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	<title>Gelelemend - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T06:04:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gelelemend&amp;diff=935061&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger am 20. Januar 2020 um 13:36 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gelelemend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1737]]; † [[1811]]), auch &amp;#039;&amp;#039;John Kilbuck jr.&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;William Henry&amp;#039;&amp;#039; oder einfach &amp;#039;&amp;#039;Killbuck&amp;#039;&amp;#039; genannt, war ein [[Häuptling]] der [[Munsee]], einem Stamm der [[Lenni Lenape]], und Angehöriger des Turtle- (Schildkröten-) oder Turkey-Klans (Truthahn-Klan). Hier sind sich die Historiker nicht einig. Sein indianischer Name war Gelelemend, der &amp;#039;&amp;#039;Führer&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, während Killbuck offenbar der Spitzname war. Die Lenape nannten nur ungern ihren richtigen Namen und der Gebrauch von Spitznamen war sehr verbreitet. William Henry war sein [[christlicher Name]], den er nach seiner Taufe vom Herrnhuter Missionar [[David Zeisberger]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Hintergrund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moravian mission.jpg|miniatur|330px|Ein Mährischer Bruder tauft drei Munsee-Lenape]]&lt;br /&gt;
Die Munsee-Lenape lebten im 17. Jahrhundert etwa in dem Gebiet, in der die heutigen Bundesstaaten [[New York (Bundesstaat)|New York]], [[Pennsylvania]] und [[New Jersey]] zusammentreffen. Zu ihnen gehörten zum Beispiel die [[Esopus]], [[Minisink]], [[Canarsee]] und [[Wappinger (Volk)|Wappinger]]. Unter dem Druck der weißen Besiedlung wurden sie ab 1650 nach Westen gedrängt und schlossen sich zusammen. Die Gruppen aus dem Land östlich des [[Hudson River]]s zogen sich ins Inland zurück und versammelten sich nach und nach an abgelegenen Treffpunkten. Auch zu Beginn des 18. Jahrhunderts setzte sich dieser Trend fort, die Minisink zogen nordwestlich zum nördlichen Arm des [[Susquehanna River]]s und viele Munsee sprechende Lenape aus dem Hudsontal vereinigten sich mit ihnen. Im Laufe der Zeit änderte sich der Name für diese neue Gruppe von &amp;#039;&amp;#039;Minisink&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Munsee&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce G. Trigger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of North American Indians.&amp;#039;&amp;#039; Band 15. Northeast. Kapitel: Delaware, Seite 213f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Lenape um 1740 in das [[Ohio|Ohiogebiet]] gezogen waren, organisierten sie sich nach dem Muster ihrer traditionellen Klans, nämlich dem Schildkröten-, Wolfs- und Truthahn-Klan. Jeder Klan hatte seinen eigenen Friedens-, Rats- und Kriegshäuptling, wobei der Schildkröten-Klan immer den Oberhäuptling des gesamten Stammes stellte. Im Jahr 1774 war [[White Eyes]] vom Schildkröten-Klan der Oberhäuptling, während Gelelemend den Rats- und [[Captain Pipe]] vom Wolf-Klan den Kriegshäuptling der Munsee-Lenape verkörperte. Im [[Siebenjähriger Krieg in Nordamerika|Franzosen- und Indianerkrieg]] (1754–1763) unterstützte Gelelemend die Briten aktiv in ihrem Kampf gegen die Franzosen. Im Jahr 1761 führte er eine britische Nachschubkolonne von [[Fort Pitt (Kent)|Fort Pitt]] nach [[Fort Sandusky]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1770er Jahre kamen die [[Herrnhuter Brüdergemeine|Herrnhuter Missionare]] in das [[Nordwestterritorium|Ohiogebiet]], unter ihnen [[David Zeisberger]] und [[Johann Heckewelder]], um die Lenni Lenape zum Christentum zu bekehren. Die Missionare errichteten eine Reihe von Missionen in der Nähe der Lenape-Dörfer, predigten Widerstand- und Gewaltlosigkeit und bewirkten bei vielen [[Konversion (Religion)|konvertierten]] Indianern eine bemerkenswerte Veränderung. Man nannte sie [[Mährische Indianer]] (engl.: &amp;#039;&amp;#039;Moravian Indians&amp;#039;&amp;#039;) und sie wohnten in sauberen Dörfern mit Namen wie &amp;#039;&amp;#039;Salem&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bethlehem&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gnadenhütten&amp;#039;&amp;#039;. Dort züchteten sie Pferde und Rinder, kultivierten Obstgärten, bestellten ihre Felder und versammelten sich täglich zum Gottesdienst. Die Missionare verlangten, dass die Indianer ihre traditionelle Lebensart völlig aufgaben. Das hatte zur Folge, dass ein Teil der Lenape zum Christentum konvertierte und wie die Weißen lebte, während andere weiterhin ihren traditionellen Bräuchen treu blieben. Gelelemend verübelte seinem Großvater, dass er den Missionaren erlaubt hatte, im Ohiogebiet zu bleiben. Weil die Missionare ihre konvertierten Lenape zum [[Pazifismus]] aufforderten, so war Gelelemend überzeugt, gingen ihm viele Krieger im Kampf gegen die weißen Siedler verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwischen den Fronten ==&lt;br /&gt;
Im [[Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg|Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg]] (1775–1783) waren die Lenape zunächst neutral und White Eyes hielt 1776 sogar eine Rede vor dem [[Kontinentalkongress]] der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] in [[Philadelphia]]. Die Lage der Lenape war jedoch kritisch, weil sich ihr Wohngebiet genau zwischen den Briten im Westen und den Amerikanern im Osten befand. Gelelemend schloss im September 1778 in Fort Pitt den ersten Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und den Indianern. In diesem Vertrag sicherten die USA den Lenape zu, kein Indianerland mehr zu besiedeln, sie vor den Engländern zu beschützen und auf Wunsch einen Repräsentanten in den Kongress zu schicken. Als Gegenleistung wurden die Lenape amerikanische Verbündete und erlaubten den Bau eines Forts auf ihrem Gebiet. Im gleichen Jahr starb White Eyes und Gelelemend folgte ihm als Oberhäuptling des Stammes.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ohiohistorycentral.org/entry.php?rec=226 Killbuck]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lenni Lenape insgesamt jedoch waren in der Frage tief gespalten, welche Kriegspartei sie unterstützen sollten. Captain Pipe und Häuptling &amp;#039;&amp;#039;Buckongahelas&amp;#039;&amp;#039; folgten Gelelemend nicht und schlossen sich den Briten an. Nur Gelelemend blieb den Amerikanern gegenüber loyal, die jedoch seine Anfrage nach dem Bau eines Forts zum Schutz des Dorfes [[Coshocton]] am Zusammenfluss von Tuscarawas und Walhonding River in Ohio ignorierten. Die Bewohner Coshoctons zogen nach Fort Pitt und überließen das Hauptdorf der Lenape den feindlichen [[Wyandot]]- und [[Mingo]]-Kriegern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häuptling ohne Volk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Daniel brodhead.jpg|miniatur|Colonel Daniel Brodhead]]&lt;br /&gt;
Im Frühling 1781 führte Gelelemend Colonel [[Daniel Brodhead]]s Strafexpedition von Fort Pitt nach Coshocton, das jetzt wieder von Lenape bewohnt war. Vor dem Angriff wollte ein Häuptling mit Brodhead über die kampflose Übergabe des Dorfes verhandeln, wurde aber von einem Soldaten mit dem [[Tomahawk]] erschlagen. Coshocton wurde niedergebrannt, Frauen und Kinder verschonte man, aber 15 männliche Gefangene wurden hingerichtet. Mit nur wenigen Anhängern folgte Gelelemend den Amerikanern nach Fort Pitt, ein Häuptling ohne Volk und Landbesitz, der ständig um sein Leben fürchten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelelemend war schon seit längerer Zeit am Christentum interessiert und ging 1788 in die Mission nach Salem in Ohio. Dort ließ er sich auf den Namen &amp;#039;&amp;#039;William Henry&amp;#039;&amp;#039; taufen, einem Mann zu Ehren, der ihm im [[Siebenjähriger Krieg in Nordamerika|Franzosen- und Indianerkrieg]] das Leben gerettet hatte. Er war der prominenteste Konvertierte in der christlichen Munsee-Gemeinde und starb im Jahr 1811 in Goshen (Ohio). Er hinterließ einige Nachkommen, deren mittlerer Name stets &amp;#039;&amp;#039;Henry&amp;#039;&amp;#039; lautete, wie zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;John Henry Kilbuck&amp;#039;&amp;#039;, ein bekannter Missionar, der um 1900 in [[Alaska]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Francis C. Huebner: &amp;#039;&amp;#039;Charles Killbuck - An Indian’s Story of the Border Wars of the American Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Kessinger Publishing 2005, ISBN 978-141790-634-5&lt;br /&gt;
* C. A. Weslager: &amp;#039;&amp;#039;The Delaware Indians&amp;#039;&amp;#039;. New Brunswick, New Jersey, 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianischer Häuptling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Indianerkriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1737]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gelelemend&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Killbuck; Henry, William; Kilbuck, John jr.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Häuptling der Lenni Lenape&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1737&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1811&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Goshen, [[Ohio]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
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