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	<title>Georg Bilgeri - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T01:26:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Bilgeri&amp;diff=872139&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anvilaquarius: /* Leistungen als Skipionier */  + Bild</title>
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		<updated>2026-01-14T15:47:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leistungen als Skipionier: &lt;/span&gt;  + Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Offizier, Bergsteiger und Skipädagogen. Zum Juristen und SS-Führer siehe [[Hans Georg Bilgeri]] (1898–1949).}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Postcard of Georg Bilgeri.jpg|mini|Postkarte von Georg Bilgeri an einen Freund. Text unterhalb: „Für liebe Glückwünsche herzlich dankend grüsst, Dein Bilgeri“]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Bilgeri&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Oktober]] [[1873]] in [[Bregenz]]; † [[4. Dezember]] [[1934]] am [[Patscherkofel]] bei [[Innsbruck]]) war ein [[österreich]]ischer Offizier (zuletzt im Rang eines [[Oberstleutnant|Oberst]]) und [[Bergsteigen|Bergsteiger]] und gehörte zu den Pionieren des alpinen [[Skilauf]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Georg Bilgeri wurde als sechstes von sieben Kindern eines [[Bodensee]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;fischers und Gastwirtes geboren und zeigte bereits als Kind Interesse am Sport. Sein ältester Bruder Robert Bilgeri gründete mit dem &amp;#039;&amp;#039;Bilgeri-Werk&amp;#039;&amp;#039; in [[Hörbranz]] 1895 die erste Fahrradfabrik in [[Vorarlberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schöner |Titel=Der Mann, der die Skiwelt teilte |Seiten=172 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilgeri trat 1894 als [[Einjährig-Freiwilliger]] bei den [[Tiroler Kaiserjäger]]n in die [[Gemeinsame Armee|k.u.k Armee]] ein. Bereits im Jahr 1892 soll er die ersten Skikurse in [[Gargellen]] veranstaltet haben, historisch belegt sind erste private Ski-Versuche um 1895 am [[Linzer Schloss]]berg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nach Ablegung der Berufsoffiziersprüfung und der Beförderung zum [[Leutnant]], wurde Bilgeri im September 1897 nach [[Hall in Tirol]] versetzt, wo er zum Kommandanten des &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten- und Skidetachments&amp;#039;&amp;#039; des Kaiserjägerbataillons ernannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In der dortigen Kaserne fand er 20 Paar norwegische Ski vor, die sein Vorgänger zu Versuchszwecken angeschafft hatte. Er begann, die mangels praktischem Nutzen in Vergessenheit geratenen Sportgeräte zu reaktivieren und beschäftigte sich von nun an auch dienstlich mit dem Skilaufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilgeri brachte sich seine Kenntnisse als [[Autodidakt]] selbst bei und gab sie umgehend an seine Kollegen weiter. Noch vor der [[Jahrhundertwende]] hielt er erste Militärskikurse ab und verfasste erste schriftliche Anleitungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bereits im Winter 1898/99 überquerte er mit seinem Trupp zwei Mal die [[Zillertaler Alpen]], 1901 bestieg er mit seiner bereits auf 64 Mann angewachsenen Truppe den winterlichen [[Hochkönig]]. Im selben Jahr wurde er bei einer Tour auf den Hundstein in den [[Schladminger Tauern]] das erste und einzige Mal von einer [[Lawine]] verschüttet. Er kam in einem Hohlraum unter einem Baum zu liegen und hatte so ausreichend Atemluft. Da ihn sein Begleiter jedoch bereits aufgegeben hatte, musste er sich selbst in mehrstündiger Arbeit aus den Schneemassen befreien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 veranstaltete er den ersten Militärskiwettlauf in [[Kitzbühel]] und wurde bei der im selben Jahr von der Wintersportvereinigung Kitzbühel ausgetragenen Tiroler Meisterschaft (ein 12 Kilometer-[[Skilanglauf]] über 624 Höhenmeter) Dritter. Im selben Jahr wurde er durch die damals weltweit längste [[Skitour]] von Kitzbühel in den [[Pinzgau]], über den [[Felber Tauern]] nach [[Matrei in Osttirol|Matrei]] und über [[Heiligenblut am Großglockner|Heiligenblut]] und das [[Hochtor (Pass)|Hochtor]] nach [[Fusch an der Großglocknerstraße|Fusch]] über die Landesgrenzen hinaus bekannt. 1906 gewann er den ersten am [[Kitzbüheler Horn]] ausgetragenen [[Abfahrt]]slauf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1906 bis 1910 leitete er die k.u.k Skiwerkstätte des 14. Korpskommandos in Salzburg. Diese wurde zunächst nur temporär zwischen Oktober und Ende Mai betrieben. Da laut Gewerbeordnung der Verkauf von Skiern aus der militärischen Skiwerkstätte an Zivilpersonen nicht gestattet war, wurden diese von Bilgeri an in seinen Augen fähige Skifahrer verschenkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilgeri wirkte bis zum Ende der [[Österreich-Ungarn|Donaumonarchie]] als Alpin- und Skilehrer in der [[k.k. Gebirgstruppe|österreichisch-ungarischen Armee]] und gilt als „Vater des militärischen Skilaufs“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er vom Frontdienst befreit und wirkte auch bei den Kraftfahrtruppen sowie als Alpinreferent des 20. Korps im Rahmen der Heeresgruppe von [[Eugen von Österreich-Teschen|Erzherzog Eugen]], welcher bereits 1905 einem Skikurs von Bilgeri beiwohnte. 1917 wurde er als Nachfolger [[Mathias Zdarsky|Mathias Zdardskys]] Alpinreferent der 10. Armee. Er wirkte auch als Ausbilder von [[Bergführer]]n für [[Hochgebirgskompanien]] im [[Gebirgskrieg 1915–1918|Gebirgskrieg]], unter anderem an der [[Dolomiten]]front, und bildete dabei unter anderem [[Luis Trenker]] aus. Im Rahmen dieser Tätigkeit fand er auch einen neuen Aufstieg auf den umkämpften [[Monte Piana|Monte Piano]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Donaumonarchie war Bilgeri als Skipädagoge in Österreich, [[Schweden]], in der [[Schweiz]] und der [[Türkei]] tätig. Bereits 1910 war er Initiator des Salzburger Skiclubs, verteilte jährlich bis zu 600 Paar Skier an Salzburger Volksschulen und gab Kurse für Schüler und Lehrer. Sein Ideal war die Errichtung zahlreicher Skischulen und die Umwandlung des nach Kriegsende darbenden Österreich in ein Wintersportland, seiner Meinung nach ein Ausweg aus der wirtschaftlichen Misere der [[Zwischenkriegszeit]]. Er hielt zu seinen besten Zeiten bis zu 25 Skikurse pro Saison und bildete so im Lauf seiner Karriere rund 40.000 Skifahrer aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Bilgeri galt als [[Lebemann]] und [[Frauenheld]], bereits 1897 steckte er sich mit [[Syphilis]] an. Er verstarb während eines Skikurses am Patscherkofel bei Innsbruck.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen als Skipionier ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilgeri-Ski-Ausrüstung Plakat.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Bilgeri-Ski-Ausrüstung&amp;#039;&amp;#039;, Plakat, um 1910]]&lt;br /&gt;
Er kombinierte erfolgreich die „niederösterreichische“ und die „Norweger“-Skitechnik, die seit etwa 1900 in starkem Gegensatz zueinander standen (siehe auch [[Mathias Zdarsky]], [[Kristianiatechnik]] und [[Telemarken]]). Bilgeri trug zur Verbesserung der Alpin- und Skiausrüstung bei und verhalf dem [[Stemmbogen]] und der „Zweistocktechnik“ zum Durchbruch. Zunächst verwendete er einen auseinandernehmbaren Stock, so hatte er zwei für den Aufstieg und einen für die Abfahrt. Beschrieb er in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Der alpine Skilauf&amp;#039;&amp;#039; zunächst noch die von Mathias Zdarsky angewandte Technik mit einem einzelnen Stock, bevorzugte er in Folge der Streitereien mit Zdarsky (dieser warf ihm u.&amp;amp;nbsp;a. vor, seine Technik kopiert, die Bindung nachgebaut und sein Lehrbuch abgeschrieben zu haben&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;) folglich nur noch die Zweistocktechnik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits früh fertigte er im familieneigenen &amp;#039;&amp;#039;Bilgeri-Werk&amp;#039;&amp;#039; Ausrüstungen für den Wintersport, diese kamen auch bei den in der k.u.k Skiwerkstätte erzeugten Skiern zum Einsatz. Seine 1908 entwickelte &amp;#039;&amp;#039;Bilgeri-Bindung&amp;#039;&amp;#039; wurde durch einen Patentstreit mit Zdarsky lediglich als Unterart der [[Lilienfelder Stahlsohlenbindung]] gerichtlich anerkannt. Durch seine Bekanntheit wurde er schnell zum Werbeträger seiner eigenen Produkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2025-08-22 Gedenken an Kaiserjäger-Oberst Georg Bilgeri.jpg|mini|Gedenkstein für Bilgeri am Patscherkofel]]&lt;br /&gt;
Ein Kommandogebäude des österreichischen [[Bundesheer]]es in [[Bregenz]] ([[Kommandogebäude Oberst Bilgeri]]) trägt seinen Namen. Im Jahr 1959 wurde in Wien-[[Donaustadt]] (22. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Georg-Bilgeri-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt. Des Weiteren tragen Wege, Straßen und Steige in Innsbruck, Bregenz, Mariazell, Hörbranz und in den Dolomiten seinen Namen. Auch der [[Bilgeri-Gletscher]] in [[Grahamland]] wurde nach ihm benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite gnis|1366|Bilgeri-Gletscher |type=antarid }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1934 wurde am Patscherkofel, wo er starb, ein [[Steinmännchen|Steinmandl]] mit einem Holzkreuz und 1937 ein Gedenkstein errichtet. 1968 wurde dieser durch ein aus Natursteinen aufgemauertes Denkmal mit einer einfachen Bronzetafel ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Tiroler Kunstkataster|id=49249|titel=Denkmal für Oberst Bilgeri, Bilgeri-Gedenkstein|zugriff=2025-08-25|autor=Frick, Wiesauer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der alpine Skilauf&amp;#039;&amp;#039;. [[Bergverlag Rother]], München 1922.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|84|84|Bilgeri, Georg}}&lt;br /&gt;
* Gudrun Kirnbauer u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Skipionier Georg Bilgeri&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neugebauer, Graz 2001, ISBN 3-85376-066-X.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|236||Bilgeri, Georg|[[Oskar Regele]]|120908050}}&lt;br /&gt;
* Otmar Schöner (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Mann, der die Skiwelt teilte. Mathias Zdarsky und die Bahnbrecher im alpinen Schnee.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Reichenau an der Rax 2015, S. 172 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Alpenarchiv|8/00125323}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120908050|VIAF=25445913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bilgeri, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skibergsteiger (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger eines Ehrenzeichens für Verdienste um das Rote Kreuz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bilgeri, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Offizier und Bergsteiger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Oktober 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bregenz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Dezember 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Patscherkofel]], Innsbruck&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anvilaquarius</name></author>
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