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	<title>Geographie Montenegros - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Darkking3: /* Klima */ m</title>
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		<updated>2025-05-21T19:16:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Klima: &lt;/span&gt; m&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{ Positionskarte+&lt;br /&gt;
 | Montenegro&lt;br /&gt;
 | width=250&lt;br /&gt;
 | float=right&lt;br /&gt;
 | Alternativkarte = Relief Map of Montenegro.svg&lt;br /&gt;
 | caption=Montenegro&lt;br /&gt;
 |places= {{ Positionskarte~|Montenegro|label=Podgorica|position=right |lat=42/26/23/N|long=19/15/58/E|region=ME}}&lt;br /&gt;
          {{ Positionskarte~|Montenegro|label=Cetinje|position=bottom |lat=42/23/36/N|long=18/55/19/E|region=ME}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ | Y=90 | X=78 | position=bottom | label_color=#646464 | label=&amp;#039;&amp;#039;Albanien&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ | Y=47 | X=88 | position=bottom | label_color=#646464 | label=&amp;#039;&amp;#039;Kosovo&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ | Y=1 | X=13 | position=bottom | label_color=#646464 | label=&amp;#039;&amp;#039;Bosnien &amp;amp; Herzegowina&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ | Y=10 | X=80 | position=bottom | label_color=#646464 | label=&amp;#039;&amp;#039;Serbien&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ | Y=85 | X=10 | position=bottom | label_color=blue | label=&amp;#039;&amp;#039;Adria&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ | Y=78 | X=54 | position=bottom | label_color=blue | label=&amp;#039;&amp;#039;Skutarisee&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ | Y=63 | X=12 | position=bottom | label_color=blue | label=&amp;#039;&amp;#039;Kotor-Bucht&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
          {{Positionskarte~ |Montenegro|mark=RedMountain.svg|marksize=18|position=right|lat=43/7/24/N|long=19/2/13/E|region=ME|label=Bobotov Kuk}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geographie [[Montenegro]]s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{cnrS|Црна Гора|&amp;#039;&amp;#039;Crna Gora&amp;#039;&amp;#039;}} [{{IPA|ˈt͡sr̩naː ˈɡɔra}}], &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Berge&amp;#039;&amp;#039;) wird wesentlich von den [[Dinarisches Gebirge|Südost-Dinariden]] geprägt. Das Gebirge fällt zur [[Montenegrinische Küste|Küste]] an der [[Adriatisches Meer|Adria]] steil ab. Die [[Bucht von Kotor]] im Norden ist eine der größten und tiefsten Buchten des [[Mittelmeerraum]]s. Im Süden teilt sich Montenegro mit [[Albanien]] den [[Skutarisee]], den größten See Südeuropas. Rund um den See und an der Küste in Südmontenegro finden sich größere Ebenen. An der Küste und im Skutarisee gibt es einige kleine [[Liste der Inseln in Montenegro|Inseln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montenegro liegt im Westen der [[Balkanhalbinsel]] und grenzt im Südwesten an die Adria, im Süden an Albanien, im Südosten an den [[Kosovo]], im Osten an [[Serbien]], im Norden an [[Bosnien und Herzegowina|Bosnien-Herzegowina]] und an der Küste im Nordwesten an [[Kroatien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montenegro ist mit etwa 46 Einwohner pro km² im europäischen Vergleich dünn besiedelt, nur die Staaten Nord- und Osteuropas weisen noch geringere Bevölkerungsdichten auf. Insbesondere ist die karge Karstregion in Westmontenegro ([[Orjen]], [[Lovćen]]) sehr dünn besiedelt. Hier bieten nur wenige [[Polje]]n etwas landwirtschaftlich nutzbaren Boden ([[Grahovo]], [[Cetinje]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Norden und Osten finden sich die höchsten Erhebungen Montenegros. Hier liegen der [[Durmitor]] und das [[Prokletije|Prokletije-Massiv]], die zentralen Hochgebirgsmassive, die über 2500&amp;amp;nbsp;Meter aufragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geologie Montenegro.jpg|miniatur|rechts|Geologisch-tektonische Zonen Montenegros. Den Hauptteil nehmen kretazische Kalkdecken von über fünf Kilometer Mächtigkeit ein ([[Karst|Hochkarstzone]]). Hier fehlen Fließgewässer überwiegend. Die Durmitordecke im Norden zeigt dagegen ein reiches fluviales Netz ([[Karst|Fluviokarst]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montenegro ist in vier stratigraphisch-geologische Zonen eingeteilt. Mehr als zwei Drittel Montenegros gehören dabei zum Karst. Die tektonischen Einheiten der Küste gehören dem neotektonisch aktiven Bereich an, was zu Katastrophen-Erdbeben führte (1556, 1666, [[Erdbeben in Montenegro 1979|1979]]: 7,0&amp;amp;nbsp;auf der Richterskala). Geologisch kennzeichnend sind die mindestens 4,3&amp;amp;nbsp;Kilometer mächtigen kreide- und jurazeitlichen [[Kalkstein]]e. Aufgrund der Eintönigkeit der massigen mesozoischen Kalke und der hohen Niederschlagssummen ist die Region extrem verkarstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ausgeprägter geologischer Sonderstatus ist im Kontrast zur tief in das Gebirgsplateau des [[Orjen]] eingemeißelten [[Bucht von Kotor]] zu finden. An der Grenze zweier geologischer Einheiten ist die Bucht durch erosive und tektonische Prozesse entstanden, die bis in die jüngere Vergangenheit andauern, als im Orjen vor 20.000 Jahren eine mächtige pleistozäne Vergletscherung existierte, die durch das Abschmelzen der riesigen, ca. 150&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer großen Gletscher zu Überflutungen der [[Polje]]n von [[Grahovo]] und Dragalj führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bvk&amp;quot;&amp;gt;[https://www.montenegro-adria.de/bucht-von-kotor/ Bucht von Kotor], montenegro-adria.de, abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstigere Verhältnisse herrschen im Karst dort vor, wo wasserhaltende Flysch-Fazien der Trias, Jura, Kreide und des Paläozäns liegen. Sie sind als stark erodierte Reste im Mittelteil der Bucht von Kotor erhalten, wo kurze Bäche für die Betreibung von Mühlen teils bis heute genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie ==&lt;br /&gt;
=== Gebirge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Orjen Glaziokarst Landschaft.jpg|miniatur|links|Trogtal und Glaziokarst im mediterranen [[Orjen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montenegro ist praktisch gänzlich Gebirgsland. Im Westen und Süden steigen die stark [[Verkarstung|verkarsteten]] Küstengebirge auf knapp 2000&amp;amp;nbsp;m abrupt aus der Adria auf. Gegen Norden schließen sich die Hochplateaus des [[Durmitor]]s sowie die tief zertalten Hänge der [[Prokletije]] an. Die Berggipfel Im Norden und Osten des Landes erreichen durchweg Hochgebirgsniveau. Der höchste Berg Montenegros ist die [[Zla Kolata]] ({{Höhe|2534|ME}}) im Prokletije auf der albanischen Grenze. Mit {{Höhe|2522|ME}} ist der Bobotov Kuk im Durmitor die höchste Erhebung innerhalb der Landesgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderstellung unter den Küstengebirgen nimmt der [[Orjen]] ein, da hier ein Hochgebirgsrelief in innigster Verbindung zur Meeresküste entwickelt ist und die [[Bucht von Kotor]] den Charakter eines übersteilen Kanals im Herzen der Hochdinariden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das harsche Klima der Dinariden durch kalte schneereiche Winter und die ungünstige Versorgungssituation durch die in Schluchten ([[Piva (Fluss)|Piva]], [[Tara (Drina)|Tara]]) und über Hochgebirgspässe führenden Verkehrsverbindungen, kann in strengen Wintern zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bay of Kotor Orjen glacial traces.jpg|miniatur|rechts|Teil der montenegrinischen Küste ([[Bucht von Kotor]]) auf einem Weltraumbild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[montenegrinische Küste]] befindet sich im südöstlichen Teil des Adriatischen Meeres, zwischen Kroatien und Albanien. Von 260,2&amp;amp;nbsp;Kilometer Küstenlinie entfallen 249,1&amp;amp;nbsp;Kilometer auf die engere Küste und 11,1&amp;amp;nbsp;Kilometer auf die Inseln. Die Steil abfallende Küste wird durch die Kalkgebirge des Hinterlandes ([[Orjen]], Lovcen, [[Rumija]]) vom Landesinneren getrennt. Nur im Südteil Montenegros ist ab Ulcinj eine Niederungsküste entwickelt. Das maritime Klima und die touristische [[Kommodifizierung|Inwertsetzung]] der Küstenorte hat hier zu einem Ausbau der touristischen Infrastruktur seit den 1960er Jahren geführt. Bedeutende Touristenzentren sind [[Herceg Novi]], [[Tivat]], [[Kotor]], [[Budva]] und [[Ulcinj]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wassermangel durch den [[Karst]]charakter führt im Sommer zu Versorgungsengpässen, da einige der örtlichen Süßwasserquellen [[Brackwasser|verbracken]], so dass Trinkwasser aus Bosnien ([[Trebišnjica]]) eingeführt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Meer erreicht schnell bedeutende Tiefen, da auch der tiefste Punkt der Adria mit 1280&amp;amp;nbsp;Meter direkt vor der montenegrinischen Küste liegt. Hohe sommerliche Wassertemperaturen und Nährstoffmangel sind für das adriatische Meer generell prägend. Fischfang spielt lokal eine Wichtige Rolle, konzentriert sich aber vor allem auf die [[Bucht von Kotor]] und die Mündung der Bojana mit dem [[Skutarisee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Drina Oberlauf.jpg|mini|rechts|Hydrologische Netz in Montenegro und das Einzugsgebiet des Oberlaufs der [[Drina]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52,5 % Montenegros gehören zum Einzugsgebiet des Schwarzen- und 47,5 % des adriatischen Meeres. Nur ein größeres Flusssystem, dass Zeta-Morača System, entwässert zur Adria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet der Adria beträgt etwa insgesamt 6.560&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer. Dazu gehören die Morača, mit ihren Nebenflüssen Zeta und Cijevna, Rijeka Crnojevica und Orahovstica. Diese drei Gewässer fließen in den Skutarisee und über die [[Buna (Adriatisches Meer)|Bojana]] in die Adria. Die Moraca ist 113,4&amp;amp;nbsp;Kilometer lang und hat ein Einzugsgebiet von 2.628&amp;amp;nbsp;km². Die Zeta ist 85&amp;amp;nbsp;Kilometer lang und hat ein Einzugsgebiet von 1.216&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres in Montenegro beträgt 7.260&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer und besteht überwiegend aus dem Oberlauf der [[Drina]] mit den Zuflüssen [[Lim (Fluss)|Lim]], Piva, [[Tara (Drina)|Tara]] und [[Ćeotina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte Binnengewässer ist der [[Skutarisee]] an der Grenze zu Albanien. An dessen nördliches Ufer schließt sich eine Tiefebene an, in der die Hauptstadt Podgorica liegt. Neben dem Skutarisee verfügt das Land vor allem über kleine Bergseen. Ein bedeutendes Feuchtgebiet ist die [[Saline Ulcinj|Saline von Ulcinj]] im flachen Mündungsbereich der Bojana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Liste der Seen in Montenegro]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karst fauna.jpg|miniatur|Endemische Karstfauna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aktive Evolution des [[Karst]]reliefs ist von Temperatur, Lithologie, Vegetation und Verfügbarkeit von Wasser abhängig. Davon hängt die Höhenverbreitung der Karstformen ab. Der Bereich Montenegros wird zum stark entwickelten Holokarst gestellt. Dieser Termin basiert auf dem Fehlen fluvialer Formen. Geologisch sind mächtige [[Kalkstein|Massenkalke]] Voraussetzung. Das Begriffspaar Holokarst-Merokarst hat das Fundament für klimatische Variationen der Karstphänomene gelegt. Holokarst ist subtropisch und tropisch, Merokarst temperat verbreitet (in Deutschland die [[Schwäbische Alb]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;karst&amp;quot;&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/karst/8099 Karst] in &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Geowissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jovan Cvijić]] sieht den montenegrinisch-herzegowinischen Hochkarst als ausgebildetsten Karst in Europa an: „Es gibt keinen tieferen und entwickelteren Karst als diesen herzegowinisch-montenegrinischen zwischen der unteren Neretva, [[Skutarisee]] und Adriatischem Meer. Nicht ein Tropfen Wasser fließt oberflächlich ab, sondern alles versinkt in Schloten, Ponoren Klüften und Vertiefungen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Starke tektonische Bewegungen verbunden mit extremer Verkarstung haben auch das einzige ursprüngliche große Abflusssystem im montenegrinischen Holokarst, die &amp;#039;&amp;#039;Bokeljska reka&amp;#039;&amp;#039;, zerstört (im Unterlauf noch durch die [[Bucht von Kotor]] zu rekonstruieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die längste Höhle Montenegros ist die Vražji firovi mit über zehn Kilometern Länge nordöstlich von [[Berane]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.asak.org.rs/caves/firovi/firovi.html Pecina nad Vrazjim Firovima],Dragan Maksimovic, abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die tiefste Höhle des Landes ist die Željezna jama (–1027 Meter) im Berg Maganik.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bijelopolje.co.me/index.php/arhiva-glavnih-vijesti/1-glavne-vijesti/794-jama Otkrivena jama dublja od 1000 metara], Website von [[Bijelo Polje]], 16. Mai 2013, abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Crkvice.jpg|mini|Klimadiagramm Crkvice im [[Subtropen|mediterranen]] Hochgebirge [[Orjen]] oberhalb der [[Bucht von Kotor]]. Hier werden die absolut höchsten Niederschlagssummen in Europa gemessen. Bei ca. 130 Regentagen im Jahr sind Starkregen besonders im Herbst und Winter typisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner geringen Ausdehnung hat Montenegro Anteil an drei verschiedenen klimatischen Zonen. Der vollmediterrane Küstenstreifen hat zwar die geringste Ausdehnung, ist aber durch seine überragende kulturhistorische Rolle von besonderer Bedeutung. Hier liegen die Orte [[Herceg Novi]], [[Kotor]], [[Budva]], [[Bar (Montenegro)|Bar]] und [[Ulcinj]]. Mit dem Gebirgsanstieg beginnt die submediterrane Zone, die sich 50&amp;amp;nbsp;Kilometer landeinwärts erstreckt. [[Cetinje]], [[Nikšić]] und Podgorica haben kältere Winter, aber auch wärmere Sommer als die Küstenstädte. Das größte Gebiet nimmt die [[Gemäßigte Zone|Gemäßigte Klimazone]] in Montenegro ein. Hier herrschen ganz ähnliche Bedingungen wie in Mitteleuropa, nur sind die Temperaturen höher. Zu dieser Zone gehören der [[Durmitor]] mit [[Žabljak (Montenegro)|Žabljak]] und die Städte [[Pljevlja]], [[Prijepolje]] und [[Kolašin]]. Am Durmitor liegt einer der südlichsten [[Gletscher]] Europas.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.intechopen.com/chapters/55514 The Unknown Southernmost Glaciers of Europe], Emil Gachev auf intechopen.com, 315. Dezember 2016, abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit am Klima Montenegros ist, dass hier die höchsten [[Niederschlagsmenge]]n in Europa gemessen werden. Mit 5000&amp;amp;nbsp;Millimeter (5000&amp;amp;nbsp;Liter pro Quadratmeter) ist [[Crkvice]] im [[Orjen]] der regenreichste Ort in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zgs.zrc-sazu.si/Portals/8/Geografski_vestnik/Pred1999/GV_2701_003_043.pdf Kje padne v Evropi najvec dezja], Anton Melik in &amp;#039;&amp;#039;Geografski vestnik&amp;#039;&amp;#039; 1956, abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://fedorabg.bg.ac.rs/fedora/get/o:9248/bdef:Content/download Dinamika i mogući uzroci temperaturnih i padavinskih ekstrema na teritoriji Crne Gore u periodu 1951-2010], Dragan Burić 2010, Dissertation, abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=wikitable style=&amp;quot;text-align: left; font-size: 95%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-style=&amp;quot;border-bottom: 2px solid gray;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Station&lt;br /&gt;
! Höhe [m]&lt;br /&gt;
! Typ&lt;br /&gt;
! Character&lt;br /&gt;
! Niederschlag [mm]&lt;br /&gt;
! Schneedecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Zubački kabao]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1894&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;D&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|perhumides mediterranes Schneeklima&lt;br /&gt;
| ca. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6250&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|ca. 140 Tage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Crkvice]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 940&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cfsb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|(fs= ohne sommerliche Trockenheit), perhumides mediterranes Bergklima&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4926&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 70 Tage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Risan]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cs’’a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|(s’’= doppelte winterliche Regenzeit), perhumides mediterranes Küstenklima&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3500&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 2 Tage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Nach der [[Wladimir Köppen|Köppenschen]] effektiven [[Klimaklassifikation]] gehört die montenegrinische Küste bei [[Risan]] ([[Bucht von Kotor]]) zum Klimatyp &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cs’’a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Der besondere Charakter der mediterranen Bergstation [[Crkvice]] im [[Orjen]] wird durch den Klimatyp &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cfsb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegetation Montenegro.jpg|mini|Vegetation in [[Montenegro]] mit &amp;#039;&amp;#039;Quercus trojana&amp;#039;&amp;#039; in der Niederung um den [[Skutarisee]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Illyrische Buchenwaldgebiet.jpg|mini|Waldgesellschaften im illyrisch-dinarischen Buchenwald]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Blečić und Lakušić&amp;#039;&amp;#039; verzeichnen in Montenegro 454 Vegetationseinheiten (37 Klassen, 53 Ordnungen, 97 Verbände und 267 Assoziationen). Die Karte der potentiellen Vegetation Montenegros verzeichnet 20 grundsätzliche Vegetationstypen – 18&amp;amp;nbsp;Waldtypen und 2&amp;amp;nbsp;Rasengesellschaften. Große Teile können aber nur noch als degradiert betrachtet werden und sind Ersatzgesellschaften aus Derivaten der potentiellen Vegetation und anthropogen begünstigter Formen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das herausstechendste Merkmal ist die unmittelbare räumliche Nähe alpiner Hochgebirge und mediterraner Tieflagen. Durch die meridional angelegten Schluchten ist bis in die Tallagen der Hauptketten der hohen Dinariden ein submediterraner Florencharakter möglich. Canyons waren darüber hinaus eiszeitliche [[Refugialraum|Refugialräume]] und sind biogeographisch-florenhistorisch aufschlussreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die illyrische Florenprovinz als Subregion der eurosibirischen Region wird von typisch nemoralen sowie borealen Baumvertretern ([[Rotbuche|Buche]], [[Fichten|Fichte]], [[Weiß-Tanne|Weißtanne]]) geprägt. Mitteleuropäische Horoelemente sind in der Waldvegetation weithin bestimmend. Sie reichen in den Gebirgen um die [[Bucht von Kotor]] unmittelbar an die Küste. Der schmale mediterrane Küstensaum im Inneren der Bucht ist wenige hundert Meter breit; die [[Hartlaubvegetation]] reicht bis 600&amp;amp;nbsp;m, submediterrane Formationen bis 1000, oberhalb 1000&amp;amp;nbsp;Meter dominieren Buchen und ab 1500&amp;amp;nbsp;Meter finden sich Panzerkiefern ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meernahe Abdachung der dinarischen Küstenketten gehört zur (sub)mediterranen Region der Adriatischen Provinz, während die meerferne Seite zur Illyrischen Subregion der Mitteleuropäischen Florenregion zählt. In Montenegro sind 3136 Arten von Gefäßpflanzen (Pteridophyta, Pinophyta, Magnoliophyta) verzeichnet, darunter 201 endemische Arten. Glazialrelikte sind im [[Durmitor]] und [[Prokletije]], [[Tertiärrelikt]]e im [[Orjen]] häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südeuropäische Gebirgsflora ist mit der dinarischen Provinz vertreten. Die [[Dinarisches Gebirge|Südostdinariden]] besitzen eine reiche temperate, (sub)mediterrane- und oromediterrane Flora mit signifikantem Auftreten illyrischer Endemiten. Lokalendemiten finden sich besonders im Orjen&amp;amp;nbsp;(8) und Prokletije&amp;amp;nbsp;(15). Die größte Artenvielfalt bietet der Prokletije mit 542 Arten, im Orjen treten 243 Arten von Orophyten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topographie und Relief kommt in der Grenzlage bei Ausbildung der Florenregionen eine tragende Rolle zu. Die Gebirgsbarriere der litoralen Dinariden (800–1900&amp;amp;nbsp;Meter) wehrt den mediterranen Klimaeinfluss an der Steilstufe zur Adria ab, nur über die Senken ist ein weiteres Ausgreifen möglich. Das subtropische Biom und mit ihr die adriatische Florenprovinz nimmt daher nur den schmalen Raum der dalmatinischen Küste ein. Die in die Hochkarstzone hineinreichende [[Bucht von Kotor]] führt mediterrane Florenelemente noch zum schneebedeckten Orjen.&lt;br /&gt;
Thermophile Arten wie die paläoendemische halbimmergrüne [[Mazedonische Eiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus trojana&amp;#039;&amp;#039;), [[Europäische Hopfenbuche]] (&amp;#039;&amp;#039;Ostrya carpinifolia&amp;#039;&amp;#039;), [[Orientalische Hainbuche]] (&amp;#039;&amp;#039;Carpinus orientalis&amp;#039;&amp;#039;) und Mannaesche (&amp;#039;&amp;#039;Fraxinus ornus&amp;#039;&amp;#039;) finden sich in der submediterrane Zone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Schutzgebiete in Montenegro]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thede Kahl: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der räumlichen Struktur Serbiens und Montenegros&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Osthefte&amp;#039;&amp;#039; 47/1–4, Sonderband Serbien und Montenegro, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, S.&amp;amp;nbsp;5–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Geographie nach Staat/Europa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Montenegro)| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Darkking3</name></author>
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