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	<title>Gemara - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:17:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gemara&amp;diff=138560&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-17578-3: /* Wortbedeutung */ Tempus angeglichen</title>
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		<updated>2026-01-09T08:12:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wortbedeutung: &lt;/span&gt; Tempus angeglichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemara&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Aramäische Sprachen|aramäisch]] גמרא, gamar, vollenden, abschließen) bezeichnet in der [[Rabbiner|rabbinischen]] Tradition des [[Judentum]]s die zweite Schicht des [[Talmud]]. Sie erläutert und ergänzt den Inhalt der [[Mischna]], der mündlichen Überlieferung. Die Mischna und die Gemara bilden gemeinsam den Talmud.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortbedeutung ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Gemara&amp;#039;&amp;#039; (jiddisch &amp;#039;&amp;#039;Gemore&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gemure&amp;#039;&amp;#039;) stammt aus dem [[Aramäische Sprache|Aramäischen]] und bedeutet „Vollendung“ (des Lehrinhalts). Das auslautende „a“ ist der Artikel im Aramäischen (sofern es sich um den Buchstaben „Alef“ und nicht „He“ handelt). &amp;#039;&amp;#039;Gemara&amp;#039;&amp;#039; ist ein maskulines Wort und wurde in der [[Gaon|gaonäischen Zeit]] auch als solches behandelt. Später wurde es jedoch aufgrund des a-Auslautes irrtümlicherweise als Femininum gedeutet, und so benutzt man es heute in allen Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Nachdem in der Mischna die mündliche [[Tora]] einer Zeit einmal zusammengefasst wurde, ging der Prozess des Kommentierens, Diskutierens und Neuformulierens der Tradition jedoch weiter. Dieser Vorgang ist gewissermaßen in der Gemara protokolliert. Sie enthält in zumeist aramäischer Sprache die Äußerungen von Rabbinern, [[Anekdote]]n etc. bis etwa ins 5. Jahrhundert (palästinischer Talmud) bzw. 7. Jahrhundert (babylonischer Talmud).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versionen ==&lt;br /&gt;
Es haben sich zwei Hauptstränge der Tradition herausgebildet, die in Form des Jerusalemer und des babylonischen Talmuds vorliegen. Die Jerusalemer Gemara ist in [[Aramäische Sprachen|Aramäisch]], einem westaramäischen Dialekt, abgefasst. In ihr überwiegen [[Tradent]]ennamen aus Eretz-Jisra&amp;#039;el. Sie kommt zügiger zu Ergebnissen als ihr babylonisches Pendant und enthält vergleichsweise wenig [[Aggada]]. Die babylonische Gemara hingegen ist in [[Jüdisch-babylonisches Aramäisch|jüdisch-babylonischem Aramäisch]], einem ostaramäischen Dialekt, abgefasst, die Diskussionen sind weitschweifiger. Außerdem enthält sie eine Fülle von Erzählungen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Betrachtungen etc. Während das eretz-jisra&amp;#039;elische Judentum hier eigene Literaturgattungen, z.&amp;amp;nbsp;B. den [[Midrasch]] entwickelt hat, ist in Babylon alles in die Gemara eingeflossen.&lt;br /&gt;
Unterschiede in den Ausgangsfragen bzw. Argumentationsgängen lassen sich zum Teil darauf zurückführen, dass den beiden Traditionen bereits leicht differierende Versionen der Mischna zugrunde lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umfang ==&lt;br /&gt;
Die Jerusalemer Gemara (p) umfasst den Kommentar zu den ersten vier Ordnungen der Mischna mit Ausnahme der Traktate [[Sprüche der Väter|Avot]] und Edujot, der letzten vier Kapitel von Schabbat und des letzten Kapitels von Makkot. Die fünfte [[Liste der Mischnatraktate#Ordnung Qodaschim סֵדֶר קָדָשִׁים (Heilige Dinge)|Ordnung Kodaschim]] ist gar nicht kommentiert. Von [[Liste der Mischnatraktate#Ordnung Toharot סֵדֶר טְהָרוֹת (Reinigungen)|Teharot]] liegen drei Kapitel zum Traktat [[Nidda (Mischnatraktat)|Nidda]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die babylonische Gemara (b) äußert sich nicht zur ersten Ordnung mit Ausnahme des Traktates [[Berachot]]. Von der zweiten Ordnung fehlt der Traktat [[Scheqalim (Mischna)|Sch&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;qalim]], ist aber in Handschriften und Drucken durch den Text des Jerusalemer Talmuds ersetzt worden. In der vierten Ordnung fehlen Edujot und Avot, in der fünften Middot (&amp;#039;&amp;#039;Maße&amp;#039;&amp;#039;), Qinnim (&amp;#039;&amp;#039;Vogelnester&amp;#039;&amp;#039;) und ein Teil von Tamid (&amp;#039;&amp;#039;beständig/täglich&amp;#039;&amp;#039;). Aus der sechsten Ordnung wurde nur Nidda kommentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günter Stemberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Talmud. Einführung, Texte, Erläuterungen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-08354-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Talmud| Gemara]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
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