und durch sein umstrittenes Album &amp;#039;&amp;#039;13 schmutzige Lieder&amp;#039;&amp;#039; von sich reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danzers Musikstil war anfänglich stark an [[Schlager]], ähnlich dem von [[Udo Jürgens]], orientiert, darunter die als Single veröffentlichten Lieder &amp;#039;&amp;#039;Vera&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wenn du sagst, es ist vorbei&amp;#039;&amp;#039; (beide 1968).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Manfred Horak|hrsg=Kulturwoche|url=http://www.kulturwoche.at/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=983&amp;amp;Itemid=1|titel=Danzer, Georg – Raritäten II|zugriff=2008-07-17|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20081211112317/http://www.kulturwoche.at/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=983&amp;amp;Itemid=1|archiv-datum=2008-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1972 brachte er die Single &amp;#039;&amp;#039;Tschik&amp;#039;&amp;#039; heraus, in der er aus der Sicht eines „[[Obdachloser|Sandlers]]“ erzählt. Das Lied zeigt Einflüsse aus dem Bereich des [[Blues]] und des [[Folk]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;FYEins&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holger Stürenburg |Titel=Forever Young |Verlag=Books on Demand GmbH |Jahr=2001 |Seiten=126 |ISBN=3-8311-1616-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, auf die er sich erst wieder in späteren Veröffentlichungen wie &amp;#039;&amp;#039;Wieder in Wien&amp;#039;&amp;#039; (1990) oder &amp;#039;&amp;#039;Träumer&amp;#039;&amp;#039; (2006) besann. Seine kommerziell erfolgreichste Single, &amp;#039;&amp;#039;Jö Schau&amp;#039;&amp;#039; (1975), ist für Danzers musikalische Phase in den 1970er-Jahren bezeichnend und zählt neben &amp;#039;&amp;#039;Da Hofa&amp;#039;&amp;#039; von [[Wolfgang Ambros]] zu den genreschaffenden Liedern der [[Austropop#Die Dialektwelle der 1970er Jahre|Dialektwelle]].&lt;br /&gt;
Ein Stilwechsel macht sich bei seinem Konzeptalbum &amp;#039;&amp;#039;[[Ruhe vor dem Sturm (Georg-Danzer-Album)|Ruhe vor dem Sturm]]&amp;#039;&amp;#039; (1981) bemerkbar. Besonders von der [[Synthie Pop|Synthie-Popmusik]] ließ Danzer sich bei diesem Album – wie später auch auf dem Longplayer &amp;#039;&amp;#039;Denkmal&amp;#039;&amp;#039; – inspirieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FYZwei&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holger Stürenburg |Titel=Forever Young |Verlag=Books on Demand GmbH |Jahr=2001 |Seiten=127 |ISBN=3-8311-1616-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der LP &amp;#039;&amp;#039;Weiße Pferde&amp;#039;&amp;#039; (1984) begab sich Danzer in den Bereich der [[Neue Deutsche Welle|Neuen Deutschen Welle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Falter&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Wolfgang Kralicek|hrsg=[[Falter (Wochenzeitung)|Falter]]|url=http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=504|format=|titel=Nur a klana Bua im Winter|werk=|datum=2007-06-27|zugriff=2017-02-13|archiv-url=https://web.archive.org/web/20090103092717/http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=504|archiv-datum=2009-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Versuch stieß sowohl bei den Musikkritikern als auch bei der Hörerschaft auf eher negative Resonanz.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Weltberühmt in Österreich – 50 Jahre Austropop]]/6&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Folgealbum &amp;#039;&amp;#039;Menschliche Wärme&amp;#039;&amp;#039; (1984) ehrte Danzer den britischen [[Singer-Songwriter]] [[Donovan (Musiker)|Donovan]] mit einer deutschsprachigen Coverversion dessen Klassikers &amp;#039;&amp;#039;Atlantis&amp;#039;&amp;#039;. Ähnliche rocklastige Muster lassen sich sowohl beim Rest des Albums, als auch bei seinem nachfolgenden Werk &amp;#039;&amp;#039;Alles aus Gold&amp;#039;&amp;#039; (1985) feststellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FYZwei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte ===&lt;br /&gt;
Danzers Texte sind teilsl auf Hochdeutsch und teils im [[Wienerisch|Wiener Dialekt]] geschrieben. Seine ersten Werke weisen neben musikalischen Einflüssen auch thematische Ähnlichkeiten mit dem zeitgenössischen [[Schlager]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FYEins&amp;quot; /&amp;gt; Humoristisch-ironische Texte im Dialekt folgen in seinen Veröffentlichungen der frühen 1970er Jahre. &amp;#039;&amp;#039;Tschik&amp;#039;&amp;#039; beschreibt den Alltag aus der Sicht eines Obdachlosen. Mit einer eher rau verstellten Stimme unterstreicht er auch dessen Sucht nach dem Tschik, der [[Zigarette]]. Danzers Œuvre umfasst von Anfang an Tiefsinniges, Romantisches, Komisches und Anstößiges. Auf dem Album &amp;#039;&amp;#039;Feine Leute&amp;#039;&amp;#039; (1979) finden sich so etwa neben dem satirischen Titellied das noch lange später populäre &amp;#039;&amp;#039;Die Freiheit&amp;#039;&amp;#039;, das unter dem Eindruck der Nachwirkungen des [[Deutscher Herbst|Deutschen Herbstes]] entstandene &amp;#039;&amp;#039;Wir werden alle überwacht&amp;#039;&amp;#039;, die Ballade &amp;#039;&amp;#039;Zehn kleine Fixer&amp;#039;&amp;#039; und die biedere Sexualmoral persiflierenden Titel &amp;#039;&amp;#039;Pornographie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sexi Exi&amp;#039;&amp;#039;. Im weiteren Verlauf seiner Karriere werden Danzers Texte gesellschaftskritischer, wie unter anderem beim Lied &amp;#039;&amp;#039;Frieden&amp;#039;&amp;#039; (1981), in dem er seine Forderung nach Frieden und seine Verachtung des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] unterstreicht. Er besingt darin die „vier Milliarden Tode“, die der nächste Krieg kosten könnte, also die gesamte Weltbevölkerung. (Im Gegensatz dazu macht [[Hannes Wader]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Es ist an der Zeit (Lied)|Es ist an der Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; das Schicksal der Menschheit an einem einzelnen Soldaten fest.) Mit dem Song &amp;#039;&amp;#039;Graue Herren&amp;#039;&amp;#039;, inspiriert von [[Michael Ende]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Momo (Roman)|Momo]]&amp;#039;&amp;#039;, setzt sich Danzer mit dem Suizid seines Vaters auseinander.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FYZwei&amp;quot; /&amp;gt; Um das Thema &amp;#039;&amp;#039;Tod&amp;#039;&amp;#039; geht es größtenteils auch in &amp;#039;&amp;#039;Träumer&amp;#039;&amp;#039;, seinem letzten Studioalbum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Falter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss und Rezeption ===&lt;br /&gt;
Georg Danzer galt in der [[Austropop|österreichischen Popularmusik]] als &amp;#039;&amp;#039;Poet und Dichter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Schachinger |url=https://www.derstandard.at/story/2930564/georg-danzer-1946---2007-ein-nachruf |titel=Georg Danzer 1946–2007: Ein Nachruf |werk= |hrsg=[[Der Standard]] |datum=2007-06-25 |zugriff=2021-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wird er als Pionier der Wiener Liedermacherszene gesehen (vgl. [[Österreichische Liedermacher]]). Besonders [[Wolfgang Ambros]]’ Stil war stark von Danzer beeinflusst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBIÖ&amp;quot;&amp;gt;vgl. Filmdokumentation &amp;#039;&amp;#039;[[Weltberühmt in Österreich – 50 Jahre Austropop]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit diesem trat er auch mehrmals gemeinsam auf. Ein von der damaligen Jugend umjubeltes Konzert gaben sie zusammen bei der Besetzung des Wiener Jugendzentrums [[Arena (Wien)|Arena]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBIÖ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danzer war einer der ersten im österreichischen Dialekt singenden Künstler, die in Deutschland kommerziell Fuß fassen konnten. Vor ihm hatte vor allem [[Marianne Mendt]] dort auf den entstehenden Austropop aufmerksam gemacht. Nach ausverkauften Konzerten auf der Tournee 1979 setzte er von seinem Album &amp;#039;&amp;#039;Ruhe vor dem Sturm&amp;#039;&amp;#039; fast 250.000 Einheiten ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDzwei&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.georgdanzer.at/GDbio/databio2.htm | wayback=20100106160146 | text=danzer biografie 1980 bis 1989}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
{{Eingebundene Diskografie|Georg Danzer/Diskografie|Überschrift=Studioalben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Gedenken ==&lt;br /&gt;
1993 erhielt er als zweiter Singer/Songwriter den schweizerischen Radiospotpreis „[[Goldenes Ohr]]“. 1995 ehrte ihn der Belgische Rundfunk mit der „Silbernen Ehrenantenne“ für die weltweit meisten Textveröffentlichungen in Schulbüchern. Anlässlich seines 50. Geburtstags erhielt er 1996 von der Wiener Vizebürgermeisterin Grete Laska und dem Landtagsabgeordneten [[Harry Kopietz]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kopietz ist der Initiator des Wiener [[Donauinselfest]]es&amp;lt;/ref&amp;gt; den „[[Goldener Rathausmann (Wien)|Goldenen Rathausmann]]“ überreicht. 1999 wurden Danzer, Ambros und Fendrich für Austria 3 mit dem „BASF Master Award“ ausgezeichnet. Für das beste Album des Jahres 2004 in der Kategorie Pop Album National erhielt Georg Danzer 2005 für das von Dieter Kolbeck und [[Stephan Maass (Musiker, 1967)|Stephan Maass]] produzierte Album &amp;#039;&amp;#039;Persönlich&amp;#039;&amp;#039; den [[Amadeus Austrian Music Award]]. 2007 wurde Danzer für sein Lebenswerk mit einem weiteren Amadeus Austrian Music Award geehrt, konnte aber wegen seiner Krankheit nicht mehr zur Preisverleihung erscheinen und sandte stattdessen eine Videobotschaft. Ende 2008 wurde Danzer posthum mit der [[Goldene Schallplatte|Goldenen Schallplatte]] für sein Livealbum &amp;#039;&amp;#039;Und manchmal kanns auch regnen&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet. Am 30. März 2009 wurde das Album &amp;#039;&amp;#039;Wann i so z’ruckschau – Die ultimative Liedersammlung&amp;#039;&amp;#039; mit Gold ausgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 wurden die Brücken über die Donau und die Neue Donau zwischen den U6 Haltestellen &amp;quot;Handelskai&amp;quot; und &amp;quot;Neue Donau&amp;quot; zu Ehrung Danzers Beteiligung an der Sanierung der Reichsbrücke per Beschluss des Wiener Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft [[Georg-Danzer-Steg]] benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/1778842 |titel=Amtsblatt der Stadt Wien |titelerg=Bd. 2009 |hrsg=[[Wienbibliothek im Rathaus]] |datum=2009-05-14 |seiten=4 |abruf=2021-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein 2015 auf Initiative von Marianne Engelmann und dem Verein &amp;#039;&amp;#039;Fluchtweg&amp;#039;&amp;#039; in Wien-[[Döbling]] eröffnetes Haus für [[Unbegleiteter minderjähriger Flüchtling|Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge]] trägt seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://orf.at/stories/2290233/2290234/ Junge Flüchtlinge: Der steinige Weg in ein neues Leben: „Ein Bett allein ist zu wenig“.] ORF.at, 21. Juli 2015, abgerufen am 21. Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei weitere Georg-Danzer-Häuser wurden in Wien-[[Oberlaa]] und [[Stockerau]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Danzers 70. Geburtstag sendete der [[ORF]] am 7. Oktober 2016 die von [[Thomas Stipsits]] kommentierte Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Nur a klana Bua im Winter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://tv.orf.at/highlights/orf1/161007_danzer100.html |text=Georg Danzer zum 70. Geburtstag: Doku „Nur a klana Bua im Winter“ |archive-is=2016-12-14}} auf tv.orf.at&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Werke ===&lt;br /&gt;
* Georg Danzer: &amp;#039;&amp;#039;Die gnädige Frau und das rote Reptil. Erzählungen, Lieder, Gedanken, Betrachtungen.&amp;#039;&amp;#039; Heyne 6083, München 1982 (1985 4. erweiterte Auflage), ISBN 3-453-01585-1.&lt;br /&gt;
* Georg Danzer: &amp;#039;&amp;#039;Auf und davon.&amp;#039;&amp;#039; Edition Tau, Bad Sauerbrunn 1993, ISBN 3-900977-43-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Porträts, Interviews ===&lt;br /&gt;
* Kathrin Brigl (Interviews) und [[Siegfried Schmidt-Joos]] (Edition): &amp;#039;&amp;#039;Selbstredend… &amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1985, 252 S., Ill., Interviewporträts mit Georg Danzer, [[Klaus Hoffmann (Liedermacher)|Klaus Hoffmann]], [[Peter Horton]], [[Heinz Rudolf Kunze]], [[Reinhard Mey]], [[Erika Pluhar]], [[Hans Scheibner]], [[Stephan Sulke]]. ISBN 3-499-15602-4.&lt;br /&gt;
* Beate Dapper (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Liedermacher. Ulla Meinecke, Klaus Hoffmann, Georg Danzer, Hannes Wader, Reinhard Mey.&amp;#039;&amp;#039; Bund-Verlag, Frankfurt am Main 1998, 75 S., Ill., ISBN 978-3-7957-5685-7.&lt;br /&gt;
* Georg Danzer: &amp;#039;&amp;#039;Jetzt oder nie.&amp;#039;&amp;#039; Im Gespräch mit Christian Seiler. Amalthea Signum, Wien 2006, 152 Seiten ISBN 978-3-85002-584-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersetzungsarbeiten Georg Danzers ===&lt;br /&gt;
* Manuel Vicent: &amp;#039;&amp;#039;Mein Name ist Kain.&amp;#039;&amp;#039; Residenz Verlag, Salzburg 1991, ISBN 3-7017-0695-6.&lt;br /&gt;
* Manuel Vicent: &amp;#039;&amp;#039;Der Flug der erloschenen Schönheit.&amp;#039;&amp;#039; Residenz Verlag, Salzburg 1992, ISBN 3-7017-0739-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Austropop-Legenden. Georg Danzer.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, Österreich, 2012, 49:20 Min., Buch und Regie: [[Rudi Dolezal]], Produktion: [[DoRo]], [[ServusTV]], Reihe: Austropop-Legenden, Erstsendung: 30. November 2012 bei ServusTV, [http://www.fernsehserien.de/austropop-legenden/folgen/georg-danzer-406893 Inhaltsangabe] von fernsehserien.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.georgdanzer.at/ www.georgdanzer.at]&lt;br /&gt;
* [https://www.kulturwoche.at/musik/179-danzer-georg-wir-haben-deswegen-so-viel-kultur-weil-es-uns-gut-geht „Wir haben deswegen so viel Kultur, weil es uns gut geht.“], Interview mit Manfred Horak, kulturwoche.at, 2004&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119099489|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sra.at/person/4217 Georg Danzer] im [[SR-Archiv österreichischer Popularmusik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|8. September 2008|50508829}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119099489|LCCN=n91013943|VIAF=77951313}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Danzer, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Popsänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liedermacher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chansonnier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialektsänger (Bairisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amadeus-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer an der Prominenten-Millionenshow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Danzer, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Danzer, Georg Franz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Liedermacher und Sänger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Oktober 1946&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juni 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Asperhofen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jossiphon</name></author>
	</entry>
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