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	<title>Gender-Gap - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gender-Gap&amp;diff=1661452&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jotpe586: Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-20T11:08:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Geschlechterkluft&amp;amp;nbsp;– zum Unterstrich siehe [[Gender-Gap (Unterstrich)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gender-Gap&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (laut [[Duden]] auch &amp;#039;&amp;#039;Gendergap&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Gendergap &amp;#039;&amp;#039;Gendergap, Gender-Gap, der.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Duden#Duden online|Duden online]].&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Anglizismus]] aus &amp;#039;&amp;#039;[[gender]]&amp;#039;&amp;#039; „[soziales] Geschlecht“, und &amp;#039;&amp;#039;gap&amp;#039;&amp;#039; „Lücke, Abstand, [[Kluft (Geologie)|Kluft]]“), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genderlücke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschlechterkluft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in [[Soziologie]] und [[Gesellschaftspolitik]] die Unterschiede in der [[Gleichstellung der Geschlechter|Gleichstellung von Frauen und Männern]]. In der Volkswirtschaft wird die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern als [[Gender-Pay-Gap]] bezeichnet, in der Altersvorsorge die Rentenlücke als [[Gender-Pension-Gap]] und in der geschlechtlichen Datenerhebung die Datenlücke als [[Gender-Data-Gap]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Weltwirtschaftsforum]] berechnet zu den Lücken in der Gleichstellung jährlich den &amp;#039;&amp;#039;[[Global Gender Gap Report|Global Gender Gap Index]]&amp;#039;&amp;#039; (GGGI) in rund 150&amp;amp;nbsp;Ländern der Welt: Der [[Kennzahl|Index]] berechnet sich aus 14&amp;amp;nbsp;[[Soziale Indikatoren|sozialen Indikatoren]] zu den vier Bereichen Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und [[Politische Partizipation|politische Teilhabe]] &amp;#039;&amp;#039;(empowerment)&amp;#039;&amp;#039;. Laut dem Report 2020 (erschienen Dezember 2019) steht der GGGI bei 0,686 und entspricht einem Gap von 31,4 %&amp;amp;nbsp;– bei der bisherigen Entwicklungsgeschwindigkeit werde es noch 99,5 Jahre bis zur Gleichstellung dauern (1,000&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;0 % Gap). Auch das [[Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen]] (UNDP) ermittelt jährlich in den [[Vereinte Nationen|UN-Mitgliedsstaaten]] zwei Indizes zur Gleichstellung (zuletzt veröffentlicht im Dezember 2019): Der &amp;#039;&amp;#039;[[Index der geschlechtsspezifischen Entwicklung|Gender Development Index]]&amp;#039;&amp;#039; (GDI) bemisst die Unterschiede in der „[[Index der menschlichen Entwicklung|menschlichen Entwicklung]]“ von Frauen und von Männern in den drei Bereichen [[Lebenserwartung]], [[Bildungsbenachteiligung#Geschlecht|Schulbesuchsdauer]] und [[Pro-Kopf-Einkommen]]; der GDI steht zum Jahr 2018 weltweit bei 0,941 und entspricht einem Gap von 5,86 %. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Index der geschlechtsspezifischen Ungleichheit|Gender Inequality Index]]&amp;#039;&amp;#039; (GII) bemisst „geschlechtsspezifische Ungleichheit“ anhand von [[Müttersterblichkeit]], [[Mutterschaft Minderjähriger]], [[Frauen in der Politik|Frauen-Parlamentssitzen]] und [[Frauenerwerbsquote]] und steht bei 0,439 (43,9 % Gap). Beide Indexe sind Teil der 17&amp;amp;nbsp;[[Ziele für nachhaltige Entwicklung|UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung]] (SDGs) für das Jahr 2030&amp;amp;nbsp;– SDG Nummer&amp;amp;nbsp;5 ist &amp;#039;&amp;#039;gender equality:&amp;#039;&amp;#039; „Gleichstellung der Geschlechter“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SDG 5.PNG|mini|hochkant=0.9|„[[Gleichstellung der Geschlechter]]“ ist das 5.&amp;amp;nbsp;der 17&amp;amp;nbsp;[[Ziele für nachhaltige Entwicklung|UN-Ziele für nach&amp;amp;shy;haltige Entwicklung]] (SDGs) – [[Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen|UNDP]] berechnet dazu jährlich den [[Index der geschlechtsspezifischen Entwicklung|Index der geschlechts&amp;amp;shy;spezifischen Entwicklung]] (GDI) sowie den [[Index der geschlechtsspezifischen Ungleichheit|Index der geschlechts&amp;amp;shy;spezifischen Ungleichheit]] (GII) für alle [[Vereinte Nationen|UN-Mitglieds&amp;amp;shy;staaten]], zu denen aussage&amp;amp;shy;kräftige Daten vorliegen (2019: [[Index der geschlechtsspezifischen Entwicklung#Liste|166]] bzw. [[Index der geschlechtsspezifischen Ungleichheit#Liste|162]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
=== Bereiche ===&lt;br /&gt;
In der [[Wirtschaft]] werden als &amp;#039;&amp;#039;Gender-Gap&amp;#039;&amp;#039; insbesondere Unterschiede zwischen Männern und Frauen in einigen Bereichen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erwerbsquote ====&lt;br /&gt;
Unterschiede in der Männer- und Frauenerwerbsbeteiligung, der [[Erwerbsquote]], lassen sich in Bezug auf Männer- und [[Frauenerwerbsquote]] feststellen. Im Jahr 2014 waren in Deutschland von den 15- bis 65-jährigen Frauen 69,3 % erwerbstätig, von den Männern 77,8 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Statistisches Bundesamt]]: [https://www.destatis.de/DE/Publikationen/StatistischesJahrbuch/Arbeitsmarkt.pdf?__blob=publicationFile &amp;#039;&amp;#039;Statistisches Jahrbuch 2015.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Destatis.de.&amp;#039;&amp;#039; (Kapitel 13, Tabelle 13.2.5 &amp;#039;&amp;#039;Erwerbstätige und Erwerbstätigenquoten&amp;#039;&amp;#039;, S. 11), abgerufen am 12. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Quoten der Berufstätigkeit haben sich in den vergangenen Jahren angenähert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagelüken&amp;quot;&amp;gt;Alexander Hagelüken: &amp;#039;&amp;#039;Mehr Stress, aber weniger Geld. Berufstätige Frauen in Deutschland kümmern sich länger um Kinder und Haushalt als ihre Männer. Und die Löhne differieren stärker als sonst in Europa.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Süddeutsche Zeitung]], Nr. 52, 3. März 2016, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitszeiten ====&lt;br /&gt;
Hier werden bezahlte und unbezahlte Arbeit einbezogen. Auf der Basis von Daten aus der Langzeitstudie [[Sozio-oekonomisches Panel|SOEP]] kam das [[Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung|Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung]] 2016 zu dem Ergebnis:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Auch wenn man Erwerbs- und [[Haus- und Familienarbeit|Hausarbeit]] sowie Kinderbetreuung zusammen betrachtet, sind Frauen im Durchschnitt stärker belastet als Männer: Zwar sind sie werktags gut zweieinhalb Stunden weniger erwerbstätig, kümmern sich dafür aber gut viereinhalb Stunden mehr um den Haushalt und die Kinder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot;&amp;gt;[https://www.diw.de/de/diw_01.c.528162.de/themen_nachrichten/auch_in_doppelverdiensthaushalten_vollzeiterwerbstaetige_frauen_leisten_deutlich_mehr_hausarbeit_als_maenner_unterschiede_verringern_sich_kaum.html &amp;#039;&amp;#039;Auch in Doppelverdiensthaushalten: Vollzeiterwerbstätige Frauen leisten deutlich mehr Hausarbeit als Männer – Unterschiede verringern sich kaum.&amp;#039;&amp;#039;] Pressemitteilung. In: &amp;#039;&amp;#039;diw.de&amp;#039;&amp;#039;. 2. März 2016, abgerufen am 11. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; |Quelle=[[Elke Holst]] (IW-Forschungsdirektorin für Gender Studies)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 leisteten in Doppelverdiensthaushalten 98 % der erwerbstätigen Frauen werktags Hausarbeit, aber nur 65 % der erwerbstätigen Männer beteiligten sich daran.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot; /&amp;gt; Zwar war diese Prozentzahl in zehn Jahren um sechs Punkte gestiegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot; /&amp;gt; Doch der Arbeitseinsatz in Höhe von gut einer Stunde an einem Werktag veränderte sich über die Zeit nicht und lag weiterhin deutlich unter dem der Frauen (rund zwei Stunden pro Tag).&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot; /&amp;gt; Gab es im Haushalt Kinder bis einschließlich sechs Jahre, so beteiligten sich 2014 fast alle erwerbstätigen Frauen und Männer an der Kinderbetreuung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot; /&amp;gt; Der zeitliche Umfang unterschied sich jedoch erheblich: Während erwerbstätige Frauen ihre Kinder an einem Werktag fast sechseinhalb Stunden betreuten, taten Männer dies nur zweieinhalb Stunden – kaum mehr als im Jahr 2004.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot; /&amp;gt; {{&amp;quot; |Die Entlastung der Frauen bei der Kinderbetreuung um nahezu eineinhalb Stunden geht also weniger auf die Männer zurück, sondern dürfte eher am Ausbau der Kindertagesstätten seit dem Jahr 2010 liegen}}, so Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin für [[Gender Studies]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Berufswahl und Art der Erwerbstätigkeit ====&lt;br /&gt;
Unterschiede in der [[Berufswahl]] manifestieren sich besonders deutlich in Form von [[Männerdomäne]]n und [[Frauendomäne]]n in der Erwerbsarbeit (vergleiche dazu [[Liste von Frauenanteilen in der Berufswelt#Frauenanteil in der Privatwirtschaft|Frauenanteile in der Privatwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führungspositionen ====&lt;br /&gt;
Zu den Führungspositionen nach der internationalen Standardklassifikation der Berufe (ISCO) zählen Vorstände und Geschäftsführer sowie Führungskräfte in Handel, Produktion und Dienstleistungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatistischesFührungspositionen2016&amp;quot; /&amp;gt; Frauen sind hier nach wie vor unterrepräsentiert: 2014 waren 29 % der Führungspositionen in Deutschland von Frauen besetzt, im Vergleich zu den beiden Vorjahren ergaben sich kaum Veränderungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatistischesFührungspositionen2016&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_075_122.html |titel=Frauenanteil in Führungsetagen unverändert bei 29 % |titelerg=Pressemitteilung Nr. 075 |werk=destatis.de |hrsg=[[Statistisches Bundesamt]] |datum=2016-03-07 |abruf=2019-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit lag die Bundesrepublik im unteren Drittel aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union: Im EU-Durchschnitt war in Führungsetagen rund jede dritte Person eine Frau (33 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatistischesFührungspositionen2016&amp;quot; /&amp;gt; Lettland führte die EU-Staaten mit einem Frauenanteil in Leitungspositionen von 44 % an, in Ungarn (40 %), Polen und Litauen (jeweils 39 %) gab es ebenfalls relativ hohe Frauenanteile. Am Ende der Tabelle stand Zypern mit nur 17 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatistischesFührungspositionen2016&amp;quot; /&amp;gt; Den niedrigsten Frauenanteil in Führungspositionen hatte die Baubranche mit 13 %, den höchsten der Bereich Erziehung und Unterricht (62 %), was in etwa den jeweiligen Frauenanteilen der betreffenden Branchen entspricht (13 % beziehungsweise 70 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatistischesFührungspositionen2016&amp;quot; /&amp;gt; Im Januar 2024 wurde bekannt, dass das Vorbereitungskomitee für die [[Uno-Klimakonferenz|UNO-Klimakonferenz (COP29)]] in [[Aserbaidschan]] sich aus 28 Männern und keiner Frau zusammensetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=ORF at/Agenturen kale |url=https://orf.at/stories/3345766/ |titel=28 Männer, keine Frau: Kritik an COP29-Komitee |datum=2024-01-15 |sprache=de |abruf=2024-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen, dass Frauenanteile über den Karriereverlauf hinweg abnehmen, wird als „Leaky Pipeline“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Technische Universität Wien]]: &amp;#039;&amp;#039;Leaky Pipeline: Executive Summary.&amp;#039;&amp;#039; Ohne Datum ([https://www.imw.tuwien.ac.at/fileadmin/t/imw/aw/forschung/Executive_Summary_Leaky_Pipeline_TU_Wien.pdf PDF: 340&amp;amp;nbsp;kB, 9&amp;amp;nbsp;Seiten auf tuwien.ac.at]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lohndifferenz ====&lt;br /&gt;
Die Unterschiede bezogen auf das Entgelt pro Zeitspanne bei vergleichbarer Tätigkeit ([[Gender-Pay-Gap]]) sind immer noch erheblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Claudia Goldin]] |url=https://www.econlib.org/library/Enc/GenderGap.html |titel=Gender Gap |werk=Concise Encyclopedia of Economics |sprache=en |abruf=2020-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird der Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer beziehungsweise Arbeitnehmerinnen in der Bundesrepublik in allgemeiner Form miteinander verglichen, so verdienten Frauen in den Jahren 2009 bis 2014 mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 15,83 Euro um 22 % weniger als Männer (unbereinigter Gender-Pay-Gap).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistisches2015&amp;quot;&amp;gt;[[Statistisches Bundesamt]] (Destatis): {{Webarchiv |url=https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/03/PD15_099_621.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland weiterhin bei 22 %.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160315030140}} Pressemitteilung Nr. 099 vom 16. März 2015, abgerufen am 22. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 fiel dieser unbereinigte Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern um nur einen Prozentpunkt geringer aus als in den Vorjahren: 21 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistisches2016&amp;quot;&amp;gt;[[Statistisches Bundesamt]] (Destatis): [https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_097_621.html &amp;#039;&amp;#039;Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland bei 21 %.&amp;#039;&amp;#039;] Pressemitteilung Nr. 097 vom 16. März 2016, abgerufen am 22. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Immer noch sind deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern feststellbar: 2015 belief sich der unbereinigte Gender-Pay-Gap in den neuen Ländern auf 8 %, während er im früheren Bundesgebiet bei 23 % lag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistisches2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden nur vergleichbare Tätigkeiten und entsprechende Qualifikationen verglichen, so verdienten Arbeitnehmerinnen 2010 im Durchschnitt immer noch pro Stunde 7 % weniger als Männer (bereinigter Gender-Pay-Gap).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistisches2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Länder nach Mann-zu-Frau-Einkommensverhältnis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Bedeutung von Gleichberechtigung ===&lt;br /&gt;
==== Kosten des Gender-Gap (Heleen Mees, 2007) ====&lt;br /&gt;
Die Publizistin [[Heleen Mees]] unterstrich in einem [[Project Syndicate|Project-Syndicate]]-Beitrag von 2007 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Kosten des Gender-Gap,&amp;#039;&amp;#039; dass die Lohnlücke das Wirtschaftswachstum hemme, und sie betonte die geringe weibliche Besetzung von Spitzenpositionen in Westeuropa verglichen mit einigen asiatischen Staaten: &amp;#039;&amp;#039;Auf den [[Philippinen]] finden sich in 89 % der Unternehmen Frauen in hochrangigen Managementpositionen. China, Hongkong, Indonesien, Taiwan, und Singapur liegen im Hinblick auf Frauen in Spitzenpositionen knapp dahinter. Sogar in Indien, wo mehr als die Hälfte der Frauen und Mädchen Analphabeten sind, gibt es mehr Frauen in Top-Managementpositionen als in Ländern wie Deutschland und den Niederlanden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heleen Mees |url=https://www.project-syndicate.org/commentary/the-cost-of-the-gender-gap/german |titel=Die Kosten des Gender-Gap |werk=project-syndicate.org |datum=2007-08-29 |abruf=2020-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== McKinsey-Studie „The Power of Parity“ (2015) ====&lt;br /&gt;
Das Beratungsunternehmen [[McKinsey &amp;amp; Company|McKinsey]] kam in seiner Studie &amp;#039;&amp;#039;The Power of Parity&amp;#039;&amp;#039; („Die Macht der Gleichheit/Gleichwertigkeit“) von 2015 zu dem Schluss, es gebe „handfeste wirtschaftliche Gründe“ dafür, Männer und Frauen in der Arbeitswelt gleichzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot;&amp;gt;ETD: &amp;#039;&amp;#039;Frauenförderung: Gleichberechtigung sorgt laut Studie für Wachstum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 225, 30. September 2015, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Weltwirtschaft]] werde leiden, wenn das wirtschaftliche [[Produktionspotenzial|Potenzial]] von Frauen nicht gehoben werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Die Analyse weise außerdem nach, dass zwischen der Situation in Gesellschaft und Arbeitswelt ein Zusammenhang bestehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McKinsey&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansatz und Verfahren der Studie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 95 untersuchten Staaten wurden von den Experten in Regionen eingeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Gemessen wurde die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern an 15 [[Indikator (Wirtschaft)|Indikatoren]], etwa dem Zugang zu Bildung oder den Möglichkeiten zu politischer Mitsprache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Berechnet wurde dann, um wie viel sich das [[Bruttoinlandsprodukt]] bis 2025 steigern ließe, wenn alle Staaten einer Region die Gleichberechtigung so schnell vorantreiben würden wie der Spitzenreiter dieser Region.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Fall wachse die Wirtschaftsleistung bis 2025 weltweit um 11,8 Billionen Dollar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Käme Frauen sogar weltweit die gleiche Rolle im Wirtschaftsleben zu wie Männern, so steige diese Zunahme um mehr als das Doppelte, nämlich auf 28 Billionen Dollar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Dies entspricht der Summe der Wirtschaftsleistung der [[Vereinigte Staaten|USA]] und [[China]] (Stand 2015).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hindernisse für die wirtschaftliche Gleichberechtigung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größte Probleme weltweit machte McKinsey die hohe [[Müttersterblichkeit]], die ungleichen Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt, die geringen politischen Mitspracherechte sowie die rechtliche Benachteiligung und [[Gewalt gegen Frauen]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; In allen untersuchten Staaten stehe der geringe Anteil an Frauen bei der bezahlten Erwerbsarbeit in starkem Gegensatz zu ihrem relativ hohen Anteil bei unbezahlter Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McKinsey&amp;quot; /&amp;gt; Hierbei falle besonders die unbezahlte Pflege von Familienangehörigen ins Gewicht, die in allen untersuchten Staaten zu 75 % von Frauen geleistet werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McKinsey&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnisse zu einzelnen Staaten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nordafrika, dem [[Mittlerer Osten|Mittleren Osten]] und [[Südasien]] stellte McKinsey ein sehr hohes Maß an Ungleichheit fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Die acht untersuchten [[Westeuropa|westeuropäischen]] Staaten schneiden zwar bei den gesellschaftlichen Faktoren sehr gut ab, weisen aber in der Arbeitswelt eine „hohe bis sehr hohe“ Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Berücksichtigt man alle Bereiche, so liegt die Bundesrepublik hinter Norwegen, Schweden, den Niederlanden und Frankreich auf dem fünften Platz, im Bereich &amp;#039;&amp;#039;Besetzung von Führungspositionen&amp;#039;&amp;#039; aber nur auf dem siebten und damit vorletzten Platz der untersuchten westeuropäischen Staaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ETD&amp;quot; /&amp;gt; Würde die Bundesrepublik hier – unter anderem durch eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote und der Zahl der von Frauen geleisteten Arbeitsstunden – den Stand von Norwegen erreichen, so könnte das [[Bruttoinlandsprodukt]] bis 2025 um 390 Milliarden Euro zunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McKinsey&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sarah Bachmann |url=https://www.presseportal.de/pm/14454/3130799 |titel=Mehr Frauen am Arbeitsmarkt: Weltweites Wachstumspotenzial von 12&amp;amp;nbsp;Billionen US-Dollar |titelerg=Pressemitteilung von McKinsey &amp;amp; Company |werk=[[News aktuell|Presseportal.de]] |datum=2015-09-24 |abruf=2020-07-27 |zitat=McKinsey-Studie: Volkswirtschaften verlieren durch Benachteiligung von Frauen viel ökonomisches Potenzial – Deutschland in Westeuropa auf Platz&amp;amp;nbsp;5 in der Gleichberechtigung: zu wenig Frauen in Führungspositionen und zu große Gehaltsunterschiede}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Schwachstellen in der Bundesrepublik fand die Analyse bei den Gehaltsunterschieden trotz gleicher Arbeit ([[Gender-Pay-Gap]]) und der unbezahlten Pflegearbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McKinsey&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studie „Is Gender Diversity Profitable?“ (2016) ====&lt;br /&gt;
Das Washingtoner &amp;#039;&amp;#039;[[Peterson Institute for International Economics]]&amp;#039;&amp;#039; untersuchte 2014 für seine Studie &amp;#039;&amp;#039;Is Gender Diversity Profitable? Evidence from a Global Survey&amp;#039;&amp;#039; („Ist die Gleichstellung der Geschlechter wirtschaftlich vorteilhaft? Aussagen aus einer weltweiten Untersuchung“) fast 22.000 [[Börsennotierung|börsennotierte]] Unternehmen in 91&amp;amp;nbsp;Ländern, um Aussagen über den Zusammenhang zwischen der Gleichstellung der Geschlechter in einer Firma und ihrem wirtschaftlichen Erfolg zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marcus Noland, Tyler Moran, Barbara Kotschwar |url=https://www.piie.com/zh-hans/newsroom/press-releases/new-peterson-institute-research-over-21000-companies-globally-finds-women |titel=New Peterson Institute Research on over 21,000 Companies Globally Finds Women in Corporate Leadership Can Significantly Increase Profitability |werk=piie.com |datum=2016-02-08 |sprache=en |abruf=2020-07-01 |kommentar=Pressemitteilung |archiv-datum=2019-09-25 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190925150335/https://www.piie.com/zh-hans/newsroom/press-releases/new-peterson-institute-research-over-21000-companies-globally-finds-women |offline=ja |archiv-bot=2025-03-25 02:45:59 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Ländern zeigte sich derselbe Trend: Je mehr Frauen ein Unternehmen für die mittlere und obere Führungsebene gewinnen konnte, umso mehr Ertrag konnte es erzielen. Nicht von Bedeutung war dagegen, ob ganz an der Spitze des Unternehmens eine Frau oder ein Mann stand. Entscheidend war vielmehr, dass die erfolgreichen Firmen eine große Gruppe von weiblichen Angestellten hatten, die für höhere Ebenen geeignet waren. An solchen bestehe jedoch oft ein Mangel, weil Frauen bei der Gründung einer Familie häufig ihre Karriere zurückstellen. Besonders hoch sei die Zahl der Frauen auf der Führungsebene in Ländern, die Vätern hohe Anreize für die Beteiligung an der Erziehungsarbeit böten, etwa die skandinavischen Länder, [[Kenia]] oder [[Bulgarien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hulverscheidt 2016-02-13&amp;quot;&amp;gt;Claus Hulverscheidt: &amp;#039;&amp;#039;Weibliche Gewinnzonen: Je mehr Frauen Leitungsposten haben, desto höher ist der Profit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 33, 10. Februar 2016, S. 1 ([https://www.sueddeutsche.de/karriere/studie-weibliche-gewinnzonen-1.2856987?reduced=true online] hinter einer [[Paywall]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konsequenzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forscher legten eine Orientierung an diesen erfolgreichen Vorbildern nahe. Sie vermuteten, dass Chefs unterbewusst der Meinung sind, Investitionen in Frauen als zukünftige Führungskräfte würden sich nicht lohnen, weil diese mit der Familiengründung oft ausscheiden oder lange pausieren. Wäre die Beteiligung an der Erziehung jedoch ausgeglichen, so müsste diese Befürchtung für beide Geschlechter gelten und die Firmen würden unabhängig vom Geschlecht begabte Menschen fördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hulverscheidt 2016-02-13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Situation in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Analyse der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039; konnte 2020 die Studienergebnisse bei einer Analyse von [[DAX]]- und [[mDAX]]-Unternehmen nicht bestätigen. Es wurde festgestellt, dass es {{&amp;quot; |zwischen dem Erfolg bei Marktkapitalisierung und Börsenumsatz&amp;amp;nbsp;– den Kriterien für die Aufnahme in Dax und M-Dax&amp;amp;nbsp;– und einem hohen Frauenanteil im Vorstand keinen positiven Zusammenhang gibt.}} Investoren bevorzugten offensichtlich Konzerne mit besonders wenig Frauen in den Vorständen. Tatsächlich hatten während der [[COVID-19-Pandemie in Deutschland]] 22&amp;amp;nbsp;Unternehmen mit den meisten Frauen im Vorstand im Schnitt rund 17 % an Wert verloren und schnitten somit um 27 % schlechter ab als die 22&amp;amp;nbsp;bestplatzierten Unternehmen ganz ohne Frauen im Vorstand. Experten würden für diese Entwicklung zwar Branchenzusammenhänge verantwortlich machen, aber zwischen Frauenquoten und Börsenperformance keinen Zusammenhang sehen. Dass [[Diversität (Soziologie)|diversere]] Aufsichtsräte oder Vorstände zwingend besser für die Performance wären, würde die Börsenentwicklung nicht bestätigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welt 2020-06-30&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nando Sommerfeldt, Holger Zschäpitz |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article210665503/Besetzung-der-Fuehrungsetagen-Die-Frauenquote-scheitert-an-der-Boerse.html |titel=Besetzung der Führungsetagen: Die Frauenquote scheitert an der Börse |werk=[[Die Welt]] |datum=2020-06-30 |abruf=2020-08-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Frauen in den Aufsichtsräten der DAX-Unternehmen|Liste der Frauen in den Vorständen der DAX-Unternehmen|titel2=Frauen in den Vorständen der DAX-Unternehmen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
[[Bildung]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;sunterschiede zwischen Männern und Frauen beziehungsweise zwischen Jungen und Mädchen (englisch &amp;#039;&amp;#039;gender education gap&amp;#039;&amp;#039;) sind in zahlreichen Staaten im Bereich der Lesefähigkeit zu beobachten (siehe [[Alphabetisierung (Lesefähigkeit)#Alphabetisierung und Entwicklung|Alphabetisierung und Entwicklung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geschlechtsspezifische Bildungsunterschied hat sich vor allem in Industrieländern, aber auch in mehreren anderen Staaten, mittlerweile zugunsten der Frauen umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ina Ganguli, Ricardo Hausmann, Martina Viarengo: &amp;#039;&amp;#039;The Closing of the Gender Gap in Education: Does it Foretell the Closing of the Employment, Marriage, and Motherhood Gaps?&amp;#039;&amp;#039; HKS Working Paper Nr. RWP11-021. 30. März 2011 ([http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1861367 Zusammenfassung], [http://www.hks.harvard.edu/var/ezp_site/storage/fckeditor/file/pdfs/centers-programs/centers/wappp/research/closing/education-gap-1.pdf PDF]), abgerufen am 18. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mediale Berichterstattung ==&lt;br /&gt;
Rob Whitley, [[Associate Professor]] an der [[McGill University]], sieht in den Medien eine Tendenz dazu, stigmatisierende oder abwertende Sprache zu verwenden, wenn sie Männer mit psychischen Erkrankungen beschrieben, während sie eine Tendenz dazu hätten, Frauen mit empathischeren und mitfühlenderen Bezeichnungen zu beschreiben, was als ein Beispiel für den Gender-Empathy-Gap gesehen werden kann, wonach Männern weniger Empathie entgegengebracht werde als Frauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rob Whitley |url=https://www.acu.ac.uk/the-acu-review/a-silent-crisis/ |titel=Public mental health –A silent crisis |titelerg=Stereotypes and stigma mean that many young men are struggling in silence |werk=[[Association of Commonwealth Universities|acu.ac.uk]] |datum=2020-07-08 |sprache=en |abruf=2020-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Frauen in der Kunst|Frauen als Kunstschaffende]] sind in [[Museum|Museen]], wichtigen [[Galerie (Kunst)|Galerien]] und Kunstzeitschriften deutlich unterrepräsentiert und werden dadurch auch in geringerem Maße wahrgenommen und rezipiert. Ein Beispiel: Die [[Städtische Galerie im Lenbachhaus]] in [[München]] besitzt 28.000&amp;amp;nbsp;Kunstwerke (Stand: 2016).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Effern&amp;quot;&amp;gt;Zahlen nach Angaben des Münchner Kulturreferats, zitiert bei Heiner Effern: &amp;#039;&amp;#039;Münchner Gunstgeschichte: Die städtischen Museen kaufen vorwiegend Werke von männlichen Künstlern, doch das will ein CSU-Stadtrat nun ändern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 62, 15. März 2016, S. R1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von denen, die bis 1900 entstanden, stammt lediglich 1 % von Frauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Effern&amp;quot; /&amp;gt; Berücksichtigt man alle Werke bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, kommt man auf einen Anteil von 6 %, von 1946 bis 2015 erhöhte er sich nur auf 11 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Effern&amp;quot; /&amp;gt; Auch an den [[Kunsthochschule]]n gibt es zu wenig weibliches Lehrpersonal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Polarisierung von Arbeitszeiten]] (unterschiedliche Verteilung tatsächlich geleisteter Arbeitszeiten unter verschiedenen Gruppen einer Bevölkerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Caroline Criado-Perez]]: &amp;#039;&amp;#039;Invisible Women: Exposing Data Bias in a World Designed for Men.&amp;#039;&amp;#039; Abrams, London 2019, ISBN 978-1-78470-628-9 (englisch; erhielt den &amp;#039;&amp;#039;Royal Society Science Book Prize&amp;#039;&amp;#039; 2019).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/stories/3138332/ &amp;#039;&amp;#039;Buch über Gender-Gap gewinnt renommierten Wissenschaftspreis.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichischer Rundfunk#Internet|ORF.at]]&amp;#039;&amp;#039;. 24. September 2019, abgerufen am 19. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Unsichtbare Frauen: Wie eine von Männern gemachte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert.&amp;#039;&amp;#039; btb, München Februar 2020, ISBN 978-3-442-71887-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gender gap|Gender-Gap}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Neueste zuerst:--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Elena Matera: [https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/warum-die-klimakrise-frauen-deutlich-haerter-trifft-li.173876 &amp;#039;&amp;#039;Klima und Gender: Warum die Klimakrise Frauen deutlich härter trifft.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 10. August 2021.&lt;br /&gt;
* Ida Flik, André Pätzold u.&amp;amp;nbsp;a.: [https://interaktiv.morgenpost.de/frauentag-weltfrauentag-tag-der-frau-internationaler-frauen-kampf-tag-2021/ &amp;#039;&amp;#039;Die Gender-Lücke in Zahlen – von Verdienst bis Netflix-Hauptrolle.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]].&amp;#039;&amp;#039; 5. März 2021.&lt;br /&gt;
* Barbara Schmidt-Mattern: [https://www.deutschlandfunk.de/corona-und-die-frauenfoerderung-befaellt-das-virus-auch-das.724.de.html?dram:article_id=479542 &amp;#039;&amp;#039;Corona und die Frauenförderung: Befällt das Virus auch das Geschlechterverhältnis?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]].&amp;#039;&amp;#039; 29. Juni 2020 ({{&amp;quot; |Soziologinnen befürchten, dass es durch Corona zu einem ‚Rollback‘ in den Geschlechterverhältnissen kommt&amp;amp;nbsp;… das Konjunkturpaket der Bundesregierung lässt aber Gleichstellungsansätze vermissen&amp;amp;nbsp;– und auf EU-Ebene werden sie sogar zurückgenommen.}}).&lt;br /&gt;
* Elle Hunt ([[The Guardian]]): [https://www.klimafakten.de/meldung/gender-gap-beim-klimaschutz-ist-die-rettung-des-planeten-frauensache &amp;#039;&amp;#039;Sozialforschung aktuell – Gender Gap beim Klimaschutz: Ist die Rettung des Planeten Frauensache?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[European Climate Foundation#Infoportal|Klimafakten.de]].&amp;#039;&amp;#039; 19. Mai 2020 ({{&amp;quot; |Ob Seife oder Mehrwegbesteck: Viele Ökoprodukte werden gezielt an Frauen vermarktet und von Frauen gekauft}}).&lt;br /&gt;
* [[Melinda French Gates|Melinda Gates]]: [https://web.archive.org/web/20190927210413if_/https://hbr.org/cover-story/2019/09/gender-equality-is-within-our-reach &amp;#039;&amp;#039;Gender Equality Is Within Our Reach.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Harvard Business Review|HBR.org]].&amp;#039;&amp;#039; Teil des Dossiers &amp;#039;&amp;#039;Women, Power, and Influence&amp;#039;&amp;#039;, 26. September 2019 (englisch, archivierte Version).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jotpe586</name></author>
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