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	<title>Gemonische Treppe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T21:31:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gemonische_Treppe&amp;diff=1001603&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:C2:9F10:E7E2:AD15:E657:691A:4EAC: Kategorie:Hinrichtungsstätte in Italien</title>
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		<updated>2023-05-06T23:10:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie:Hinrichtungsstätte in Italien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemonische Treppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein antiker Treppenbau in [[Rom]], der – eventuell teilidentisch mit der heutigen &amp;#039;&amp;#039;Via di S. Pietro in carcere&amp;#039;&amp;#039; – vom [[Kapitol (Rom)|Kapitol]] über das [[Forum Romanum]] zum [[Tiber]] hinabführte und dabei am Staatsgefängnis, dem [[Carcer Tullianus]], entlanglief.&lt;br /&gt;
[[Datei:Partial Map of downtown Rome during the Roman Empire large with scalae Gemoniae marked.jpg|mini|hochkant=1.5|Wahrscheinliche Position der Gemonischen Treppe (scalae Gemoniae, Pfeil) unterhalb des Kapitols aus einem Stadtplan Roms in der Kaiserzeit]]&lt;br /&gt;
Zuerst erwähnt werden die lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;scalae Gemoniae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannten Stufen zur Regierungszeit des [[Tiberius]]. Dabei wird der Name fälschlicherweise von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;gemo&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;thinsp;h. ich seufze) abgeleitet, stammt aber eher vom Eigennamen Gemonius her.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte lateinischer Eigennamen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1904, S. 108ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie offenbar zuerst unter Tiberius wurde auch in der folgenden [[Römische Kaiserzeit|Römischen Kaiserzeit]] die Gemonische Treppe als Ort für [[Hinrichtung]]en oder als Ort für die öffentliche Ausstellung der Hingerichteten verwendet. Unter den ersten, deren [[Leichnam]]e dort in entehrender Absicht ausgestellt wurden, war im Jahr 31 der [[Prätorianerpräfekt]] [[Lucius Aelius Seianus]]. Tiberius verdächtigte ihn des Mordkomplotts an seinem designierten Nachfolger [[Caligula]] und ließ ihn mitsamt seiner Familie hinrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tacitus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annalen]]&amp;#039;&amp;#039; [http://mcadams.posc.mu.edu/txt/ah/tacitus/TacitusAnnals05.html 5.9], wo berichtet wird, die Tochter des Seianus sei, da es keinen Präzedenzfall für die Hinrichtung einer Jungfrau gegeben habe, vom Henker erst vergewaltigt worden, bevor sie erdrosselt und auf die Gemonische Treppe geworfen wurde. Vgl. [[Sueton]], &amp;#039;&amp;#039;Tiberius&amp;#039;&amp;#039; [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Suetonius/12Caesars/Tiberius*.html#61 61.5].&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit fielen weitere vermeintliche Verschwörer der Verfolgung des Tiberius zum Opfer und wurden zum Teil auf der Gemonischen Treppe ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cassius Dio]], &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cassius_Dio/58*.html#11.5 58, 11.5].&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu jenen, die dort &amp;#039;&amp;#039;verhöhnt, gefoltert und hingerichtet&amp;#039;&amp;#039; wurden, zählte auch der römische Kaiser [[Vitellius]] im Jahr 69.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John W. Burke: &amp;#039;&amp;#039;Emblematic Scenes in Suetonius’ Vitellius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Histos&amp;#039;&amp;#039; 2, 1998, besonders [http://www.dur.ac.uk/Classics/histos/1998/burke.html#t6 Anmerkung 6].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Rolle der Treppe bei öffentlichen Hinrichtungen von vermeintlichen Staatsfeinden ist noch im 5. Jahrhundert bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was auf der Gemonischen Treppe vor sich ging, folgte dabei nicht immer demselben Muster. Nach der Hinrichtung im &amp;#039;&amp;#039;Tullianum&amp;#039;&amp;#039;, der traditionellen Hinrichtungskammer des [[Carcer Tullianus]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sallust]], &amp;#039;&amp;#039;Die [[Catilinarische Verschwörung]]&amp;#039;&amp;#039; [http://www.gottwein.de/Lat/sall/cat50.php#55,3 55, 3–6].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der Hinrichtung auf der Gemonischen Treppe selbst wurde der [[Leichnam]] dort manchmal liegen gelassen, bis die Verwesung fortgeschritten war, oder er wurde gleich mit einem Haken die Treppe hinab durch die Stadt geschleift. Außerdem ist ebenfalls die Rede davon, dass manche Leichname von einem aufgebrachten Mob oder Tieren zerrissen worden sein sollen. Nach der öffentlichen Zurschaustellung, die der [[Ehre|Entehrung]] der [[Delinquent]]en diente, wurden die sterblichen Überreste üblicherweise in den Tiber geworfen, so dass sie ins [[Tyrrhenisches Meer|Tyrrhenische Meer]] hinabtrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Plinius der Ältere]] berichtet&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius der Ältere, &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; VIII, [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/L/Roman/Texts/Pliny_the_Elder/8*.html#145 145] ([http://penelope.uchicago.edu/holland/pliny8.html#sabinusdog engl.]).&amp;lt;/ref&amp;gt; über den Hund eines Gefolgsmannes des [[Titus Sabinus]], der im Jahr 28 längere Zeit bei seinem getöteten Herren auf der Gemonischen Treppe verweilte, ihm Fleisch zum Essen brachte und, als der Leichnam in den Tiber geworfen wurde, schließlich hinterhersprang und versuchte, den Toten vor dem Versinken zu retten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Cassius Dio, &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cassius_Dio/58*.html#refA Buch LVIII, 1.3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach altrömischer Jenseitsvorstellung war den im Meer treibenden Toten der Zugang zur [[Unterwelt]] verwehrt. Der Gesichtsverlust und die Versagung des Zugangs zum [[Jenseits]] muss in altrömischer Vorstellung die Androhung dieser Hinrichtungsart um ein Vielfaches verschlimmert haben. So behauptet [[Sueton]] in der Absicht, die Grausamkeit des Tiberius während seiner letzten Lebensjahre zu unterstreichen, dieser habe keinen Tag ohne Hinrichtung verstreichen lassen, und alle Exekutierten – 20 pro Tag – seien auf die Gemonische Treppe geworfen und mit Haken zum Tiber geschleift worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Suetonius, &amp;#039;&amp;#039;Tiberius&amp;#039;&amp;#039; [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Suetonius/12Caesars/Tiberius*.html#61 61].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Konrat Ziegler]]: &amp;#039;&amp;#039;Gemoniae scalae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 13, 1910, Sp. 1115–1116.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Places/Europe/Italy/Lazio/Roma/Rome/_Texts/PLATOP*/Scalae_Gemoniae.html Scalae Gemoniae]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Samuel Ball Platner]]: &amp;#039;&amp;#039;A Topographical Dictionary of Ancient Rome&amp;#039;&amp;#039;. Completed and revised by [[Thomas Ashby]]. Oxford University Press, London 1929, S. 466.&lt;br /&gt;
* [[Christoff Neumeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Rom. Ein literarischer Stadtführer&amp;#039;&amp;#039;. 2. durchgesehene Auflage. Beck, München 1993, ISBN 3-406-35375-4, S. 71.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Alexander Stützer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Rom. Die Stadt der sieben Hügel. Plätze, Monumente, Kunstwerke, Geschichte und Leben im alten Rom&amp;#039;&amp;#039;. DuMont, Köln 1979, ISBN 3-7701-1099-4, (&amp;#039;&amp;#039;DuMont-Dokumente – Kunst-Reiseführer&amp;#039;&amp;#039;), S. 94f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=41/53/36.99/N |EW=12/29/2.47/E |type=landmark |dim=1 |region=IT-RM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forum Romanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsstätte in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freitreppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußverkehr (Italien)]]&lt;/div&gt;</summary>
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