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	<title>Gens - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gens&amp;diff=147009&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: Unicode-Zeichen entfernt/ersetzt</title>
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		<updated>2025-05-14T13:40:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unicode-Zeichen entfernt/ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:gens}}&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] wurde das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|gens}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[lateinische Sprache|lateinisch]], wörtlich „[das] Geschlecht“; Mehrzahl: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|gentes}}&amp;#039;&amp;#039;) ursprünglich als Bezeichnung für eine [[Sippe]] oder Gruppe von Familien benutzt (siehe auch [[Geschlecht (Genealogie)]]), die im Glauben an einen gemeinsamen männlichen Ahnen dessen Namen, das &amp;#039;&amp;#039;[[Gentilname|nomen gentile]]&amp;#039;&amp;#039; trugen. Gemäß [[Römischer Name|römischer Namenskonvention]] der Zeit zwischen 200 v.&amp;amp;nbsp;Chr. und 100 n.&amp;amp;nbsp;Chr. war der Name der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|gens}}&amp;#039;&amp;#039; der zweite Teil des dreiteiligen Namens eines Mannes. So gehörte etwa [[Gaius Iulius Caesar]] zur &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|[[Julier|gens Iulia]]}}&amp;#039;&amp;#039;, [[Marcus Licinius Crassus]] zur &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|[[Licinier|gens Licinia]]}}&amp;#039;&amp;#039;. Später bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|gens}}&amp;#039;&amp;#039; im weiteren Sinne auch einen [[Volksstamm]] oder ein [[Volk]], deren gemeinsame Abstammung angenommen wurde; daher wurde &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|gens}}&amp;#039;&amp;#039; Bestandteil des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|ius gentium}}&amp;#039;&amp;#039;, des [[Völkerrecht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die römischen &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; in Familien gegliederte Siedlungsverbände, obgleich der Begriff wohl nicht so alt ist, wie die Römer vermeinten. Bei wenigen von einzelnen Kulten oder Zeremonien abgeleitet, waren die Namen hauptsächlich persönlicher oder familiärer Natur. Die &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; wiesen üblicherweise keinen kultisch verehrten, legendären Gründer auf. Von den Sippenversammlungen wird nicht berichtet, dass sie rechtlich bindende Beschlüsse gefasst hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehungen der &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; waren lange ein wesentlicher Faktor der römischen [[Politik]], Mitglieder der gleichen &amp;#039;&amp;#039;gens&amp;#039;&amp;#039; gehörten zur Familie und waren deshalb häufig politische Verbündete. Die ursprünglich nicht erlaubten Ehen zwischen [[Plebejer]]n und [[Patriziat (Römisches Reich)|Patriziern]] führten zum Erlöschen mehrerer patrizischer Familien. Das im Jahr 445 v. Chr. verabschiedete &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Canuleia]]&amp;#039;&amp;#039; gestattete Ehen zwischen Patriziern und Plebejern und ließ plebejische &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; in die Führungsschicht aufsteigen, was zur Entstehung der [[Nobilität]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den patrizischen &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; gab es die &amp;#039;&amp;#039;gentes maiores&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;minores&amp;#039;&amp;#039;. Erstere waren Roms führende Familien der [[Aemilier]], [[Claudier]], [[Cornelier]], [[Fabier]] und [[Valerier]], die einige Privilegien religiöser und weltlicher Art für sich reklamierten, letztere waren die im Laufe der Zeit sozial und politisch abgestiegenen. Daneben gab es auch plebejische &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; wie die [[Sempronier]] oder die [[Livier]], die ebenfalls höchste Ämter und großes Ansehen erlangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gehörte jeder römische Bürger einer &amp;#039;&amp;#039;gens&amp;#039;&amp;#039; an. Spätestens seit der &amp;#039;&amp;#039;[[Constitutio Antoniniana]]&amp;#039;&amp;#039; (212 n.&amp;amp;nbsp;Chr.) wurde die &amp;#039;&amp;#039;gens&amp;#039;&amp;#039; für die große Mehrheit der Römer bedeutungslos; in der [[Weströmisches Reich|weströmischen]] Senatsaristokratie hielt man (formal) an diesem Konzept bis ins 6. Jahrhundert fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Barbarische“ &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf die sogenannte [[Völkerwanderung]]szeit wurden die &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; in der älteren Forschung als homogene „Völker“ betrachtet und eine biologische Abstammung der diversen Verbände ([[Goten]], [[Langobarden]], [[Franken (Volk)|Franken]], aber auch der [[Hunnen]]) vorausgesetzt. Diese lange Zeit prägende Ansicht wurde im Rahmen moderner Forschungsansätze in Frage gestellt und letztlich widerlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. beispielsweise den Überblick bei [[Walter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Identität und Widerspruch. Gedanken zu einer Sinngeschichte des Frühmittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Pohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach den Ursprüngen. Von der Bedeutung des frühen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2004, S. 23ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die germanischen „Stämme“ (lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;nationes&amp;#039;&amp;#039;) der Völkerwanderungszeit stellten nach heute dominierender Forschungsmeinung keine konstanten Einheiten oder Abstammungsgemeinschaften dar, wenngleich antike Quellen dies teils suggerieren. Vielmehr schlossen sich beispielsweise gotischen Verbänden auch [[Rugier]] oder [[Heruler]] an; einzelne Individuen und ganze Gruppen konnten ihre Zugehörigkeit wiederholt wechseln. Die neuere Forschung hat nachgewiesen, dass Gleichartigkeiten der Sprache, der Kleidung oder der Waffen allein für eine ethnische Zuordnung kaum aussagekräftig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Telling the Difference: Signs of ethnic Identity&amp;#039;&amp;#039;. In: Walter Pohl, Helmut Reimitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Strategies of Distinction: The Construction of Ethnic Communities, 300–800.&amp;#039;&amp;#039; Leiden u.&amp;amp;nbsp;a. 1998, S. 17ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kerngedanke der modernen Forschung ist (ausgehend vom lange Zeit einflussreichen [[Ethnogenese]]ansatz), dass man keine uranfängliche, überzeitliche und statische Entwicklung von Völkern voraussetzen kann, sondern sich Gruppen aus dem [[Barbaricum]] in der [[Spätantike]] vielmehr in einem dynamischen sozialen Prozess zusammenschließen und auch wieder trennen konnten. Sie entwickelten erst anschließend eine eigene Identität, die sich beispielsweise in Herkunftsgeschichten ausdrückte (siehe [[Origo gentis]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Helmut Castritius: &amp;#039;&amp;#039;Stammesbildung, Ethnogenese.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Band 29. Berlin/New York 2005, S. 508–515, hier S. 509–511.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach sind Völker und Stämme heterogene, nicht biologisch determinierte Gemeinschaften, sondern Ergebnis einer komplexeren historisch-sozialen Entwicklung. Die Entstehung der germanisch-romanischen Reiche im [[Frühmittelalter]] erfolgte ebenfalls in diesem Kontext. In neuerer Zeit wird vor allem der Identitätsbegriff benutzt, um so der Herausbildung der &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; in einem fortlaufenden Prozess der Identitätsbildung besser gerecht zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Identität und Widerspruch. Gedanken zu einer Sinngeschichte des Frühmittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Pohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach den Ursprüngen. Von der Bedeutung des frühen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2004, S. 23ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste römischer Familien]]&lt;br /&gt;
* [[Genos]]&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|gens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Patrick J. Geary: &amp;#039;&amp;#039;Barbarians and Ethnicity.&amp;#039;&amp;#039; in: Peter Brown u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Late Antiquity. A Guide to the Postclassical World.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge/MA 1999, S. 107ff. (Einführung zu den &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; der Völkerwanderungszeit und ihrer [[Ethnogenese]].)&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Linke]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Verwandtschaft zum Staat. Die Entstehung politischer Organisationsformen in der römischen Frühgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1995. (Wichtige, aber umstrittene Studie zu den römischen &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039; der Frühzeit.)&lt;br /&gt;
* Christopher J. Smith: &amp;#039;&amp;#039;The Roman Clan. The Gens from Ancient Ideology to Modern Anthropology&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge 2006. (Standardwerk zu den römischen &amp;#039;&amp;#039;gentes&amp;#039;&amp;#039;. Smith argumentiert, die &amp;#039;&amp;#039;gens&amp;#039;&amp;#039; sei für die römische Aristokratie faktisch von geringer Relevanz gewesen und das Patriziat überdies nur „a fiction of its own making“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barbaricum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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