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	<title>Gendarmenmarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gendarmenmarkt&amp;diff=209306&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Friedrich Hoffmann: /* Gendarmenmarkt ab 1990 */ Die Quelle ist nur anzugeben und nicht ebenfalls in den Artikeltext zu übernehmen. Die Enzyklopädie stellt dar, was ist, nicht, was nicht ist.</title>
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		<updated>2026-04-27T22:31:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gendarmenmarkt ab 1990: &lt;/span&gt; Die Quelle ist nur anzugeben und nicht ebenfalls in den Artikeltext zu übernehmen. Die Enzyklopädie stellt dar, was ist, nicht, was nicht ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Platz&lt;br /&gt;
|Name= Gendarmenmarkt&lt;br /&gt;
|Alternativnamen= &lt;br /&gt;
|Stadtwappen= DEU Berlin COA.svg&lt;br /&gt;
|Kategorie= Platz in Berlin&lt;br /&gt;
|Bild= Bundesarchiv Bild 183-1984-1001-035, Berlin, Schauspielhaus, Dom.jpg&lt;br /&gt;
|Bild zeigt= Gendarmenmarkt mit [[Schauspielhaus (Berlin)|Schauspielhaus]] und [[Französischer Dom|Französischem Dom]], 1984&lt;br /&gt;
|Ort= Berlin&lt;br /&gt;
|Ortsteil= [[Berlin-Mitte|Mitte]]&lt;br /&gt;
|Angelegt= 1688&lt;br /&gt;
|Neugestaltet= 1773, 1936, 1976, 2025&lt;br /&gt;
|HistNamen= &amp;#039;&amp;#039;Lindenmarkt&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mittelmarkt,&amp;lt;br /&amp;gt;Friedrichstädtischer Markt,&amp;lt;br /&amp;gt;Neuer Markt,&amp;lt;br /&amp;gt;Schillerplatz,&amp;lt;br /&amp;gt;Platz der Akademie&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Straßen= [[Jägerstraße (Berlin)|Jägerstraße]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Taubenstraße (Berlin)|Taubenstraße]],&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(sowie begrenzend:)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;[[Französische Straße (Berlin)|Französische Straße]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte#Markgrafenstraße*|Markgrafenstraße]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Anton-Wilhelm-Amo-Straße]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Charlottenstraße (Berlin)|Charlottenstraße]]&lt;br /&gt;
|Bauwerke= [[Schauspielhaus (Berlin)|Schauspielhaus]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Französischer Dom]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Französische Friedrichstadtkirche]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Deutscher Dom]]&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Kirche&amp;lt;br /&amp;gt;Schillerdenkmal&lt;br /&gt;
|Nutzergruppen= [[Fußverkehr|Fuß-]] und [[Radverkehr]]&lt;br /&gt;
|Platzgestaltung= &lt;br /&gt;
|Platzfläche= &lt;br /&gt;
|Baukosten= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:150418 Konzerthaus Berlin Gendarmenmarkt.jpg|mini|[[Schauspielhaus (Berlin)|Schauspielhaus]] im Westen des Gendarmenmarkts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Deutscher Dom -- 2013 -- 4576.jpg|mini|[[Deutscher Dom]] im Süden des Platzes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Franzoesicher Dom BW 5.jpg|mini|[[Französischer Dom]] im Norden des Platzes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gendarmenmarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein – nach dem ursprünglich hier angesiedelten [[Kürassiere|Kürassierregiment]] &amp;#039;&amp;#039;[[Gensdarmes|Gens d’armes]]&amp;#039;&amp;#039; benannter – Platz im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Mitte|Mitte]] des [[Bezirk Mitte|gleichnamigen Bezirks]]. Im Jahr 1688 bei der damaligen [[Geschichte Berlins#Kurfürstliche Residenzstadt|kurfürstlichen Stadterweiterung]] angelegt, wurde er im [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Zweiten Weltkrieg]] zerstört und erst 1976–1993 wieder aufgebaut. Auf ihm befinden sich das, heute als [[Schauspielhaus (Berlin)#Konzerthausorchester|Konzerthaus]] genutzte, ehemalige [[Schauspielhaus (Berlin)|Schauspielhaus]] von [[Karl Friedrich Schinkel]] sowie, als weitere [[Profanbau]]ten, der [[Deutscher Dom|Deutsche]] als auch [[Französischer Dom|Französische Dom]] von [[Carl von Gontard]]. Der Gendarmenmarkt gilt als „schönster Platz Berlins“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gendarmenmarkt.de/geschichte-des-gendarmenmarktes-berlin-mitte.htm |titel=Gendarmenmarkt.de {{!}} Hauptstadt-Portal für Berlin-Mitte |sprache=de |abruf=2025-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und angeblich unter den Berlinern gar als „der schönste Platz Europas“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortrun Egelkraut: &amp;#039;&amp;#039;Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Reiseführer, Vista Point, Rheinbreitbach 2025, ISBN 978-3-96141-825-1, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der rund 3,3&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] große Platz liegt inmitten des auf dem Reißbrett geschaffenen Stadtviertels [[Friedrichstadt (Berlin)|Friedrichstadt]]. Er nimmt drei der [[Karree (Architektur)|Karrees]] ein und wird begrenzt durch die [[Französische Straße (Berlin)|Französische Straße]] im Norden, die [[Charlottenstraße (Berlin)|Charlottenstraße]] im Westen, die [[Anton-Wilhelm-Amo-Straße]] im Süden und die [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte#Markgrafenstraße*|Markgrafenstraße]] im Osten. Die [[Jägerstraße (Berlin)|Jäger-]] und die [[Taubenstraße (Berlin)|Taubenstraße]] werden durch den Platz geteilt und sind im Bereich des Platzes&amp;amp;nbsp;– als Straßen kaum noch kenntlich&amp;amp;nbsp;– in Form einer [[Fußgängerzone]] ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Der Platz entstand ab 1688 nach Plänen von [[Johann Arnold Nering]] als Teil der [[Berlin-Friedrichstadt|Friedrichstadt]], die Kurfürst [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;III.]], der spätere König Friedrich&amp;amp;nbsp;I. in [[Königreich Preußen|Preußen]], Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts anlegen ließ. In diesem historischen Viertel siedelte sich ein Großteil der französischen Einwanderer ([[Hugenotten]]) an, denen der Große Kurfürst [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm von Brandenburg]] mit dem [[Edikt von Potsdam]] im Jahr 1685 den Schutz ihrer religiösen Freiheit und volles Bürgerrecht zugesichert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König Friedrich&amp;amp;nbsp;I. wies sowohl der lutherischen als auch der [[Hugenotten in Berlin|französisch-reformierten Gemeinde]] je eine Stelle auf dem Platz zum Kirchenbau zu: im Norden für die [[Französische Friedrichstadtkirche]] und im Süden für die Deutsche Kirche oder Neue Kirche. Beide Kirchenbauten entstanden nach 1701 zunächst ohne die später angebauten Türme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Gestalt erhielt der Platz unter [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II. – dem Großen]] – mit den beiden identischen Kuppeltürmen neben den Kirchen. Sie wurden in den Jahren 1780–1785 nach Plänen von [[Carl von Gontard]] errichtet. Als Vorbild für die Neugestaltung wird oft die [[Piazza del Popolo]] in [[Rom]] erwähnt, [[Laurenz Demps]] jedoch bezweifelt dies.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Literaturliste: [[Laurenz Demps]] 1993, S.&amp;amp;nbsp;42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das Charakteristikum des Platzes in der Überdimensionierung der Türme besteht, wird manchmal als Vorbild das [[Old Royal Naval College]] (1703) in Greenwich genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namensgebungen ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich als Markt angelegt, hieß der Platz im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert &amp;#039;&amp;#039;Linden-Markt&amp;#039;&amp;#039;, im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bis 1786 &amp;#039;&amp;#039;Mittelmarkt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Friedrichstädtischer Markt&amp;#039;&amp;#039;, danach &amp;#039;&amp;#039;Neuer Markt&amp;#039;&amp;#039;. 1799 erhielt er den Namen Gendarmenmarkt in Erinnerung an die Stallungen des [[Kürassiere|Kürassierregiments]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Gensdarmes|Gens d’armes]]&amp;#039;&amp;#039;, die der „Soldatenkönig“ [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] 1736 hier errichten ließ. Um den Platz herum standen die Wohnhäuser hoher Beamter des Königs, staatliche Behörden und bedeutende Hotels, darunter das [[Hotel de Brandebourg (Berlin)|Hotel de Brandebourg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte bis 1945 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Berlin Gendarmenmarkt m franzoes Dom u Komoedienhaus (Fechhelm 1788).jpeg|Gendarmenmarkt mit [[Französisches Komödienhaus (Berlin)|Komödienhaus]] (links), Gemälde von [[Carl Traugott Fechhelm]], 1788&lt;br /&gt;
 Berlin Gendarmenmarkt 1815.jpg|Gendarmenmarkt mit Nationaltheater (rechts), Aquarell von [[Friedrich August Calau]], um 1815&lt;br /&gt;
 Carl Georg Adolph Hasenpflug - Gendarmenmarkt in Berlin.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Gendarmenmarkt in Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von [[Carl Hasenpflug]], 1822&lt;br /&gt;
 Meyers Universum Band 07 03.jpg|Gendarmenmarkt in [[Joseph Meyer|Meyer’s Universum]] 1840&lt;br /&gt;
 Aufbahrung der Märzgefallenen (1848) Adolf Friedrich Erdmann von Menzel (Hamburger Kunsthalle).jpg|&amp;#039;&amp;#039;[[Aufbahrung der Märzgefallenen (1848)|Aufbahrung der Märzgefallenen]]&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von [[Adolph von Menzel|Adolph Menzel]], 1848&lt;br /&gt;
 Berlin - Gendarmenmarkt - around 1900.jpg|Ansicht des Gendarmenmarkts von Südosten, um 1900&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich II., Sohn Friedrich Wilhelms I, ließ die Stallungen im Jahr 1773 abreißen, und den Platz nach Plänen von [[Georg Christian Unger]] einheitlich mit dreigeschossigen [[Immediatbau|Wohnhäusern]] umsäumen. Zwischen den beiden Kirchen entstand ein kleines französisches [[Französisches Komödienhaus (Berlin)|Komödientheater]], das 1800–1802 durch ein neues Nationaltheater mit 2000 Sitzplätzen ersetzt wurde. Dieses vom Architekten [[Carl Gotthard Langhans]] geschaffene Theater brannte 1817 ab. [[Karl Friedrich Schinkel]] errichtete im Stil des [[Klassizismus]] an seiner Stelle bis 1821 den platzbeherrschenden Neubau. Als [[Königreich Preußen|preußisches]] Staatstheater wurde das Schauspielhaus zu einer der führenden deutschsprachigen Bühnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gendarmenmarkt war Ort wechselhaften politischen Geschehens in Berlin. Die Revolution von 1848/1849 kündigte sich schon 1847 auf dem Gendarmenmarkt durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Kartoffelrevolution]]&amp;#039;&amp;#039; an, einen Aufruhr gegen gestiegene Lebensmittelpreise. Die in den Barrikadenkämpfen während der [[Deutsche Revolution 1848/49|Märzrevolution]] von 1848 [[Märzgefallene|Gefallenen]] wurden auf den Stufen des Deutschen Doms feierlich aufgebahrt. Ab September 1848 tagte die [[Preußische Nationalversammlung]] mehrere Wochen im Großen Saal des Schauspielhauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schiller-Denkmal (Berlin)|Denkmal für Friedrich Schiller]] vor dem Schauspielhaus ist eine Auftragsarbeit an [[Reinhold Begas]]. Die feierliche [[Grundsteinlegung]] erfolgte am 10.&amp;amp;nbsp;November 1859 anlässlich des 100.&amp;amp;nbsp;Geburtstags des Nationaldichters, zwölf Jahre später die Einweihung. Zwischen 1871 und 1936 hieß dieser Teil des Gendarmenmarkts &amp;#039;&amp;#039;Schillerplatz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bildmitte oberhalb roter U-Bahn-Linie auf {{Webarchiv |url=http://www.alt-berlin.info/cgi/stp/lana.pl?nr=21&amp;amp;gr=7&amp;amp;nord=52.512103&amp;amp;ost=13.391051 |text=&amp;#039;&amp;#039;Westermanns Plan von Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Berlin-Mitte um 1932 |wayback=20151031170458}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1911|4546| Schillerplatz |Teil=III|Seite=750}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgestaltungen repräsentativer Plätze im Zentrum Berlins während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] betrafen neben dem [[Lustgarten (Berlin)|Lustgarten]], dem [[Bebelplatz|Kaiser-Franz-Joseph-Platz]] und dem [[Wilhelmplatz (Berlin)|Wilhelmplatz]] auch den Gendarmenmarkt. Alle dienten nunmehr als Aufmarschplätze für [[Propaganda|propagandistische]] Veranstaltungen und sonst, außer dem Lustgarten, als Pkw-Parkplätze. Auf dem Gendarmenmarkt ersetzte ab 1936 ein großflächiges Muster quadratischer Platten, das in Grundzügen noch vorhanden ist (Stand: 2020), das Schillerdenkmal sowie die gärtnerischen Schmuckanlagen. Jährlich fand auf dem Gendarmenmarkt die jahrgangsweise Aufnahme von Jungen des [[Deutsches Jungvolk|Deutschen Jungvolks]] in die [[Hitlerjugend]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva-Maria Kaufmann &amp;#039;&amp;#039;Von der Wanderschaft der Denkmäler in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Bär von Berlin: Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins&amp;#039;&amp;#039;, 56.&amp;amp;nbsp;Folge, 2007. [[Verein für die Geschichte Berlins]] e.&amp;amp;nbsp;V. Berlin, 2007, S.&amp;amp;nbsp;35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von 1945 bis 1990 ===&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erlitt der Platz starke Beschädigungen. Die drei platzbildenden Gebäude brannten nahezu vollständig aus, doch blieb ihre [[Bausubstanz]] samt Fassaden- und Figurenschmuck erhalten. Im Jahr 1948 gab das [[Alexandrow-Ensemble]], der berühmte sowjetische Soldatenchor mit Orchester, vor dieser Ruinenkulisse ein Konzert. Anlässlich der 250-Jahr-Feier der 1946 hier angesiedelten [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften]] bekam der Gendarmenmarkt 1950 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Platz der Akademie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-12097-0006, Berlin, Platz der Akademie, Französischer Dom, Schauspielhaus, Ruinen.jpg|Ruine des Schauspielhauses und des Französischen Doms, 1951&lt;br /&gt;
 Berlin Gendarmenmarkt 1961 (2).jpg|Ähnliche Ansicht, zehn Jahre später: keine baulichen Veränderungen, 1961&lt;br /&gt;
 19851015300NR Berlin-Friedrichstadt Deutscher Dom Gendarmenmarkt.jpg|Ruine des Deutschen Doms, 1985&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1976 erteilte der [[Magistrat von Berlin#DDR|Magistrat von Berlin]] den Auftrag zum Wiederaufbau des Platzes als geistig-kulturelles Zentrum.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Behr, Alfred Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Schauspielhaus in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. VEB Verlag für Bauwesen. Berlin, 1984. S.&amp;amp;nbsp;131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Wiederherstellung der drei beherrschenden Gebäude von 1976 bis 1993 und die Lückenschließungen in der Randbebauung von 1985 bis 1996 konnte die eindrucksvolle Platzanlage zurückgewonnen werden. Schon die Bebauung der 1980er Jahre zeigte das Bemühen, der Bedeutung des Standortes gerecht zu werden: „Die meist in Stahlskelettbauweise mit vorgehängter Fassade errichteten Gebäude wurden mit farbigen Mosaikinkrustationen oder Rundbogenarkaden aus materialsichtigem Betonwerkstein und historisierenden Bauelementen verfeinert.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/liste_karte_datenbank/de/denkmaldatenbank/daobj.php?obj_dok_nr=09065014 |titel=Liste, Karte, Datenbank / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Berlin |datum=2016-03-07 |offline= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160307070655/http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/liste_karte_datenbank/de/denkmaldatenbank/daobj.php?obj_dok_nr=09065014 |archiv-datum=2016-03-07 |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schauspielhaus wurde am 1. Oktober 1984, der Französische Dom am 9. August 1987 und der Deutsche Dom erst nach dem [[Mauerfall]] am 2. Oktober 1996 wiedereröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Platz wachsen einige bemerkenswerte Bäume, von denen die folgenden als [[Naturdenkmal]]e unter Schutz stehen: zwei [[Japanischer Schnurbaum|Japanische Schnurbäume]], eine [[Strauchkastanie]] sowie ein [[Französischer Ahorn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berlin.de/sen/uvk/ |titel=Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz |datum=2023-03-16 |sprache=de |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gendarmenmarkt ab 1990 ===&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 1990, dem Vorabend der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]], fand auf diesem Platz der letzte Staatsakt der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Regierung unter [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|Ministerpräsident]] [[Lothar de Maizière]] mit der Aufführung von [[Ludwig van Beethoven|Beethovens]] &amp;#039;&amp;#039;[[9. Sinfonie (Beethoven)|9.&amp;amp;nbsp;Sinfonie]]&amp;#039;&amp;#039; unter Leitung von [[Kurt Masur]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 erhielt der Platz seinen historischen Namen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 2021 wurden die Platzgestaltung und die Randbebauung des Gendarmenmarktes als bedeutende Zeugnisse der [[Postmoderne Architektur|Postmoderne]] in der ehemaligen [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] unter [[Denkmalschutz]] gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/aktuelles/kurzmeldungen/2021/neu-unter-denkmalschutz-gendarmenmarkt-1046868.php |titel=Neu unter Denkmalschutz: Gendarmenmarkt |datum=2021-02-05 |sprache=de |abruf=2021-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=BauNetz |url=https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Denkmalschutz_fuer_den_Gendarmenmarkt_7539723.html |titel=Ostberliner Postmoderne - Denkmalschutz für den Gendarmenmarkt |datum=2021-02-19 |sprache=de |abruf=2021-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit verbunden war das Vorhaben, den Platz von 2022 bis 2024 nach historischem Vorbild zu sanieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berliner-woche.de/mitte/c-bauen/weihnachtszauber-gendarmenmarkt-zieht-zum-bebelplatz-um_a279790 |titel=Gendarmenmarkt-Umbau startet 2022: &amp;quot;WeihnachtsZauber Gendarmenmarkt&amp;quot; zieht zum Bebelplatz um |datum=2020-07-08 |sprache=de |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Construction site on the Gendarmenmarkt Berlin 2023-02-10 09.jpg|mini|Baustelle im Februar 2023.]]Im Oktober 2022 startete die Sanierung des Platzes, bei der unter anderem ein System zur Versickerung von Regenwasser unter dem Platz gebaut worden ist. Die Bauarbeiten konnten im März 2025 abgeschlossen werden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berlin.de/aktuelles/9526630-958090-gendarmenmarkt-oeffnet-nach-mehrjaehrige.html |titel=Gendarmenmarkt öffnet nach mehrjähriger Sanierung wieder |sprache=de |abruf=2025-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; allerdings wurde ein Drittel des Platzes zwischen Französischem Dom und Französischer Straße aus Kostengründen von der Sanierung ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bz-berlin.de/berlin/ein-drittel-des-gendarmenmarkts-marode |titel=Ein Drittel des Gendarmenmarkts marode |datum=2026-03-18 |sprache=de |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Panorama Gendarmenmarkt-Berlin-Huntke-2008.jpg|750|Panorama des Gendarmenmarkts zur [[Blaue Stunde|blauen Stunde]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
* Seit 1992 fand nahezu jährlich Anfang Juli das &amp;#039;&amp;#039;Classic Open Air&amp;#039;&amp;#039;-Konzert auf dem Platz statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://classicopenair.de/ |titel=Start |sprache=de-DE |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dessen Rahmen kam es auch zu einigen Kooperationen mit Künstlern / Bands, die eher der Rockmusik zuzuordnen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Liste solcher Konzerte findet sich auf [https://www.rockinberlin.de/index.php?title=Gendarmenmarkt RockinBerlin].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Dezember gibt es den &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Weihnachtsmarkt#Mitte|Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* An jedem [[3. Oktober]] veranstaltet der &amp;#039;&amp;#039;Verein der Freunde und Förderer des Gendarmenmarktes e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; anlässlich des Jahrestages der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] ein &amp;#039;&amp;#039;Einheitsfest&amp;#039;&amp;#039; auf dem Platz.&lt;br /&gt;
* An der Ecke Markgrafen-/Jägerstraße steht das Gebäude der [[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften]]. Es wurde 1901 als Sitz der [[Seehandlungsgesellschaft]] errichtet.&lt;br /&gt;
* Jährlich in der Adventszeit findet auf dem Platz unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;WeihnachtsZauber Gendarmenmarkt&amp;#039;&amp;#039; ein [[Weihnachtsmarkt]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weihnachtsmarkt-berlin.de/ Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt], abgerufen am 8. Dezember 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem befinden sich am Gendarmenmarkt zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Hotels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Laurenz Demps]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Gensd’armen-Markt. Gesicht und Geschichte eines Berliner Platzes&amp;#039;&amp;#039;. Henschel, Berlin 1987, ISBN 3-362-00141-6.&lt;br /&gt;
* Laurenz Demps: &amp;#039;&amp;#039;Der schönste Platz Berlins. Der Gendarmenmarkt in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Henschel, Berlin 1993, ISBN 3-89487-012-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR – Berlin I.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Institut für Denkmalpflege im Henschelverlag, Berlin 1984. S. 212–218.&lt;br /&gt;
* Dietmar Schings: &amp;#039;&amp;#039;Schauplatz Gendarmenmarkt 1800–1848.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Vorwerk 8, Berlin 2010.&lt;br /&gt;
* Hermann Müller-Bohm: &amp;#039;&amp;#039;Die Denkmäler Berlins in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;, Berlin o. J. (um 1905).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belletristik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anfang April 1822 skizzierte [[E.&amp;amp;nbsp;T.&amp;amp;nbsp;A. Hoffmann]] in der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Des Vetters Eckfenster]]&amp;#039;&amp;#039; das Gewimmel der Berliner Bevölkerung auf dem Gendarmenmarkt während eines Markttages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gendarmenmarkt (Berlin-Mitte)|Gendarmenmarkt}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Berlin/Gendarmenmarkt|Gendarmenmarkt}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexStr |art=a |bez=01 |id=G136 |zlb98=657 |kaupert=Gendarmenmarkt-10117-Berlin |name=Gendarmenmarkt}}&lt;br /&gt;
** {{LuiseLexStr |art=h |bez=01 |id=N139 |zlb98=1421 |name=Neuer Markt |abk=Luise}}&lt;br /&gt;
** {{LuiseLexStr |art=h |bez=01 |id=P342 |zlb98=1549 |name=Platz der Akademie |abk=Luise}}&lt;br /&gt;
* Einträge in der Berliner Landesdenkmalliste: zum {{LDLBerlin|09065014|Ensemble Gendarmenmarkt &amp;amp; Hausvogteiplatz}}, {{LDLBerlin|09065281|Stadtplatz Gendarmenmarkt}} und zum {{LDLBerlin|09060093|Schiller-Denkmal}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gendarmenmarkt.org/ Verein der Freunde und Förderer des Gendarmenmarktes Berlin]&lt;br /&gt;
* [http://www.gendarmenmarkt.de/ Private Website zum Gendarmenmarkt]&lt;br /&gt;
* [https://digital.zlb.de/viewer/image/15244658_1914/32/ Architekturzeichnung zum &amp;#039;&amp;#039;Dienstgebäude der Generallotterie-Direktion am Gendarmenmarkt&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/30/48/N |EW=13/23/35/E |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4196523-1|VIAF=247238963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gendarmenmarkt| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Friedrich Hoffmann</name></author>
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