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	<title>Gelegenheitsbildung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T06:50:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gelegenheitsbildung&amp;diff=243632&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-12T11:33:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gelegenheitsbildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Okkasionalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ad-hoc-Bildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einmalbildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spontanbildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Autorenbildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Individualbildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augenblicksbildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird in der [[Linguistik]] ein Wort bezeichnet, das nur einmal oder sehr selten verwendet wird und (noch) nicht zum etablierten [[Wortschatz]] einer Sprache gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gelegenheitsbildung &amp;#039;&amp;#039;Gelegenheitsbildung&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Synonymen siehe [https://www.dwds.de/wb/Gelegenheitsbildung &amp;#039;&amp;#039;Gelegenheitsbildung&amp;#039;&amp;#039;] im [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im weiteren Sinn kann es sich dabei auch um eine [[Redewendung|Wendung]] handeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Heusinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Lexik der deutschen Gegenwartssprache. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; W. Fink, München 2004 (UTB 2491), S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; Okkasionalismen sind [[Neologismus|Neologismen]] im Anfangsstadium. Sprecher lebender Sprachen erfinden täglich neue Wörter, mit denen sie spontan entstehende Benennungslücken schließen oder stilistische oder emotionale Aspekte ausdrücken. Manche werden einmal oder selten verwendet, dann bleiben es Okkasionalismen, andere werden häufiger gebraucht und finden schließlich ihren Platz im Wortschatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Neologismen. Formen und Funktionen neuer Wörter in verschiedenen Varietäten des Deutschen |Auflage=2 |Verlag=Narr |Ort=Tübingen |Datum=2011 |ISBN=978-3-8233-6646-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carmen Gierden Vega, Dirk Hofmann |Titel=Wortbildung und Ad-hoc-Komposita: Typen, Implikationen und ihre möglichen Übersetzungen ins Spanische |Hrsg=Ludwig Eichinger, Meike Meliss, María José Domínguez Vázquez |Sammelwerk=Wortbildung heute |Verlag=Gunter Narr |Ort=Tübingen |Datum=2008 |ISBN=978-3-8233-6386-6 |Seiten=194–211}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okkasionalismen tauchen besonders in der Werbung, in der Mediensprache, in der [[Jugendsprache]] und in diversen Formen der [[Literatur]] auf. Manchmal gehen sie auf mediale Ereignisse oder auf populäre Kinofilme zurück. Ein Beispiel ist die Wortschöpfung [[Mantawitz|&amp;#039;&amp;#039;Mantalette&amp;#039;&amp;#039;]] für Cowboystiefel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sprachnudel.de/woerterbuch/Mantalette |titel=Wörterbuch: Mantalette |hrsg=Sprachnudel |sprache=de |abruf=2024-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus einem Till-Schweiger-Film der 1990er Jahre. Sie entstehen meist über Wortbildung (&amp;#039;&amp;#039;fuckegal, anlabern&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schnipo&amp;#039;&amp;#039; (Schnitzel mit Pommes)), Entlehnung aus anderen Sprachen (&amp;#039;&amp;#039;[[Buzzer]], [[Cache]]&amp;#039;&amp;#039;), durch eine veränderte Bedeutung vorhandener [[Lexem]]e (&amp;#039;&amp;#039;[[stalken]]&amp;#039;&amp;#039; ‚suchen‘). Selten werden neue Wörter ohne [[Morphologie (Linguistik)|morphologische]] Struktur geschaffen (&amp;#039;&amp;#039;Zalando&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Phantastische Namen. Die Namen in Science Fiction und Fantasy zwischen Arbitrarität und Wortbildung |Verlag=Narr |Ort=Tübingen |Datum=2008 |ISBN=978-3-8233-6396-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Linda Holz |Titel=Untersuchungen zu Neologismen in der Tagespresse. Grundlagen, Erscheinungsformen und Funktionen |Ort=Saarbrücken |Datum=2009 |ISBN=978-3639122206}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Siebold |Titel=Wort – Genre – Text. Wortneubildungen in der Science Fiction |Verlag=Narr |Ort=Tübingen |Datum=2000 |ISBN=978-3-8233-58503}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gelegenheitsbildung kann nur ein einziges Mal verwendet werden oder mehrmals. Entscheidend für die Einordnung als Gelegenheitsbildung ist, dass das Wort eine „sprachliche Eintagsfliege“ bleibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harm_119&amp;quot;&amp;gt;Volker Harm: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 119&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen gibt es auch die Möglichkeit, dass sich solch ein Wort immer mehr durchsetzt. Eine Zeitlang wird es dann öfter und von mehreren Menschen gebraucht, aber immer noch als neu empfunden. Dann handelt es sich nicht mehr um eine Gelegenheitsbildung, sondern um einen [[Neologismus]] im engeren Sinne. Der Übergang ist gleitend, darum ist eine Grenzziehung zwischen Okkasionalismus und Neologismus nicht möglich, außer, sie wird statistisch gesetzt. Deswegen bezieht sich der Begriff Neologismus insgesamt auf neue Wörter, Gelegenheitsbildung hebt das Anfangsstadium eines neuen Wortes hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Als Abschluss dieses Prozesses der Etablierung gilt die Aufnahme des Wortes in ein allgemeinsprachliches Wörterbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anlass einer Gelegenheitsbildung besteht häufig darin, dass in einer aktuellen Benennungssituation eine [[lexikalische Lücke]] geschlossen wird. Oft spielt auch die [[Sprachökonomie]] eine Rolle. Beispielsweise ist eine [[ad hoc]] gebildete Bezeichnung wie &amp;#039;&amp;#039;Bierdeckel-Steuerreform&amp;#039;&amp;#039; einfacher und im Kontext auch verständlicher als eine umständliche Umschreibung des komplexen Sachverhalts („eine Steuerreform, nach deren Vollzug eine Steuererklärung so kurz ausfällt, dass diese auf einen [[Bierdeckel]] passt“). Ferner kann eine Gelegenheitsbildung auch dem Bedürfnis entspringen, eine bestimmte Einstellung des Sprechers auszudrücken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wanzeck_39&amp;quot;&amp;gt;Christiane Wanzeck: &amp;#039;&amp;#039;Lexikologie. Beschreibung von Wort und Wortschatz im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010 (UTB 3316),  ISBN 978-3-8385-3316-2, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Okkasionalismus für ein fehlendes Wort zu formen ist nur eine von vielen möglichen Erklärungen. Oft spielen spielerische, sprachökonomische, klangsymbolische Faktoren, die etwa zu Kunstwörtern (Urschöpfungen) führen, vgl. &amp;#039;&amp;#039;Kodak&amp;#039;&amp;#039;, mit hinein. Okkasionalismen erfüllen bestimmte kommunikative Aufgaben. Die Mechanismen, nach denen manche länger leben und schließlich ihren Weg ins Wörterbuch finden, sind noch nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hapax legomenon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Irmhild Barz: &amp;#039;&amp;#039;Okkasionalismen in Phraseologie und Wortbildung. Ein Vergleich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Brücken. Germanistisches Jahrbuch DDR-ČSSR 1987/88&amp;#039;&amp;#039;, 1988, S. 346–358.&lt;br /&gt;
* Anna Dargiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Fremde Elemente in Wortbildungen des Deutschen: zu Hybridbildungen in der deutschen Gegenwartssprache am Beispiel einer raumgebundenen Untersuchung in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Frankfurt am Main 2013, ISBN 9783631644713.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Fleischer; Irmhild Barz: &amp;#039;&amp;#039;Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache&amp;#039;&amp;#039;. Niemeyer, Tübingen 1995. ISBN 9783484106826.&lt;br /&gt;
* Christiane Wanzeck: &amp;#039;&amp;#039;Lexikologie. Beschreibung von Wort und Wortschatz im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010 (UTB 3316),  ISBN 978-3-8385-3316-2, S. 39–42.&lt;br /&gt;
* Peter Hohenhaus: &amp;#039;&amp;#039;Ad-hoc-Wortbildung. Terminologie, Typologie und Theorie kreativer Wortbildung im Englischen.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1996, ISBN 3-631-30266-5 (&amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften.&amp;#039;&amp;#039; Reihe 14: &amp;#039;&amp;#039;Angelsächsische Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039; 317), (Zugleich: Hamburg, Univ., Diss., 1995).&lt;br /&gt;
* Vida Jesenšek: &amp;#039;&amp;#039;Okkasionalismen. Ein Beitrag zur Lexikologie des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Slavisticno Drustvo, Maribor 1998, ISBN 961-90073-4-4 (&amp;#039;&amp;#039;Zora 2&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Corinna Peschel: &amp;#039;&amp;#039;Zum Zusammenhang von Wortneubildung und Textkonstitution.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-31237-8 (&amp;#039;&amp;#039;Reihe Germanistische Linguistik&amp;#039;&amp;#039; 237), (Zugleich: Dortmund, Univ., Diss., 2000).&lt;br /&gt;
* Dennis Scheller-Boltz: &amp;#039;&amp;#039;Präponeme und Präponemkonstrukte im Russischen, Polnischen und Deutschen. Zur Terminologie, Morphologie und Semantik einer Wortbildungseinheit und eines produktiven Kompositionstypus&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Frankfurt am Main 2010. ISBN 9783631587683.&lt;br /&gt;
* Dennis Scheller-Boltz: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Im Hochpreisland Norwegen hat es sich ausgelidlt&amp;quot;. Deonymische Verben im Gegenwartsdeutschen – morphologische, semantische und lexikografische Beobachtungen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Prace Komisji Nauk Filologicznych Oddziału Polskiej Akademii Nauk we Wrocławiu&amp;#039;&amp;#039; II/2010, S. 109–144.&lt;br /&gt;
* Robert Fellner: &amp;#039;&amp;#039;Okkasionalismen in Werbeslogans zwischen 2003 und 2008 unter besonderer Berücksichtigung der Branchen Kosmetik, Ernährung, Getränke und Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Grin Verlag GmbH, München 2010, ISBN 978-3-640-52714-4 (Zugleich: Wien, Univ., Diplomarbeit, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Ad-hoc-Bildung}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Gelegenheitsbildung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Morphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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