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	<title>Gemüt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T19:47:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gem%C3%BCt&amp;diff=800869&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Etymologie */</title>
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		<updated>2026-03-09T11:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemüt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die durch die Gesamtheit der [[Fühlen (Psychologie)|Gefühls]]- und Wille&amp;amp;shy;nserregungen erworbene Einheit und Bestimmtheit der [[Psyche]]. Das Gemüt wird dabei – vergleichbar den [[Emotion]]en oder der [[Sinnlichkeit]] – als Gegenpol zur [[Intelligenz]] und dem [[Verstand]] gesehen (siehe auch [[Kognition]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Friedrich Kirchner (Philosoph)|Friedrich Kirchner]] |Titel=Kirchner’s Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe |TitelErg=Neubearbeitung von [[Carl Michaëlis]] |Reihe=[[Philosophische Bibliothek]] |BandReihe=67 |Auflage=5. |Verlag=Dürr |Ort=Leipzig |Datum=1907 |Seiten=226 |Fundstelle=Stichwort „Gemüt“ |Kommentar=[[Gemeinfreiheit|gemeinfrei]] |Online=[http://www.zeno.org/nid/2000358285X zeno.org] |Abruf=2014-11-20 |OCLC=3703706}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/plex/plex/lemmata/g-lemma/gemuet.htm |titel=Gemüt |titelerg={{lang|en|(&amp;#039;&amp;#039;disposition&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;mind&amp;#039;&amp;#039;)}} |werk=Fachgebärdenlexikon Psychologie |hrsg=Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (IDGS) der [[Universität Hamburg]] |abruf=2014-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VPS&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Walter Gruhle]] |Titel=Verstehende Psychologie (Erlebnislehre). Ein Lehrbuch |Auflage=2., verb. |Verlag=Georg Thieme Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1956 |Seiten=39ff. |DNB=451696301 |OCLC=1105413}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Gemütszustand&amp;#039;&amp;#039; wird die akute [[Seele|seelische]], psychische und emotionale (Gesamt-)Situation eines Menschen bezeichnet; &amp;#039;&amp;#039;Gemütsschwankung&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf psychische Instabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort Gemüt ist seit [[mittelhochdeutsch]]er Zeit bezeugt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Bernhard Schnell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2003 (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 387 (&amp;#039;&amp;#039;gemüete&amp;#039;&amp;#039; ‚Gemütszustand‘).&amp;lt;/ref&amp;gt; und stellt einen [[Sammelbegriff]] dar für die seelischen Empfindungen und Gedanken, die durch das Substantiv [[Mut#Etymologie|Mut]] bezeichnet sind. Gemüt bezeichnete später auch den Sitz dieser Empfindungen und Gedanken. In der späteren Wortbildung „gemütlich“ geht außerdem die Bedeutung von „gleichen Sinnes, angenehm, lieb“ mit ein, substantivisch „das Angenehme; Zustimmung“ in der Bedeutung „angenehm, lieb“. Davon abgeleitet ist „[[Gemütlichkeit]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Drosdowski: &amp;#039;&amp;#039;Etymologie.&amp;#039;&amp;#039; Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache; Die Geschichte der deutschen Wörter und der Fremdwörter von ihrem Ursprung bis zur Gegenwart. 2. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim 1997, ISBN 3-411-20907-0, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgangssprache ==&lt;br /&gt;
Volkstümlich wird das Gemüt auch mit „Herz“ bezeichnet im Gegensatz zu „Kopf“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LDP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zu Gemüt ist [[Gemütlichkeit|gemütlich]]. Gemütlichkeit bezeichnet in der Umgangssprache eine typisch deutsche auf Geselligkeit bezogene positive [[Stimmung (Psychologie)|Stimmung]]. Der Begriff wird daher auch von anderen Sprachen als Leihwort übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgangssprache wird Gemüt gelegentlich auch gleichbedeutend mit [[Persönlichkeit]] und [[Charakter]] verwendet (siehe Brockhaus Psychologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem engeren Sinne ist der „Gemütsmensch“ ein Mensch, der [[Gelassenheit]] ausstrahlt und schwer aus der Ruhe zu bringen ist, vgl. auch [[Gemütsruhe]]. In diesem Sinne bezeichnet der Begriff „starkes Gemüt“ etwas [[Tugend]]haftes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Redensart „Jemand hat ein sonniges Gemüt“ wird ein freundlicher, heiterer, optimistischer, zum Teil auch naiver Mensch bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=aufs+Gemuet+schlagen&amp;amp;bool=relevanz&amp;amp;suchspalte%5B%5D=rart_ou Wörterbuch für Redensarten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon]] (5 Bände) gibt es zum Wort &amp;#039;&amp;#039;Gemüth&amp;#039;&amp;#039; knapp fünfzig Sprichwörter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike ==&lt;br /&gt;
Platon unterteilt in seinem &amp;#039;&amp;#039;[[Phaidros]]&amp;#039;&amp;#039; die [[Seele]] in Gemüt ([[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] θυμός = [[thymos]]) und [[Triebtheorie|Trieb]]. Diese Unterscheidung erinnert bereits an die späteren Vorstellungen der [[Somatiker]] und die Theorie des [[Psychischer Reflexbogen|psychischen Reflexbogens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorien seit der Aufklärung ==&lt;br /&gt;
[[Immanuel Kant]] (1724–1804) gebraucht Gemüt noch wechselweise mit [[Seele]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;VPS&amp;quot; /&amp;gt; Der Begriff „Gemüt“ wird von Kant bereits in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Rathke]]: &amp;#039;&amp;#039;Systematisches Handlexikon zu Kants Kritik der reinen Vernunft.&amp;#039;&amp;#039; (Philosophische Bibliothek 37b). Meiner, Hamburg 1991, ISBN 3-7873-1048-7, S. 89 – Hier wird verwiesen auf die Textstellen in KrV A 125, B 34, B 37, B 42, B 67, B 74, B 261, B 799&amp;lt;/ref&amp;gt; Kants zuerst von [[Christoph Wilhelm Hufeland]] veröffentlichte Schrift „Von der Macht des Gemüths durch den bloßen Vorsatz seiner krankhaften Gefühle Meister zu seyn.“ (Jena 1798) geht auf eine Anregung von Hufeland selbst zurück, der „das Physische im Menschen moralisch behandeln“ wollte, vgl. [[moralische Behandlung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Ritzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Immanuel Kant&amp;#039;&amp;#039;. Eine Biographie. Walter de Gruyter Berlin 1985, ISBN 3-11-010634-5, S. 643 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Schrift erschien im selben Jahr 1798 ebenfalls im Dritten Abschnitt des „[[Streit der Fakultäten|Streits der Fakultäten]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|kant/streit/Kapitel1|Der Streit der Facultäten|Immanuel Kant}} 1798&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff der [[Gemütskrankheit]]en geht auf diese Zeit zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Gottlieb Fichte]] (1762–1814) hält das Gemüt für die ungeteilte, rein gegensatzlose Mitte unserer [[Persönlichkeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;VPS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Georg W. F. Hegel]] (1770–1831) bezieht die Einheit des Gefühls auf das [[Selbstbewusstsein]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;VPS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling|Friedrich W. J. Schelling]] (1775–1854) betrachtet das Gemüt als das bewusstlose, naturverfallene Prinzip des Geistes. Es erscheint ihm dreigeteilt (a) als [[Sehnsucht]], [[Sympathie (Medizin)|Sympathie]], [[Schwermut]]; (b) als [[Sucht]], [[Lust]], [[Begierde]], Irritabilität und (c) als Gefühl und Sensibilität, das Höchste, das sich im Gemüt findet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling]]: &amp;#039;&amp;#039;Werke&amp;#039;&amp;#039;. Ed. Schröter, München 1927, »Stuttgarter Privatvorlesungen« (1810) Band IV, S. 352–360.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gruhle vermerkt bei Schelling die Betonung der [[Innerlichkeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;VPS&amp;quot; /&amp;gt; Gerade dies hält [[Klaus Dörner]] als Ausdruck des zu jener Zeit, also um 1810 als notwendige Reaktion auf den typisch deutschen Mangel an bürgerlichen Freiheiten im anhaltenden Zeitalter des [[Absolutismus]]. Schelling bezeichnet diese Freiheiten sogar als vom Fluch gezeichnet. Die Beurteilung trifft mehr oder weniger auch auf die Haltung der [[Psychiker (Psychiatrie)|Psychiker]] insgesamt zu und auf ihre Einstellung zur Frage der Freiheit bzw. der [[Zwangsbehandlung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger und Irre&amp;#039;&amp;#039;. Zur Sozialgeschichte und Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie. (1969) Fischer Taschenbuch, Bücher des Wissens, Frankfurt / M 1975, ISBN 3-436-02101-6; (a)&amp;amp;nbsp;zu „Schelling“, S. 263 f.; (b)&amp;amp;nbsp;zu „Ideler“, S. 289 ff.; (c)&amp;amp;nbsp;zu „Griesinger“, S. 322–324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Carl von Clausewitz]] (1780–1831) hat sich in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Vom Kriege]]&amp;#039;&amp;#039; ausführlich mit der Natur des Gemüts befasst und die [[Selbstbeherrschung]] als Frage des Gemüts und nicht der verstandesmäßigen Intelligenz herausgearbeitet. Ein starkes Gemüt ist nach Clausewitz ein solches, welches auch bei den heftigsten Regungen nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Clausewitz hat die Menschen ferner in folgende Typen bezogen auf ihr Gemüt eingeteilt:&lt;br /&gt;
# solche, die sehr wenig Regsamkeit besitzen, und die als [[phlegma]]tisch oder [[Indolenz|indolent]] gelten.&lt;br /&gt;
# sehr Regsame, deren Gefühle aber nie eine gewisse Stärke überschreiten, und die als gefühlvolle, aber ruhige Menschen gelten.&lt;br /&gt;
# sehr Reizbare, „deren Gefühle sich schnell und heftig wie Pulver entzünden, aber nicht dauernd sind“;&lt;br /&gt;
# solche, „die durch kleine Veranlassungen nicht in Bewegung zu bringen sind und die überhaupt nicht schnell, sondern nach und nach in Bewegung kommen, deren Gefühle aber eine große Gewalt annehmen und viel dauernder sind. Dies sind die Menschen mit energischen, tief und versteckt liegenden Leidenschaften.“ (&amp;#039;&amp;#039;Maniac&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl von Clausewitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Kriege&amp;#039;&amp;#039;. Erstes Buch: &amp;#039;&amp;#039;Über die Natur des Krieges.&amp;#039;&amp;#039; Drittes Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Der kriegerische Genius.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Einteilung entspricht fast exakt den 4 Böden in Jesus’ [[Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Wilhelm Ideler|Karl W. Ideler]] (1795–1860) war ein Vertreter von Theorien, in denen Elemente der [[Psychoanalyse]] sich abzuzeichnen beginnen. Er vertrat die Auffassung, dass [[Leidenschaft]]en und Triebe zum Antrieb des Willens werden, indem sie »alle ihnen widerstrebenden Begriffe aus dem Bewusstsein verdrängen«.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDS&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Wilhelm Ideler]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundriß der Seelenheilkunde&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bde., Berlin 1838; (a)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Leidenschaften“: Band I, S. 230; (b)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Gemüt als Schaltstelle der Sittlichkeit“: Band I, S. 123–127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zwiespalt zwischen Denken und Wollen sei die relative Einheit im Gemüt zu beachten, denn Sittlichkeit sei die »oberste Angelegenheit des Gemüts«.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GDS&amp;quot; /&amp;gt; Klaus Dörner meint, dass Ideler damit sowohl [[ethisch]]e als auch [[empirisch]]e Gesichtspunkte vertrat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu der während der Aufklärung betonten [[Verstand]]esbildung spielte während der Romantik die Gemütsbildung in der deutschen Pädagogik eine wechselnde, aber stets beachtete Rolle. Vertreter dieser romantischen Richtung waren [[Novalis]], [[Ludwig Tieck]], [[Clemens Brentano]] und die [[Brüder Grimm]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LDP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Griesinger]] (1817–1868) hat als einer der ersten [[Somatiker]] und damit als Vertreter einer eher naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin das Gemüt als den mehr „rezeptiven Anteil“ des Gehirns angesehen, vgl. auch den Begriff der [[Körperfühlsphäre]]. Seine Vorstellungen zielten dabei auf das Modell des [[Reflexbogen (Physiologie)#Reflexbogen als Modell|Reflexbogens]] mit einem durch [[Empfindung]]en bestimmten rezeptorischen ([[Zentripetal (Neurologie)|zentripetalen]]) und einem durch den [[Wille]]n oder die Emotionalität bestimmten effektorischen ([[Zentrifugal (Neurologie)|zentrifugalen]]) Anteil, vgl. Kap. [[#Antike|&amp;#039;&amp;#039;Antike&amp;#039;&amp;#039;]] und die ggf. veränderte effektorische Verhaltensbereitschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Griesinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Über psychische Reflexactionen&amp;#039;&amp;#039;. (1843) In: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde., Berlin 1872, Band I, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im deutsch-völkischen Kontext wurde von diesem Begriff gern Gebrauch gemacht. Die Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Chronik&amp;#039;&amp;#039; brachte die dort beliebten Plattitüden am 28. Juni 1906 wie folgt auf den Punkt: „Gemüt ist eine geistige Eigenschaft, welche eigentlich nur wir Germanen besitzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktueller Stand ==&lt;br /&gt;
Von Gemüt ist in der modernen Psychologie kaum noch die Rede. Der „Brockhaus Psychologie“ spricht von Gemüt als einem unscharfen Begriff. Das philosophische Lexikon von [[Georgi Schischkoff]] bezeichnet Gemüt als einen nur der deutschen Sprache eigentümlichen Terminus. Er stehe für die enge Einheit des geistigen und sinnlichen Gefühlslebens, für die [[Innerlichkeit]] der Seele.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PWB&amp;quot;&amp;gt;[[Georgi Schischkoff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 14. Auflage. Alfred-Kröner, Stuttgart 1982, ISBN 3-520-01321-5, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das psychologische Lexikon von [[Wilhelm Karl Arnold]] definiert Gemüt als seelische Instanz, die im Gegensatz zu kognitiven Fähigkeiten wie [[Erkennung|Erkennen]], [[Denken]], [[Urteilsvermögen|Urteilen]] die Gesamtheit der [[Affekt]]e, [[Stimmung (Psychologie)|Grundstimmungen]], Antriebserlebnisse und Lebensgefühle bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LDP&amp;quot;&amp;gt;[[Wilhelm Karl Arnold]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. Bechtermünz, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-508-8; Lexikon-Stw. „Gemüt“: Spalte 716&amp;lt;/ref&amp;gt; Es besteht insofern auch Übereinstimmung mit der Auffassung von Gruhle,&amp;lt;ref name=&amp;quot;VPS&amp;quot; /&amp;gt; der seit der Mitte des 18. Jahrhunderts die Bedeutung des Begriffs „Gefühl“ als unverändert ansieht. Insofern erscheint das deutsche Wort Gemüt auch mit dem Fachbegriff der [[Affektivität]] identisch. Die Lehre vom Gemüt wird als [[Thymologie]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;verschiedene Gemütsverfassungen oder -störungen:&amp;#039;&amp;#039; [[Nervosität]], [[Melancholie]], [[Wahnsinn]]&lt;br /&gt;
* [[Affektive Störung]] (eine psychiatrische Gemütsstörung)&lt;br /&gt;
* [[Vegetatives Nervensystem]]&lt;br /&gt;
* [[Romantik]], [[Mystik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gemut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie des Geistes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Anthropologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:disposition]] &amp;lt;!-- Nicht entfernen. &amp;quot;Disposition&amp;quot; kann &amp;quot;Gemüt&amp;quot; bedeuten, wird aber häufig auch in der Bedeutung von &amp;quot;Charakter&amp;quot; u.ä. verwendet. Eine Verknüpfung über Wikidata ist darum unangebracht. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
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