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	<title>Georg Bellmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 6. November 2024 um 15:40 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BellmannGeorg1930.jpg|miniatur|Dr. Georg Bellmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Bellmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Oktober]] [[1891]] in [[Somsdorf]]; † [[15. Juli]] [[1946]] in [[Moskau]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;TU&amp;quot;&amp;gt;Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt, Mike Schmeitzner, Andreas Weigelt: &amp;#039;&amp;#039;Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947). Eine historisch-biographische Studie&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-36968-5, Kurzbiographien auf beiliegender CD, dort S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher Politiker der [[Deutsche Volkspartei|DVP]], Funktionär der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], Wirtschaftsjurist und Rechtsberater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Oberrealschule]] in [[Chemnitz]] und des [[Progymnasium]]s in [[Tharandt]] studierte Bellmann Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Universität Erlangen|Erlangen]]. Seit Sommer 1913 war er Mitglied der [[Leipziger Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli in Mainz|Leipziger Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli]] ([[Deutsche Sängerschaft]])&amp;lt;ref&amp;gt;Gesamtverzeichnis der Pauliner vom Sommer 1822 bis Sommer 1938, Leipzig 1938, Seite 146&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 nahm Bellmann als Leutnant der Reserve mit dem [[Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment „König Viktor Emanuel III. von Italien“ Nr. 19|19.]] beziehungsweise dem [[Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment Nr. 32|32. bayerischen Infanterie-Regiment]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Wieder heimgekehrt schloss er sein Studium 1920 in Erlangen mit der Promotion zum Dr. rer. pol. ab. Von April 1920 bis 1921 war Bellmann als [[wissenschaftlicher Hilfsarbeiter]] in der Geschäftsführung des Verbandes von Arbeitgebern der Sächsischen Textilindustrie tätig, in dessen geschäftsführenden Vorstand er im November 1921 aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende gehörte er dem [[Freikorps Epp]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TU&amp;quot;/&amp;gt; Um 1919 trat Bellmann in die [[Deutsche Volkspartei]] (DVP) ein. Bei der [[Reichstagswahl 1930|Wahl vom September 1930]] wurde Bellmann in den fünften [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag der Weimarer Republik]] gewählt. Nachdem „Intrigen, parteiinterne Hierarchien“ sowie die wirtschaftliche Situation Bellmann bereits zermürbt hatten, bewog die Auseinandersetzung um eine Mitte 1931 verabschiedete [[Notverordnung]] ihn schließlich dazu, sein Mandat im Juni 1931 niederzulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Bramke/Ulrich Hess: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Gesellschaft in Sachsen im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Parteivorstand gegenüber begründete er seinen Schritt damit, dass er sich nicht länger in der Lage sehe „die letzten Entscheidungen [der] Reichsfraktion mitzutragen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Volkspartei 1918–1933&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 712.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bellmanns Mandat wurde anschließend für den Rest der Legislaturperiode von seinem Parteikollegen [[Alfred Baum (Politiker)|Alfred Baum]] übernommen.&lt;br /&gt;
Bellmann trat zum 1. Mai 1933 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 2.105.319).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2311367&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte der 1930er Jahre wurde er mit dem Posten des Hauptgeschäftsführers der [[Industrie- und Handelskammer]] (IHK, auch als Wirtschaftskammer bezeichnet; ab 1942 [[Gauwirtschaftskammer]]) Sachsens betraut, den er bis zur Auflösung der Kammer im Jahr 1945 behielt. Im Zuge seiner Tätigkeit an der Spitze der sächsischen IHK wurde Bellmann dem Historiker Carsten Schreiber zufolge „Sachsens führender Verbandsfunktionär [und] Chef-[[Arisierung|Arisierer]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Elite im Verborgenen&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der engen Verzahnung der IHK mit der [[Schutzstaffel]] (SS) wurde Bellmann als Mitglied in diese Organisation aufgenommen, in der er den Rang eines [[SS-Obersturmführer|Obersturmführers]] erreichte (SS-Nummer 314.995). In Personalunion war er zudem Mitarbeiter für „gewerbliche Wirtschaft“ beim [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Leitabschnitt unter [[Karl Tschierschky]].&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Elite im Verborgenen&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 423.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]] in Sachsen wurde Bellmann in [[Dresden]] festgenommen und ins [[Lefortowo-Gefängnis]] gebracht. Am 10. Juni 1946 verurteilte ein [[Militärgericht|Militärkollegium]] des [[Oberstes Gericht der UdSSR|Obersten Gerichts]] der [[Sowjetunion|UdSSR]] ihn nach Artikel 17, 58-11 und [[Ukas|Ukaz]] 43 [[Todesstrafe|zum Tode]]. Nach Ablehnung seines Gnadengesuches wurde er am 15. Juli 1946 in [[Moskau]] gemeinsam mit [[Werner Schmiedel]] [[Erschießung|erschossen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TU&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Hilger]]: &amp;#039;&amp;#039;Sowjetische Justiz und Kriegsverbrechen. Dokumente zu den Verurteilungen deutscher Kriegsgefangener, 1941–1949&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]] Jg. 54, 2006, Heft 3, S. 477 ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2006_3_5_hilger.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grund für Bellmanns Verurteilung ist wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Verwendung von [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeitern]] in seinem Zuständigkeitsgebiet zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Ludwig: &amp;#039;&amp;#039;Fremd- und Zwangsarbeit in Sachsen 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschland und das internationale Arbeitszeitübereinkommen von Washington&amp;#039;&amp;#039;, Dresden 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|127410759}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|127410759}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127410759|VIAF=3494876}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bellmann, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sängerschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wirtschaft im Deutschen Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Freital)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bellmann, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DVP), MdR, Wirtschaftsjurist und Rechtsberater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Oktober 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Somsdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juli 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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