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	<title>Geoidstudie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T17:02:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geoidstudie&amp;diff=2603775&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: zus. Links</title>
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		<updated>2020-08-12T14:39:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zus. Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geoidstudie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein [[geodätisch]]es [[Forschungsprojekt]] bezeichnet, in dem für ein Gebiet von etwa 1000 bis 10.000&amp;amp;nbsp;km² verschiedene Methoden der [[Geoidbestimmung]] erprobt und ihre erreichbare [[Genauigkeit]] analysiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Geoidstudie wurde von [[Gauß]] um&amp;amp;nbsp;1820 vorgeschlagen, als man einen großen Einfluss von [[Lotabweichung]]en auf ausgedehnte [[Vermessungsnetz]]e im Gebirge, aber auch in geologisch komplex aufgebauten Ebenen vermuten konnte. Die Beobachtungsmethoden der [[Astrogeodäsie]] waren aber erst um&amp;amp;nbsp;1880 dafür geeignet, als [[Friedrich Robert Helmert]], der Präsident der [[Internationale Erdmessung|Internationalen Erdmessung]], ein solches [[Testgebiet]] im mitteldeutschen [[Harz (Gebirge)|Harz-Gebirge]] initiierte. Auf etwa 10 [[Vermessungspunkt]]en [[Netz erster Ordnung|erster Ordnung]] wurde die [[astronomische Breite]], auf weiteren die [[astronomische Länge|Länge]] oder ein [[Azimut]] gemessen und die mittlere [[Niveaufläche]] des Gebietes durch [[astronomisches Nivellement]] berechnet. Die Genauigkeit des [[Geoid]]s ergab sich lokal zu etwa 10–30&amp;amp;nbsp;Zentimeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In größerem Umfang wurden Lotabweichungen in den staatlichen [[Grundlagennetz]]en erst ab den 1960er Jahren gemessen, als die aufkommende [[Satellitengeodäsie]] künftig wesentlich höhere Lagegenauigkeiten erwarten ließ. In dieser Zeit begannen auch die Vorarbeiten zum [[Europanetz]] [[RETrig]], um die [[Landesvermessung]]en Westeuropas an den jeweiligen Grenzen etwa dezimetergenau verbinden zu können. Als Ende der 1980er Jahre die Nutzung der [[NAVSTAR]]-[[GPS]]-Satelliten praxisreif wurde, erklärten die internationale [[Erdmessung]]sorganisationen sogar das Erreichen des [[Zentimeter-Geoid]]s zum mittelfristigen Ziel; der IAG-Präsident [[Wolfgang Torge]] (Hannover) hatte dies schon 1983 vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausschauend waren zwischen&amp;amp;nbsp;1975 und&amp;amp;nbsp;1985 bereits zwei astro-geodätische Geoidstudien in [[Mitteleuropa]] durchgeführt worden, die wesentliche methodische Kenntnisse erbrachten:&lt;br /&gt;
* das [[Testnetz Wien]] der [[Technische Hochschule Wien|Technischen Hochschule Wien]] und&lt;br /&gt;
* das neu beobachtete [[Testnetz Harz]] der [[Universität Hannover]].&lt;br /&gt;
Sie ließen die Zentimetergenauigkeit – unabhängig von der [[Rauheit]] des [[topografische Reduktion|Geländes]] – bei Punktabständen von etwa 10&amp;amp;nbsp;km erwarten, was eine Vermehrung der vorhandenen Astropunkte auf das Fünf- bis Zehnfache bedeutete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Hochschulinstitute untersuchten, wieweit die [[Gravimetrie]] wenigstens in &amp;#039;&amp;#039;ebenen&amp;#039;&amp;#039; Gebieten die astronomischen Messungen ersetzen könnte, da Schweredaten für die [[Rohstoff]]-Forschung vielerorts bereits vorlagen. Um mit gravimetrischen Methoden ebenfalls Zentimetergenauigkeit zu erreichen, müssten zwar Punktabstände von etwa 2–3&amp;amp;nbsp;km existieren, doch wären allfällige Ergänzungsmessungen leichter durchführbar als nächtliche Messungen der Lotabweichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- weitere Methoden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit etwa 1990 berechnen daher viele Staaten ihr regionales Geoid durch eine geometrisch-physikalische Kombination der beiden Methoden, ergänzt um solche der Satellitengeodäsie. In D, A, CH sind 2–5&amp;amp;nbsp;cm Genauigkeit erreicht (im Wiener und Harzer Testgebiet 0,5&amp;amp;nbsp;cm), in anderen Staaten etwa 10&amp;amp;nbsp;cm und weltweit etwa 20&amp;amp;nbsp;cm. Die &amp;#039;&amp;#039;lokalen&amp;#039;&amp;#039; [[Geoidundulation]]en lassen sich durch ein gutes [[digitales Geländemodell]]&amp;amp;nbsp;(DGM) auf etwa ±&amp;amp;nbsp;2–5&amp;amp;nbsp;cm darauf &amp;quot;aufsetzen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Ledersteger]]: &amp;#039;&amp;#039;Astronomische und [[physikalische Geodäsie]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Vermessungskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). 10. Auflage. Metzler, Stuttgart 1969.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bretterbauer]], G. Gerstbach: &amp;#039;&amp;#039;Die astro-geodätischen Arbeiten der TU Wien (Geoidstudie Wien, Lotstörungsforschung im [[Wiener Becken]]).&amp;#039;&amp;#039; ÖKIE-Sonderband III: &amp;#039;&amp;#039;Das Geoid in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Graz 1983, S. 61–73. &lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Torge]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Zentimeter-Geoid als Herausforderung.&amp;#039;&amp;#039; IAG-Tagungsreferat, um 1985.&lt;br /&gt;
* [[Heiner Denker]], W. Torge: &amp;#039;&amp;#039;Present state and future developments of the European geoid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Surveys in Geophysics.&amp;#039;&amp;#039; Volume 14. Springer 1993, S. 433–447 ([[doi:10.1007/BF00690570]]).&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Gerstbach]]: &amp;#039;&amp;#039;How to get an European centimeter geoid (“astro-geological geoid”).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physics and Chemistry of the Earth.&amp;#039;&amp;#039; Volume 21/4. Elsevier, 1996, S. 343–346 ([http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0079194697000591 online]).&lt;br /&gt;
* H. Denker, [[Jürgen Müller (Geodät)|Jürgen Müller]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;A new Combines Height Reference Surface for Germany ([[GCG05]])&amp;#039;&amp;#039;. EUREF-Conference, Riga 2006 ([http://www.euref.eu/symposia/2006Riga/P-01.pdf Poster]; PDF; 414&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* [[Hans Sünkel]], I. Marson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gravity and Geoid: Joint Symposium of the International Gravity Commission and the International Geoid Commission.&amp;#039;&amp;#039; Tagungsband September 1995 Graz (Österreich) Springer 1996.&lt;br /&gt;
* diverse [[International Association of Geodesy|IAG]]-Tagungsberichte 1995–2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmessung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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