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	<title>General Strain Theory - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:09:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=General_Strain_Theory&amp;diff=2873222&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-09-20T15:54:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;General Strain Theory&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Drucktheorie&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Kriminalsoziologie|kriminalsoziologische]] Weiterentwicklung der [[Anomie]]theorie [[Robert K. Merton]]s. Die Theorie wurde von [[Robert Agnew]] konzipiert. Sie definiert drei Typen sozialer Belastung auf der Ebene individueller Akteure als kriminalitätsfördernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drei Typen sozialer Belastung ==&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu Mertons klassischer Anomietheorie sieht Agnew neben der gesellschaftlichen Ziel-Mittel-Diskrepanz zusätzlich drei Typen sozialer Belastung (&amp;#039;&amp;#039;strain&amp;#039;&amp;#039;) für einzelne Akteure: Die wahrgenommene Unmöglichkeit, positiv besetzte Ziele zu erreichen; das Erleben des Entzugs positiv bewerteter [[Reiz|Stimuli]]; die Konfrontation mit negativen [[Reiz|Stimuli]]. Die daraus resultierende Verärgerung und Enttäuschung begünstige die Bereitschaft zu kriminellen Handlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefanie Eifler]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriminalsoziologie,&amp;#039;&amp;#039; Transcript-Verlag, Bielefeld 2002, ISBN 3-933127-62-9, S. 29 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agnew konkretisiert drei Formen von Druck der [[Devianz|abweichendes Verhalten]] produziert (&amp;#039;&amp;#039;deviance-producing strain&amp;#039;&amp;#039;):&amp;lt;ref&amp;gt;Die folgende Darstellung beruht, wenn nicht anders belegt, auf Christian Wickert: [https://soztheo.de/kriminalitaetstheorien/anomie-druck-theorien/general-strain-theory-agnew/ General Strain Theory (Agnew)], [https://soztheo.de SozTheo]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nichterreichen von angestrebten Zielen (wie etwa schlechtere Ergebnisse in der Ausbildung als gewünscht)&lt;br /&gt;
* Der Wegfall von positiven Impulsen (wie etwa der Tod eines Elternteils oder das Ende einer Partnerschaft)&lt;br /&gt;
* Das Vorhandensein von schädlichen Impulsen (wie etwa soziale Probleme in Schule oder Berufsausbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solcher Druck kann laut Agnew in allen Bevölkerungsschichten auftreten und ist kein klassenspezifisches Phänomen. Nach seiner Auffassung können derartige Druckzustände negative Gefühlszustände auslösen, die Ärger und damit gewalttätiges Verhalten oder Depressionen und folglich [[Selbstmedikation]] durch Drogenkonsum fördern. Die Gründe dafür, dass einige Menschen nur mit [[Nonkonformismus|nonkonformen]] und andere mit kriminellen Verhaltensweisen auf die Belastung reagieren, sieht Agnew in unterschiedlichen Bewältigungsfähigkeiten (wie Intelligenz, Kreativität, Problemlösungskompetenz). Ein kriminalitätsnahes Umfeld könne dabei verstärkend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terrorismus-Analyse ==&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;A general strain theory of terrorism&amp;#039;&amp;#039; verwendete Agnew 2010 seinen Erklärungsansatz zur kriminologischen Analyse von [[Terrorismus]]. Demzufolge sind Terror-Akte am wahrscheinlichsten, wenn Menschen unter kollektiven Druck geraten, der ein besonders großes Ausmaß annimmt (zum Beispiel zivile Todesopfer), als besonders ungerecht empfunden und von übermächtigen Anderen ausgeübt wird. Es bestehe jedoch kein Automatismus. Der Druck könne auch mit nichtterroristischen Aktivitäten bewältigt werden, wenn dafür finanzielle und politische [[Ressource]]n sowie soziale Unterstützung vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Neubacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriminologie,&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Nomos-Verlag, Baden-Baden 2017, ISBN 978-3-8487-3036-0, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriminologische Bewertung ==&lt;br /&gt;
Mit seinem Ansatz löst sich Agnew von den übrigen Anomietheorien, die auf Unterschichtskriminalität beschränkt sind. Kriminalpräventive Implikationen der &amp;#039;&amp;#039;General Strain Theory&amp;#039;&amp;#039; sind gute [[Sozialpolitik]] (Verbesserte Erreichbarkeit von materiellen Zielen), Stärkung von Familie und Gemeinschaft (Positive Stimuli) und das Erlernen von [[Bewältigungsstrategie]]n im Rahmen von (Re-)Sozialisationsprogrammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl-Ludwig Kunz]] und [[Tobias Singelnstein]] erheben den Einwand, dass Druck ([[Stress]]) ein unspezifisches Phänomen sei, welches sich nur ganz allgemein und subjektiv bestimmen lasse, Situationsbewältigung hänge von subjektiver Befähigungen dazu ab. Da aber solche Befähigung kaum jemals vor der Begehung einer Straftat überprüft werde, bestehe vor dem Hintergrund der &amp;#039;&amp;#039;General Strain Theory&amp;#039;&amp;#039; die Gefahr, jedes Delikt [[Retrospektive|retrospektiv]] als druckbedingt zu interpretieren. Damit würde sich das Konzept zu einer unergiebigen Pauschalerklärung allen kriminellen Verhaltens verflüchtigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Ludwig Kunz]] und [[Tobias Singelnstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriminologie: Eine Grundlegung.&amp;#039;&amp;#039; 7., grundlegend überarbeitete Auflage, Haupt, Bern 2016, ISBN 978-3-8252-4683-9, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Agnew]], &amp;#039;&amp;#039;A revised strain theory of delinquency&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Social Forces&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 64, 1985, S. 151–167, {{DOI|10.1093/sf/64.1.151}}, {{JSTOR|2578977}}.&lt;br /&gt;
* Robert Agnew, &amp;#039;&amp;#039;Foundation for a general strain theory of crime and delinquency&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Criminology&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 30, 1992, S. 47–87, {{DOI|10.1111/j.1745-9125.1992.tb01093.x}}.&lt;br /&gt;
* Robert Agnew, &amp;#039;&amp;#039;A general strain theory of terrorism&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Theoretical Criminology&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 14, 2010, S. 131–151, {{DOI|10.1177/1362480609350163}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Christian Wickert: [https://soztheo.de/kriminalitaetstheorien/anomie-druck-theorien/general-strain-theory-agnew/ General Strain Theory (Agnew)], [https://soztheo.de SozTheo].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalsoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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