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	<title>Geleitzug - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geleitzug&amp;diff=74823&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;W. Edlmeier: /* Zeit der Segelschiffe */ wl</title>
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		<updated>2026-04-30T06:28:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit der Segelschiffe: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leopoldus Primus-Hecktotale.jpg|mini|Modell des hamburgischen Konvoischiffs &amp;#039;&amp;#039;[[Leopoldus Primus]]&amp;#039;&amp;#039; von 1668]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Fleet of the East India Co., Homeward Bound from China, Under the Command of Sir Nathaniel Dance (tone).jpg|mini|Seeschlacht von Pulo Aura zwischen einem Konvoi der Britischen Ostindien-Kompanie und französischen Kriegsschiffen, 1804]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geleitzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gruppe von Transport- und Begleitschiffen, die zum Schutz gegen Bedrohungen auf See zusammengestellt wird. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Verband (Verkehr)|Konvoi]]&amp;#039;&amp;#039;, hier präziser &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffskonvoi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wird häufig synonym für Geleitzug verwendet. Im militärischen Sprachgebrauch umfasst der Begriff Konvoi nur die zu schützenden Schiffe, während Geleitzug den gesamten Verband bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ATP-2 II&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=ATP-2 (B) Volume II: Naval Cooperation and Guidance For Shipping (NCAGS) Manual |Verlag=NATO |Datum=2006-12 |Sprache=en |Online=[https://de.scribd.com/document/67965064/ATP-02-B-v02 Volltext] |Abruf=2025-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FTP 223A&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ibiblio.org/hyperwar/USN/ref/ASW-Convoy/ASW-Convoy-4.html F.T.P. 223A &amp;#039;&amp;#039;United States Fleet Anti-Submarine and Escort of Convoy Instructions&amp;#039;&amp;#039;; Part IV - Surface Craft] (engl.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit der Segelschiffe ==&lt;br /&gt;
Mit dem wachsenden [[Seehandel]] wuchs die Notwendigkeit, Frachtschiffe vor [[Piraterie|Piraten]] und gegnerischen Staaten zu beschützen. Die [[Hanse]] institutionalisierte ab dem späten 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die [[Konvoischifffahrt]] als ein Verfahren, um ihre Schiffe in solchen Seegebieten zu schützen, in denen sie keine sichere Seeherrschaft ausüben konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Fritze]], Günter Krause: &amp;#039;&amp;#039;Seekriege der Hanse. Das erste Kapitel deutscher Seekriegsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Brandenburgisches Verlags-Haus, Berlin 1997, ISBN 3-89488-090-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hansestädte Hamburg und Bremen behielten die Konvoischifffahrt auch nach dem Niedergang der Hanse bis ins 18. Jahrhundert bei. Ein weiteres Beispiel für die Organisation von Geleitzügen sind die spanische [[Silberflotte]]n im 16. Jahrhundert. Im [[Englisch-Niederländischer Krieg (1652–1654)|1.&amp;amp;nbsp;Englisch-Niederländischen Krieg]] von 1652 bis 1654 standen Kämpfe um Geleitzüge im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen europäischen [[Handelskompanie]]n bauten für den Überseehandel besonders geeignete und schwer bewaffnete Schiffe, sogenannte [[Ostindienfahrer]], die sich in Konvois gegenseitig schützten und zusätzlich von [[Kriegsschiff]]en gesichert wurden. Diese Konvois konnten teilweise das Gefecht mit Marineverbänden aufnehmen, wie zum Beispiel 1804 in der Seeschlacht von Pulo Aura, in der ein aus 16 [[Handelsschiff]]en bestehender Konvoi der [[Britische Ostindien-Kompanie|Britischen Ostindien-Kompanie]], geschützt nur von einer [[Brigg]] der [[Royal Navy]], einen französischen Verband aus einem [[Linienschiff]], zwei [[Fregatte]]n und einer Brigg in die Flucht schlagen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[:en:Battle of Pulo Aura|Artikel Battle of Pulo Aura]]&amp;#039;&amp;#039; in der englischsprachigen Wikipedia.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der [[Koalitionskriege|napoleonischen Kriege]] und dem Entstehen der neuen Friedensordnung des [[Wiener Kongress]]es 1815 und wegen des Aufkommens der [[Dampfschiff]]fahrt spielten Geleitzüge während des restlichen 19. Jahrhunderts eine geringere Rolle als in den Jahrhunderten zuvor. So hielt die britische Admiralität zu Beginn des Ersten Weltkriegs ein Konvoisystem nach früherer Art nicht für erforderlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPR&amp;quot;&amp;gt;Elmar Potter, Chester W. Nimitz: &amp;#039;&amp;#039;Seemacht.&amp;#039;&amp;#039; 1974, Kapitel 25: &amp;#039;&amp;#039;Der Handelskrieg.&amp;#039;&amp;#039; S. 426 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The people&amp;#039;s war book; history, cyclopaedia and chronology of the great world war (1919) (14778655201).jpg|mini|Postkarte mit Geleitzug im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste moderne Geleitzugsystem führte die [[Kaiserliche Marine]] in der Ostsee bereits ab dem 7. April 1916 ein. Ursächlich hierfür waren die 1915 stark angestiegenen Verluste von Handelsschiffen, die das für die deutsche Rüstung unentbehrliche Eisenerz aus Schweden transportierten. Das Ansteigen der Verluste beruhte auf einer Intensivierung des U-Boots-Kriegs seitens der zaristischen russischen Flotte in Kooperation mit der [[Royal Navy]]: So verlegte die britische Marine im Laufe des Jahres 1915 fünf große U-Boote der &amp;#039;&amp;#039;E-Klasse&amp;#039;&amp;#039; in die Ostsee, während die [[Baltische Flotte]] bis zum Ausbruch der [[Oktoberrevolution]] insgesamt 18 U-Boote der modernen &amp;#039;&amp;#039;Bars-Klasse&amp;#039;&amp;#039; in Dienst stellen konnte. Die Effektivität des Geleitzugsystems zeigte sich bereits kurz nach dessen Einführung. So gingen die Verluste ab Juli 1916 drastisch zurück, während es den in &amp;#039;&amp;#039;Handelsschutzflottillen&amp;#039;&amp;#039; organisierten deutschen Streitkräften gelang, zwei U-Boote zu versenken und andere zu beschädigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Bengelsdorf: &amp;#039;&amp;#039;Der Seekrieg in der Ostsee 1914-1918.&amp;#039;&amp;#039; Hauschild-Verlag, Bremen 2008, ISBN 978-3-89757-404-5, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Teilnahme am deutschen System war für die Reedereien freiwillig, wurde jedoch nach einer kurzen Phase der Skepsis breit angenommen. Ergänzt wurde das System durch Abmachungen mit Schweden, in den dortigen Küstengewässern fahren zu dürfen resp. in diese bei Angriffen ausweichen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Weltkriegen war die Versorgung des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreiches]] aus Übersee und insbesondere aus den USA von kriegsentscheidender Bedeutung. Neue Bedrohungen gegen die Schifffahrt gingen dabei insbesondere von [[U-Boot]]en, von [[Militärflugzeug|Flugzeugen]], [[Hilfskreuzer]]n und [[Seemine]]n aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1917 äußerte der Erste Seelord [[John Jellicoe, 1. Earl Jellicoe|John Jellicoe]] mit Bezug auf den uneingeschränkten U-Boot-Krieg Deutschlands:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Deutschen werden gewinnen, wenn wir diesen Verlusten kein Ende machen&amp;amp;nbsp;…|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Mirow]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Seekrieg 1914–1918 in Umrissen.&amp;#039;&amp;#039; Musterschmidt, Göttingen u. a. 1976, ISBN 3-7881-1682-X, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin hatten die Briten – möglicherweise unnötig – zwei Millionen Tonnen [[Schiffsmaße|Schiffsraum]] verloren, da sie sich wegen eines vermeintlich zu langsamen Vorwärtskommens geweigert hatten, ein Geleitzugsystem anzuordnen. Bevor der spätere US-Präsident [[Herbert Hoover]] das Vereinigte Königreich verließ, um einen neuen Dienst anzutreten, bat ihn sein Freund Admiral [[William S. Sims|William Sims]], bei [[Woodrow Wilson]] darauf hinzuwirken, er möge auf die Schaffung eines Geleitzugsystems bestehen. 800.000&amp;amp;nbsp;Tonnen pro Monat versenkten die Deutschen, weit mehr, als sich aus den amtlichen Zahlen erahnen ließ; die Schifffahrt der Alliierten hätte damit im Dezember 1917 zum Erliegen kommen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Hoover: &amp;#039;&amp;#039;Memoiren.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Jahre der Abenteuer. 1874–1920.&amp;#039;&amp;#039; Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1951, S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geleitzüge erwiesen sich dann im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als das wirksamste Verfahren, um Handelsschiffe gegen U-Boote zu schützen (→[[Seekrieg im Ersten Weltkrieg#U-Boot-Krieg|Seekrieg im Ersten Weltkrieg]]). Die Geleitzüge waren in der Regel durch Kriegsschiffe bewacht; zudem trugen die Handelsschiffe häufig auch eigene Geschütze. Mit ihrer Hilfe gelang es den Gegnern Deutschlands ab 1917, ihre Schiffsverluste durch U-Boote erheblich zu senken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPR&amp;quot; /&amp;gt; Gegen die Taktik der Geleitzüge entwickelte der deutsche Admiral [[Karl Dönitz]] die bereits im Ersten Weltkrieg gelegentlich ausprobierte [[Rudeltaktik]], die im Zweiten Weltkrieg lange Zeit erfolgreich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg im Atlantik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Convoy WS-12 en route to Cape Town, 1941.jpg|mini|links|[[WS-Geleitzüge|Schiffskonvoi WS-12]] auf dem Weg nach Kapstadt. In der Luft eine [[Vought SB2U]] vom amerikanischen [[Flugzeugträger]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ranger (Schiff, 1934)|Ranger]]&amp;#039;&amp;#039; auf U-Boot-Patrouille (27.&amp;amp;nbsp;November 1941)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Convoy routes 1941.jpg|mini|Geleitzugrouten im Atlantik 1941]]&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] schufen das Vereinigte Königreich und die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] frühzeitig eine leistungsfähige [[Alliierte Geleitzugorganisation im Zweiten Weltkrieg|Geleitzugorganisation]]. Diese führte große Geleitzüge an Sammelpunkten wie z.&amp;amp;nbsp;B. vor [[Halifax (Nova Scotia)|Halifax]] zusammen, die gemeinsam und unter Geleitschutz den Atlantik überquerten. Es war eine große organisatorische Leistung, Verbände aus Dutzenden von Handelsschiffen unterschiedlicher Bauart und Nationalität unter dem [[Konvoikommodore]] zu einem Verband zusammenzuführen, der gemeinsam handeln konnte. Ein Geleitzug konnte sich über Flächen von vielen Quadratkilometern ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geleitsicherung bestand aus schnellen Kampfschiffen wie [[Sloop]]s, [[Korvette]]n, [[Fregatte]]n und [[Zerstörer]]n, die speziell zur [[U-Jagd|U-Bootjagd]] ausgerüstet waren. Die Seitensicherung des Konvois schützte die Flanken und griff erkannte U-Boote an, die solange bekämpft wurden, bis die Achteraus-Sicherung den Kampf übernehmen konnte. Diese versuchte, entweder die U-Boote zu versenken oder solange unter Wasser zu drücken, bis der Geleitzug für die unter Wasser langsamen U-Boote zu weit entfernt war. Teil der Achteraus-Sicherung waren auch Rettungsschiffe, die die Mannschaften versenkter Schiffe übernehmen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges begann auch der Einsatz kleiner Flugzeugträger, sogenannte [[Geleitflugzeugträger]], für die Sicherung gegen U-Boote und [[Bomber]]. Es wurden auch [[CAM-Schiff]]e ([[Englische Sprache|englisch]]: &amp;#039;&amp;#039;CAM ship&amp;#039;&amp;#039; = „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;atapult &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ircraft &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erchantman“ – zu deutsch etwa: „Katapult-Flugzeug-Handelsschiff“) und MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier, etwa Handelsflugzeugträger) eingesetzt. Um für den Start und die Landung ihrer Flugzeuge jederzeit in den Wind drehen zu können, fuhr der Geleitträger weit vor dem Geleitzug, um nicht durch die feste Fahrordnung des Geleites in seinen notwendigen Fahrbewegungen behindert zu werden. Die Flugzeuge des Trägers sicherten weiträumig gegen U-Boote und verhinderten so weit wie möglich auch, dass sich U-Boote, die vor dem Geleitzug standen, in den Geleitzug sacken lassen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathematische Überlegungen der [[Royal Navy]] unter der Leitung des späteren [[Liste der Nobelpreisträger|Nobelpreisträgers]] [[Patrick Blackett, Baron Blackett|Patrick Blackett]] legten zudem nahe, dass größere Geleitzüge relativ gesehen weniger Verluste haben würden als kleine Geleitzüge. Begründet wurde dies mit der Tatsache, dass der [[Kreisumfang]] (Bereich der durch Begleitschiffe gedeckt wird) [[linear]] mit dem [[Radius|Kreisradius]] wächst, die [[Kreisfläche]] (Raum für Handelsschiffe) aber im [[Quadrat]]. Die Anwendung der Regel sollte zu einer Verringerung der absoluten Verluste an Schiffen und zu einer Einsparung von Begleitschiffen führen. [[1943]] begannen die  [[Westalliierte]]n damit, Geleitzüge mit bis zu 160 Frachtschiffen zusammenzustellen. Dadurch wurden auch Kapazitäten an Begleitschiffen für andere Aufgaben frei, wie zum Beispiel die Bildung von U-Boot-Jagdgruppen oder maritime [[Landung (Taktik)|Landungsunternehmen]]. Der &amp;#039;&amp;#039;Western Approaches Tactical Unit&amp;#039;&amp;#039; (WATU) der Royal Navy in [[Liverpool]] versuchte, die Ausbildung der Besatzungen der Begleitschiffe mit Hilfe von simulierten Einsätzen (&amp;#039;&amp;#039;the Game&amp;#039;&amp;#039;) zu verbessern. Er schulte mehr als 5.000 [[Offizier]]e mit dem Ziel, eine einheitliche und abgestimmte [[Taktik (Militär)|Taktik]] für eine Konvoiverteidigung zu entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carsten Haider |Titel=Führen wir diesen Krieg mit Waffen oder mit dem Rechenschieber? Blacketts Circus - britische Operationsforschung im Zweiten Weltkrieg |Sammelwerk=Pallasch: Zeitschrift für Militärgeschichte |Nummer=77 |Datum=2021 |Seiten=145–152 |Online=https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/75498 |Abruf=2021-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Steigerung der Reichweite der Flugzeuge und dem Einsatz von [[Radar]] wurden auch landgestützte [[Bomber]] im Atlantik zu einer Bedrohung. Solche Bomber griffen auch Geleite um [[Norwegen]] auf dem Weg nach Nordrussland ([[Nordmeergeleitzüge]] nach [[Murmansk]] und [[Archangelsk]]) und im Mittelmeer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|HX-Geleitzüge|Liste alliierter Geleitzugrouten im Zweiten Weltkrieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg im Pazifik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MarshallIslands.jpg|mini|US-Konvoi bei den [[Marshallinseln]] (1945)]]&lt;br /&gt;
Auch im [[Pazifikkrieg]] 1941 bis 1945 wurden Schiffskonvois eingesetzt. Bekanntheit erlangte der [[Pensacola-Konvoi]] 1941.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-P-PI/USA-P-PI-9.html#9-1 Der Fall der Philippinen – Pensacola Konvoi]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pazifik hatten US-U-Boote großen Erfolg bei Angriffen auf die japanische Handelsschifffahrt. Der Erfolg in der Bekämpfung der japanischen Handelsschifffahrt wurde auch durch die Ansicht der japanischen Marineführung begünstigt, dass für Kriegsschiffe der Kampf gegen andere Kriegsschiffe „ehrenhafter“ sei als der Schutz von Handelsschiffen, weshalb kaum eine den Bemühungen der Alliierten vergleichbare organisierte Konvoisicherung vorhanden war. Die aufgrund der Verluste in der Handelsschifffahrt eingetretenen Engpässe des japanischen Nachschubs wie auch der Rohstoffversorgung Japans trugen erheblich zum alliierten Sieg im Pazifik bei. 2 % des amerikanischen Marinepersonals waren letztlich für 55 % der vernichteten Gesamttonnage der japanischen Handelsschifffahrt verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Clay Blair: &amp;#039;&amp;#039;Silent Victory. The U.S. Submarine War Against Japan.&amp;#039;&amp;#039; Naval Institute Press, Annapolis 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mark P. Parillo: &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Merchant Marine in World War II.&amp;#039;&amp;#039; Naval Institute Press, Annapolis 1993&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Anfang 1944 versenkten alliierte Unterseeboote in zunehmendem Maße japanische Handelsschiffe. Durch die Entschlüsselung der japanischen Marinecodes war die US-Navy in der Lage, den feindlichen Funkverkehr abzuhören und ihre U-Boote so an die japanischen Schiffe heranzuführen. Hinzu kam, dass die japanische Marine regelmäßig die Position und die geplante Route der durch ihre Kampfeinheiten geschützten Konvois an das Hauptquartier durchgab. Die U-Boot-Kommandeure erhielten diese Routen von den Entschlüsselungsabteilungen mitgeteilt und konnten anschließend frei entscheiden, wo und wann sie die besten Voraussetzungen für einen Angriff sahen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark P. Parillo: &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Merchant Marine in World War II.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 89–90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mangelhafte [[U-Jagd]]-Doktrin der japanischen Marine trug ebenfalls zu den hohen Verlustzahlen bei. Sie hatte vor und während der ersten Kriegsjahre der U-Jagd und dem Schutz von Handelsschiffen nur einen geringen Stellenwert bemessen und geschützte Geleitzüge wurden erst ab 1943 zur Regel.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark P. Parillo: &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Merchant Marine in World War II.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 133–134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst gegen Ende 1943 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Große Geleithauptquartier&amp;#039;&amp;#039; zur Koordinierung von Geleitzügen und der Entwicklung einer Standarddoktrin für die Konvoibildung eingerichtet. Im April 1944 erfolgte zusätzlich die Einrichtung eines &amp;#039;&amp;#039;Geleit-von-Konvois-Hauptquartier&amp;#039;&amp;#039;. Es stellte einen Pool erfahrener Kommandeure dar, die als Konvoibefehlshaber dienen sollten. Von ihnen besaß keiner wirkliche Erfahrung in der Konvoikriegsführung oder der U-Abwehr.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark P. Parillo: &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Merchant Marine in World War II.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 135–136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Februar 1944 führten zu einer neuen Zusammenstellung der japanischen Geleitzüge. In diesem Monat gingen über zehn Prozent der Handelsflotte durch U-Boote und Luftangriffe verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark P. Parillo: &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Merchant Marine in World War II.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den Verlusten befanden sich mehrere Transportschiffe mit Verstärkungen für die [[Marianen]] und [[Karolinen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel Eliot Morison: &amp;#039;&amp;#039;New Guinea and the Marianas March 1944 – August 1944.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;James E. Wise und Scott Baron: &amp;#039;&amp;#039;Soldiers Lost at Sea. A Chronicle of Troopship Disasters.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Reaktion vergrößerte das &amp;#039;&amp;#039;Große Geleithauptquartier&amp;#039;&amp;#039; die Standardgröße der Konvois von fünf auf „große“ Geleitzüge mit zehn bis zwanzig Schiffen. Durch diesen Wechsel konnte die Marine pro Konvoi mehr Geleitschiffe bereitstellen und hoffte durch die Reduktion der Konvoianzahl es den feindlichen U-Booten zu erschweren, Ziele zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark P. Parillo: &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Merchant Marine in World War II.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 137–139.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die japanische Marine setzte zum Schutz von Geleitzügen u.&amp;amp;nbsp;a. [[Kaibokan]] ein. Ein bekannter U-Boot-Angriff auf einen japanischen Konvoi war auf den [[Take-Ichi-Konvoi]]. Auch japanische U-Boote griffen Konvois an, aber sie konzentrierten sich im Wesentlichen auf Angriffe gegen Kriegsschiffe. Ein bekanntes Beispiel eines japanischen Angriff ist der [[Geleitzug GP55]]. Als Antwort auf die anhaltenden japanischen U-Boot-Angriffe auf Handelsschiffe ordnete die australische Marine an, dass ab dem 8. Juni 1942 jedes Schiff mit einer Verdrängung von mehr als 1200 ts und einer Höchstgeschwindigkeit unter 12 [[Knoten (Einheit)|Knoten]] in bewaffneten Geleitzügen verkehren solle.&amp;lt;ref&amp;gt;David Stevens: &amp;#039;&amp;#039;A Critical Vulnerability. The Impact of the Submarine Threat on Australia’s Maritime Defence 1914–1954&amp;#039;&amp;#039; Papers in Australian Maritime Affairs (No. 15) Power Centre, Canberra 2005, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Marineschifffahrtleitung}}&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Geleitzugsystem eingestellt. Mit Beginn des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] wurde die sowjetische U-Boot-Bedrohung gegen die Verbindungen zwischen Nordamerika und Europa als so groß eingeschätzt, dass die NATO im Mai 1950 eine neue, an den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs orientierte Marineschifffahrtsleitorganisation unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Naval Control of Shipping Organisation (NCSOrg)&amp;#039;&amp;#039; einrichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nato.int/cps/en/natolive/official_texts_17207.htm Kommuniqué des NATO-Rats]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung der Ost-West-Konfrontation wurde diese Organisation von einem verpflichtenden zu einem kooperativen System umgestaltet, das auf freiwillige Zusammenarbeit ausgelegt ist und die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Naval Co-operation and Guidance for Shipping&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;NCAGS&amp;#039;&amp;#039;) trägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ATP-2 II&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Golfkrieg|Ersten Golfkriegs]] eskortierten die Streitkräfte der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] umgeflaggte kuwaitische Öltanker im [[Persischer Golf|Persischen Golf]] (siehe auch [[Operation Earnest Will]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Anwachsen der [[Piraterie vor der Küste Somalias]] ist seit 2002 eine neue Bedrohung gegen die Schifffahrt entstanden, die zur Aufstellung von Geleitzügen für Handelsschiffe geführt hat. An den Geleitoperationen beteiligen sich neben verschiedenen Organisationen wie der NATO und der [[Europäische Union|Europäischen Union]] eine Anzahl von Einzelstaaten. Die EU leistet im Rahmen der [[Operation Atalanta]] Schiffen des [[Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen|Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen]] Geleitschutz. Parallel dazu bietet die [[United States Navy|U.S. Navy]] langsameren Schiffen für die Passage des [[International Recommended Transit Corridor]]s im Golf von Aden Geleit an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Convoys|Geleitzug}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elmar B. Potter, Chester W. Nimitz: &amp;#039;&amp;#039;Seemacht. Eine Seekriegsgeschichte von der der Antike bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe Verlag für Wehrwesen, München 1974, ISBN 3-7637-5112-2.&lt;br /&gt;
* Clay Blair: &amp;#039;&amp;#039;Silent Victory. The U.S. Submarine War Against Japan.&amp;#039;&amp;#039; Naval Institute Press, Annapolis 2001, ISBN 1-55750-217-X.&lt;br /&gt;
* Mark P. Parillo: &amp;#039;&amp;#039;The Japanese Merchant Marine in World War II.&amp;#039;&amp;#039; Naval Institute Press, Annapolis 1993, ISBN 1-55750-677-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4019918-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geleit (Schifffahrt)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;W. Edlmeier</name></author>
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