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	<title>Genex - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Genex&amp;diff=146712&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Deutsche Teilung; Ergänze Kategorie:Innerdeutsche Beziehungen</title>
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		<updated>2025-11-24T08:55:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Deutsche_Teilung&quot; title=&quot;Kategorie:Deutsche Teilung&quot;&gt;Kategorie:Deutsche Teilung&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Innerdeutsche_Beziehungen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Innerdeutsche Beziehungen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Innerdeutsche Beziehungen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name = Geschenkdienst- und Kleinexporte GmbH (Genex)&amp;lt;br /&amp;gt;Genex Geschenkdienst GmbH&lt;br /&gt;
| Logo = Genex04.jpg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaft mit beschränkter Haftung]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum = 20. Dezember 1956&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum = 1992&lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund = Abwicklung durch die [[Treuhandanstalt]]&lt;br /&gt;
| Sitz = [[Berlin]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung = &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl = &lt;br /&gt;
| Umsatz = &lt;br /&gt;
| Branche = [[Handelsunternehmen]]&lt;br /&gt;
| Homepage = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Genex05.jpg|mini|Katalog von 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Genex06.jpg|mini|Geschenkpakete (Katalog 1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Genex07.jpg|mini|Ein Fertigteilhaus (Katalog 1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Genex08.jpg|mini|Ein VW-Transporter (Katalog 1986)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschenkdienst- und Kleinexporte GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; später nur noch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genex Geschenkdienst GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein am 20. Dezember 1956 auf Anordnung der [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|DDR-Regierung]] gegründetes Unternehmen. Es war eine der wichtigsten Devisenquellen der &amp;#039;&amp;#039;[[Kommerzielle Koordinierung|Kommerziellen Koordinierung]]&amp;#039;&amp;#039;, einer Abteilung des [[Ministerium für Innerdeutschen Handel, Außenhandel und Materialversorgung|Ministeriums für Außenhandel]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Hauptsitz war in [[Ost-Berlin]] (Mauerstraße 86–88).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfangs diente es nur als Geschenkdienst für [[Kirchengemeinde]]n. Die [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik]] lehnte eine Ausweitung auf Privatpersonen ab, um der DDR keinen Zugang zu [[Westgeld|Devisen]] zu verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karoline Rittberger-Klas: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenpartnerschaften im geteilten Deutschland: am Beispiel der Landeskirchen Württemberg und Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; Band 44 von &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte: Darstellungen, Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte. Orientalia Lovaniensia Analecta.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2006, ISBN 3-525-55746-9, S.&amp;amp;nbsp;309.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bau der [[Berliner Mauer]] 1961 wurde das Geschäft aber weiter ausgeweitet, sogar nach Dänemark (über die [[Jauerfood]] AG in [[Kopenhagen]]-[[Valby]]) und in die Schweiz (über die [[Palatinus GmbH]] in Zürich). Erst ab 1989 konnten Bundesbürger Geschenke an Bürger der DDR auch über eine westdeutsche Firma senden, die &amp;#039;&amp;#039;Inter-Geschenkdienst GmbH&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in Stuttgart und Niederlassungen in West-Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main und München.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.aerzteblatt.de/archiv/106098/Geschenke-in-die-DDR-So-kommen-Schecks-ueber-die-Mauer |titel=Deutsches Ärzteblatt: Geschenke in die DDR: So kommen Schecks über die Mauer |werk=[[Deutsches Ärzteblatt]] |seiten=A-121 |datum=1989-01-19 |abruf=2013-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karoline Rittberger-Klas: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenpartnerschaften im geteilten Deutschland: am Beispiel der Landeskirchen Württemberg und Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; Band 44 von &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte: Darstellungen, Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte. Orientalia Lovaniensia Analecta.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2006, ISBN 3-525-55746-9, S.&amp;amp;nbsp;65&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katalog ==&lt;br /&gt;
Das Unternehmen vertrieb einen Katalog mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Geschenke in die DDR&amp;#039;&amp;#039;, aus dem die Bürger der Bundesrepublik Waren bestellen und mit [[Deutsche Mark|D-Mark]] bezahlen konnten, die direkt an ihre Verwandten und Bekannten in der DDR versandt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waren ==&lt;br /&gt;
Die Waren im Katalog waren zu etwa neunzig Prozent aus der DDR-Produktion. Neben Lebensmitteln und Konsumgütern wie Möbel, Kosmetik, Kleidung, Werkzeug und HiFi-Anlagen konnte man aber auch Motorräder, Autos (ohne die sonst üblichen mehrjährigen Wartezeiten), Campingwagen und sogar ganze Fertigteilhäuser, die so genannten &amp;#039;&amp;#039;Neckermannhäuser&amp;#039;&amp;#039;, bestellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Umfang der angebotenen Waren wurde von Jahr zu Jahr größer. Das war vor allem eine Folge des steigenden Wohlstands in der BRD: Je mehr dieser stieg, umso größer wurden die Geldbeträge, die vielen DDR-Bürgern durch Erbschaft oder Schenkung im Westen zufielen. Einerseits wollte die DDR daran indirekt mit verdienen, andererseits wollte die DDR-Staatsführung so Ausreiseanträgen bei Erbschaften in der BRD vorbeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Krafträdern von [[Motorradwerk Zschopau|MZ]] und [[Simson (Unternehmen)|Simson]] sowie z.&amp;amp;nbsp;B. 1986 einem [[Yamaha Motor|Yamaha]]-Motorrad, gab es die ostdeutschen Autos [[Trabant (Pkw)|Trabant]], [[Wartburg (Automarke)|Wartburg]] (auch als [[Pick-up]]) und [[Barkas B 1000|Barkas]] sowie osteuropäische Fahrzeuge von [[Škoda Auto|Škoda]], [[Polski Fiat]] und [[AwtoWAS|Lada]], die in der DDR als bessere Wagen galten. Spitzenreiter war dabei der Wartburg, von dem jährlich um die 7.000 Stück über Genex verkauft wurden. Über Genex verkaufte Fahrzeuge wurden nicht über die IFA ausgeliefert, Genex unterhielt eigene Auslieferungslager. Die Fahrzeuge hatten auch speziell reservierte Buchstaben-Kombinationen als Kennzeichen, z.&amp;amp;nbsp;B. UC im Bezirk Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1978 konnte man auch ausgewählte Modelle von westeuropäischen Automobilkonzernen verschenken. So wurde beispielsweise im Katalog von 1986 ein [[Fiat Uno (Typ 146)|Fiat Uno 60 Super]], [[Renault 9/11|Renault 9 GTL]], [[Ford Orion]], [[VW Golf]], [[VW Passat]] und der [[VW-Bus|VW Transporter]] angeboten. Auch die Marken [[Mazda]], [[BMW]], [[Lancia]] und [[Volvo Car Corporation|Volvo]] gab es zeitweise im Angebot. Hierbei war zu berücksichtigen, dass bei einigen westeuropäischen/japanischen Marken die Ersatzteilversorgung nur für fünf Jahre gegen [[Mark (DDR)|Mark]] erfolgte; danach nur noch gegen frei konvertierbare Währungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Beschenkten entstanden keine Kosten, die sonst schwer erhältlichen Waren wurden ohne große Wartezeit (bei Autos beispielsweise vier bis sechs Wochen) direkt an die [[Staatsbürgerschaft der DDR|DDR-Bürger]] geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwei-Klassen-Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
Dass nur DDR-Bürger mit Westverwandten in den Genuss der Geschenke aus dem Genex-Versandhandel kommen konnten, sorgte in der DDR für Unmut. Diese kamen oft bereits durch die so genannten [[Westpaket]]e an Waren aus dem westlichen Ausland. Wer Zugang zu einer frei konvertierbaren Währung („[[Westgeld]]“) hatte, konnte auch über den [[Intershop (Handel)|Intershop]] an diese Waren gelangen. Alle anderen DDR-Bürger konnten in Genex-Katalogen nur sehen, wie viel die begehrten Waren in einer frei konvertierbaren Währung wert waren, auf die sie beispielsweise bei Autos oft zehn Jahre und länger warten mussten. Allein im Jahr 1973 wurden 6800 Wartburgs per Genex-Katalog gekauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962/1963 kostete beispielsweise ein [[Trabant (Pkw)|Trabant]] 3.760 DM, ein [[Wartburg (Automarke)|Wartburg]] 5.800 DM, ein 140-Liter-Kühlschrank 740 DM und eine Waschmaschine 580 DM. In den 1960er Jahren war ein Zentner [[Brikett]] für 6,35 DM und ein Liter Benzin für 0,78 DM zu haben. 1967 betrug der Preis für den Trabant 4.430 DM und 1988 7.500 DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel ist der DDR-Waschvollautomat [[Waschgerätewerk Schwarzenberg#Waschvollautomaten|WVA 66]] aus [[Schwarzenberg/Erzgeb.|Schwarzenberg im Erzgebirge]]: Diese Waschmaschine kostete in der DDR im Jahr 1967 – meist nach einer Wartezeit – rund 2.600 DDR-Mark. In der Bundesrepublik Deutschland gab es dasselbe Gerät bei sofortiger Lieferung im &amp;#039;&amp;#039;Versandhaus [[Quelle (Versandhandel)|Quelle]]&amp;#039;&amp;#039; unter der [[Privileg (Handelsmarke)|Handelsmarke „Privileg“]] für 498 D-Mark – und bei Genex ebenfalls sofort für 820 D-Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1983 waren in der DDR via Genex Fertighäuser, im Volksmund „Neckermannhäuser“ genannt, in drei Ausführungen zu haben – die Preisspanne reichte von 96.220 DM bis 113.275 DM. Der Aufpreis für das ausgebaute Dachgeschoss und den Keller belief sich auf rund 50.000 DM. Die garantierte Lieferzeit betrug drei bis acht Monate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt rollten auf den Straßen der DDR 42.313 Fahrzeuge der Marke Wartburg, 39.269 Trabant, 11.486 [[AwtoWAS|Lada]] und 13.332 [[VW Golf]], die exklusiv bei Genex bestellt und in D-Mark bezahlt worden waren. Mit jedem dieser bei Genex gekauften Personenkraftwagen wuchs die Wartezeit für den nicht privilegierten Teil der DDR-Bevölkerung, die in DDR-Mark bezahlten und jahrelang auf die Zuteilung eines privaten Autos warteten: Die Genex-Autos stammten aus den festgelegten Produktions- bzw. Import-Kontingenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Eine Geldmaschine namens Genex.&amp;#039;&amp;#039; S. 130–132 in: Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Spur der Scheine – Wie das Vermögen der SED verschwand.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2019, ISBN 978-3-95841-102-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offizielle 1:1-[[Wechselkurs]] von [[Mark (DDR)|Mark der DDR]] zu [[Deutsche Mark|Deutscher Mark]] wurde in den Genex-Katalogen &amp;#039;&amp;#039;[[rabatt]]iert&amp;#039;&amp;#039;. So kostete beispielsweise ein [[Trabant 601]] etwa 8.000&amp;amp;nbsp;DM, sonst über 10.000&amp;amp;nbsp;Mark und ein [[Wartburg 353]] etwa 9.000&amp;amp;nbsp;DM, sonst 20.000&amp;amp;nbsp;Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschäftigte der DDR im „sozialistischen Ausland“ konnten einen Teil ihrer Gehälter oder Löhne auf ein „Genex-Konto“ einzahlen (beispielsweise am Bau der &amp;#039;&amp;#039;[[Druschba-Trasse]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Sowjetunion]] Beteiligte einen Teil der Tagegelder: 3&amp;amp;nbsp;[[Sowjetischer Rubel|Rubel]] pro Tag, entsprechend etwa 270&amp;amp;nbsp;Mark pro Monat; sie erhielten keine DM) und konnten damit Waren aus der „Ost-Ausgabe“ des Genex-Kataloges bestellen. Diese Ost-Ausgabe des Genex-Kataloges unterschied sich von der West-Ausgabe und enthielt keine Waren, die aus dem westlichen Ausland importiert wurden. Über den „Ost-Genex-Katalog“ konnten gewöhnlich im freien Verkauf nur schwer erhältliche Waren aus der DDR oder [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe|RGW]]-Staaten, wie beispielsweise Zement, Fliesen, Schlagbohrmaschinen und Autos, sowie Waren aus der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Gestattungsproduktion]]&amp;#039;&amp;#039; bestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Burkhard Klier |url=http://www.erdgastrasse-klier.de/album1.html |titel=Erdgastrasse: Allgemeines |abruf=2010-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Juliane Aronia Fröhlich |url=https://www.erdgastrasse.de/facharbeit-erdgastrasse.htm |titel=Facharbeit von Juliane Aronia Fröhlich über das Jugendobjekt Erdgastrasse |hrsg=Steffen Liers |abruf=2010-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13514070 |Titel=Da kriegst Du alles, was es nicht gibt |Jahr=1985 |Nr=41 |Seiten=131–140}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Einige der Montage-Arbeiter schafften es trotzdem, auf diesem Wege auch das eine oder andere West-Produkt zu bekommen.  &amp;lt;&amp;lt;  Wie denn das, wenn die Waren nicht im Katalog enthalten waren?  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistische Daten und Bilanz ==&lt;br /&gt;
Erhielt die DDR im Jahr 1962 via Genex aus der Schweiz und Dänemark 12,3&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;DM, waren es 1963 schon 16,6&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;DM.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Backes, Werner Weidenfeld, Eckhard Jesse, Peter Bender: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland Archiv.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, Verlag Wiss. u. Politik, 1991, S. 1149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Statistik der [[Deutsche Bundesbank|Bundesbank]] sind zwischen 1967 und 1989 den Genex-Vertretungen&amp;amp;nbsp;– einschließlich der Käufe von DDR-Bürgern und von Organisationen&amp;amp;nbsp;– 3,3&amp;amp;nbsp;Milliarden&amp;amp;nbsp;DM zugeflossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Wolle: &amp;#039;&amp;#039;Die heile Welt der Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; Econ Tb., 2001, ISBN 3-548-75067-2, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut der Tageszeitung [[Neues Deutschland]] vom 14.&amp;amp;nbsp;Juni 1990 belief sich das Bilanzvermögen von GENEX am 31. Dezember 1989 auf 44,1&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klaus Behling]] bezeichnete im Jahr 2019 Genex als „Geldmaschine“ und nannte folgende Zahlen: Von 1968 bis 1988 erwirtschaftete das Unternehmen netto 2.358.297.405,77 DDR-Mark. Alle Erlöse, die Genex in DDR-Mark erwirtschaftete, gingen in voller Höhe in die SED-Kasse. Von 1981 bis 30. November 1989 erzielte Genex [[Valutamark]]-Gewinne in Höhe von 1.093.166.700 D-Mark; rund ein Drittel davon – 379.414.400 D-Mark – floss an die Abteilung Finanzverwaltung und Parteibetriebe beim Zentralkomitee der SED, die verbleibende Summe in den DDR-Staatshaushalt.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Eine Geldmaschine namens Genex.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Spur der Scheine – Wie das Vermögen der SED verschwand.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2019, ISBN 978-3-95841-102-9, S.&amp;amp;nbsp;129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Halbjahr 1990 firmierte Genex als &amp;#039;&amp;#039;Havers GmbH&amp;#039;&amp;#039;; die Treuhand beschloss im Einvernehmen mit der Unabhängigen Kommission im Mai 1991 deren Liquidation, sie dauerte bis Oktober 1997. Nach Abzug aller Kosten betrug der Gewinn 98.733.000 D-Mark zugunsten der Treuhand.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Eine Geldmaschine namens Genex.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Spur der Scheine – Wie das Vermögen der SED verschwand.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2019, S.&amp;amp;nbsp;134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte nach der Wende ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1990 zum 1. Oktober erfolgte eine Namensänderung. Dies war im Zusammenhang mit der Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion festgelegt worden. Im Zuge der Umstrukturierung wurde allen Mitarbeitern am 27. Juni 1990 zum 30. September 1990 gekündigt. Die Arbeitsstellen wurden neu ausgeschrieben und zum 1. Oktober 1990 wurden viele ehemalige Mitarbeiter wieder übernommen. Mitarbeiter mit Parteizugehörigkeit [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und Führungsfunktion in der ehemaligen DDR wurden abgelehnt. Es kam auch neues Personal hinzu. Es entstand ein neues Unternehmen mit drei Bereichen; einem für Handel und Vermögensverwaltung (HAVERS-Gesellschaft für Handel und Vermögensverwaltung mbH, Berlin), einem weiteren für Vermögensverwaltung (Refix Vermögensverwaltung GmbH, Bamberg) sowie einem für den Bereich Versanddienst (Papillon Versand GmbH, Bamberg). Erst in der zweiten Hälfte des Jahres 1991 wurden diese Bereiche des Unternehmens in die Verwaltung der [[Treuhandanstalt]] überführt. Die endgültige Abwicklung der Firmen erfolgte bis 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genex-Witz ==&lt;br /&gt;
Auch in [[Flüsterwitz]]en unter den Bürgern der DDR wurde der Genex-Versandhandel thematisiert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[[Erich Honecker]] reist über Land und hält in einer Kleinstadt an einem gut erhaltenen Häuserensemble an. Ein kleiner Junge, der ihn nicht erkennt, fragt: ‚Wer bist denn du?‘ Der [[Vorsitzender des Staatsrats|Staatsratsvorsitzende]] lächelt und antwortet: ‚Ich bin der, dem ihr das alles hier zu verdanken habt!‘ Da rennt der Junge ins Haus und ruft: ‚Mama, der Mann von Genex ist da!‘}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kirchenbauprogramme in der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Behling]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Geldmaschine namens Genex.&amp;#039;&amp;#039; S. 128–134 in: Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Spur der Scheine – Wie das Vermögen der SED verschwand.&amp;#039;&amp;#039; 415 Seiten, Berlin 2019, ISBN 978-3-95841-102-9.&lt;br /&gt;
* [[Christian Adam (Germanist)|Christian Härtel]], [[Petra Kabus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Westpaket. Geschenksendung, keine Handelsware.&amp;#039;&amp;#039; Links, Berlin 2000, ISBN 3-86153-221-2.&lt;br /&gt;
* Matthias Judt: &amp;#039;&amp;#039;Der Bereich Kommerzielle Koordinierung. Das DDR-Wirtschaftsimperium des Alexander Schalck-Golodkowski – Mythos und Realität.&amp;#039;&amp;#039; Links, Berlin 2013, ISBN 978-3-86153-724-3.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=13514070 |Autor= |Titel=Da kriegst Du alles, was es nicht gibt |Jahr=1985 |Nr=41 |Seiten=131–140 |Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* Armin Volze: &amp;#039;&amp;#039;Die Devisengeschäfte der DDR. Genex und Intershop.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland Archiv]].&amp;#039;&amp;#039; Band 24, Heft 11, 1991, S.&amp;amp;nbsp;1145–1159.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.srf.ch/audio/zeitblende/westpakete-in-die-ddr-versandhandel-durch-eine-schweizer-firma?id=12341836 &amp;#039;&amp;#039;Westpakete in die DDR: Versandhandel durch eine Schweizer Firma&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;Zeitblende&amp;#039;&amp;#039; von [[Schweizer Radio und Fernsehen]] vom 25. Februar 2023 (Audio)&lt;br /&gt;
* Christoph Gunkel: [http://www.spiegel.de/einestages/a-1125647.html &amp;#039;&amp;#039;Luxusgüter-Versand Genex – Gibt’s ja gar nicht!&amp;#039;&amp;#039;], [[Spiegel Online]], 20. Dezember 2016&lt;br /&gt;
* [http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/komplettausgaben-ddr-genex-katalog-und-genex-katalog-auto-von-1977/ Verschiedene GENEX-Kataloge als PDF] zum Durchblättern auf Kraftfuttermischwerk&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://hdg.de/lemo/objekte/pict/KontinuitaetUndWandel_genexVersandkarton/index.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Genex-Versandkarton&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150113213348}} im LeMO ([[Deutsches Historisches Museum|DHM]] und [[Haus der Geschichte|HdG]])&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=0di1k1vCnh8 |titel=MDR-Umschau &amp;quot;Das GENEX- Comeback&amp;quot;}} (u.&amp;amp;nbsp;a. mit Interview mit einer Jauerfood-Mitarbeiterin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Handelsunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innerdeutsche Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftssprache (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliches Unternehmen (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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