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	<title>Gelpetal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:37:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gelpetal&amp;diff=201459&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DiAuras am 4. März 2024 um 11:06 Uhr</title>
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		<updated>2024-03-04T11:06:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:NSG Gelpetal-09.11.13-1.JPG|mini|Bachlauf der [[Gelpe (Morsbach)|Gelpe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gelpetal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bildet zusammen mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saalbachtal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ein bewaldetes [[Naherholungsgebiet]] im Süden der Stadt [[Wuppertal]] an der Grenze zu [[Remscheid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Bäche [[Gelpe (Morsbach)|Gelpe]] und [[Saalbach (Gelpe)|Saalbach]] vereinen sich im Zillertal genannten unteren Gelpetal und münden kurze Zeit später in den [[Morsbach (Wupper)|Morsbach]], einen der größeren Zuflüsse der [[Wupper]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Industriegeschichtliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gp ind 104.jpg|mini|Der [[Käshammer]] im Gelpetal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde von [[Eisenerz|Erzabbaustätten]] und [[Rennofen|Rennöfen]] im Gelpetal, die nach Aussage des [[Museum Industriekultur (Wuppertal)|Historischen Zentrums Wuppertal]] ins 10. Jahrhundert zurückdatiert werden, zeigen, dass im Tal bereits im [[Frühmittelalter|frühen Mittelalter]] Eisen verarbeitet wurde. Nach Meinung einiger [[Etymologie|Etymologen]] kann man Wasserläufe mit den Endungen &amp;#039;&amp;#039;[[-apa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;-epe&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;-pe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;-fe&amp;#039;&amp;#039; auf das urgermanische Wort „Apa“ zurückführen, das für „Bach“ oder „Gewässer“ steht. (Die frühere Deutung als keltische Endung wurde aufgegeben, da es keine ausreichenden Hinweise auf die [[Kelten]] im Wupperbogen gibt.) So lässt der Name &amp;#039;&amp;#039;Gelpe&amp;#039;&amp;#039; vermuten, dass diese Bäche bereits vor der [[Bergisches Land#Besiedlung|Besiedlung des Bergischen Landes]], die zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert einsetzte, bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Bächen und Flüssen im Wuppertaler, [[Remscheid]]er und [[Solingen|Solinger]] Raum wurde seit dem 14. Jahrhundert Eisen und Stahl industriell bearbeitet. Im Gebiet dieser drei Städte siedelten sich mehrere hundert [[Eisenhammer|Hammerwerke]] und [[Schleifkotten]] an, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die [[Wasserkraft]] der Region nutzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Grad der Industrialisierung im Raum aufgrund des Wasserreichtums der Region seit dem 17. Jahrhundert einer der höchsten im gesamten [[Heiliges Römisches Reich|deutschsprachigen Raum]] war, verteilte sich die gesamte Industrieleistung auf zahlreiche einzelne Werkstätten, in denen aus [[Eisen]]rohlingen hochwertiger [[Stahl]] raffiniert und weiter zu [[Sichel (Werkzeug)|Sicheln]], [[Sense (Werkzeug)|Sensen]], [[Werkzeug]]en, [[Schwert]]ern und anderen [[Schneidwaren]] weiterverarbeitet wurde. Das [[Roheisen]] wurde über die [[Bergische Eisenstraße]] aus dem [[Siegen]]er Raum importiert, die [[Holzkohle]] für die [[Schmiede (Werkstatt)|Schmieden]] wurde vor Ort in [[Kohlenmeiler]]n gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzeugnisse wurden anschließend in ganz [[Europa]] vertrieben. Erst mit dem Aufkommen von [[Dampfmaschine]]n (später [[Elektromotor]]en) und dem Bau von [[Kohlenweg]]en aus dem [[Ruhrgebiet]] (später [[Eisenbahn]]en) verließen die Betriebe die engen, feuchten und dunklen Täler und siedelten sich auf den verkehrstechnisch besser erschlossenen Höhenzügen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Kohlenwege führte auch durch das Gelpetal und sorgte ab dem späten 19. Jahrhundert für die Anlieferung von [[Steinkohle]] für die als Ersatz der unsicheren Wasserkraft eingerichteten Dampfmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gelpe sowie der Saalbach (siehe auch [[Ronsdorfer Talsperre]]) beherbergten an ihren Läufen eine Vielzahl, wie Perlen an einer Kette aneinandergereihten [[Schleifkotten]] und [[Eisenhammer|Hämmern]] aus der Frühgeschichte der Industrialisierung der Mittelgebirgsregion [[Bergisches Land]], die zunächst das fließende Wasser als Antrieb nutzten. Einige Anlagen wurden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu kleinen [[Fabrik]]anlagen mit hohen [[Schornstein|Essen]] und großen Werkhallen ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gp ind 006.jpg|mini|Stauteich des Hordenbachshammers am Saalbach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gp ind 008.jpg|mini|Info-Tafel: Eisenhütte und Erzabbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihenfolge von der Quelle zur Mündung sind es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Speckshämmerchen&lt;br /&gt;
* Pickardtskotten&lt;br /&gt;
* [[Oberer Jansenkotten]]&lt;br /&gt;
* Cremerskotten&lt;br /&gt;
* Meistershammer&lt;br /&gt;
* Teschenkotten&lt;br /&gt;
* Unterer Jansenkotten&lt;br /&gt;
* [[Tippelskotten]]&lt;br /&gt;
* [[Jasperskotten]]&lt;br /&gt;
* [[Käshammer]] (Höltershammer)&lt;br /&gt;
* Mühlenbergerkotten&lt;br /&gt;
* [[Büngershammer]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrichshammer (Gelpetal)|Friedrichshammer]]&lt;br /&gt;
* [[Hundsschüppe]]&lt;br /&gt;
* Wolfertshammer&lt;br /&gt;
* Westerhammer&lt;br /&gt;
* Reinshagenshammer&lt;br /&gt;
* Neuenkotten&lt;br /&gt;
* [[Steffenshammer]]&lt;br /&gt;
* Schliepershammer&lt;br /&gt;
* Rottsiepershammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind diese Bauwerke fast alle vollständig verschwunden, nur Stauanlagen und Wassergräben blieben teilweise erhalten, von denen die meisten aufgrund ihrer regionalen industriegeschichtlichen Bedeutung als [[Bodendenkmal|Bodendenkmäler]] geschützt sind. Der [[Käshammer]] wurde liebevoll restauriert. Der [[Steffenshammer]] mit funktionierendem, oberschlächtigem Wasserrad in der Remscheider Ortschaft [[Clemenshammer]] am Unterlauf beherbergte eine Außenstelle des [[Deutsches Werkzeugmuseum|Deutschen Werkzeugmuseums/Historisches Zentrum]] der Stadt Remscheid und wird heute von einem Förderverein betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1980 eingeweihte Industrie-Geschichtslehrpfad im Gelpe-Saalbach-Gebiet erläutert auf Tafeln die einzelnen historischen Stätten und deren Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gelpetal als Erholungsraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zillertal 1 (Wuppertal) (1).jpg|mini|Ausflugslokal Zillertal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 19. Jahrhunderts übernahm das Gelpe- und das Saalbachtal immer mehr die Funktion eines Naherholungsgebietes. Der Bau der Ronsdorfer Talsperre trug zu der Attraktivität des Raums nachhaltig bei und lockte nach der Fertigstellung große Besucherströme an. Obwohl die Täler ein reiner Industrieraum waren, lagen die Werkstätten einzeln im Wald und boten mit ihren Wassergräben und Stauteichen pittoreske Kulturlandschaften, die zu Spaziergängen einluden. Ausflugslokale (&amp;#039;&amp;#039;Bergisch Nizza&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gelper Hof&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Käshammer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Büngershammer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zillertal&amp;#039;&amp;#039;) siedelten sich an und sorgten für einen weiteren Anstieg der Besucherzahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute leitet ein dichtes [[Wanderweg]]enetz die Spaziergänger durch die Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutzgebiete ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Teich im Saalbachtal (1).jpg|mini|Stauteich am Saalbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast der gesamte Bachlauf der Gelpe und des Saalbachs ist trotz der ehemaligen industriellen Nutzung als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] und [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat]] &amp;#039;&amp;#039;[[Naturschutzgebiet Fließgewässersystem Gelpe- und Saalbachtal]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de/natura2000/meldedok/sachdaten/DE-4709-303.html |text=Natura2000-Gebiet DE-4709-303 „Gelpe und Saalbach“ |wayback=20070930181643}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgewiesen. Die Naturschutzgebiete umfassen in Wuppertal eine Fläche von etwa 133 ha&amp;lt;ref name=&amp;quot;NSGW&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de/biotopkataster/sachdaten/BK-4708-921.html |text=NSG BK-4708-921 „Fließgewässersystem Gelpe- und Saalbachtal“ (Wuppertal) |wayback=20070930200816}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Remscheid – unter der Bezeichnung [[Gelpe-Saalbach]] (RS-003) – etwa 22,7 Hektar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NSGR&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de/biotopkataster/sachdaten/BK-4708-904.html |text=NSG BK-4708-904 „Gelpe-Saalbach“ (Remscheid) |wayback=20070930200736}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Naturschutzgebiet Fließgewässersystem Gelpe- und Saalbachtal| Naturschutzgebiet Fließgewässersystem Gelpe- und Saalbachtal (W-015)]]&lt;br /&gt;
* [[Gelpe-Saalbach|Naturschutzgebiet RS-003 Gelpe-Saalbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Egon Viebahn; &amp;#039;&amp;#039;Hämmer und Schleifkotten im Gelpetal&amp;#039;&amp;#039;; Born-Verlag; Wuppertal 1983; ISBN 3-87093-033-0 (Erweiterte Neuauflage 2003)&lt;br /&gt;
* Günther Schmidt; &amp;#039;&amp;#039;Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid&amp;#039;&amp;#039;, Band 3: &amp;#039;&amp;#039;von Gerstau bis Haddenbach mit Gelpetal und Ibach&amp;#039;&amp;#039;; Verlag: Buchhandlung R. Schmitz; Remscheid; 2002; ISBN 3-9800077-3-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Naturschutzgebiet Fließgewässersystem Gelpe- und Saalbachtal|Naturschutzgebiet Fließgewässersystem Gelpe- und Saalbachtal (Wuppertal)}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Naturschutzgebiet Gelpe-Saalbach|Naturschutzgebiet Gelpe-Saalbach (Remscheid)}}&lt;br /&gt;
* {{NSG-NRW|W-015}}&lt;br /&gt;
* {{NSG-NRW|RS-003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/13/18/N |EW=7/9/45/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wuppertal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Nordrhein-Westfalen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DiAuras</name></author>
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