<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gemmingen</id>
	<title>Gemmingen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gemmingen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gemmingen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T16:08:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gemmingen&amp;diff=149496&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gemmingen&amp;diff=149496&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-27T15:29:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen = DEU Gemmingen COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 49/9//N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 8/59//E&lt;br /&gt;
|Lageplan = Gemmingen in HN.png&lt;br /&gt;
|Bundesland = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk = Stuttgart&lt;br /&gt;
|Landkreis = Heilbronn&lt;br /&gt;
|Höhe = 212&lt;br /&gt;
|PLZ = 75050&lt;br /&gt;
|Vorwahl = 07267&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08125034&lt;br /&gt;
|LOCODE = DE GMG&lt;br /&gt;
|Gliederung = 2 Ortsteile&lt;br /&gt;
|Straße = Hausener Straße 1&lt;br /&gt;
|Website = [http://www.gemmingen.eu/ www.gemmingen.eu]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister = Timo Wolf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemmingen-panorama-web.jpg|mini|300px|Blick von Westen über Gemmingen. Während sich der Altort in der Talsenke befindet, erstrecken sich die Neubaugebiete bis auf die umliegenden Hänge.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemmingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Landkreis Heilbronn]] in [[Baden-Württemberg]]. Sie gehört zur [[Region Heilbronn-Franken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Gemmingen liegt am Staudbach im nordöstlichen [[Kraichgau]], im Westen des Landkreises Heilbronn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Nachbarstädte und -gemeinden Gemmingens sind (im [[Uhrzeigersinn]], beginnend im Westen) die Stadt [[Eppingen]], die Gemeinden [[Kirchardt]] und [[Massenbachhausen]] und die Stadt [[Schwaigern]] (alle Landkreis Heilbronn). Mit Eppingen und [[Ittlingen]] ist Gemmingen die [[Verwaltungsgemeinschaft Eppingen-Gemmingen-Ittlingen]] eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Gemmingen besteht aus Gemmingen selbst und dem Ortsteil [[Stebbach]]. Zu Gemmingen gehört noch der [[Wohnplatz]] Eichmühle, zu Stebbach gehören Schloss und [[Gehöft|Hof]] [[Schloss Schomberg|Schomberg]], der Hof und Wohnplatz (ehemalige Burg) [[Burg Streichenberg|Streichenberg]] sowie der Wohnplatz Stebbach (Bahnstation). Der abgegangene, also heute nicht mehr bestehende Ort [[Zimmern (Stebbach)|Zimmern]] befand sich auf Gemarkung Stebbach.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle für den Abschnitt Gemeindegliederung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 75–77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Gemmingen hat (Mitte 2006) 4971 Einwohner, von denen 3517 im Ortsteil Gemmingen und 1454 im Ortsteil Stebbach leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: [http://www.gemmingen4u.de/index.php?P=M2-1 Gemmingen in Zahlen] auf gemmingen4u.de, Stand: 30. Juni 2006, abgerufen am 23. Dezember 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flächenaufteilung ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
ImageSize = width:600 height:150&lt;br /&gt;
PlotArea  = width:90% height:66% bottom:25% left:5%&lt;br /&gt;
DateFormat = x.y&lt;br /&gt;
Period = from:0 till:100&lt;br /&gt;
Legend = columns:2 columnwidth:250 left:12% top:95%&lt;br /&gt;
TimeAxis  = orientation:horizontal&lt;br /&gt;
ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)&lt;br /&gt;
Colors =&lt;br /&gt;
  id:Gesa   value:white        legend:    1908_ha Gesamtfläche&lt;br /&gt;
  id:Wald   value:teal         legend: 366_ha = 19,2_% Waldfläche&lt;br /&gt;
  id:Land   value:yelloworange legend:1175_ha = 61,6_% Landwirtschaftsfläche&lt;br /&gt;
  id:Wass   value:brightblue   legend:  10_ha =  0,5_% Wasserfläche&lt;br /&gt;
  id:Erho   value:green        legend:  14_ha =  0,8_% Erholungsfläche&lt;br /&gt;
  id:Geba   value:red          legend: 171_ha =  9,0_% Gebäude-_und_Freifläche&lt;br /&gt;
  id:Verk   value:tan1         legend: 136_ha =  7,1_% Verkehrsfläche&lt;br /&gt;
  id:Sons   value:purple       legend:  35_ha =  1,8_% Sonstige_Flächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PlotData =&lt;br /&gt;
 from:00.0 till:19.2 color:Wald&lt;br /&gt;
 from:19.2 till:80.8 color:Land&lt;br /&gt;
 from:80.8 till:81.3 color:Wass&lt;br /&gt;
 from:81.3 till:82.1 color:Erho&lt;br /&gt;
 from:82.1 till:91.1 color:Geba&lt;br /&gt;
 from:91.1 till:98.2 color:Verk&lt;br /&gt;
 from:98.2 till:100.0 color:Sons&lt;br /&gt;
&amp;lt;/timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Daten des [[Statistisches Landesamt Baden-Württemberg|Statistischen Landesamtes]], Stand 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistik-bw.de/BevoelkGebiet/GebietFlaeche/015152xx.tab?R=GS125034 Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung] für Gemmingen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bis zum 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der Ort im Staudbachtal auf eine [[Römisches Reich|römische]] Siedlung zurückgeht, die im 3. Jahrhundert von [[Alamannen]]&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; in Besitz genommen und nach deren Stammesfürst Gemmo benannt wurde. Erstmals erwähnt wurde Gemmingen (frühere Namen: Gemminchheim, Gemmininchheim oder Gemyngen) im Jahre 769 im [[Lorscher Codex]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Minst, Karl Josef [Übers.] |url=http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1970bd4/0169 |titel=Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2533, 24. Dezember 769 – Reg. 467 |werk=Heidelberger historische Bestände – digital |hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg |seiten=163 |abruf=2016-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  anlässlich der ältesten von rund 20 Schenkungen an das [[Kloster Lorsch]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/lorschercodex.cgi?ort=457 Ortsliste zum Lorscher Codex, Gemmingen], Archivum Laureshamense – digital, Universitätsbibliothek Heidelberg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige [[Wüstung]] Zimmern und der 1292 erstmals erwähnte heute eingemeindete Ort [[Stebbach]] sind wahrscheinlich von Gemmingen erfolgte Ausbausiedlungen aus der jüngeren [[Merowinger]]zeit um das 8. Jahrhundert. Gemmingen wurde zunächst zum [[Gartachgau]] gezählt, später zum [[Kraichgau]]. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im [[Herzogtum Franken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1235 werden mit Hans von Gemmingen, dem kaiserlichen Landvogt in [[Sinsheim]], erstmals die [[Herren von Gemmingen]] erwähnt, die im Ort womöglich schon lange begütert waren. Sie errichteten im 13. Jahrhundert drei Burgen im Ort: Das Mittelschloss ist bereits 1235 im Besitz von Hans von Gemmingen belegt, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, an seiner Stelle entstand später das [[Rentamt (Gemmingen)|Rentamt]]. Das Oberschloss entstand um die Mitte des 13. Jahrhunderts, wurde nach 1630 nicht mehr von der Familie von Gemmingen bewohnt und verkauft. Das bis heute erhaltene [[Unterschloss Gemmingen]] geht auf die um 1274 durch [[Schweiker von Gemmingen, genannt Velscher|Schweiker, gen. der Velscher]], erbaute Wasserburg zurück. Man hat die Burg mehrfach umgebaut und die Wassergräben später verfüllt. Die Familienlinie der Velscher starb 1552 mit Hans aus. Dieser übergab das Unterschloss 1550 an [[Wolf von Gemmingen]] († 1555). Dessen Enkel [[Wolf Dietrich von Gemmingen (1550–1595)|Wolf Dietrich]] (1550–1595) ließ es 1592 im Stil der Renaissance erneuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein vierter früher Herrensitz in unmittelbarer Nähe ist die [[Burg Streichenberg]] auf der Gemarkung &amp;#039;&amp;#039;Zimmern&amp;#039;&amp;#039;, die im hohen Mittelalter auch im Besitz der Herren von Gemmingen war, aber schon ab dem 14. Jahrhundert eine wechselnde Besitzgeschichte nahm. Die Herren von Gemmingen besaßen Gemmingen, Stebbach und Zimmern in wechselnden Anteilen als [[Allodium|Allodialbesitz]] oder [[Lehen]]. Ab dem späten 15. Jahrhundert erhielten sie zahlreichen weiteren Besitz, insbesondere Lehen der [[Kurpfalz]]. Ab 1508 bis zu seinem Tod im Jahr 1514 war [[Uriel von Gemmingen]] aus der Linie [[Gemmingen-Michelfeld (Adelsgeschlecht)|Gemmingen-Michelfeld]] Erzbischof von Mainz und deutscher Erzkanzler. Die verschiedenen Zweige der sich weit verbreitenden Familie brachten zahlreiche weitere hohe Würdenträger hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemmingen-hist-ansicht.jpg|mini|Historische Ansicht von Gemmingen]]&lt;br /&gt;
Der Ort Gemmingen zählte als reichsritterschaftlicher Ort zum [[Ritterkanton Kraichgau]], während Stebbach und Streichenberg an die Kurpfalz kamen. 1497 erlangten die Herren von Gemmingen an ihrem Stammsitz Gemmingen die [[Hochgerichtsbarkeit]]. Der Ortsherr [[Wolf von Gemmingen]] († 1555) gründete 1521 die [[Lateinschule Gemmingen]] und war ein früher Anhänger Luthers und Förderer der [[Reformation]], die er in Gemmingen dauerhaft durchführte, während Streichenberg und Stebbach von häufigen Konfessionswechseln der Kurpfalz betroffen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde der Ort nahezu entvölkert und nach 1648 durch Einwanderer aus der Schweiz und Frankreich aufgesiedelt, die nach den Verwüstungen des 1688 bis 1697 tobenden [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieges]] mehrfache Wiederaufbauarbeit leisten mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664 verkauften die Herren von Gemmingen das Oberschloss mit einem Teil des Ortes an [[Württemberg]]. Dieser Anteil ging 1710 an die [[Neipperg (Adelsgeschlecht)|Herren von Neipperg]]. Stebbach dagegen kam von der Kurpfalz an die [[Marie Luise von Degenfeld|Raugräfin Marie Luise]] und 1733 an die [[Degenfeld (Adelsgeschlecht)|Grafen von Degenfeld-Schonburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Durch die [[Mediatisierung]] der Reichsritterschaft kam Gemmingen im Jahr 1806 zum [[Großherzogtum Baden]]. Stebbach war 1803 beim Ende der Kurpfalz zum [[Fürstentum Leiningen]] gekommen, wurde aber nach dessen raschem Ende 1806 auch badisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der [[Kraichgaubahn]] in den Jahren vor 1880 brachte Gemmingen ein gewisses Maß an Prosperität, während Stebbach zur selben Zeit durch Auswanderung und Landflucht sinkende Einwohnerzahlen hatte. In der Nacht zum 1. Juli 1897 waren die Orte von einer schweren Gewitter- und Hagelkatastrophe betroffen. Die Elektrifizierung beider Orte erfolgte 1920. 1939 wurden 1170 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 1360.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zentrale Wasserversorgung für Gemmingen und Stebbach wurde 1952 installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1925 wurde die Gemarkung Streichenberg mit Burg Streichenberg und dem im 19. Jahrhundert erbauten Schloss Schomberg nach Stebbach eingemeindet. Am 1. Januar 1974 wurde die zuvor eigenständige Gemeinde Stebbach nach Gemmingen eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=465}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Eingemeindung]] wurde mit großer Mehrheit beschlossen, nachdem der jeweils unabhängige Fortbestand beider Gemeinden durch Beschlüsse der Landesregierung zur [[Gemeindereform]] Anfang der 1970er-Jahre stark gefährdet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemmingen-kathkirche.jpg|mini|Katholische Marienkirche Gemmingen]]&lt;br /&gt;
Schon zu Beginn der 1520er Jahre waren [[Wolf von Gemmingen]] († 1555) und Bernhard Griebler, der Inhaber der Gemminger [[Prädikatur]], Anhänger Luthers. Ende 1531 oder Anfang 1532 bestellte Wolf einen lutherischen Pfarrer, nachdem der am alten Glauben festhaltende Pfarrer aufgegeben und Gemmingen verlassen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Bossert: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur badisch-pfälzischen Reformationsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins|ZGO]]&amp;#039;&amp;#039; 58 (1904), S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach jahrelangem Streit mit dem [[Kirchenpatronat|Patronatsherrn]] der Pfarrei, dem Domkapitel in Speyer,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Kiesow]]: [[:Datei:Gerhard Kiesow Von Rittern und Predigern Die Herren von Gemmingen und die Reformation im Kraichgau.pdf|&amp;#039;&amp;#039;Von Rittern und Predigern. Die Herren von Gemmingen und die Reformation im Kraichgau&amp;#039;&amp;#039;]] (PDF; 21 MB). verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1997, ISBN 3-929366-57-6. S. 73f.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte sich die reformatorische Bewegung in Gemmingen durchgesetzt. In Stebbach wechselte hingegen aufgrund des Grundsatzes &amp;#039;&amp;#039;cuius regio – eius religio&amp;#039;&amp;#039; im Zeitraum 1545 bis 1648 zehnmal die Konfessionszugehörigkeit der Bewohner. 1649 wurde Stebbach mit den [[Kurpfalz|Pfälzer Kurfürsten]] endgültig [[Reformierte Kirche|evangelisch-reformiert]]. In Gemmingen gibt es heute eine evangelische und eine [[Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden|evangelisch-freikirchliche]] ([[Baptisten|baptistische]]) Gemeinde. Die römisch-katholischen Christen werden von der katholischen Kirchengemeinde in Eppingen betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden waren in Gemmingen vereinzelt bereits im 17. Jahrhundert ansässig, durch eine gezielte Ansiedlungspolitik ab 1710 bildete sich jedoch erst dann zunächst im Gemmingenschen Teil des Ortes die [[Jüdische Gemeinde Gemmingen]], der ab 1727 eine &amp;#039;&amp;#039;[[Judenschule]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Synagoge]]) erlaubt war und die 1751 zwölf Familien, 1762 schon 17 Familien mit rund 100 Personen umfasste. Ab 1790 nahmen auch die Grafen von Neipperg Juden in Gemmingen auf. 1809 bestand die Gemeinde aus 16 Familien mit zusammen 86 Personen und wuchs bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts weiter an (1864: 291 Personen), verringerte sich danach jedoch durch Ab- und Auswanderung. Zwischen 1900 und 1933 sank die Größe der Gemeinde von 157 auf 47 Personen. Nach 1933 wanderten die meisten Gemminger Juden aus oder verzogen in größere Städte. 1938 wurde die Synagoge demoliert, anschließend von der Gemeinde Gemmingen erworben. Die letzten sieben Gemminger Juden wurden 1940 in das [[Camp de Gurs|Internierungslager Gurs]] deportiert, drei von ihnen fanden anschließend im [[KZ Auschwitz]] den Tod. Auch im Ortsteil Stebbach bestand seit dem 18. Jahrhundert eine zeitweilig bedeutende jüdische Gemeinde, die [[Jüdische Gemeinde Stebbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionsstatistik ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 gab es in der Gesamtgemeinde 51,4 % Protestanten und 26,3 % Katholiken. Unter den verbleibenden 1115 Personen (22,3 %) waren auch [[Islam|muslimische]] Gläubige.&amp;lt;ref&amp;gt;Kopp 2000, S. 31/32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Daten des Zensus 2011 lebten in Gemmingen 48,1 % Protestanten, 23,5 % Katholiken (23,5 %) und 28,5 % [[Konfessionslos]]e und Angehörige anderer Religionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://ergebnisse.zensus2011.de/#dynTable:statUnit=PERSON;absRel=PROZENT;ags=081255004034;agsAxis=X;yAxis=RELIGION_KURZ |text=Archivierte Kopie |wayback=20130621101339 |archiv-bot=2023-05-09 18:11:36 InternetArchiveBot}} Gemmingen&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anteil der evangelische und katholische Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung is seitdem gesunken.  Laut Daten der Gemeinde leben derzeit (Stand 30. März 2025) in Gemmingen 34,6 % evangelische Kirchenmitglieder und 17,8 % katholische. Die Mehrheit mit 47,8 % sind Konfessionslose oder Angehörige anderer [[Glaubensgemeinschaft]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gemmingen.eu/rathaus-service/zahlen-daten-fakten/l Gemmingen Zahlen Daten Fakten Statistiken], abgerufen am 1. Juni 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus Gemmingen.jpg|mini|Rathaus in Gemmingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
In Gemmingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der [[Unechte Teilortswahl|unechten Teilortswahl]] gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch [[Überhangmandat]]e verändern. Der Gemeinderat besteht nach der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Der Gemeinderat in Gemmingen hat nach der Wahl 2024 eine Stärke von 19 Sitzen (2019: 16 Sitze).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte zu folgendem Endergebnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.komm.one/lb/produktion/wahltermin-20240609/08125034/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=5656&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_-19859_id_30721 Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei / Liste&lt;br /&gt;
! Stimmenanteil&lt;br /&gt;
! Sitze&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;7&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe-basis&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2019|2019]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg|FWV]] || 31,13 % || 6 || 29,6 %, 5 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || 29,59 % || 5 || 27,9 %, 4 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || 21,12 % || 4 || 21,5 %, 3 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Liste Dorf und Natur (LDN) || 13,57 % || 3 || 16,6 %, 3 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Freie Demokratische Partei|FDP]] || {{0}}4,58 % || 1 || 4,3 %, 1 Sitz&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe-basis&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung&amp;#039;&amp;#039; ||colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;63,5 %&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;58,2 %&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Seit 2001 ist Timo Wolf der Bürgermeister, er wurde 2009, 2017 und 2025 im Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrike Plapp-Schirmer |url=https://www.stimme.de/kraichgau/gemmingen-timo-wolf-buergermeister-wahl-kein-gegenkandiat-art-5094783 |titel=Timo Wolf zum vierten Mal zum Gemminger Bürgermeister gewählt |werk=stimme.de |datum=2025-09-28 |abruf=2025-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen und Flagge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Gemmingen COA.svg|mini|100px|Wappen Gemmingens]]&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Gemminger Wappens lautet: &amp;#039;&amp;#039;In gespaltenem Schild vorne in Silber auf grünem Dreiberg an schwarzem Pfahl ein grüner Weinstock mit drei blauen Trauben, hinten in Rot eine goldene Pflugschar.&amp;#039;&amp;#039; Die Flagge der Gemeinde ist Gelb-Rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappenfiguren des [[Rebstock|Weinstocks]] und der [[Pflugschar]], die auf [[Ackerbau|Acker-]] und [[Weinbau]] hinweisen, sind seit dem 19. Jahrhundert in Gemminger [[Siegel]]n belegt. Die Farben des Wappens wurden 1901 vom [[Generallandesarchiv Karlsruhe|Generallandesarchiv]] festgelegt, der Gemminger Gemeinderat hat ihnen 1910 „ein für alle Mal“ zugestimmt. Die Flagge wurde der Gemeinde am 2. Mai 1969 vom baden-württembergischen Innenministerium verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle für den Abschnitt Wappen und Flagge:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinz Bardua: &amp;#039;&amp;#039;Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnergemeinde ===&lt;br /&gt;
Partnergemeinde Gemmingens ist seit dem 5. Juni 1999 die Gemeinde [[Dunavarsány]] in [[Ungarn]]. Die Partnerschaft geht auf das Jahr 1996 zurück, als eine ungarische Reisegruppe zufällig Gemmingen entdeckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemmingen-schloss1.JPG|mini|Unterschloss Gemmingen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemmingen Rentamt 651.JPG|mini|Rentamt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitten im Ort steht das dreistöckige [[Unterschloss Gemmingen]], das Herrenhaus der [[Herren von Gemmingen|Familie von Gemmingen]]. Das Gebäude wurde 1592 vermutlich auf den Fundamenten der um 1274 entstandenen Unteren Burg errichtet. Neben dem Schloss befindet sich noch ein mittelalterlicher Wehrturm. Das Schloss weist ein prächtiges [[Renaissance]]-Portal auf, an der Schlossmauer befinden sich zahlreiche historische [[Grabstein|Grabplatten]] der Herren von Gemmingen, die man im 19. Jahrhundert beim Kirchenneubau aus der alten Kirche dorthin versetzt hat. Der angrenzende große Schlosspark wurde von der Gemeinde erworben und 1982 bis 1988 in seiner heutigen Gestalt angelegt.&lt;br /&gt;
* Das ehemalige [[Rentamt (Gemmingen)|Rentamt]] (erweitert 1717) und der alte Fruchtspeicher (1743 über älterem Kern erbaut) sind zwei [[Fachwerkhaus|Fachwerkgebäude]] aus dem frühen 18. Jahrhundert und waren früher Teil einer herrschaftlichen Hofanlage.&lt;br /&gt;
* Das [[Rathaus (Gemmingen)|Gemminger Rathaus]], 1902–03 im Stil des Eklektizismus mit reichem Bauschmuck erbaut, war einst auch gleichzeitig Postamt und Spritzenhaus. Es entstand an der Stelle des ehemaligen Oberen Schlosses als nötig gewordener Ersatz für das zu klein gewordene historische Rathaus von 1752, welches ebenfalls noch erhalten ist. Das Rathaus wurde in den 1990er Jahren grundlegend saniert und durch einen nahegelegenen Neubau erweitert.&lt;br /&gt;
* Die [[Evangelische Kirche (Gemmingen)|evangelische Kirche]] ist ein Neubau von 1846/47 an der Stelle der alten Gemminger Kirche. [[Pleikard von Gemmingen († 1515)|Pleikard von Gemmingen]] († 1515) ließ im späten 15. Jahrhundert für die damalige Kirche St. Martini ein neues nach Osten ausgerichtetes Langhaus und eine neue Vorhalle errichten. Den unter ihm begonnenen Neubau des Turmes beendete 1516 sein Sohn Wolf. Von dieser alten Kirche ist heute nur der 33 Meter hohe Turm mit Vorhalle erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf von Oechelhaeuser (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8,1, Tübingen 1909. S. 169. Oechelhäuser beziffert den Beginn des Langhausneubaus unter Pleikard auf 1457, doch ist dieser erst um 1440 geboren und war in jungen Jahren noch Kanoniker in Wimpfen, vgl. Carl Wilhelm Friedrich Ludwig Stocker: &amp;#039;&amp;#039;Familien-Chronik der Freiherren von Gemmingen&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg 1895.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das heutige, nach Norden ausgerichtete [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] der [[Hallenkirche]] wurde 1846/47 aus [[Sandstein]] errichtet. An den Längsseiten des Langhauses sind steinerne [[Empore]]n eingezogen, die auf Steinsäulen ruhen, so dass sich im Inneren der Eindruck einer [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] bietet. An der Südwand befindet sich eine hölzerne Kanzel, darüber ein gotisches [[Maßwerk]]fenster. In einer Wandnische wird ein [[Altarkreuz]] um 1500 aufbewahrt, das [[Hans Seyfer]] zugeschrieben wird. Die weitere Ausstattung der Kirche stammt aus der Neuzeit, darunter die als Glasmalerei ausgeführten Wappenbilder der Fenster von 1947. Das zur Kirche gehörige evangelische Pfarrhaus wurde um 1725 erbaut.&lt;br /&gt;
* Die katholische Kirche St. Marien wurde 1953 samt zugehörigem Pfarrhaus in der schlichten Formensprache der damaligen Zeit am südlichen Ortseingang errichtet. 1963 wurde der ursprüngliche Dachreiter der Kirche entfernt und stattdessen ein freistehender Glockenturm ([[Campanile]]) erbaut.&lt;br /&gt;
* Im Ort befinden sich zahlreiche weitere historische Gebäude von architektonischem Interesse, darunter weitere Fachwerkbauten, Ladengeschäfte des 19. Jahrhunderts, Siedlerhäuser der 1930er Jahre und die alte [[Lateinschule]], die Wolf von Gemmingen 1521 gegründet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
gemmingen-altes-rathaus-1751.JPG|Historisches Rathaus (1752)&lt;br /&gt;
gemmingen-ev-kirche-1516.JPG|Evangelische Kirche&lt;br /&gt;
Gemmingen-zehntscheuer-001.JPG|Fruchtspeicher beim Rentamt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parks ===&lt;br /&gt;
[[Datei:gemmingen-schlosspark.JPG|mini|Schlosspark Gemmingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das Gemminger Schloss schließt sich der Schlosspark an, der von der Gemeinde erworben und 1982–1988 im Stil eines [[Englischer Landschaftspark|Englischen Landschaftsparks]] umgestaltet wurde. Dort befinden sich ein Kriegerdenkmal, ein herrschaftliches Gärtnerhaus, historische Wegmarken ([[Meilenstein]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport und Freizeit ===&lt;br /&gt;
Das seit 1977 bestehende, beheizte Gemminger Freibad trägt seit der Wiedereröffnung nach Sanierung 2015 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Imre-Gutyan-Freibad&amp;#039;&amp;#039;. Es wurde nach dem vor Ort tätigen Schwimmmeister und Schwimmsportfunktionär Imre Gutyan benannt, der sich als Mitglied des ungarischen Olympiateams 1964 in den Westen abgesetzt hatte und zuletzt Schiedsrichterobmann beim Schwimmverband Württemberg war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wf-gemmingen.de/aktuell.htm wf-gemmingen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemmingen-steinbruch.jpg|mini|Gemminger Steinbruch]]&lt;br /&gt;
Gemmingen ist ein Weinbauort, dessen Lage Sonnenberg zur Großlage Heuchelberg im &amp;#039;&amp;#039;Bereich Württembergisch Unterland&amp;#039;&amp;#039; des [[Württemberg (Weinbaugebiet)|Weinbaugebietes Württemberg]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wüteria Mineralquellen]] füllt seit 1928 Mineralwasser und Erfrischungsgetränke in Gemmingen ab. Der Betrieb beschäftigt 33 Mitarbeiter (Stand: 2012) im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
Gemmingen liegt an der [[Bundesstraße 293|B 293]] von Heilbronn nach [[Karlsruhe]]. Die nächsten Anschlussstellen der [[Bundesautobahn 6|A&amp;amp;nbsp;6]] ([[Saarbrücken]]–[[Waidhaus]]) liegen etwa 12 Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Radverkehr ====&lt;br /&gt;
Durch eine Alltagsroute aus dem [[Radnetz Baden-Württemberg]] ist Gemmingen über [[Schwaigern]] und [[Leingarten]] mit Heilbronn und in der anderen Richtung mit Eppingen verbunden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg |url=https://www.radroutenplaner-bw.de/radroutenplaner?infrastrukturen=%5B%22radvis-infrastrukturen:radvisnetz-radnetz%22%5D&amp;amp;hintergrund=%22osm%22 |titel=Radroutenplaner BW |werk=|hrsg=Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg |datum=2023-07-16 |sprache=de |abruf=2023-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.aktivmobil-bw.de/radverkehr/radnetz/was-ist-das-radnetz/&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bus ====&lt;br /&gt;
Der innerstädtische Verkehr wird vom Landkreis Heilbronn mit Bussen bedient. Beide Linien haben unter anderem einen Halt am Rathaus. Die Linie 671 fährt über die Wolf-von-Gemmingen-Schule, Massenbachhausen und Massenbach nach Schwaigern im Stundentakt. Die Linie 683 vereinzeln nach Bad Rappenau und Heilbronn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanauskunft&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www3.vvs.de/hnv/#!/XSLT_TTB_REQUEST@init?language=de |titel=Elektronische Fahrplanauskunft EFA |werk= |hrsg=vvs |datum=2023-07-16 |sprache=de |abruf=2023-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schiene ====&lt;br /&gt;
Gemmingen liegt an der [[Kraichgaubahn]] ([[Heilbronn]]–[[Karlsruhe]]), die von der [[Albtal-Verkehrs-Gesellschaft|AVG]] und der [[Deutsche Bahn|DB]] befahren wird. Im Stadtgebiet gibt es die Haltepunkte Gemmingen und Gemmingen West. Nach Karlsruhe und Heilbronn besteht ein 30-Minuten-Takt, jeder zweite Zug wird von der DB als RE45 geführt und hält nicht an Gemmingen West.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplanauskunft&amp;quot; /&amp;gt; Früher war auch der Ortsteil Stebbach über die [[Bahnstrecke Steinsfurt–Eppingen]] an das Schienennetz angebunden, aber der Haltepunkt wurde zwischenzeitlich aufgelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Über das Geschehen in Gemmingen berichten die Tageszeitungen Kraichgau Stimme, eine Nebenausgabe der [[Heilbronner Stimme]], und die Heidelberger [[Rhein-Neckar-Zeitung]]. Die Gemeindeverwaltung gibt das &amp;#039;&amp;#039;[[Amtsblatt]] der Gemeinde Gemmingen mit Ortsteil Stebbach&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Wolf-von-Gemmingen-Schule&amp;#039;&amp;#039; (Grund- und [[Hauptschule]]) versteht sich als eine berufsorientierte [[Ganztagesschule]] und wird von 380 Schülern besucht. Ihr organisatorisch angegliedert ist die [[Grundschule]] in Stebbach mit 90 Schülern.&lt;br /&gt;
Daneben gibt es drei [[Kindergarten|Kindergärten]] im Ort, einer davon ist im Ortsteil Stebbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im April 2000 eröffnete Gemeindebücherei Gemmingen kann von jedermann kostenlos genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bundesverdienstkreuz ===&lt;br /&gt;
* Hermine Schuhkraft (* 26. März 1933 † 25. September 2019); [[Bundesverdienstkreuz am Bande]] Verleihung am 8. März 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* Hugo Richheimer (1884–1964), Zigarrenfabrikation in Stuttgart (Ernennung zum Ehrenbürger 1911)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Neue jüdische Presse - Frankfurter Israelitisches Familienblatt&amp;quot; vom 15.12.1911 S. 9; Gemminger Ortsgeschichte - Die jüdische Gemeinde (eingesehen am 25.10.2025): http://www.gemmingen-ortsgeschichte.de/index_11.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Thomas Russ]] (um 1430–nach 1485), Mediziner, Leibarzt und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Dietrich von Gemmingen (1584–1659)|Dietrich von Gemmingen]] (1584–1659), Ritterhauptmann&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Kahn (Kaufmann)|Bernhard Kahn]] (1827–1905), Industrieller und Bankier in Mannheim&lt;br /&gt;
* [[Aaron Kahn]] (1841–1926), Industrieller in Augsburg&lt;br /&gt;
* [[Hermann Schäufele]] (1906–1977), Erzbischof von Freiburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* [[Udo Pollmer]] (* 1954), Lebensmittelwissenschaftler und Buchautor, lebt in Gemmingen&lt;br /&gt;
* [[Alper Balaban]] (1987–2010), Fußballspieler, wuchs in Gemmingen auf&lt;br /&gt;
* [[Udo Riglewski]] (* 28. Juli 1966), ehemaliger Tennis-Profi, wuchs in Gemmingen auf&lt;br /&gt;
* [[Hank Häberle|Hank Häberle jr.]] (1957–2007), deutscher [[Country-Musik]]er, lebte bis zu seinem Tod in Gemmingen-[[Stebbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Gemmingen |Band=2 |Seite=77}}&lt;br /&gt;
* Ulrich Kopp: &amp;#039;&amp;#039;Die Kraichgaugemeinde Gemmingen. Eine Ortsbeschreibung zur Jahrtausendwende&amp;#039;&amp;#039;. Gemeinde Gemmingen, Gemmingen 2000, ISBN 3-00-007335-3&lt;br /&gt;
* Tony Fleck: &amp;#039;&amp;#039;Gemmingen 769–1969. 1200 Jahre Zeitgeschehen&amp;#039;&amp;#039;. Gemeinde Gemmingen, Gemmingen 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gemmingen.eu/index.php?P=M2-2 Geschichte der Gemeinde Gemmingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Heilbronn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4020061-9|VIAF=248510281}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemmingen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinort im Weinanbaugebiet Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 769]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinort in Baden-Württemberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>