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	<title>Geode (Geowissenschaften) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T02:54:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geode_(Geowissenschaften)&amp;diff=1873222&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: zurück auf Los</title>
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		<updated>2026-02-09T13:30:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zurück auf Los&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|γεώδης|geōdēs|de=erdartig}}), früher auch &amp;#039;&amp;#039;Gäode&amp;#039;&amp;#039;, ist eine nicht einheitlich verwendete Bezeichnung aus der [[Geologie]] und [[Mineralogie]], mit der je nach Quellenlage ein rundlicher Hohlraum, begrenzt durch eine einheitliche Gesteinsaußenschicht, und/oder die durch verschiedene geologische Prozesse entstandene Füllung mit mineralischer bzw. fossiler Substanz bezeichnet wird. Verbleibt bei einer Füllung durch Kristalle noch ein Resthohlraum, wird diese auch als [[Druse (Mineralogie)|Druse]] und bei vollständiger Füllung als [[Mandel (Mineralogie)|Mandel]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Petrologie]] versteht man unter einer Geode eine meist [[konzentrisch]] aufgebaute [[Konkretion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in Vulkangestein ===&lt;br /&gt;
Innerhalb eines zwischen 800 und 1200 °C heißen [[Lava]]stroms lösen sich die leichtflüchtigen Bestandteile aus der Gesteinsschmelze und bilden zunächst kleine [[Blase (Physik)|Gasblasen]]. Während diese Blasen im heißeren Kern der Lava noch einige Zeit beweglich sind und sich bei ihrer Wanderung in Richtung Oberfläche zu mehr oder weniger großen Hohlräumen verbinden können, werden sie in den schneller abkühlenden Randbereichen relativ schnell fixiert und bleiben klein mit meist rundlicher oder linsenartiger Form. Der Durchmesser der Blasen und späteren Geoden kann dabei zwischen einigen Zentimetern und mehreren Metern betragen. Eine der größten bekannten Geoden, die Ende 1999 in der Mina Quien Tal Pensara (&amp;#039;&amp;#039;Mina Rica&amp;#039;&amp;#039;) nahe [[Pulpí]] in der spanischen [[Provinz Almería]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot; /&amp;gt; entdeckt wurde, ist mit großen, vollkommenen und transparenten [[Gips]]kristallen ([[Marienglas]]) ausgekleidet, hat einen ovalen Durchmesser von 1,8&amp;amp;nbsp;× 1,7 Metern, eine Länge von 8 Metern (Innenmaße) und kann bis zu 10 erwachsene Menschen aufnehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;solvitur.de&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mineral-exploration.de&amp;quot; /&amp;gt; Ein Forscherteam um Juan Manuel García-Ruiz konnte das Alter der sogenannten „Geode von Pulpí“ auf etwa 60.000 bis 2&amp;amp;nbsp;Millionen Jahre eingrenzen, wobei die untere Altersgrenze anhand einiger [[Carbonate|Karbonatkrusten]], die sich auf einigen Gipskristallen abgelagert hat, ermittelt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spektrum.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Lavaströme während des Abkühlprozesses noch relativ lange fließfähig sind, werden die Gasblasen in Flussrichtung in die Länge gezogen. Dabei nehmen sie eine [[tropfen]]- bis [[mandel]]ähnliche Form an, deren dünnere Spitze stromaufwärts zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Abkühlung auf etwa 400 °C, abhängig von der Zusammensetzung des [[Vulkanisches Gas|Vulkanischen Gases]], kondensiert dieses zu aggressiven, teilweise wässrigen ([[Hydrothermale Lösung|hydrothermalen]]) Lösungen, die das umgebende Gestein angreifen und zersetzen. Auf diese Weise entstehen einerseits winzige Verbindungskanäle zwischen den Blasen und im Gestein, andererseits erste Mineralfüllungen in den Geoden aus den hochgradig abscheidenden Bestandteilen der Lösung. Weitere nachfolgende hydrothermale Vorgänge, gespeist aus den fortgesetzten vulkanischen und tektonischen Prozessen im Erdinneren, führen die Arbeit der Hohlraumfüllung bzw. Verwitterung fort, bis schließlich nach mehreren zehn bis hundert Millionen Jahren Drusen mit teilweiser Mineralfüllung und verbleibendem Hohlraum im Zentrum oder vollständig aufgefüllte Mandeln entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus vielen kleineren und größeren erstarrten Gasblasen (Geoden) bestehende Rand des erkalteten Lavastroms wird auch als [[Mandelstein (Gestein)|Mandelstein]] bezeichnet. Im Querschnitt besteht der Lavastrom demnach aus einem gasfreien, kompakten Kern, der allseitig mit einer Schicht aus Mandelstein umhüllt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Amethyst geode in its parent rock.jpg | Geode im Muttergestein, teilweise mit [[Amethyst]]-Kristallen ausgefüllt (Druse)&lt;br /&gt;
Datei:Geode inside outside.jpg | Aufgeschnittene Geode mit Quarzkristallen&lt;br /&gt;
Datei:Amethyst-filled Geode, National Museum of Scotland.jpg | Herausgelöste Riesengeode mit Amethystauskleidung, ausgestellt im [[National Museum of Scotland]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sedimentäre Geoden ===&lt;br /&gt;
Geoden können im sedimentären Bildungsraum durch [[Fällung|Ausfällung]] aus dem [[Porenwasser]] und aus Fließgewässern um einen meist aus organischen Resten bestehenden Sedimentationskeim entstehen. Die Ausfällung wird durch [[pH-Wert]]-Unterschiede um den Kristallisationskeim ausgelöst, der dabei meist [[Fossilisationslehre#Entstehung von Fossilien|fossilisiert]] wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LexGeo&amp;quot; /&amp;gt; Das ausgefällte Material unterscheidet sich im Stoffbestand meist vom Mineralbestand der unmittelbaren Umgebung. Die Anlagerung erfolgt meist konzentrisch und spiegelt die wechselnden Ablagerungsbedingungen während der Gesteinsbildung wider. Häufig sind im sedimentären Bereich [[Limonit|Toneisensteingeoden]] zu beobachten, aber auch [[Karbonat]]minerale, [[Pyrit]] bzw. [[Markasit]] und verschiedene [[Quarz#Varietäten|Quarz-Varietäten]] sind am Aufbau der Geoden beteiligt. Geoden gehören wie auch die [[Septarie]]n genetisch zu den Konkretionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KhargaWadiBattikh.jpg | Geoden im Wadi el-Battich, [[Ägypten]]&lt;br /&gt;
Datei:KhargaWadiBattikhBrokenGeod.jpg | Aufgeschnittene Geode aus dem Wadi el-Battich&lt;br /&gt;
Datei:Calcite-Geode-26461.jpg | [[Septarie]] vom [[Muddy Creek (Dirty Devil River)|Muddy Creek]], [[Utah]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synonymer und irreführender Wortgebrauch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Achatmandel mit Quarzdruse.JPG|mini|Achatmandel mit Quarzdruse]]&lt;br /&gt;
Häufig werden Geode und Druse synonym verwendet, vor allem bei der Beschreibung von verschiedenen in der Natur auftretenden Quarzvarietäten wie Amethyste und [[Achat]]e. So wird beispielsweise mit dem Terminus „Achatgeode“ ein rundlicher Gesteinskörper beschrieben, dessen Rinde aus Achat besteht und der im Inneren Quarz, Amethyst oder andere freistehende Minerale in einem verbliebenen Hohlraum ausgebildet hat. Alternativ wird für diese Mischform auch die Bezeichnung Mandel mit Druse verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vfmg-weiden.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Autoren verwenden die Bezeichnung auch für durch [[Sekretion (Geologie)|Sekretion]] entstandene Hohlraumausfüllungen (siehe dazu auch in [[Mandelstein (Gestein)|Mandelstein]]), andere Autoren beschränken die Bedeutung weniger stark und verwenden die Bezeichnung für [[Konkretion]]en ganz allgemein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MurawskiMeyer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Geode steht hier für erdartig (von griechisch &amp;#039;&amp;#039;geos&amp;#039;&amp;#039; = Erde) und bezieht sich dabei auf die runde erdähnliche Form des Steins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Ursel Laarmann, Michael Landmesser, Maximilian Glas, Rupert Hochleitner, Rudolf Dröschel, Peter Jeckel | Hrsg= Christian Weise |Titel=Achat: Der Edelstein, aus dem Idar-Oberstein entstanden ist: Geschichte, Entstehung, Funde | Sammelwerk= extraLapis | Band= 19 | Verlag= Christian Weise Verlag | Ort= München | Datum= 2000 | ISBN= 3-921656-54-0 | ISSN= 0945-8492 | Seiten= 26–28}}&lt;br /&gt;
* Pierer’s Universal-Lexikon, Band 5. Altenburg 1858, S. 352. ([http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Druse+%5B2%5D?hl=geode Online-kopie])&lt;br /&gt;
* Kitty L. Milliken: &amp;#039;&amp;#039;Geodes&amp;#039;&amp;#039;. In Gerard V. Middleton: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Sediments and Sedimentary Rocks&amp;#039;&amp;#039;. Springer 2003, ISBN 978-1-4020-0872-6, S. 306–308 ({{Google Buch |BuchID=r_2Ia8wOBlgC |Seite=339 |Linktext=eingeschränkte Online-Kopie |Land=US}})&amp;lt;!-- Achtung obwohl sich der Text auf Seite 306 der Nummerierung des Buches befindet, benötigt die Google gescannte Version 339 als Ansprungadresse --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Walter David Keller: &amp;#039;&amp;#039;The Common Rocks and Minerals of Missouri&amp;#039;&amp;#039;. University of Missouri Press 1961, ISBN 978-0-8262-0585-8, S. 67 ({{Google Buch |BuchID=haCztne87E4C |Seite=67 |Land=US}})&lt;br /&gt;
* [[Dieter Richter (Geologe)|Dieter Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geologie&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. De Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-110-10416-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Geodes|Geode (Druse)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Geode}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | autor= Brian J. Witzke | url= http://www.iowagold.com/MINERAL_PAGES/iowa_gold_where_to_go_part5_geodes.htm | titel= Geodes: A Look at Iowa&amp;#039;s State Rock | werk= iowagold.com | datum= 2014-10-26 | abruf= 2019-10-16}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.uky.edu/KGS/rocksmn/geodes.htm | titel= Rocks and Minerals Geodes | werk= www.uky.edu | hrsg= Kentucky Geological Survey (University of Kentucky) | datum= 2012-08-01 | offline= 1 | archiv-url= https://web.archive.org/web/20180616030834/http://www.uky.edu/KGS/rocksmn/geodes.htm | archiv-datum= 2018-06-16 | abruf= 2019-10-16}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bbc.com/reel/video/p0c05x26/inside-the-world-s-largest-crystal-cave- BBC Reel: Inside the world&amp;#039;s largest crystal &amp;#039;cave&amp;#039;.] 13. April 2022 (abgerufen am 10. Juli 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;LexGeo&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Autorenkollektiv | Titel= Lexikon der Geowissenschaften | Band= III | Verlag= Spektrum Akademischer Verlag | Ort= Heidelberg, Berlin | Datum= 2000 | ISBN= 3-8274-0422-3 | Seiten= 152}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;mineral-exploration.de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Thomas Krassmann  |url= http://www.mineral-exploration.de/mepub/almeria.htm | titel= Mineral &amp;amp; Exploration – A Giant Gypsum Geode in Almeria, Spain | werk= mineral-exploration.de | datum= 2019-09-20 | abruf= 2019-10-16}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Mineralienatlas | Kurz-URL= 2808 | Titel= Mina Quien Tal Pensara (Mina Rica) und &amp;quot;Corta San José&amp;quot; | Abruf= 2023-02-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MurawskiMeyer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Hans Murawski, Wilhelm Meyer | Titel= Geologisches Wörterbuch | Auflage= 12. | Verlag= Spektrum Akademischer Verlag | Ort= Heidelberg | Datum= 2010 | ISBN= 978-3-8274-1810-4 | Seiten= 262}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;solvitur.de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Cynthia Reynolds | url= http://www.solvitur.de/archives/8-Messinianische-Kristalle.html | titel= Messinianische Kristalle | werk= solvitur.de | datum= 2000-06-12 | abruf= 2019-10-16}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;spektrum.de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Lars Fischer | url= https://www.spektrum.de/news/klima-formte-bizarre-kristallgrotte/1680168 | titel= Klima formte bizarre Kristallgrotte | werk= spektrum.de | hrsg= [[Spektrum der Wissenschaft]] | datum= 2019-10-16 | abruf= 2019-10-16}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;vfmg-weiden.de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | url= http://www.vfmg-weiden.de/heb/begriffe.htm | titel= Achatbegriffe mit eigenen Worten erklärt | werk= vfmg-weiden.de | hrsg= [[Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie]] e. V. (VFMG) | datum= 2004-06-23 | abruf= 2019-10-16}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineralogie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Petrologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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